Die Fastenzeit ist auch immer eine gute Gelegenheit das Gewicht zu reduzieren

Welche Diät ist die richtige für mich? Was darf ich essen, wenn ich abnehmen will und was taugen Diäten?

Klar, um das Gewicht zu reduzieren, müssen dem Körper weniger Kalorien zugeführt werden, als er verbraucht. Regelmäßiger Sport unterstützt das Abnehmen und hilft, das Gewicht zu halten. Aber geht es nicht viel einfacher? Es gibt doch Blitzdiäten und Wunderpillen, die versprechen den schnellen Gewichtsverlust.

Aus dem Inhalt:
  • Diät im Büroalltag, so klappt es besser
  • Schlankheitsmittel im Vergleich, welche taugen was?
  • So erkennen Sie fragwürdige Diätangebote
  • Rettungsringe, Hüftspeck: So bekommen Sie ihn los!
  • Scharf essen für eine schlanke Linie – Schlanker dank Cayennepfeffer und Ingwer

 

Diät im Büroalltag, so klappt es besser

Jeder, der eine Diät macht weiß, die Pfunde purzeln schneller, wenn man sich zusätzlich sportlich betätigt. Auch wer, den ganzen Tag am Schreibtisch im Büro sitzt, hat Gelegenheit, sich zu bewegen:

  • Telefonische Rückfragen: Haben Sie die Zeit, gehen Sie zu Ihrer Kollegin, anstatt sie anzurufen.
  • Der Fahrstuhl ist tabu, steigen Sie Treppen.
  • Flotter Gang: Wenn Sie öfters längere Flure durchwandern oder ins Nebengebäude müssen, laufen Sie bewusst schneller. Das bringt Ihren Kreislauf in Schwung.
  • Vergessen Sie „…kannst du mir bitte etwas mitbringen?“, jetzt laufen Sie selber. Auch wenn es nur um Kleinigkeiten geht.
  • Wenn möglich, sollten Sie das Rad benutzen, um ins Büro zu kommen. Sie können auch zu Fuß gehen.
  • Sind Sie auf Auto, Bus oder Bahn angewiesen? Benutzen Sie nicht den Firmenparkplatz, so dass Sie quasi vom Auto an den Schreibtisch „fallen“. Suchen Sie sich einen weiter entfernten Parkplatz. So kommen Sie morgens und abends zu Ihrem Spaziergang.
  • Bus oder Bahnfahrer können sich zusätzlich Bewegung verschaffen, wenn sie eine Station früher oder später aus- und einsteigen.
  • Beachten Sie: Stehen Sie am ersten Tag einmal früher auf und probieren Sie aus, wie viel Zeit Sie für Ihren morgendlichen Spaziergang benötigen.
  • Mittagspause: Verzichten Sie auf den routinemäßigen Kantinenbesuch. Gehen Sie raus an die frische Luft. Das tut Ihrem Körper und auch dem Kopf gut. Vielleicht haben Sie in der Nähe einen Park, den Sie noch nicht entdeckt haben.

Gesellschaft für Ernährungsmedizin: Schlankheitsmittel im Vergleich: welche taugen was?

Schlankheitsmittel haben immer Hochkonjunktur, denn ein Drittel der Bevölkerung ist „auf Diät“ und versucht den Speck loszuwerden. Für den Verbraucher ist es schwierig bei Schlankheitsmitteln die Spreu vom Weizen zu trennen und die auszuwählen, die nicht nur das Portmonee abnehmen lassen, so Experten.

Man unterscheidet zwischen verschiedenen Schlankheitsmitteln: Entwässerungsmittel, Abführmittel, Schlankheitstees, rezeptpflichtige Medikamente, die als Appetitzügler wirken oder die Fettverdauung vermindern, Medizinprodukte, die die Sättigung fördern, Medizinprodukte mit Chitosan, die die Fettverdauung hemmen sollen und diätetische Lebensmittel, die als Mahlzeitenersatz dienen. Daneben gibt es Produkte, denen eine gewichtsreduzierende Wirkung zugeschrieben wird: Zitronensaft, Apfelessig oder fettschmelzende Cremes und Bäder. Diese bewirken aber keine Gewichtsreduktion, so die Experten.

