...keinen Bock mehr....

Ihr steht im Berufsleben und möchtet euch mit anderen berufstätigen Frauen austauschen? Vielleicht wollt ihr ein Job-Netzwerk gründen für Kontakte, zum Erfahrungsaustausch? Hier habt ihr die Möglichkeit. Mitmachen?
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Ingrid

...keinen Bock mehr....

Beitrag von Ingrid » 04.07.2006, 08:12

Hallo,
ich hoffe, ihr könnt mich hier mal wieder aufbauen. Zurzeit bin ich ziemlich weit unten. Ich wohne seit 2 1/2 Jahren mit meinem Freund zusammen und seitdem fahre ich täglich insgesamt vier Stunden für meine Arbeit. Gehe morgens um 5.45 Uhr aus dem Haus und bin abends um 19 Uhr zuhause. Es war geplant, daß mein Freund spätestens nach einem Jahr mit seinem Studium fertig ist, aber es kam alles anders und er ist frühestens nächstes Jahr im Oktober mit allem fertig. Ich habe im Moment keinen Bock mehr auf diese Fahrerei und bin schon auf Jobsuche. Es ist super schwer in Dortmund einen Job zu finden, ich bekomme nur absagen....
Ich kann auch nicht wieder näher zu meiner Arbeit ziehen, da wir in Dortmund Eigentum haben. Zurzeit bin ich soweit, daß ich Anfang nächstes Jahr meinen Job kündige und dann in Dortmund den nächst besten Job nehme, nur um mehr zu Hause zu sein. Es kommt ja auch noch dazu, daß die meiste Hausarbeit am Wochenende gemacht werden muss, weil ich abends einfach keine Lust mehr habe.
Habt ihr irgendwelche guten Tipps oder Ratschläge für mich???

LG
Ingrid

Minniemaus

Beitrag von Minniemaus » 04.07.2006, 22:42

Hallo Ingrid,

erst einmal herzlich willkommen hier im Forum.....

Leider schreibst du nichts über den Beruf, den du ausübst, denn manchmal hat ja vielleicht der eine oder andere einen Tip, wo man sich derzeit eventuell bewerben kann, bevor das Stellenangebot bei der Arbeitsagentur landet...... ;-)

Vielleicht kannst du ja auch mal nach Bochum rüberschielen, denn das ist ja nur einen Katzensprung von Dortmund entfernt...

....und selbst wenn ihr in Dortmund Eigentum habt, dann könntet ihr immer noch woanders hinziehen (eventuell mit Kaufoption bzw. Eintausch gegen eine neue Immobilie) und das Eigentum bei Nichtverkauf vermieten...

In welcher Ecke Dortmunds wohnt ihr denn?
Mein Brüderchen lebt nämlich in Kirchhörde... :grin:

Noch ´ne Nachfrage: Beteiligt sich dein Freund eigentlich an der Hausarbeit??

Ingrid

Beitrag von Ingrid » 05.07.2006, 08:15

Hallo Minnimaus,
vielen Dank für deine Antwort.
Ich bin gelernte Industriekauffrau....würde aber auch was anderes machen. Ich schaue bei uns ja auch im Umkreis, nicht nur in Dortmund.

Ja, mein Freund beteiligt sich an der Hausarbeit, ist Frau aber nicht genug. :grin:

......wir könnten ja wegziehen, bekomme meinen Freund aber aus Dortmund nicht weg. *never*

LG
Ingrid
P.s.: Wir wohnen in Alt-Scharnhorst!

Wimasoe

Beitrag von Wimasoe » 11.07.2006, 08:56

Hallo Ingrid,

weißt Du denn, WAS Du tun möchtest?

Oftmals scheitern unsere Bemühungen Dinge zu verändern, allein schon an der Tatsache, dass wir gar nicht wissen, WAS unser Ziel ist...

Liebe Grüße
Wimasoe

Ingrid

Beitrag von Ingrid » 12.07.2006, 07:32

Moin,
ich überlege ja schon lange.....ich möchte ja gerne etwas ganz anderes machen, entweder was mit Tieren oder mit Menschen. Eine Bekannte von mir möchte eine Tierpension eröffnen......oder beim Caritas Menschen betreuen. Dieses macht meine Mutter auch und sie schwärmt davon. Oder irgendwo im Verkauf, damit ich mal wieder unter Leute komme, hier hockt man ja nur am Telefon. Ich habe auch schon überlegt, eine Ausbildung als Tagesmutter zu machen, aber ich denke, daß unsere Wohnung zu klein ist.

