Internet & Kinder

Probleme mit der Schule? Haben unsere Kinder Perspektiven? Austausch rund um die Bildung unserer Kids ab Schulanfang ...
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blues

Internet & Kinder

Beitrag von blues » 20.01.2005, 19:32

Eine Geschichte , die einen wirklich nachdenken lässt :

Ich habs aus einem anderen Forum und finde , man sollte es überall bekannt machen .
Lies diese Geschichte und nimm sie Dir zu Herzen.
Es könnte auch Dich oder Dein Kind betreffen.
Pass auf Dich auf!

Shannon konnte die Fußschritte hinter sich hören als sie nach Hause ging.
Der Gedanke dass sie verfolgt wird, ließ Ihr Herz schneller schlagen.
Du bist lächerlich, sagte Sie sich selbst, Niemand verfolgt dich.
Um sicher zu gehen beschleunigte Sie Ihr Schritttempo, doch die Schritte glichen sich den ihren an.
Sie hatte Angst nach hinten zu sehen und sie war froh dass sie fast zu Hause war.

Shannon sagte ein schnelles Gebet, Gott, bitte lass mich sicher nach Hause kommen.
Sie sah das Außenlicht brennen und rannte den Rest des Weges, bis zum Haus.

Erst mal drinnen, lehnte sie sich einen Moment gegen die Tür,

erleichtert in den sicheren vier Wänden ihres Zuhause zu sein.
Sie sah aus dem Fenster um nachzusehen ob jemand da draußen war.

Der Gehweg war leer.

Nach dem Durchblättern Ihrer Bücher, entschloss sie sich einen Snack zu sich zu nehmen und online zu gehen.

Sie loggte sich unter Ihren Nicknamen ByAngel213 ein.

Sie sah in Ihre Buddyliste und stellte fest dass GoTo123 online ist.

Sie schickte ihm eine Nachricht.

ByAngel213: Hi Ich bin froh dass du online bist!

Ich hab geglaubt dass mich jemand nach Haus verfolgt hat.

Es war total komisch!

GoTo123: Du guckst zu viel Fern.

Wieso sollte dich jemand verfolgen?

Wohnst du nicht in einer sicheren Gegend?
ByAngel213: Natürlich wohne ich in einer sicheren Gegend.

Ich nehme an dass ich mir das nur eingebildet habe,

denn ich hab niemanden gesehen, als ich rausgeschaut habe.

GoTo123: Es sei denn du hast deinen Namen übers Internet rausgegeben.

Das hast du doch nicht gemacht oder?
ByAngel213: Natürlich nicht. Ich bin doch nicht doof, weist du?

GoTo123: Hattest du ein Softball Spiel nach der Schule heute?

ByAngel213: Ja, und wir haben gewonnen!

GoTo123: Das ist Klasse! Gegen wen habt Ihr gespielt?

ByAngel213: Wir haben gegen die Hornets gespielt.

Der irren Uniformen sind total schrecklich!

Sie sehen aus wie Bienen.
GoTo123: In welchem Team spielst du?

ByAngel213: Wir sind die Canton Cats.

Wir haben Tigerpfoten auf unseren Uniformen.

Die sind total cool.

GoTo123: Hast du gepitched?

ByAngel213: Nein, ich spiele second Base.

Ich muss weg.

Meine Hausaufgaben müssen fertig sein bevor meine Eltern nach Hause kommen.

Ich will sie nicht verärgern. CU.

GoTo123: Bis dann. CU.

Währenddessen......

GoTo123 ging zum Mitglieds Menü und begann die suche nach ihrem Profil.

Als er es fand, markierte er es und druckte es aus.

Er holte einen Stift heraus und begann aufzuschreiben was er bis jetzt über Angel wusste.

Ihr Name: Shannon

Geburtsdatum: 3 Januar 1985 - Alter:13

Staat in dem sie wohnt: North Carolina

Hobbies: Softball, Chore, Skating und Shoppen.

Neben dieser Information wusste er dass sie in Canton wohnt, weil sie es ihm grad gesagt hat.

Er weiß, dass sie bis 18:30 Uhr alleine war, und das jeden Nachmittag, bis Ihre Eltern von der Arbeit kommen.

Er wusste dass sie im Schulteam Donnerstag Nachmittag Softball spielt.

Und dass sich das Team Canton Cats nennt.

Ihre Glückszahl 7 ist auf dem Rücken Ihrer Uniform gedruckt.

Er wusste dass sie im siebten Schuljahr der Canton Junior High School war.

Das hat sie ihm erzählt.

All dies in einer Unterhaltung die sie Online hatten.

Er hatte jetzt genug Information um sie zu finden

Shannon erzählte Ihren Eltern nicht von dem Geschehen auf dem Weg nach Hause.

Sie wollte nicht dass sie Ihr eine Szene machen und ihr verbieten zu Fuß nach Haus zu gehen nach dem Softball Spiel.

Eltern übertreiben immer maßlos und Ihre waren die Schlimmsten.

Sie wünschte sie wäre kein Einzelkind.

Wenn sie doch einen Bruder und eine Schwester hätte, dann wären ihre Eltern nicht so übertrieben beschützerisch.