Aus ernährungsmedizinischer Sicht raten die Experten von Mitteln ab, die als Entwässerungs- oder Abführmittel wirken. Diese gehören in die Hand des Arztes und haben andere Einsatzgebiete. „Fett lässt sich nicht wegpinkeln!“ Außerdem ist Fettgewebe im Vergleich zu Muskulatur arm an Flüssigkeit. Den Effekt der Stuhlentleerung überschätzen viele. „Fünf Pfund ohne Knochen“ sind es nicht, sondern 120 bis maximal 150 Gramm pro Entleerung.

Ernährungsmedizinisch differenziert zu betrachten sind die rezeptpflichtigen Medikamente wie  Xenical (enthält Orlistat). In Studien weisen sie deutliche Effekte nach. Ernährungsmedizinisch sinnvoller ist Orlistat, der Stoff, der nicht systemisch wirksam ist, sondern im Verdauungstrakt die Fettverdauung hemmt. Damit entschärft Xenical das Hauptproblem der Übergewichtsentstehung, die erhöhte Fettaufnahme. Im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung und eines interdisziplinären Übergewichtsprogrammes ist die Xenical-Einnahme sinnvoll, so die Experten.

Die frei verkäuflichen Medizinprodukte CM3 Alginat, BMI 23 oder Matricur auf Ballaststoff- oder Collagenbasis sind aus ernährungsmedizinischer Sicht empfehlenswert, da sie die Sättigung fördern. Im Rahmen einer sinnvollen gewichtsreduzierenden Ernährungsweise helfen sie Übergewichtigen das Hauptproblem, den Hunger, zu bekämpfen. Die Wirkung von Chitosan zu bewerten ist schwierig, da die Studienaussagen widersprüchlich sind.

Die besten Studiendaten ergeben sich für diätetische Lebensmittel, die ein proteinmodifiziertes Fasten ermöglichen. Beliebt sind hier Slimfast, Modifast oder die Produkte, die im Rahmen der ärztlichen Übergewichtsprogramme von Optifast, FormMed, BodyMed oder Precon angeboten werden. Im Rahmen eines Schulungsprogrammes und bei dauerhafter Ernährungsumstellung, sind diese ernährungsmedizinisch empfehlenswert.

Die Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik e.V. sowie ernährungsmedizinische Fachgesellschaften (wie die DGEM oder DAG) betonen grundsätzlich, dass der langfristige Erfolg beim Abnehmen nur durch eine dauerhafte Umstellung des Lebensstils (Ernährung und Bewegung) erreicht wird.

Quelle: Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik

So erkennen Sie fragwürdige Diätangebote

Zahllose Diäten, Pillen, Pülverchen und Wundermittel versprechen vollmundig „Diese Pille zehrt Fettpolster auf“ oder „Traumfigur ohne Diät und ohne Hunger“….

Fakt ist: Diese Versprechen veranlassen viele, auch teure Produkte zum Abnehmen zu
kaufen. Sicher, die ersten Pfunde purzeln schnell, aber die Gefahr besteht, dass der
Appetit auf Herzhaftes oder Süßes übermächtig wird. Dann schlägt man umso hemmungsloser zu.

Das Urteil der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE): Diese Wundermittel zum
Abnehmen können ihre Versprechen nicht halten und sind oft überteuert.

Vertrauen Sie keinem Diätprodukt,

  • … das verspricht, schnell, problemlos und ohne eigene Aktivität abnehmen zu können.
  • … bei dem Sie angeblich nach wie vor alles essen können, was Sie wollen.
  • … das eine bestimmte Gewichtsabnahme verspricht, z.B. „3 Pfund weniger in 2 Tagen“.
  • … das Erfolgsgarantien gibt oder diesen Eindruck vermittelt.
  • … das mit Vorher/Nachher-Bildern oder Aussagen von Einzelpersonen wirbt.
  • … das unzureichend erklärt wird, wie es wirkt.
  • … das Zusatzkäufe nötig macht, z. B. Ohrstecker, Badezusätze, elektrische Geräte.
  • … das nur über eine Briefadresse (oft im Ausland), erhältlich ist.