Mein Freund und ich möchten irgendwann gerne Kinder haben und vorher muss ich dann noch irgendwas anderes machen, sonst habe ich das Gefühl, was verpasst zu haben, wenn ich bis dahin immer noch in dem selben Büro hocke.

Ich habe mich jetzt dazu entschlossen, wenn mein Freund Anfang September die letzte Prüfung geschafft hat und dann mit dem Praktikum anfängt, meinen jetztigen Job zu kündigen.

meol

Beitrag von meol » 12.07.2006, 13:07

Hallo Ingrid!

Vielleicht solltest Du Dich vor der weiteren Jobsuche erstmal ausführlich beraten lassen.
Deine Berufsvorstellungen gehen ja doch etwas auseinander. Völlig verschiedene Gebiete.
Man kann ja auch nicht einen Job mal eben ausprobieren und wenn es nicht gefällt, na dann auf zum nächsten.

Und so einfach ist das ja auch alles nicht.
Etwas mit Tieren? Kennst Du Dich da aus?
Betreuungen bei der Caritas? Ich selbst arbeite dort in der Pflege und weiß, dass es ohne Ausbildung heutzutage nicht gut aussieht.
Tagesmutter? Ganz ehrlich würde ich jemanden mit eigenen Kindern und der dazugehörenden Erfahrung den Vorrang bieten.
Habe selbst einmal ein Tageskind gehabt, bin aber auch zweifache Mutter.
Das ist übrigens eine sehr angenehme und praktische Beschäftigung für jemanden der durch seine eigenen Kinder eh zu hause ist. Vielleicht solltest Du Dir das für später aufheben.

Möchtest du denn eine neue Ausbildung beginnen oder nur einen anderen Job?

Gruß, meol

Ingrid

Beitrag von Ingrid » 12.07.2006, 15:15

Hallo Meol,
mit Tieren kenne ich mich sehr gut aus, bin mit ihnen groß geworden und habe selber auch welche.

Meine Mutter arbeitet auch beim Caritas und hat keine Ausbildung....ich möchte ja nicht in die Pflege, sondern für Menschen einkaufen gehen, sie zum Arzt begleiten u.s.w......hier werden solche Leute gesucht.

Zur Tagesmutter würde ich mich dann ausbilden lassen. Das Jugendamt bietet Kurse an. Würdest du deine Kinder nicht an eine ausgebildeten Tagesmutter abgeben? Wer sagt, daß diejenigen, die eigene Kinder haben, besser sind???

Wie gesagt, ich würde mich weiterbilden...wenns nötig ist, auch noch eine Ausbildung machen. Wenn ich bald Urlaub habe, werde ich mich weiter erkundigen.

meol

Beitrag von meol » 12.07.2006, 22:30

Hallo Ingrid!

Ich wollte Dir hier auch gar nicht auf die Füße treten, sondern Dich nur anregen, Dich nochmal genau zu informieren, weil Deine Interessen doch sehr umfangreich scheinen.

Ich wollte nicht behaupten, dass Mütter unbedingt die besseren Tagesmütter sind.
Es ist nur erstens für Mütter eine angenehme und nette Nebenbeschäftigung (es sei denn sie wollen ihren Beruf auch als Ausgleich nutzen). Zum anderen wäre mir jemand mit Erfahrung lieber. Gehört zu dem Kurs auch z.B. ein Praktikum in einer Familie? Alles andere wäre doch sehr theoretisch.
Es gibt übrigens auch einige Internetseiten für Tagesmütter. Vielleicht googelst Du Dich da mal durch.

Zur Caritas. Wir haben auch einige ungelernte in der Pflege. Diese sind vor Jahren eingestellt worden. Geht jetzt bei uns nicht mehr. Ebenso werden bei uns (!) keine ungelernten mehr in die Betreuung eingestellt. Wenn dann "nur" als Haushaltshilfen, die ggf. auch mal mit einkaufen, o.ä.
Mag sein, dass das bei Euch noch anders ist.

Schöne Grüße, meol

putzi

Beitrag von putzi » 26.07.2006, 11:50

Hallo Ingrid,
bin seit langen mal wieder hier im Forum, weil ich im Moment sozusagen
Hitzefrei habe(im Moment etwas ruhig - zu warm). Bin nämlich Vertriebspartnerin der Fa. Jemako (www.jemako.com) und in diesem Jahr läuft es richtig gut. Man kommt mit vielen Menschen zusammen, kann
sich die Zeit einteilen und mit Klinkenputzen hat es auch nichts zu tun.

