An alle Lehrkräfte im Forum: Der aid-Ernährungsführerschein

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Wölkchen

An alle Lehrkräfte im Forum: Der aid-Ernährungsführerschein

Beitrag von Wölkchen » 10.05.2007, 15:22

aid PresseInfo zum aid-Ernährungsführerschein
10.05.2007


Der aid-Ernährungsführerschein kommt!

(aid) - Noch nicht verfügbar und doch in aller Munde - der aid-Ernährungsführerschein schlägt schon lange vor seinem Erscheinen hohe Wellen. Das Konzept für Grundschüler der dritten Klasse kommt offensichtlich genau zur richtigen Zeit. So hat das Verbraucherschutzministerium den Führerschein in den Aktionsplan Gesunde Ernährung integriert. "Das Thema Ernährung muss zu einem wichtigen und regelmäßigen Bestandteil des Schulunterrichts werden", so Bundesminister Seehofer in seiner heutigen Regierungserklärung zum Thema "Gesunde Ernährung und Bewegung".

Was verbirgt sich hinter dem aid-Ernährungsführerschein? Einige Fragen und Antworten haben wir für Sie zusammengestellt:

  • Was ist der aid-Ernährungsführerschein?
Der aid-Ernährungsführerschein wurde für Schülerinnen und Schüler der dritten Klasse entwickelt. Er vermittelt Kindern nicht nur Wissen, sondern vor allem praktische Kompetenzen für die Auswahl und Zubereitung von Lebensmitteln. Schülerinnen und Schüler, die am Führerscheinprojekt teilgenommen haben,
  • - kennen die wichtigsten Lebensmittelgruppen und wissen, wie eine gesunde Mahlzeit aussieht.
    - kennen die Grundregeln der Hygiene beim Umgang mit Lebensmitteln.
    - können Lebensmittel verarbeiten und daraus kleine Gerichte zubereiten.
    - können einen Tisch decken.
    - kennen wichtige Tischregeln und gestalten gemeinsame Mahlzeiten.

  • Warum ein aid-Ernährungsführerschein?
Vielen Familien fällt es schwer, gesundes Essen in den Alltag zu integrieren. Vielfältige Lebensentwürfe verändern die Familienstrukturen, neue Arbeitsformen verursachen Zeitdruck, ein unüberschaubares Lebensmittelangebot und widersprüchliche Ernährungsempfehlungen verunsichern die Menschen. Gleichzeitig vermitteln Schulen und Familien wenig Wissen über die Zusammensetzung und Zubereitung von Lebensmitteln. Kompetenz im Bereich Ernährung und Haushaltsführung ist bei Kindern und Eltern oft nur unzureichend vorhanden. Die Zunahme fehlernährter und übergewichtiger Kinder und Jugendlicher sind eine Folge dieser Entwicklung. Mit dem aid-Ernährungsführerschein lassen sich wichtige grundlegende Kompetenzen rund um die Kultur und Technik der Nahrungszubereitung spielerisch üben und praktizieren.


  • Wer kann den aid-Ernährungsführerschein umsetzen?
Der aid-Ernährungsführerschein ist zugeschnitten auf die Umsetzung durch Lehrkräfte. Eine hauswirtschaftliche Schulung oder besondere ernährungswissenschaftliche Kenntnisse sind nicht erforderlich. Alle notwendigen fachlichen Inhalte vermittelt das Begleitheft des Führerscheins mit Grundlageninformationen und ausführlichen Unterrichtsverläufen.

Grundsätzlich besteht für Schulen auch die Möglichkeit, den Führerschein von externen Fachkräften durchführen zu lassen. Dazu zählen:
  • - Mitglieder des Bundesverbandes der LandFrauen: Sie werden geschult, um den aid-Ernährungsführerschein im Nachmittagsangebot von Grundschulen anzubieten. Auch können sie Lehrkräfte, die den aid-Ernährungsführerschein im Vormittagsunterricht durchführen möchten, fachlich und organisatorisch unterstützen. Der Einsatz der LandFrauen wird bis Ende 2008 finanziell gefördert.

    - andere Mittlerpersonen, z. B. Oecotrophologen, Gesundheitspädagogen, etc. Dabei liegt es im Ermessen der Schule, zu entscheiden, welche pädagogischen Qualifikationen die externen Fachkräfte mitbringen müssen. Entsprechende Erfahrungen im Grundschulbereich sind aber unerlässlich.

