• Mit Kindergartenkinder über Gefühle reden, ihnen Mut, Zuversicht und Selbstvertrauen mit auf den Weg geben

    Streiten und Ärgern will gelernt sein: Kinder können mit ihren Gefühlen noch nicht so gut umgehen

    Dieses Buch zeigt einfühlsam, welche Facetten des Ärgerns es gibt. Gleichzeitig bietet es Anlass, mit Kindern über ihre Gefühle zu sprechen, und vermittelt behutsam zwischen den Akteuren.

    Als Kindergartenkind hat man jeden Tag große Herausforderungen zu meistern und nicht selten prallen die verschiedensten Charaktere aufeinander. Das man sich dann nicht immer grün ist kann man sich vorstellen…und Kinder können mit ihren Gefühlen noch nicht so gut umgehen, wie wir Erwachsene und selbst uns fällt es nicht immer leicht. Daher ist es wichtig und richtig unseren Kindern zur Seite zu stehen und sie in ihrem Alltag zu unterstützen, ihnen Mut, Zuversicht und Selbstvertrauen mit auf den Weg zu geben.

    Mein Sohn Eryk hat erst vor kurzem die Gruppe gewechselt und ist nun einer der „Großen“. Da wir von dem Gruppenwechsel erst 1 Tag vorher davon erfahren haben und er ein recht sensibles Kind ist, das auch viel mit sich alleine ausmacht, gab es gewisse Startschwierigkeiten, da wir ihn nicht wirklich darauf vorbereiten konnten. Er ist jetzt zwar ein Großer, aber eben noch ein Kleiner unter den Großen und ich wollte ihn mit diesem Buch bestärken sich auch durch zu setzen, ohne die Gefühle seines Gegenübers zu verletzen. Ein respektvolles Miteinander ist sehr wichtig und ein essentieller Bestandteil des Erwachsenwerdens.

    Auf 36 Seiten im Hardcover Format werden verschiedene Situationen dargestellt, wie sie sicher jeder von uns schon mal erlebt hat. Auf einfühlsame Art und Weise soll den Kindern vermittelt werden: so geht es mir, so geht es dir und zeigt auch gleichzeitig Lösungswege auf, die für beide Seiten akzeptabel sind.

    Es wird zum Beispiel auch unterschieden, was ärgern und was streiten ist, denn auch da gibt es gravierende Unterschiede, die ein Kind erst einmal verstehen lernen muss.

    Das kann man eben nicht von jetzt auf gleich, das ist ein Lernprozess, in dem vor allem wir als Eltern gefordert sind. Dieses Buch unterstützt uns bei der Aufklärungsarbeit und veranschaulicht Themen, die es mit tollen Illustrationen untermalt und verdeutlicht. Ich finde es sehr gelungen und auch Eryk hat aufmerksam zugehört und auch die einzelnen Situationen reflektiert: Warum ist denn der Junge da so traurig? Warum sagt das Mädchen denn das?

    Das Buch ist auch perfekt dafür geeignet, heikle Situationen bei den Kindern heraus zu kitzeln: Ist dir das denn auch schon mal passiert? Wie würdest du dich fühlen, wenn dir das widerfahren würde?

    Ich habe beschlossen, das Buch im Anschluss an die große Kindergartengruppe weiter zu reichen, damit alle Kinder etwas davon haben und die Erzieher den Kindern diese überaus wichtige Thematik vermitteln können. Denn wenn man schon fast den gesamten Tag miteinander verbringt, dann wenigstens streitend mit Happy End und nicht ärgernd mit Tränen.

    Es gibt noch 6 weitere Bücher aus dem Loewe Verlag, die sich mit der Emotionalen Entwicklung der Kinder beschäftigen, auch diese werden wir mit Sicherheit noch gemeinsam lesen und verstehen. Darauf freue ich mich schon jetzt und wünsche den Eltern, die sich angesprochen fühlen eine aufklärungsreiche und spannende Zeit beim Vorlesen.

    Unsere Buchbotschafterin: Frau Berit von Quillfeldt hat das Buch mit ihrem Sohn 4 Jahre gelesen.

    „Wie ist das mit dem Ärgern?“
    Text und Illustrationen: Dagmar Geisler
    Umschlaggestaltung: Elke Kohlmann
    Erschienen: 2020 im Loewe Verlag GmbH
    Empfohlen: von 5 bis 7 Jahren

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