Rettungsringe, Hüftspeck: So bekommen Sie ihn los

Machen Sie Ihren Rettungsringen eine kräftige Kampfansage und lassen Sie den Speck schmelzen!
Wenn das Bauchfett erst einmal auf den Hüften gelandet ist, dann ist er dort auch schwer wieder weg zu bekommen. Das Wort Rettungsring hört sich zwar lustig an, ist es de facto aber nicht. Man fühlt sich einfach unwohl, wenn Röllchen sichtbar werden, wenn man ein Shirt anhat, bzw. diese sich über dem Hosenbund unästhetisch abzeichnen.

Aber wie bekommt man den Hüftspeck nun weg?

Vor allem spielt die Ernährung eine entscheidende Rolle, genau wie der Sport. Lassen Sie Snacks auf ihrem Plan ganz bewusst sausen und essen Sie abends keine Kohlenhydrate mehr. Viel frisches Gemüse und eiweißhaltige Lebensmittel wirken sich positiv aus und sind sehr empfehlenswert.

Gleichzeitig sollte das Sportprogramm aus einer Mischung von Ausdauer- und Krafttraining bestehen. Wenn Sie diese Dinge beherzigen, haben Rettungsringe auf Ihren Hüften keinen Platz! Mithilfe verschiedener Trainingskonzepte lassen Sie die Pfunde purzeln. Durch ein leicht umsetzbares Bauch-Fitness-Programm können Sie Fett abbauen, Muskeln aufbauen und den Grundumsatz erhöhen.

Alleine durch Laufen, können Sie es schaffen, innerhalb von kurzer Zeit fünf Kilo zu verlieren. Ernähren Sie sich in dieser Zeit vorwiegend eiweißhaltig, denn diese Lebensmittel sättigen lang und wirken sich äußerst positiv auf den Fettabbau aus.

Verzichten Sie auf Kohlenhydratbomben wie Pizza, Pasta und Co.

Wir nennen Ihnen eine Auswahl an Lebensmittel, die besonders gut zum Abnehmen geeignet sind:

  • Milcheiweiß aus Quark oder Joghurt (reich an essentiellen Aminosäuren)
  • Pellkartoffeln mit Magerquark (Dip aus Magerquark, Mineralwasser, Pfeffer, Salz und frisch gehackten Kräutern. Essentielle Aminosäuren sind sehr sehr wichtig beim Abnehmen, denn Sie verhindern den Muskelabbau. Essen Sie am besten eine Kombination aus tierischem und pflanzlichem Eiweiß
  • Geflügel/Geflügelbrustfleisch (fett- und cholesterinärmstes Fleisch)
  • Putenfilet mit 125 g liefert alle essentiellen Aminosäuren, 30 g Eiweiß und hat dabei nur 115 Kalorien
  • Keime (Getreidekeimlinge mit sekundären Pflanzenstoffen und wenig Fett)
  • Tofu (ein Produkt, das nur so vor Eiweiß strotzt und das frei von Cholesterin ist)
  • Hühnerei (eins am Tag ist erlaubt, mit wichtigen Aminosäuren und Vitaminen)
  • Fisch (eine Portion hat 50 g Eiweiß und ist leicht verdaulich)
  • Meeresfrüchte (Muscheln, Garnelen und Krebse sind gute Eiweißlieferanten und reich an Jod)
  • Fleisch (Filet, Tatar oder mageres Rindfleisch mit sehr gutem Aminosäurenprofil)
  • Fettarmer Käse (Kalzium, viel tierisches Eiweiß, kaum Fett)
  • Linsen (bis zu 20 % Eiweiß, guter Sattmacher, Ballaststoffe)

Scharf essen für eine schlanke Linie – Schlanker dank Cayennepfeffer und Ingwer

Essen Sie gerne scharf? Dann erweisen Sie Ihrer Gesundheit einen großen Dienst. Denn viele scharfe Gewürze helfen der Verdauung und dem Immunsystem und wirken teilweise sogar als völlig natürliche Antibiotika ohne Nebenwirkungen oder Resistenzentwicklungen. Doch „schön scharf“ kann außerdem auch schön schlank machen. Und davon können auch jene Menschen völlig problemlos profitieren, denen sonst schon beim bloßen Gedanken an eine Peperoni der Schweiß ausbricht.


