• Kein Bock? Steh zu deiner Meinung, sag, was du magst und was nicht

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    Geh deinen eigenen Weg, den Jim hat auch keinen Bock!

    Darum gehts: Jim Panse wird auf die Feier des Stachelschweins eingeladen und nicht nur er, sondern auch alle anderen Tiere des Dschungels. In diesem Zusammenhang kommt an Tageslicht, dass Jim nicht tanzen kann, was die anderen Tiere gar nicht verstehen können. Dadurch wird Jim dazu gedrängt, sich im Tanzen zu probieren, was von wenig Erfolg gekrönt ist.

     

    Auf der Party angekommen wird wild getanzt und alle haben ihren Spaß! Wirklich alle? Nein, denn Jim mag einfach nicht tanzen und das bricht dann ganz unerwartet aus ihm heraus. Er will einfach nicht und das sollen alle wissen. Und wie sooft, wenn einer den Anfang macht, schließen sich andere an. Denn auch andere Tiere mögen das Tanzen so gar nicht, wollten nur nicht der Außenseiter sein, das eine Tier, das nicht tanzen mag. Zum Glück stellt sich heraus, man kann auf einer Feier nicht nur tanzen, sondern auch lecker essen und tolle Spiele spielen.

    Was lernen unsere Kinder von Jim? „Jim hat keinen Bock“, das haben unsere Kinder schnell verstanden und auch, dass man das sagen muss.

    Gerade unsere Tochter (fast 5) tut sich öfters mal schwer, anderen zu sagen „Ich will das nicht!“, vor allem wenn es sich um Freunde handelt. Für Sie war es gut zusehen, was dann passieren kann, das nicht nur negatives folgt, sondern oftmals eine positive Veränderung der Situation eintritt und das sie oftmals nicht alleine sein wird mit ihrer Meinung. Das gefiel ihr und das Jim anschließend trotzdem Spaß hatte. Erstaunlich war ihre Assoziation der unterschiedlichen Tiere mit den Charakteren der Menschen, denn die sind auch alle unterschiedlich.

    Bei unserem Sohn (3) ist es ein anderes Bild. Er hat kein Problem damit, seine Meinung zu sagen, jedoch wird er schnell wütend, wenn andere seine Meinung nicht akzeptieren

    Wenn er keinen Bock hat, erfahren das auch alle. Daher konnte er sich mit Jim identifizieren, hat das Verständnis für die Folgen aber noch nicht entwickelt. Hier merkt man, dass die Altersangabe gut gewählt ist. Dennoch gefielen ihm die ganzen Tiere und tollen Zeichnungen.

    Gefällt uns Jim den auch? Ja, sogar sehr. Die Geschichte wird toll und gerade raus erzählt, es fällt leicht, der Handlung zu folgen und Jim zu verstehen

    Die Tiere bilden die unterschiedlichen Menschen ab, denn auch diese sind mal größer, mal kleiner und mal dünner und mal dicker. Dennoch sind alle Freunde und gehen gemeinsam auf eine Feier. Der Gorilla ist dabei Jims bester Freund und sollte diesem direkt sagen, dass er nicht tanzen kann, sagt es aber lieber jemand anderem. Das ist nur ein netter Kniff, die typischen Verhaltensweisen der Menschen aufzuzeigen und über diese kann man dann reden.

    Dass Jim seine Meinung sagt, ist dabei sehr wichtig und es zeigt den Kindern – steh zu deiner Meinung, sag, was du magst und was nicht und nimm dabei keine Rücksicht auf Fremde oder Freunde?!

     Ja, denn in dem Alter muss die eigene Meinung erst entwickelt werden und einen Stellenwert bekommen, Empathie und Co. entwickeln sich später und werden dann vermittelt. Besonders gelungen ist in dem Zusammenhang die Reaktion von Tieren, die vorher nicht dabei waren, also praktisch Fremde darstellen und Jim zur Seite springen. Wieder so eine indirekte Message, die mit den Kindern entdeckt und ausgewertet werden kann.
    Die Illustrationen sind insgesamt gelungen, es gibt aber kleine A

    ussetzer. Die Hyäne sieht eher aus wie ein Hund und bei der Polonaise verrutschen die Größenverhältnisse. In einem Kinderbuch aber alles zu verschmerzen. Dafür ist die ausklappbare Doppelseite eine schöne Idee und zeigt viele Tiere gemeinsam.

    Fazit zu „Jim hat keinen Bock“: Ein sehr gelungenes Kinderbuch, das es definitiv wert ist, mehrfach gelesen zu werden.

    Die Geschichte ist schön erzählt, auf den Bildern gibt es viel zu entdecken und jedes Mal fällt ein neues Detail auf. Die Anspielungen sind vielfältig und sicher auf unterschiedlichste Art und Weise zu interpretieren. Das gefällt uns als Eltern sehr, denn es gibt und Starthilfe, um Themen mit den Kindern zu besprechen, die ansonsten vielleicht unbesprochen geblieben wären.

    Jim hat keinen Bock
    Autorin: Suzanne Lang
    Verlag: Loewe
    44 Seiten, Preis: 13,00 €
    ab 4 Jahre

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