• Ein Hund würde dem Jungen Respekt und Bewunderung einbringen und seine Traurigkeit vertreiben

    Eine tierische Aufmunterung: „Mein Sohn kringelte sich und hatte Tränen vor Lachen..“

    Das Buch Ausgerechnet Mops ist meinem Sohn direkt ins Auge gesprungen, denn das Bild hat ihn sofort angesprochen. Er liebt Hunde und ob man es glaubt oder nicht – Absperrband. Woher diese Leidenschaft kommt weiß ich nicht aber hier war sofort klar, es handelt sich um eine Sperrzone! Die Neugierde war geweckt, ohne zu wissen was dahinter steckt.

    Darum geht es: Die Hauptpersonen des Buches sind Emil und seine Familie. Das sind seine Geschwister Paula und Viktor, seine Eltern und Oma, sowie der ungeliebte Klassenkamerad Ole und natürlich der Mops.
    Nach dem Tod des Opas, ziehen Emil und seine Familie aufs Land zur Großmutter, damit sie nicht so alleine ist, jedoch hat sich diese nach Opas Tod im Gartenhaus verschanzt. Auch Emils Eltern spielen verrückt. Die Mutter malt im Hühnerstall und Vater spielt mit Murmeln.

    Die Sperrzone kommt ins Spiel, sie zeigt die Distanz zu den Räumlichkeiten in dem das Traurige, die Erinnerungen, das gemiedene Thema herrscht. In der Geschichte ist der Familienzusammenhalt nicht komplett gegeben, da jeder anders mit dieser Situation umgeht.

    Keiner redet so gerne über den Tod. In dem Buch wird das Thema Tod kindlich erzählt mit allen Gefühlslagen; von melancholisch bis hin zum Kloß im Hals. Die Traurigkeit kommt für einen kurzen Moment selbst bei einem durch, dennoch gelingt es der Autorin eine Gewisse Portion an Witz und Spannung hineinzubringen.

    Emil vermisst seinen Opa, mit dem er viel Zeit verbracht hat, sehr. Immerhin findet er in der neuen Schule Ablenkung. Allerdings trifft er hier auf einen Schulkamerad, „Fleischer-Ole“ (sein Vater besitzt eine Fleischfabrik, daher der Name), der ständig die Schulbrote von Emil isst. Das Buch zeigt nicht nur das Thema Trauerverarbeitung sondern auch humorvolle Passagen sowie ein richtiges Abenteuer.

    Das Abenteuer beginnt, als in der Schule ein Haustiertag geplant ist und Emil sich so sehr einen großen Hund zu Weihnachten wünscht, der all seine Probleme lösen würde. Ein Hund würde ihm in der Schule Respekt und Bewunderung einbringen, seine Traurigkeit vertreiben und die Familie endlich wieder zusammenbringen.

    Nur es gibt ein Problem, seine Eltern wollen keinen! Wie der Zufall es will, findet Emil einen ausgesetzten Hund im Wald, einen Mops. Es ist zwar nicht der gewünschte Traumhund, dennoch nimmt er ihn mit nach Hause und versteckt ihn in der Sperrzone, Opas Zimmer. Das ideale Versteck, da sich keiner der Familienmitglieder reintraut.

    Hier eine kleine Kostprobe: „Vor mir saß ein grunzendes, glupschäugiges, faltiges, schrumpeliges, dreckfarbenes, undefinierbares kleines Wesen, das mehr Ähnlichkeit mit einer mutierenden Fledermaus hatte als mit einem Hund.“ Mein Sohn kringelte sich und hatte Tränen vor Lachen: „Mama, ich kann nicht mehr, das ist so witzig.“

    Erst nachdem die Sperrzone durchbrochen wurde, wird die Stärke des Familienzusammenhalts deutlich. Auch wir leben nach dem Motto: „Familie ist alles“, dementsprechend ist klar, dass man ALLES zusammen durchstehen kann. Auch in schweren Zeiten.

    Das Buch hat ein schönes und ansprechendes Cover. Die Schrift ist groß, also ideal für Kinder. Es ist sowohl für Mädchen als auch Jungen im Grundschulalter gedacht (ab 4. Klasse), denn hier sind stolze 272 Seiten zu bewältigen. Wirklich abwechslungsreich sind die lustigen Bilder.

    Unsere Buchbotschafterin:  Anni K. hat 2 Jungs (9 und 1), die sehr gerne lesen und vorgelesen bekommen.

     

    Das Buch ist erschienen im dtv Junior
    Autorin: Constanze Klaue, llustrationen:Barbara Jung
    Es umfasst  272 Seiten,
    für Kinder ab 9

     

     

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