Cayennepfeffer: Jede Menge Kalorien werden verbrannt

Wenn man die getrockneten Chilischoten der Sorte Cayenne fein mahlt, erhält man Cayennepfeffer. Dieser schmeckt typischerweise immer etwas rauchig und zart bitter. Und natürlich ist Cayennepfeffer auch ordentlich scharf. Dafür sorgt der Wirkstoff Capsaicin, der in dieser rotfeurigen kleinen Paprika in vergleichsweise großer Menge vorhanden ist. Vom Capsaicin weiß man, dass es den Schmerz- und Wärmerezeptoren der Haut und der Schleimhäute ordentlich Dampf macht, und damit für eine gesteigerte Gewebsdurchblutung und nachhaltige Wärmeentwicklung sorgt.

Das funktioniert nicht nur in äußerlich anzuwendenden Wärmepflastern sehr zuverlässig, sondern regelt auch bei innerer Anwendung den Körpertemperaturthermostat spürbar nach oben. Und in der absichtsvoll erhöhten Körperwärme werden jede Menge Kalorien verbrannt, die andernfalls für die Produktion von Fettreserven verwendet worden wären. Darum dient das Würzen mit Cayennepfeffer oder mit der asiatischen Variante Sambal Oelek nicht nur der pikanten Verschärfung heißer Genüsse, sondern stets auch der schlanken Linie. Warum also nicht mal ein paar scharfe Peperoni knabbern, wenn man Lust auf einen herzhaften Snack hat?

Ingwer hilft ebenfalls: Magen, Darm und Galle kommen fröhlich in Fahrt

Die Ingwerwurzel verdankt ihre aromatische Schärfe den Wirkstoffen Gingerol und Shogaol. Diesen sagt man eine günstig stimulierende Wirkung auf das Immunsystem nach, aber auch außerordentlich anregende Effekte auf die gesamte Sekretion des Verdauungssystems. Deshalb kommen Magen, Darm und Galle immer fröhlich in Fahrt, wenn leckerer Ingwer das exotische Essen würzt. Und wenn die Verdauung auf Hochtouren läuft, dann wirft der Stoffwechsel umgehend den Fettverbrennungsofen an. Das merkt man unter anderem daran, dass der Genuss von Ingwer sofort einen wohligen Körpertemperaturanstieg auslöst. Darum tritt Ingwer auch traditionell gegen rheumatische Beschwerden, Muskelschmerzen und einsetzende Erkältungen an.

Wer also sowohl seiner Immunabwehr als auch seiner Figur etwas wirklich Gutes tun will, der lässt keinen Tag ohne Ingwer vergehen. Und das ist leichter und abwechslungsreicher, als man denkt. Denn Ingwer passt nicht nur als Gewürz zu asiatischen Köstlichkeiten wie z. B. Sushi & Co., sondern kann auch im Yogi-Tee, als Aufguss, im Ingwerbonbon und im Ingwerplätzchen genossen werden. Auch kandierter Ingwer schmeckt lecker und wirkt Wunder.

Doch wenn Sie diese Gewürze mit ihren Fettverbrennungsbeschleuniger nicht in den Mund nehmen können oder mögen, helfen Nahrungsergänzungsmitteln und rezeptfreien Phytopräparaten weiter. Denn sowohl Cayennepfeffer („Capsicum Frutescens“) als auch Ingwerpulver („Zingiber Officinale“) kann man in Kapselform ganz schnell und gefahrlos runterschlucken.

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V
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