• Kleidung, Schmuck und Co. sollen beim Vorstellungsgesprächdie Persönlichkeit bestenfalls charmant unterstreichen…

    Das Vorstellungsgespräch – auf das Äußere kommt es an

    Beim Vorstellungsgespräch zählt weniger die Kompetenz auf dem Papier, sondern hauptsächlich der erste Eindruck. Die meisten Bewerberinnen wissen das und wählen ihre Kleidung entsprechend sorgfältig aus. Was eher weniger Aufmerksamkeit erfährt, sind Accessoires wie Schmuck und Uhren, die Frisur und der Duft. Dabei achten erfahrene Personaler gerade auf diese vermeintlichen Kleinigkeiten, denn sie verraten eine Menge über die Persönlichkeit der Bewerberin. Die Gratwanderung ist schmal: Zum einen möchte man mit Accessoires, Frisur und Make-up seinen Typ unterstreichen, zum anderen sollen im Bewerbungsgespräch die sozialen Kompetenzen im Vordergrund stehen. Das muss kein Widerspruch sein, wenn man im Hinterkopf behält, dass Kleidung, Schmuck und Co. die Persönlichkeit bestenfalls charmant unterstreichen – und nicht schrill überdecken. Die folgenden Tipps helfen, optische Klippen gekonnt zu umschiffen.

    Schmuck und Uhren

    Der Stil von Schmuck und Uhr sollte eher konservativ sein. Geeignet sind beispielsweise ein einzelner Ring mit einem (nicht zu großen) Stein, ein schmales Armband oder kleine Ohrstecker. Auffälliger Schmuck ist möglich, sofern er als Einzelstück getragen wird. Gerade bei einer Bewerbung für eine höhere Position, in der mit hochkarätigen Kunden verhandelt wird, kann man mit etwas teurerem Schmuck aus Edelmetall oder einer hochwertigen Armbanduhr zeigen, dass man sich auf dem gesellschaftlichen Parkett zu bewegen weiß. Ungünstig sind immer bunter Modeschmuck oder klimpernde Creolen – egal für welche Stelle. Gesichts-Piercings sollten vorher entfernt, Tattoos mit Camouflage überschminkt werden. Befindet sich die Tätowierung an einer gut sichtbaren Stelle, ist es allerdings nur fair, mit offenen Karten zu spielen und seinen potenziellen Arbeitgeber vorab darüber zu informieren.

    Frisur, Make-up und Parfum

    Parfum wird sehr unterschiedlich wahrgenommen: Der eigene Lieblingsduft kann für andere Nasen durchaus ein Graus sein. Deswegen ist es bei einem Vorstellungsgespräch wichtig, einen möglichst leichten Duft zu wählen – und diesen nur äußerst sparsam zu verwenden. Ein Spritzer aufs Dekolleté und die Handgelenke genügt. Selbstverständlich sollten auch Shampoo und Bodylotion nicht stark parfümiert sein. Das Make-up bleibt möglichst natürlich: Ein wenig Foundation, Wimperntusche und Rouge sowie ein Hauch Lidschatten sind völlig ausreichend. Lippenstift- und Lidschattenfarbe sollten dezent und matt sein: Für die Lider eignen sich beispielsweise ein zartes Grau oder Mauve, für die Lippen ein frisches Korallenrot. Auch beim Make-up gilt: Weniger ist definitiv mehr. Wer etwas mehr in die Vorbereitung investieren möchte, bucht vorher einen Termin zur Maniküre. Sorgfältig gefeilte, glänzende Fingernägel wirken gepflegt und kompetent. Kurzen Haaren schadet ein Nachschnitt nicht, sehr lange Haare sollten besser mithilfe eines dezenten Haarschmucks zurückgebunden werden.

    Schuhe, Gürtel und Co.

    Genauso wie die Kleidung sind je nach Art und Größe der Firma die Schuhe zu wählen. Auch wenn die Sommerhitze noch so sehr dazu einlädt: Flip-Flops und offene Sandalen haben im Vorstellungsgespräch nichts zu suchen, ebenso wenig Turnschuhe, High Heels oder Schuhe mit Plateau. Für Frauen eignen sich – sofern es sich nicht um ein kleines Start-up mit einer sehr lockeren Unternehmenskultur handelt – geschlossene Pumps in Beige oder Schwarz. Gürtel sollten nicht zu auffällig sein und zur Kleidung passen: Der pinkfarbene Nietengürtel bleibt besser im Schrank. Hüte oder Mützen gehören in die Tasche oder auf die Garderobe. Ist es Winter und sehr kalt, kann man anstelle einer Bluse plus Schal auch einen hochwertigen, feingestrickten Pullover tragen. Brillenträgerinnen brauchen sich ihrer Sehhilfe keinesfalls zu schämen: Studien besagen nämlich, dass Brillenträger als intelligenter eingeschätzt werden.

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