• Die Verbindung von einer Erzählung und den Sachinformationen über Höhlen ist total gut gelungen…

    Ein erzählende Sachgeschichte mit jeder Menge Informationen über Höhlen, ihre Entstehung und natürlich ihre Geheimnisse. Sehr authentische Illustrationen, die an Computerspiele und Grafiken erinnern

    Sandra Frommhold, Mutter von drei Kindern ( zwei Mädchen 13, 2 Jahre und ein Junge 10 Jahre) möchte euch dieses Buch vorstellen:

    Darum gehts:  Jonas und Sophie besuchen in den Sommerferien für 3 Wochen Tante Janis und Urgroßvater Elias in den USA. Mr. Elias Hope, der den Kindern anfangs etwas unheimlich erscheint, ist früher ein Höhlenforscher gewesen und weiß alles über Höhlen. Natürlich kommt er ins Erzählen, als die Kinder Fotos finden und ein Fledermausskelett. So erfahren sie interessante Sachen über Brandhöhlen, wachsende Tropfsteine, wie CO2 dem Wasser hilft, Steine zu lösen und vieles mehr. Für kleine Höhlenfans ein wahres Paradies von Informationen. Auch Jonas und seine Schwester saugen die Erzählungen ihres Urgroßvaters auf und vor allem seine ungelöste Begebenheit, ein Licht, dass er nie hat erklären können.Kurzer Hand brechen die Drei zu der Höhle auf und am Ende lösen sie natürlich das Geheimnis.Als Leser fühlt man sich hier richtig an die Hand genommen und spürt fast die Stirnlampe auf dem Kopf. So authentisch kommt diese Erzählung daher, was zum großen Teil auch untermauert wird durch die tollen Illustrationen, die so echt und detailliert wirken, als wären sie wirklich von einem Foto abgezeichnet oder eben auch am Computer entworfen. Sehr schön auch das Layout der Seiten, die lebendig und faszinierend wirken, so sieht man einen Tropfstein einzeln oder die Makroaufnahme eines Sandstrandes.

     

    Mein Sohn hat die Zeilen regelrecht inhaliert. Er fand die Verbindung von einer Erzählung und den Sachinformationen total spannend…

    … hätte sich aber noch mehr Geschichte drumherum gewünscht, das heißt zum Beispiel einen Rückblick, wie Elias früher in den Höhlen unterwegs war, ob es gefährlich war (da man zur Zeit in den Medien immer wieder von verunglückten Höhlenforschern liest und hört). Oder als die Kinder zur Höhle mit dem geheimnisvollen Licht aufbrechen und im nächsten Abschnitt schon da sind. Was haben sie unterwegs erlebt? Auch hätte mein Sohn gern gewusst, wie es weitergeht, ob Jonas und seine Schwester Urgroßvater Elias wirklich wieder besuchen. Aber ich glaube, das ist nicht der Anspruch des Buches. Hier scheint es wirklich darum zu gehen, Kinder für Höhlen mit zielgerichteten Details zu begeistern. Ich glaube, das das Buch sich eher an Jungen richtet, da die Grafiken schon sehr stark an Computeranimationen erinnern. Mal etwas ganz anderes und eine klare Stärke des Buches. Die Länge des Texte ist dem Sachthema völlig angemessen, die Entstehungsprozesse werden sehr anschaulich erklärt, und für alle Fälle gibt es am Ende ein kleines Stichwortverzeichnis um Wörter im Text wieder finden zu können, was dieses Buch auch für Schulreferate interessant macht, weil man wichtige Stellen dadurch leichter wieder findet.

    Es ist ein dünnes Heftchen mit vielen Informationen, schnell und leicht zu lesen, fantastisch anzuschauen. Es wird nicht langweilig, da man durch die vielen Bilder wirklich auch immer wieder etwas Neues entdecken kann. Sehr gelungen! Man möchte nur nicht Buchhändler sein, der dieses Buch kategorisieren muss. Denn hier hat jemand auf eine sehr kindgerechte Art und Weise eine neue Form des erzählenden Beschreibens eines naturwissenschaftlichen Themas gefunden! Mein Sohn und ich wünschen uns mehr davon!

    Andreas Pflitsch/ Dirk Steinhöfel
    Irgendwo in der Tiefe gibt es ein Licht
    Arena, 2017
    48 Seiten
    10 Euro
    Zielgruppe: Kinder ab 10 Jahren

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