Ich bin sehr zufrieden damit und es macht mir Spass. Vielleicht wäre es
ja auch etwas für Dich.

Schau doch einfach mal ins Internet um Dir ein Bild zu machen um was
es da geht - ist so am einfachsten. Wenn Du Fragen hast, kannst Du Dich
gern bei mir melden.

Also vielleicht bis dahin und ein wenigstens klitzekleines kühles
Lüftchen wünscht
putzi

Yasira

Beitrag von Yasira » 27.07.2006, 05:51

Ingrid hat geschrieben: Meine Mutter arbeitet auch beim Caritas und hat keine Ausbildung....ich möchte ja nicht in die Pflege, sondern für Menschen einkaufen gehen, sie zum Arzt begleiten u.s.w......hier werden solche Leute gesucht.
Entschuldigt, wenn ich hier einfach so reinplatze. Aber für diese Arbeiten werden schon längst 1 - € - Jobber eingesetzt. Verkaufe Dich nicht unter Wert. Sicher ist diese Arbeit sinnvoll und sozial, aber der Bedarf ist gedeckt, dazu braucht man nun wirlich nichts mehr. Wenn Du was in die Richtung testen willst, nimm doch einfach mal was Ehrenamtliches an. Dann tust Du was sinnvolles und lenkt etwas von der "Eintönigkeit" deines jetztigen Jobs ab. In der heutigen Zeit einen Job auf dem 1. Arbeitsmarkt aufgeben ist echt krass.

Ingrid

Beitrag von Ingrid » 27.07.2006, 07:31

@Putzi: So etwas habe ich auch gedacht. Ich habe aber eher an Just gedacht, kennst du die Firma?

@Yasira: Hast du dir meine ganze Geschichte durchgelesen? Krass fände ich, wenn jemand sagt, daß er einfach kein Bock mehr hat zu arbeiten, aber in meiner Situation kann ich das nicht "krass" nennen!?!? Was meinst du mit 1. Arbeitsmartk?

LG
Ingrid

strangegirl

Beitrag von strangegirl » 27.07.2006, 08:26

@Ingrid:

Der 1. Arbeitsmarkt ist derjenige, in dem Du Dich jetzt noch befindest, sprich ein Job, in den Du ganz normal, vielleicht per Bewerbung, eingestiegen bist. Das heißt, dahinter stehen keine Beschäftigungsmaßnahmen des Arbeitsamtes, um Dich aus der AL-Statistik herauszubekommen.

Allgemein ist es für die meisten Menschen ein großes Glück, auf dem 1. Arbeitsmarkt eine Stelle zu haben, und angesichts der hohen Arbeitslosigkeit finde ich das nachvollziehbar. Deswegen mag es hier auf Unverständnis stoßen, daß Du Deine Stelle "einfach so" kündigen willst.

Vielleicht magst Du ja schildern, was Dich an Deinem jetzigen Job so unzufrieden macht. Ich kann verstehen, daß man sich gern mehr selbst verwirklichen, mehr kommunizieren will. Ein Bürojob, insbesondere einer am Telefon, kann wirklich fürchterlich sein. Aber das Gehalt sausen zu lassen und zu kündigen finde ich auch nicht ganz nachvollziehbar. Bekommst Du wenigstens für die Fahrerei eine Fahrtkostenerstattung?

Ich denke, Du solltest Dich auf keinen Fall unter Wert verkaufen. Vielleicht nimmst Du noch einmal eine professionelle Bewerbungsberatung in Anspruch und versuchst, als Industriekauffrau was zu finden. So exotisch ist der Job ja nicht. Und ein ehrenamtliches Engagement bleibt Dir ja trotzdem noch.

LG,

strangegirl

Ingrid

Beitrag von Ingrid » 27.07.2006, 09:07

@strangegirl: Ich glaube, du hast meinen ersten Beitrag nicht gelesen.....ich bin jeden Tag vier Stunden unterwegs. Hinzu kommt jetzt noch, daß man mir gesagt hat, daß ich in Zukunft mit Mehrarbeit und Wochenendarbeit rechnen muss. Das wäre ja alles nicht so schlimm, wenn halt diese Fahrerei nicht wäre. Am Wochenende komme ich nicht einmal mit öffentl. Verkehrsmitteln zu meiner Arbeitsstelle. Ich bin zurzeit total erledigt, kann Nachts nicht richtig schlafen und am Wochenende nicht mehr zu gebrauchen. Es ist super anstrengend und das können nur Leute verstehen, die das auch mal mitgemacht haben, denke ich. Ich verstehe mich auch mit meinem Vorgesetzen nicht so super gut.....das passt einfach nicht und mein liebster Kollege in unserer Abteilung hat gekündigt. ;-( Auch wegen dem Streß und dem Vorgesetzten......
Nein, meine Fahrtkosten kann ich mir nur über die Steuern wiederholen und daß das vorne und hinten nicht passt, kann sich jeder ausrechnen....ab 2007 wird es dann noch schlimmer..... :roll:

