• Im Test Escape the Room – Das verfluchte Puppenhaus

    „Escape the Room – Das verfluchte Puppenhaus‟: Aus Spiellust wird Spielfrust

    Darum geht’s: In „Escape the Room – Das verfluchte Puppenhaus‟ müssen die Spieler pro Zimmer drei Symbole finden, um sich gemäß der Rahmengeschichte von Raum zu Raum bewegen zu können. Um an ein Symbol zu gelangen, müssen verschiedene Rätsel gelöst werden. Die Spielbox wird dabei zum 3D-Puppenhaus.

    Ich muss gestehen, wir hatten an das Spiel „Escape the Room – Das verfluchte Puppenhaus‟ große Erwartungen.

    Waren wir in der Vergangenheit doch bereits mit Freunden in vier verschiedenen Escape Rooms eingeschlossen, haben während der Pandemie einen digitalen Escape Room gespielt und hatten kurz zuvor die Gesellschaftsspielversion eines Konkurrenzherstellers gelöst. Wir waren gut vorbereitet – dachten wir zumindest.

    Anfassen? Strengstens erlaubt!


    Wir hatten kurzzeitig überlegt, das Spiel über eine Meetingsoftware mit Freunden zusammen zu spielen. Doch schnell haben wir festgestellt, dass es in diesem Fall nicht reicht, eine Spielkarte oder ähnliches einfach in die Kamera zu halten. Bei „Escape the Room – Das verfluchte Puppenhaus‟ müssen Dinge zusammengebaut, Papiere zerschnitten oder Gegenstände verrückt werden. Und das ist gleichzeitig das Tolle an dem Puppenhaus: Alles darf benutzt, untersucht oder verunstaltet werden. Generell ist das Puppenhaus sehr stabil, die Einzelteile fühlen sich hochwertig an. Allein die Ausstattung ist ihren Preis Wert. Die Spielanleitung ist recht schnell verstanden und gut erklärt.

    Rätsel oft nicht selbsterklärend: Die Schwachstelle des Spiels sind jedoch die Rätsel

    Diese sind manchmal so abstrus und abstrakt, dass die Spielfreude gedämmt wird. War der erste Raum noch einigermaßen leicht zu lösen, wurden die Rätsel ab dem zweiten Raum immer irrwitziger. Oft hat man den richtigen Ansatz gewählt, um das Rätsel zu lösen, doch die endgültige Auflösung ist so wirr und manchmal nicht nachvollziehbar, dass man oft an seinem Verstand zweifelt. Immer größerer Frust machte sich im Laufe des Spiels bei uns breit, immer öfter haben wir die online bereitgestellte Lösungshilfe in Anspruch genommen, was uns noch mehr frustrierte.

    Die Schwachstelle des Spiels sind jedoch die Rätsel. Diese sind manchmal so abstrus und abstrakt, dass die Spielfreude gedämmt wird

    Wenn der Spaß abhanden kommt:  Die angegebenen 2,5 Stunden, die man benötigen würde, haben wir nicht  annähernd eingehalten

     Wir haben zwei Abende an „Escape the Room – Das verfluchte Puppenhaus‟ gesessen, da uns der Spielspaß aufgrund der Rätsel irgendwann abhanden gekommen und wir uns nach dem ersten, frustrierenden Abend aufraffen mussten, weiterzuspielen. In einschlägigen Bewertungsportalen habe ich im Anschluss gelesen, dass wir mit unserer Meinung nicht allein sind. Das hat mich sehr beruhigt, würde ich doch mal behaupten, dass wir nicht allzu unterbelichtet sind, wie das Spiel uns zeitweise hat glauben lassen.

    Ich muss gestehen, wir hatten an das Spiel „Escape the Room - Das verfluchte Puppenhaus‟ große Erwartungen.

    Das Spiel ist für Kinder ab 13 Jahren empfohlen, jedoch würde ich abraten, es in diesem Alter zu spielen. Die Rätsel sind einfach zu schwer, der Frustpegel recht hoch. Ab 16 Jahre und älter finde ich sinnvoller. Es sollten zudem nicht zu viele Spieler sein, da das Puppenhaus doch recht oft verschoben werden muss, damit alle die Räume und die Einzelheiten ausreichend einzusehen sind.

    Spiel mit nachhaltigem Charakter: Neben dem hochwertigen Produkt an sich hat uns das ganze Drumherum gefallen.

    So können zum Beispiel vorab Einladungsschreiben für Freunde ausgedruckt werden. Es wurde eine Playlist mit passender Musikuntermalung zusammengestellt, zerschnittene Rätsel können erneut ausgedruckt werden. Darüber hinaus steht eine Anleitung parat, wie das Spiel wieder in seinen Ursprungszustand versetzt werden kann. So kann „Escape the Room – Das verfluchte Puppenhaus‟ an Freunde und Familie weitergegeben werden. Der nachhaltige Charakter hat uns besonders beeindruckt. Ein deutliches Pluspunkt gegenüber Konkurrenzprodukten.

    Unsere Spielebotschafter: Alexandra Sgro (36) hat zusammen mit ihrem Ehemann David (34) das Spiel getestet. Beide haben Erfahrungen mit verschiedenen Escape-Room-Spielen, sei es live, digital als auch in Brettspielform.

    „Escape the Room – Das verfluchte Puppenhaus‟
    Hersteller: Thinkfun
    Kategorie: Escape the Room
    Alter: ab 13 Jahre
    Spieler: 1-4
    Preis: 39,99 €

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