• Ideal für Kinder, die auf Geister und Monster stehen. Für Erstleser oder auch zum Vorlesen…

    Ein Geburtstagsgeschenk mal anders: Was passiert, wenn Papa im Internet eine alte Geisterbahn ersteigert? Das kann nur verrückt werden!!!

    Sandra Frommhold, Mutter von drei Kindern ( zwei Mädchen 13, 2 Jahre und ein Junge 10 Jahre) möchte euch dieses Buch vorstellen:

     

    Darum gehts: Fränkie Stein hat Geburtstag. Sein Vater ersteigert ihm im Internet eine alte abbruchreife Geisterbahn als Geschenk. Was Fränkie und seine Eltern nicht wissen. Die Geisterbahn ist bewohnt, von echten Geistern. Das weiß auch Geisterjäger Dr. van Felsing, der bei der Online-Auktion unterliegt, weil just in dem Moment sein Assistent Alfred mit Geisterfangschleim experimentiert und den Topf zum Brennen bringt.
    Die Geisterbahn Spooky Palace entpuppt sich für Fränkie als wahres Spieleparadies. Schnell lernt er die Geisterkinder (Mumie, Schlossgespenst, Yeti, Vampirmädchen, Außerirdischer und eine Fledermaus) kennen, die just alleine zu Hause sind, weil die Eltern sich nach einem neuen Lebensort umschauen. Sie freunden sich mit Fränkie an und vertreiben gemeinsam den Geisterjäger samt Assistenten, der es sich natürlich nicht lumpen lässt, ebenfalls vor Ort aufzutauchen. Zum Schluss dürfen alle gemeinsam Fränkies Geburtstag feiern und die Eltern, Bärchen und Schatzimaus, wundern sich nur wenig über die neuen Spielgefährden. Das Ende bleibt offen, scheinbar konzipiert auf weitere Teile um Fränkie Stein.

    Geschrieben ist das Buch in einfachen, übersichtlichen Worten. Ideal für Vorlesekinder oder Erstklässler. Die Bilder sind echt toll, da merkt man, da illustriert jemand mit viel Liebe zum klaren Bild. Textlich würde ich als Zielgruppe die jüngeren Leser vermuten, weil der Handlungsplot doch sehr vorhersehbar wirkt.

    Mein 10jähriger Sohn fand es „okay“. Ihm fehlte Spannung! Und mir eigentlich auch

    Inhaltlich finde ich es etwas schwach, da mir bis jetzt nicht bewusst ist, warum Fränkies Eltern so harmoniesüchtig sind und sich ständig mit Bärchen und Schatzimausi ansprechen. Eigentlich möchte man noch viel mehr über diese komischen Eltern wissen mit ihrem Reinigungsdienst, als über die doch zum Teil recht klischeehaften Geister. Auch Dr. van Felsing und Alfred, sind sehr einfach und farblos dargestellt. Warum der Name van Felsing, was so nahe liegt mit van Helsing, der ähnlichen Figur aus dem Dracula-Genre? Und Alfred? Erinnert mit „Null Problemo“ an den galaktischen Typen Alf der 90er Jahre. Kinder sind zwar weniger kritisch und werden beide Figuren nicht kennen, aber als Erwachsene hat es mir wenig Freude bereitet, dieses Buch zu lesen. Mein Sohn, der eher unkritische Leser, fand van Felsing gut, konnte aber auch mit den Eltern wenig anfangen, eher mit den Geistern. Die Bilder fand er klasse.

    Stilistisch und inhaltlich leider zu wenig Anspruch. Das Geistergenre überzeugt bis zu einer gewissen Altersgrenze, in der Kinder die Thematik noch gruselig-lustig finden, maximum bis 10 Jahre. Eine Stärke sind die Bilder, auf jeden Fall. Aber Grolik ist ja auch von der Profession her Illustrator.

    Genial finde ich die Vorstellung, im Internet eine Geisterbahn zu ersteigern. Das kommt dem modernen Zeitgeist der medialen Welt entgegen!

    Fazit: Ein kurzweiliges Buch, ideal für kleine oder unerfahrene Leser bis 10 Jahre. Ideal auch zum Vorlesen! Ideal für Kinder, die wie Fränkie selbst auf Geister und Monster stehen. Ideal für Erstleser, die überschaubare Szenarien brauchen! Kurz: Eine nette Geschichte mit tollen Bildern!

    Markus Grolik: Fränkie Stein
    Rowohlt Rotfuchs 2017
    126 Seiten
    9,99 Euro
    Zielgruppe: Kinder bis 10 Jahre

     

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