Bis Donnerstag hatte Shannon die Fußschritte längst vergessen.

Sie war grad mitten im Spiel als sie merkte, dass jemand sie an starrte.

In dem Moment fielen ihr auch wieder die Schritte ein.

Sie sah von Ihrem Second Base nach oben, um festzustellen, dass ein Mann sie genau beobachtete.

Er lehnte sich gegen den Zaun und lächelte, als sie ihn ansah.

Er sah überhaupt nicht Angst einflößend aus und sie vergaß schnell wieder Ihre Bedenken

Nach dem Spiel saß er auf einer Bank in Ihrer Nähe, als sie noch kurz mit dem Trainer sprach.

Sie bemerkte sein Lächeln auf ein Neues und ging an ihm vorbei.

Er nickte und sie lächelte zurück.

Ihm fiel der Name auf dem Rücken Ihres Trikots auf, und er wusste, dass er sie gefunden hatte.

Er ging mit einem sicheren Abstand hinter ihr her.

Sie waren nur ein Paar Häuser von Shannons zu Hause entfernt.

Und als er wusste wo sie wohnt, ging er schnell zurück zum Park um sein Auto zu holen

Jetzt musste er warten.

Er entschloss sich etwas zu essen bis die Zeit gekommen ist nach Shannons Haus zu gehen.

Er fuhr zu einem Schnellrestaurant und blieb dort bis es Zeit war seinen Schritt zu machen.

Shannon war in Ihrem Zimmer als sie Stimmen im Wohnzimmer hörte.

Shannon, komm her, Ihr Vater rief.

Er hörte sich besorgt an, und sie konnte sich keineswegs vorstellen warum.

Sie ging ins Zimmer, als sie den Mann vom Spielfeld auf dem Sofa sitzen sah.

Setz dich, fing ihr Vater an, dieser Mann hat uns grad eine sehr interrasante Geschichte über dich erzählt.

Shannon ging zu einem Stuhl gegenüber im Raum.

Wie konnte er ihren Eltern überhaupt irgend etwas erzählen?

Sie hatte ihn bis heute noch nie zuvor gesehen!

Weißt du wer ich bin Shannon? fragte der Mann sie.

Nein, antwortete Shannon.

Ich bin ein Polizist und dein Online Freund, GoTo123.

Shannon war erstaunt.

Das ist nicht möglich!

GoTo ist ein Kind in meinem Alter!

Er ist 14 und wohnt in Michigan!

Der Mann lächelte.

Ich weiß dass ich dir das erzählt habe, aber es war nicht wahr.

Siehst du, Shannon, es gibt Menschen online die nur so tun als wenn sie Kinder wären;

Ich war einer von denen.

Doch während andere es machen um Kinder zu finden und Ihnen weh zu tun,

gehöre ich zu der Gruppe die es macht um Kinder zu schützen.

Ich bin hergekommen um dich zu finden,

und um dir beizubringen wie gefährlich es sein kann zu viel Information rauszugeben,

an Menschen übers Internet.

Du hast mir genug erzählt, um es mir leicht zu machen dich zu finden.

Dein Name, die Schule die du besuchst, der Name deines Ball Teams, und die Position in der du spielst.

Die Nummer und der Name auf deinem Trikot machte das Finden nur noch einfacher.

Shannon war immer noch erstaunt.

Du wohnst nicht in Michigan?

Er lachte.

Nein, ich wohne in Raleigh.

Es hat dir ein sicheres Gefühl gegeben zu glauben, dass ich so weit weg wohne, nicht wahr?

Sie nickte.

Ich hatte Freunde der ihre Tochter war genau wie du, nur hatte sie nicht so viel Glück.

Der Mann fand sie und tötete sie während sie allein zu Haus war.

Kindern wird beigebracht nie jemanden zu sagen wenn sie allein zu Hause sind, jedoch tun sie es ständig, online.

Sie tricksen dich aus Informationen rauszugeben, ein wenig hier, ein wenig da.

Bevor du es weisst ,hast du ihnen genug erzählt damit sie dich finden können, ohne dass du es überhaupt bemerkt hast.

Ich hoffe dass du daraus etwas gelernt hast und demnächst vorsichtiger bist.

Das werd ich versprach Shannon.

Wirst du anderen davon erzählen damit sie auch sicher sind?

Das verspreche ich!

