• Die Idee des Spiels „Das Elixier“ hat uns sofort angesprochen.

    Schnell zum geheimen Zaubertrank!

    In dem Spiel treten bis zu sieben Alchemistinnen und Alchemisten gegeneinander an und versuchen als Erste/r ihre Zutaten dem Elixier beizufügen.

    Die roten Pilze, blauen Käfer oder grünen Phiolen verstecken sie in ihrer Hand. Wenn die drei Zutaten-Würfel gefallen sind, wägen die Spielenden ab, welche Zutaten die anderen Alchemisten legen könnten und treffen dann im Verborgenen eine eigene Entscheidung

    Gleichzeitig müssten alle ihre Wahl offenbaren und wenn möglich – da gibt es verschiedene Regeln – können die Zutaten dem Elixier beigefügt werden. Die Person, die als erstes nur noch eine Grundzutat auf der Hand hat, gewinnt.

    Die Idee des Spiels hat uns sofort angesprochen. Geheime Zaubertränke erinnern an Asterix und Obelix oder Harry Potter!

    Das Spiel ist recht unkompliziert, auch mein siebenjähriger Sohn hat es auf Anhieb verstanden und gleich die erste Runde gewonnen. Zum Glück, sonst wäre schlechte Laune angesagt! An sich bevorzugen wir eher Spiele, die nicht gegeneinander, sondern miteinander gespielt werden, da es unser sensibler Erstklässler noch schwer verkraftet, nicht zu gewinnen.

    „Das Elixier“ ist super handlich, die Spielsteine können in dem kleinen Fläschchen aufbewahrt werden, die Anleitung auch und so kann es sehr gut als Zeitvertreib in Auto, Zug, Flugzeug genutzt werden und ist eine Abwechslung zu klassischen Kartenspielen.

    Außerdem gefällt uns, dass es Kinder und Erwachsene unterschiedlichen Alters spielen können und ähnliche Voraussetzungen haben, da es ein Glücksspiel ist. Was gewürfelt wird, lässt sich nicht voraussehen oder planen. Die Gestaltung ist originell und farbenfroh.

    Die Spielanleitung ist gut strukturiert. Es handelt sich um ein kleines handliches Büchlein, das ansprechend illustriert ist. Die Regeln konnten wir sehr gut nachvollziehen, was auch an den gut erklärten und zahlreichen Beispielen und Bildern liegt. Es gibt zusätzlich eine Variante für drei Spielende. Die Jungs haben die Anleitung zusammen gelesen und den Erwachsenen dann das Spiel erklärt, was hervorragend funktioniert hat (habe nochmal nachgelesen, passte alles ;-)).

    Leider wird das Spiel den Anforderungen der Kinder nur zum Teil gerecht. Der Untertitel „Überliste deine Gegner mit Magie“ schürt hohe Erwartungen.

    Im Prinzip kann man Glück haben und die richtigen Spielsteine auswählen oder eben nicht. Bluffen und Überlisten bieten sich hingegen nur bedingt an. Magisch wurde es zu unserem Bedauern auch nicht. Wichtig ist es eher, sich zu merken, welche Symbole schon gelegt wurden. Dennoch hatte mein kleiner Sohn Gefallen an dem „Elixier“, da es eine abwechslungsreiche, ansprechende Gestaltung hat, recht einfach ist und schnell zum Ziel führt. So bleibt bei jüngeren Spielenden auch die Konzentration erhalten. Die Hintergrundgeschichte sprach ihn an und beflügelte seine Phantasie: „Ich bin der schnellste Zauberer!“. Mein zwölfjähriger Sohn fand es hingegen „langweilig und enttäuschend“. Seine Frage: „Und was hat das nun mit Alchemie zutun?“ blieb leider offen.

    Fazit: Wer ein kompaktes, hübsch gestaltetes Spiel für Kinder von sieben bis neun Jahren sucht, ist mit dem „Elixier“ gut beraten. Für ältere Kinder und Erwachsene empfiehlt es hingegen nicht. Für die gibt es unsrer Meinung nach zu wenig Handlungsspielräume, kaum Spannung und Variation.

    Getestet hat Frau Tanja Siedel-Rettinger. Sie hat drei Kinder Valentin (12), Karlsson (7) und Kiana.

    „Das Elixier – Überliste deine Gegner mit Magie!“ ist 2019 bei HCM erschienen. Es kann für 15,99€ erworben werden und eignet sich für Spielbegeisterte ab acht Jahren. Gespielt wird mit drei bis sieben Spielerinnen und Spielern.

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