in England studieren

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Jaime

in England studieren

Beitrag von Jaime » 29.12.2006, 23:38

eine Bekannte sagte neulich, die Kinder ihres Arztes studieren alle 3 e in England

er ist kein Modearzt, und kein Schönheitschirurg

wer die horrenden Preise auf der Insel kennt, kommt nun so wie ich ins Grübeln...

Selbst für Engländer ist die Ausbildung der Kinder oft ein Kraftakt, den sie nur mit einem enormen Schuldenberg satteln können.

Die Nachbarstochter lebt und arbeitet in Schottland und ist da sehr glücklich, sie ist Architektin und die Schotten und die Nordländer suchen händeringend Berufstätige.

auf der anderen Strassenseite ist die Tochter Intensivschwester in Bern, Schweiz

der Sohn meiner Freundin ist gerade nach Pristina umgezogen, diplom. Dienst und der Älteste lebt mit seiner Frau und 2 Kindern in Chile, Entwicklungshelfer

So ist um mich herum doch ein Querschnitt unserer Zukunft, der Jugend

Kein Geld ist so gut angelegt, wie in der Ausbildung der Kinder ! sage nicht ich, sondern ein altes Sprichwort, ich weiss nur nicht mehr , von wem...

lg jaime

woodstock

Beitrag von woodstock » 30.12.2006, 08:42

Kein Geld ist so gut angelegt, wie in der Ausbildung der Kinder ! sage nicht ich, sondern ein altes Sprichwort, ich weiss nur nicht mehr , von wem...
Du hast sicher Recht, liebe Jaime...
Aber ist dir aufgefallen, dass alle diese Jugendlichen in aller Herren Länder leben - und nicht in D?
Bei meinem Arzt habe ich ein Plakat an der Tür gesehen:
Dieses Jahr sind 12500 (!) gut ausgebildete deutsche Mediziner ins Ausland gegangen, weil sie dort besser bezahlt werden und, und das ist wohl das Wichtigste:
menschlichere Arbeitsbedingungen vorfinden.
Warum versucht der deutsche Staat nicht, seine gut ausgebildeten Landeskinder auch hier zu behalten?
Speziell bei Medizinern ist ja bekannt, dass es da möglich ist, dass sie Wochenenddienste schieben mussten, normalen Dienst haben und dann, wenn sie Pech haben, auch noch Notdienste leisten müssen...
Oder sollte ich lieber sagen: wenn wir Pech haben? Wer möchte von einem absolut übermüdeten und überlasteten Arzt versorgt werden, wenn es um die eigene Gesundheit geht?...
Lieben Gruß,
Doro

Jaime

ja

Beitrag von Jaime » 30.12.2006, 09:17

liebe Doro

das ist das Ergebnis vieler Fehler, kein normaler Mensch investiert doch in ein Projekt, von dem er später nicht profitieren kann.

Wir alle bezahlen doch die Universitätsausbildungen mit, nur damit später die Früchte in einen fremden Garten fallen dürfen

hier bei uns müßte die Grundlage und Basis für die Zukunft geschaffen werden, da bin ich total Deiner Meinung.

was können wir dazu beitragen ?
LG jaime

woodstock

Beitrag von woodstock » 30.12.2006, 09:36

Genauso sehe ich das auch.
Was man dagegen tun kann, weiß ich auch nicht.
Hier in Hessen hatten wir wochenlang (oder waren es sogar Monate?) Ärztestreiks. Genützt hat es nichts, wenn du mich fragst.
Einfach nicht mehr zum Arzt gehen bringt nichts - und wir wurden abgewiesen, als meine Tochter ein geschwollenes Auge hatte - ich war vielleicht wütend!!
Fakt ist doch, dass die Leute immer höhere Qualifizierungen haben wollen und die Firmen keinerlei Interesse haben, diese auch zu bezahlen...
Genauso ist es doch bei Ärzten auch!

Gruß, Doro

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