Haarausfall: Auf der Suche nach der Ursache

„Als ich abends beim Kämmen das Büschel Haare in meiner Bürste sehe, fällt mir die Bürste glatt aus der Hand“

Ich hebe sie auf und sehe in den Spiegel. Mein Haar erscheint mir dünn und platt. An der Garderobe sehe ich meine Jacke hängen. Im Schulterbereich sehe ich Haare. Ist mir das in den stressigen Monaten zuletzt nicht aufgefallen? Die Bürste lege ich auf den Nachttisch. Kein gutes Gefühl. Warum beunruhigt mich das kleine Büschel Haare? Eine Glatze muss ich schließlich nicht befürchten.

Sie ahnen es sicher: Das Problem ist das Selbstwertgefühl. Am Kopf erkennen wir einen Menschen.

Selbst wenn die Haare bloß dünner werden, kann die Frisur eine Person verändern. Strahle ich nicht die gewohnte Energie aus? Wirke ich älter? Das befürchte ich und sehe zur Bürste. Ich beschließe, einen Friseurtermin zu machen und will die Ursachen herausfinden.

Meine Suche nach den Ursachen des Haarausfalls

Sie leiden selbst an Haarausfall? Dann wird Sie beruhigen, was meine Friseurin sagt, als ich in den Friseursalon komme. Kein Haar bleibt auf Dauer, Haare erneuern sich selbst. 40 bis 80 Haare verlieren die Menschen täglich verrät sie mir. Ein gewisser Haarverlust ist absolut normal. Außerdem gibt es Phasen gehäuften Haarausfalls. Wasche ich die Haare mit dem falschen Shampoo? Meine Friseurin wehrt ab: Die Haare seien gut gepflegt. Und die Ursachen oft andere. Ich notiere mir ihre Hinweise. Ich suche weitere Infos über Haarausfall und schreibe mir weitere Dinge auf; am Ende habe ich eine stattliche Liste, die ich neben die Bürste lege.

Typische Ursachen für Haarausfall:

– erbliche Faktoren führen zu häufigen Problemen in manchen Familien
– Haarausfall kann eine Nebenwirkung von Medikamenten sein
– wenn Zöpfe zu straff gebunden werden, löst der Druck Haare aus der Wurzel
– Ekzeme und Pilze schädigen die Kopfhaut und damit den Halt
– bei Infekten und Mangelernährung fehlen Nährstoffe
– Haarwuchs leidet, wenn der Hormonhaushalt sich ändert
– Stress und Überarbeitung zählen zu den häufigsten Ursachen

Wie meine Suche weiterging? Erbliche Faktoren und Medikamentennebenwirkungen schließe ich aus.

Zöpfe trage ich nicht und meine Kopfhaut wirkt gesund. Daher streiche ich diese Faktoren ebenso wie einen Infekt. Bei hormonellen Veränderungen bin ich unsicher. Als ich auf Stress stoße, fühle ich mich ertappt. Mir fällt auf: Stress und ähnliche Ursachen zehren an der Nährstoffversorgung der Haare. Entscheidet am Ende die Ernährung?

Zunächst muss aber die genaue Ursache des Haarausfalls gefunden sein.

Diese wird von einem Hautarzt (Dermatologen) durch eine Blutuntersuchung oder eine Kopfhautanalyse festgestellt. Erst dann erstellt der Arzt einen individuellen Therapieplan. Ist zum Beispiel ein bestimmtes Medikament für den Haarausfall verantwortlich, kann möglicherweise ein anderes Präparat ausprobiert werden.

Sind Erkrankungen wie Schilddrüsenüberfunktion oder Mangelernährung die Ursache, müssen diese therapiert werden, um den Haarausfall zu stoppen. Je früher die passende Behandlung eingeleitet wird, umso größer ist die Erfolgschance.

Bildquelle: Martin Slavoljubovski auf Pixabay

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