• Eine wirklich wunderschöne Geschichte über Freundschaften (echte und unechte) und eine sanfte Thematisierung von Mobbing in der Schule…

    Nicht mehr gemobbt zu werden, sondern echte Freundschaften…

    Es ist wirklich wie im Traum: In Wichtelstadt bekommt jedes Kind zu seinem zehnten Geburtstag ein Fabelwesen. Emmi wünscht sich ein Einhorn zu ihrem Fabeltag – meine Tochter (7 Jahre alt auch).

    Emmi ist ein kleines Mädchen aus Wichtelstadt… sie steht kurz vor ihrem zehnten Geburtstag und ist wahnsinnig aufgeregt, denn zu ihrem Geburtstag wünscht sie sich ein Einhorn. Zum Fabeltag (so heißt der zehnte Geburtstag der Kinder in Wichtelstadt) da bekommt jedes Kind sein eigenes Fabelwesen. Und wie jedes kleine Mädchen träumt auch Emmi von einem eigenen Einhorn. Dann ist endlich der große Tag gekommen! Henk der Drache, das Fabelwesen von Emmis Vater, fliegt die ganze Familie an die Waldlichtung von Wichtelstadt, wo die Großeltern schon auf die Geburtstagsgesellschaft warten. Mit klopfendem Herzen geht Emmi zum Fabelbaum der Familie Brix.

    Geheimnisvoller Nebel zieht auf – das Ritual hatte begonnen. Doch statt eines galoppierenden Einhorns tippelt ein rosafarbener Klops auf Emmi zu: Ein Schwein – ein kleines pummeliges, rosa Schweinchen mit einem goldenen Horn auf der Stirn. Emmi ist fassungslos. Bis auf das golden gedrehte Horn erinnert wirklich nichts an diesem kleinen Moppel an ein Einhorn. Emmi ist enttäuscht und als das Einschwein auch noch Pudding statt Lackschuhen an ihre Füße zaubert ist sie stinksauer. So hatte sie sich diesen Tag nicht vorgestellt. Was sollte sie ihren Freundinnen in der Schule nur sagen? Überall hatte sie bereits erzählt, dass sie ganz sicher ein Einhorn bekäme. Getarnt mit Mütze und Babydecke schafft es Emmi ihren Freundinnen vorzugaukeln, sie hätte ein Einhornbaby bekommen. Am nächsten Tag aber steht eine neue Probe bevor. Das Einschwein muss erneut überzeugen ein Einhorn zu sein, also trainierte Emmi es in anmutigem Schreiten und versucht ihm mit einer Perücke ein wallende Mähne zu zaubern. Letztendlich versuchen sie es mit einer Babyhose und der Perücke – und es klappt.

    Emmis Schulkameraden und Schulkameradinnen denken sie hätte ein Einhornbaby bekommen. Alle Kinder sind neidisch und wollen Emmi und ihr Fabelwesen zur Freundin haben. Plötzlich erhält Emmi Einladungen zu Geburtstagsfeiern und ist das beliebteste Mädchen der Klasse. Genau das hatte sie sich gewünscht. Nicht mehr gemobbt zu werden, sondern von allen gemocht zu werden. Als allerdings das Fabelband zwischen Emmi und ihrem Einschwein durch einen bösen Zauber aufgelöst wird, springt sie über ihren Schatten und erzählt allen, dass das Einschwein kein Einhorn ist. Ob sie sie es schafft in weniger als 100 Herzschlägen ein neues Fabelband zu knüpfen werdet ihr am Ende des Buches erfahren.

    Eine wirklich wunderschöne Geschichte über Freundschaften (echte und unechte) und eine sanfte Thematisierung von Mobbing in der Schule … wirklich gekonnt dezent eingesetzt und sicherlich auch effektiv.

    Meine Kinder fanden die anderen auf jeden Fall fies und gemein und hätten es „… garnicht schlimm gefunden wenn ihr Fabelwesen ein Einschwein statt eines Einhorns wäre …“ Für den Fall der Fälle wurden auch schon diverse Fabelbänder geknüpft 🙂  In den Sommerferien nähen wir dann unsere eigenen Einschweine wie in der Anleitung auf www.emmi-einschwein.de beschrieben.

    Diese Buchbesprechung wurde verfasst von  Julia M.
    Sie ist Bloggerin auf Mama-Chic.de und Mutter von drei Kindern 9, 6 und 18 Monate.

     

    Autorin: Anna Böhm
    Titel: Emmi & Einschwein. Einhorn kann jeder
    Verlag: Friedrich Oetinger GmbH
    Erscheinungsjahr 2018
    insgesamt 199 Seiten + Anhang
    Preis: 13€

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