putzi

Beitrag von putzi » 27.07.2006, 18:23

@Ingrid

Hi Ingrid,
diese Frima kenne ich nicht. Werd mal googeln.
Würde mir immer die Konditionen usw. genau anschauen. Z.B. sind
in unserer Reihe welche, die von Tupper rübergewechselt sind, weil
die Bedingungen und der Verdienst wohl besser sind. Für mich ist be-
sonders wichtig, dass ich selbst bestimme wann und wieviel ich arbeite.

L.G. putzi

strangegirl

Beitrag von strangegirl » 28.07.2006, 17:01

Doch, Ingrid, ich habe Deinen ersten Beitrag gelesen. Deswegen habe ich Dich ja auch nach den Fahrtkosten gefragt.

Daß es keinen Spaß macht, so lange hin- und herzufahren, kann ich mir denken. Ich wunderte mich nur auch, weil die Ideen, die Du hattest bezüglich anderer Arbeit (sprich: sich um Tiere oder Menschen kümmern), mir sehr viel lebendiger vorkamen als das, was Du jetzt tust . Deswegen nahm ich an, daß Du mit Deiner jetzigen Tätigkeit auch noch aus anderen Gründen unzufrieden seist. Tut mir leid, wenn ich daneben gelegen haben sollte.

Ich drücke Dir die Daumen, daß Du einen Job findest, der Dir besser gelegen kommt.

LG,

strangegirl

Ingrid

Beitrag von Ingrid » 17.10.2006, 11:35

Ich habe jetzt gekündigt, eigentlich zum 31.12......jetzt hat man gebettelt, daß ich doch bis Ende April bleibe und dann hat die Fahrerei endlich ein Ende. Werde Anfang nächsten Jahres dann auf Suche gehen zum 01. Mai.

Danke nochmal für eure Antworten.

LG
Ingrid

Charlie

Beitrag von Charlie » 17.10.2006, 18:19

Hallo Ingrid,
So eine Phase, etwas mit Tieren machen zu wollen, hatte ich auch mal. Kannst Du total vergessen. In Tierheimen stellen sie nur Ehrenamtliche ein, zusätzlich Leute die vom Gericht geschickt wurden um Sozialstunden abzuleisten und dann haben sie gelegentlich noch Kinder, die mit den Hunden laufen. Ca eine Stelle ist bezahlt. Die Leiterin.
Tierarztpraxen nehmen verständlicherweise keine Ungelernten, da müßtest Du Tierarzthelferin sein. ALso ein Job mit Tieren wäre nur ehrenamtlich drin, davon leben kannst Du nicht. Auch im Zoo sind ausgebildete Tierpfleger.
Stelle Dir ein Job im sozialen Beruf bessser nicht so toll vor. Ich war Altenpflegerin ( hab wegen Bandscheibenvorfällen aufgehört )
Jedenfalls ist Alten/Krankenpflege ein Knochenjob mit hoher Verantwortung. er ist psychisch anspruchsvoll und körperlich, falls Du auf der Schwerstpflege arbeiten würdest,mindestens so schwer wie ein Job als Bauarbeiter. Man hat kaum Zeit für die Leute und er ähnelt teilweise einer Fließbandarbeit. Im ambulanten Dienst ist es zwar besser, aber die suchen fast nur Examinierte.
Sollte Dich denoch ein sozialer Beruf fesseln, könntes Du ja Altenpflege lernen. In meiner Klasse damals war das Alter von 18-50 gemischt. ( Auch Büromenschen, die die Nase voll hatten ,waren dabei )Zukunftsperspektiven hat dieser Beruf ja. Aber ich vermute, daß das finanziell nicht so einfach ist, nochmal in einer Ausbildung durchzustarten, oder? Falls doch, würde ich Dir ein Praktikum empfehlen, wenn Du mal Urlaub hast. DIe Chance, eine Ausbildungsstelle zu bekommen, sind bei entsprechenden Qualifikationen gar nicht so schlecht.
ICh wünsche Dir alles Gute, Gruß Charlie

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