• Ein spannender Naturroman in der Wildnis Kanadas, der über das Leben, wie wir es führen, nachdenklich stimmt

    Spannendes Buch – Es ist aufregend, in ein anderes Land einzutauchen, in eine andere Kultur mit Menschen, die so völlig anders sind als wir

    Ein spannender Naturroman in der Wildnis Kanadas, der über das Leben, wie wir es führen, nachdenklich stimmt. Aber mit einem schönen Happy End und der Gewissheit, dass man sein Leben selbst in die Hand nehmen kann.

    Nele, 16 Jahre Buchbotschafterin:
    Im Buch geht es um einen Jungen namens Jacob, der in Kanada geboren wurde, aber irgendwann mit seiner Mutter nach Deutschland gezogen ist. Mit 18 Jahren findet er heraus, dass sein Vater in Kanada lebt. Gern möchte er ihn kennenlernen. Seine Mutter hatte ihn bisher nur belogen. Auf eigene Faust macht er sich nach Kanada auf, gerät aber an einen Mann, Crazy- Mike, der ihn einfach in der Wildnis Kanadas aussetzt. Drei Tage irrt Jacob umher. In dieser Zeit lernt er zu verstehen, was Hunger eigentlich bedeutet, und wie gut es ihm bisher doch ging.

    Bisher war er Vegetarier, weil sein Stiefvater einen Schlachthof hatte, in dem es den Schweinen gar nicht gut geht. Solche Gedanken kommen ihm in der Wildnis. Dann wird er von einem Bären angegriffen und zum Glück von Kimi und ihrem Großvater gerettet. Es sind Indianer und diese haben eine ganz andere Einstellung zum Leben und zur Natur. Kimi und Jacob verlieben sich ineinander.

    Leider muss Jacob bald zurück, weil er sein Abi schreiben muss. Über Facebook erfährt sein Vater dann doch noch, dass sein Sohn in Kanada ist und nimmt zu ihm Kontakt auf. Sie lernen sich kennen und Jacob erfährt den Hintergrund, warum seine Mutter damals nach Deutschland zurückging. Weil sein Vater immer wieder Affären hatte und nicht wirklich ehrlich zu seiner Mutter war. Trotzdem möchte Jacob bei ihm bleiben, weil er das Leben in Kanada liebt. Er zieht zu ihm und seiner neuen Freundin, die eine Art Kindercamp betreiben. Jacob wird Jäger, weil sein Vater auch einer ist und er nun an der Seite von Kimi bleiben kann.

    Das Buch ist wirklich toll und spannend! Immer wieder passiert etwas Neues!

    Außerdem ist es aufregend, in ein anderes Land einzutauchen, in eine andere Kultur mit Menschen, die so völlig anders sind als wir. So wird einem nämlich wirklich bewusst, wie viel man immer von allem hat. Und auch zum Beispiel beim Fleisch, dass es immer im Übermaß vorhanden ist. Wäre es nicht viel besser, weniger Tiere zum Schlachten zu halten und diese dann nur bei wirklichem Fleischbedarf zu töten? So machen es nämlich Kimi und ihr Großvater, außerdem bedanken sie sich beim Tier dafür, dass es ihnen Nahrung gibt. Man erhält als Leser jede Menge Möglichkeiten nachzudenken, was ich sehr gut finde. Dazu kommen Survial-Tipps, das man sich große Platten unter die Schuhe machen muss, um im Tiefschnee nicht einzusinken oder mit Zahnseide nähen, wenn kein Faden vorhanden ist.

    Sehr besonders an dem Buch finde ich die Figuren. Kimi wirkt total rauhbeinig, hat aber einen tollen trockenen Humor.

    Jacob macht sich total viele Gedanken. Und Kimis Großvater kann mit Tieren telepathisch kommunizieren. Der Vater hat verschiedene Seiten an sich, zu seiner damaligen Frau war er ganz anders als zu Jacob, das macht die Geschichte und die Gegenwart so spannend.


    Das Buch ist auch gut strukturiert. Mit kleinen Überschriften vor jedem Kapitel weiß man sofort, worum es im nächsten geht. Das Cover ist sehr ansprechend. Den Titel finde ich irritierend, weil es ja nicht wirklich um einen Tänzer geht. Manchmal wirkt der Inhalt auch etwas abstrakt, wenn sich Jacob seinen Träumereien hingibt. Aber alles in allem liest es sich sehr flüssig und ist sehr zu empfehlen. Ich vergebe volle Punktzahl für das Buch 😉

    Unsere Buchbotschafterin: Sandra Frommhold, Mutter von vier Kindern ( zwei Mädchen 16, 5 Jahre, zwei Jungs 12 und 2 Jahren). Die Tochter Nele hat das Buch gelesen und beurteilt.

    Antje Babendererde: Schneetänzer; Arena, 2019, 17 Euro, Zielgruppe: Jugendliche ab 12 Jahren

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