  • Wie ist der aid-Ernährungsführerschein aufgebaut?
Beim aid-Ernährungsführerschein erwerben die Kinder in sechs bis sieben Doppelstunden die Lizenz zum "Selber kochen". In den ersten vier Unterrichtseinheiten lernen und üben die Kinder grundlegende Fertigkeiten für die Zubereitung von Lebensmitteln. Dabei bereiten sie in Kleingruppen vier verschiedene kalte Speisen zu. In zwei weiteren Doppelstunden festigen sie das Gelernte in einer theoretischen und praktischen Prüfung.

Die Schwerpunktthemen "gesundes Essen", "Hygiene" und "Esskultur" ziehen sich dabei als roter Faden durch alle Unterrichtseinheiten und werden in je einer Doppelstunde vertieft.

In der praktischen Prüfung bewirten die Schülerinnen und Schüler Gäste - zum Beispiel Eltern oder eine Patenklasse - mit einem kleinen Buffet. Wie beim Fahrradführerschein erhält jedes Kind zum Abschluss ein Führerscheindokument als Teilnahmebestätigung.

Schulen, die über eine Küchenzeile oder einen Herd verfügen, können eine zusätzliche Unterrichtseinheit anbieten, in der die Kinder warme Gerichte zubereiten.

Eine Übersicht über die Unterrichtseinheiten finden Sie unter: www.aid.de


  • Wie lässt sich der aid-Ernährungsführerschein in den Unterricht integrieren?
Der aid infodienst empfiehlt, den Ernährungsführerschein im regulären Unterricht der 3. Klassen durchzuführen. Aufgrund der theoretischen und praktischen Prüfung eignet er sich sogar als bewerteter, zeugnisrelevanter Unterrichtsbestandteil.

Alternativ können Lehrerkräfte auch im Rahmen eines Projekttages mit der ersten Unterrichtseinheit beginnen und die Aktion dann im regulären Unterricht fortsetzen.


  • Welche Ausstattung braucht die Schule?
Die Schülerinnen und Schüler können alle Rezepte der Unterrichtseinheiten im Klassenraum zubereiten. Eine Schulküche ist natürlich von Vorteil, aber nicht notwendig.

Zum Händewaschen benötigen die Kinder einen separaten Waschraum mit mehreren Waschbecken. Zum Waschen der Lebensmittel ist ein Waschbecken im Klassenraum erforderlich.

Wer über eine Küchenzeile mit Waschbecken, Kochstelle und Backofen verfügt, kann eine zusätzliche Unterrichtseinheit anbieten, in der die Kinder warme Gerichte zubereiten können.


  • Wann gibt es den aid-Ernährungsführerschein?
Ab November 2007 ist das Medienpaket zum aid-Ernährungsführerschein unter www.aid-Medienshop.de erhältlich.
  • Das Medienpaket zum aid-Ernährungsführerschein enthält:

    - ein umfangreiches Heft mit ausführlichen Übungsbeschreibungen, Verlaufsskizzen und praktischen Checklisten zu den sieben Unterrichtseinheiten und über 40 Kopiervorlagen für Arbeitsblätter, Rezepte und Mitbringlisten

    - 30 farbige Elternbriefe mit Infos zum Führerschein (4-seitig)

    - 1 Poster mit der aid-Ernährungspyramide

    - 30 Führerscheindokumente für die teilnehmenden Schüler
Ausführlichere Informationen zum aid-Ernährungsführerschein finden Sie unter: www.aid.de


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Wir als Eltern sind auch gefordert. Vielleicht ist einer bei den Landfrauen, regt die Fortbildungsmaßnahme an und ist so in der Lage, das Unterrichtsmaterial an die Kinder zu vermitteln. In Zusammenarbeit mit der Schule würde das bestimmt hilfreich sein. Nicht jede Schule, gerade die kleinen Dorfschlulen, kann eine Lehrkraft abstellen.

Das Seminar kostet etwas, das könnte im Rahmen eines Elternabends besprochen werden und wenn jedes Elternteil einen kleinen Beitrag gibt, kann eine Landfrau zum Nutzen aller den Kurs buchen.

Lehrer, Eltern und Schule alle gemeinsam für unsere Kinder und deren gesunde Einstellung zur Ernährung, die ein gutes Fundament für die spätere Gesundheit bilden sollte.

In der Hoffnung, den oder die eine und andere Erziehungskraft angesprochen zu haben.......

liebe Grüße
Tina aus Peine

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