Ich bitte Dich von Herzen -
schicke diese Geschichte an so viele Menschen wie möglich,
um sie vor dem Schlimmsten zu bewahren.
Kopiere sie in Deine Seite,
sende sie per Mail und Newsletter weiter so oft es Dir möglich ist

pssst

Beitrag von pssst » 21.01.2005, 23:22

was soll ich dazu sagen?.....

es tut mir weh, so etwas zu lesen...

bei uns ist es eingetroffen!
in heftigster form!

meine große tochter war 13, als wir internet bekamen. wir waren alle ganz heiss auf das neue medium. surfen, mailen, chatten, alles was freude macht! tolle sache!

viel zu spät kam ich dahinter, was sie im net so trieb. sie war geviewt, gerissen, durchtrieben(?)...

ich spürte, dass irgendwas nicht stimmte. wie eine mutter sowas eben spürt. viel zu spät.. viel zu spät...

ich fing an zu schnüffeln. an ihre mails kam ich nicht heran, alles passwortgeschützt.

ein normaler wochentag, sie hatte mit der schulklasse wandertag, war bis abends weg. mittags war ich im bad und föhnte meine haare, ihr telefon klingelte oben in ihrem zimmer. hhhmmm... ihre freundinnen wissen doch alle, dass sie heut erst abends wieder kommt...

ich gehe an den apparat, melde mich mit "hallo"... und verliere allen glauben an die gute menschheit.

der liebe michael, 34 jahre, wenig jünger als ich selbst, möchte sich mit "mona" (14) wieder verabreden, weil das letzte mal im auto so schön war.

ich hab nur noch sterne gesehn, konnte keinen klaren gedanken mehr fassen... hab aufgelegt (hätte den mistkerl in eine falle locken sollen)

wühlen im tagebuch (mist, aber es schien mir nötig)
ja, da war alles in kleinste beschrieben... schocking!
hab sie zur rede gestellt, sie stritt alles ab!

polizei, kripo, das ganze programm. schrecklich!

man kann nichts machen, das kind ist 14, da ist das legal!
kann nicht wahr sein, oder?
DAS KANN DOCH NICHT WAHR SEIN

zu hause haben wir einen neuanfang gemacht, ohne verbote oder vorwürfe.


wenn meine kinder heute chatten oder mailen bin ich immer in "hab-acht"-stellung. das net ist voll von perversen spinnern.

blues

Beitrag von blues » 22.01.2005, 11:33

@pssst - jetzt weiss i c h nicht , was ich sagen soll . Es tut mir wahnsinnig leid , dass es Euch getroffen hat . Darf ich fragen , wie lang das her ist und wie Deine Tochter die Sache heute sieht ? Nur , wenn es nicht zu neugierig erscheint :oops:
Ich war am hin und her überlegen , ob ich diesen Text meiner Tochter zeige , jetzt bin ich mir sicher , dass ich es tun werde. Auch wenn meine Tochter nicht die Möglichkeit hat , allein ins Internet zu gehen . Aber man weiss ja nicht immer , in wie weit die Kids sich an die Regeln halten .

Findus

Beitrag von Findus » 22.01.2005, 11:44

Ich habe die Geschichte meiner Tochter sofort gezeigt.
Die Geschichte geht einem wirklich unter die Haut,gerade wenn man bedenkt,das sowas fast täglich passiert.
Ich habe für meine Tochter einen eigenen "messi" eingerichtet,in dem sie eine Freundesliste mit Kindern aus der Schule e.c.t. führt.So kann sie mit mir bekannten Personen texten,ohne in den Chat zu gehen.

Wölkchen

Beitrag von Wölkchen » 22.01.2005, 15:02

@ blues

Das weiß man wirklich nicht! :cry:

pssst

Beitrag von pssst » 22.01.2005, 18:05

rausgekommen ist alles im märz 2001, da war meine tochter grade 14 geworden. das ist nun 4 jahre her.
sie hat nie wieder über diese "internetbekanntschaft" geredet.
jetzt ist sie 18 jahre alt.

Samaha

Beitrag von Samaha » 22.01.2005, 18:13

Ich habe zwar keine Kinder, aber ich finde ich es furchtbar wichtig Kinder auf die Gefahren aufmerksam zu machen.

Ich bin in der Hinsicht aber selber noch sehr naiv gewesen.

Vor einigen Jahren habe ich die Bekanntschaft mit einem Mann Mitte 30 gemacht, der mir dann erzählte er würde auf sehr junge Mädchen stehen und sei mit einer 13 Jährigen verabredet und die Mutter wüsste auch noch davon und würde das sogar gut heißen, weil sie über ihre Tochter an ihn ran kommen wollte. Ich weiß nicht was davon wirklich wahr war, aber mir ist das sehr zu Herzen gegangen.

Ich wusste nicht was ich da machen sollte, habe mich mit jemanden im internet ausgetauscht deswegen weil es mir keine ruhe gelassen hat.

Kurz darauf bekam ich dann die Drohung: Ich solle gut aufpassen was ich rum erzähle. Er wüsste schließlich wo ich wohne.

Glücklicherweise bin einige Monate später sowieso in eine andere Stadt gezogen.

Wölkchen

Beitrag von Wölkchen » 07.02.2005, 12:32

Ich habe mal darüber nachgedacht, weil unsere beiden sehr viele
Internetbekannte haben, von denen sie nur die Nicks oder ihren
Quasinamen haben.
Geht es uns nicht auch so. Ich kenne mittlerweile viele Menschen aus
dem Net, aber weder ihre Adresse, Telefonnummer oder ihren Nach-
namen. Die Anonymität läd förmlich dazu ein, zu schnell zu ver-
trauen. Ich finde es nur schade, dass durch solche Erfahrungen das
Mißtrauen über die gewohnte Dimension hinauswachsen muss.
Wie sollen wir unseren Kindern das beibringen?

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