Behindert sein

Austausch über das Leben und Arbeiten mit Behinderten / mit einer Behinderung * Aufeinander zugehen und erkennen, dass wir uns gegenseitig viel zu geben haben und voneinander lernen können.
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Schnuppe

Behindert sein

Beitrag von Schnuppe » 05.04.2006, 21:41

Allein sein
Ohne Familie
Jahre im Heim
Nie ein Zimmer allein für mich
WC/Bad immer teilen
Keine Schlüssel
Offene Türen
Ostern im Heim
Weihnachten im Heim
Nur zehn Tage im Jahr Ferienfreizeit

Anderssein
Angeschaut zu werden
Übersehen werden
Dumme Worte von Anderen hören
Kein Ansprechen
Kein gemeinsames gespräch
Keine Briefe
Keine Anrufe
Keine Besuche

Was ich mir wünsche:
Kontakte zu Anderen
Reden können
Freunde bekommen

Tag der offenen Tür:
Kommt alle herbei
Ich warte auf euch
Ich freue mich
Gemeinsam mit euch an den Tisch
Ein kleiner Besuch, das wäre ein Traum ...

ABER man ist behindert
und hat Familie
und fReunde
Nah und Fren
Kann mit jedem reden

Man wird angestarrt
Hört dumme Sprüche
Wird übersehen

ABER damit lebt man
weil das Umfeld einem Kraft gibt

Man fährt nach Hause
Hat Urlaub vom Heim
Kehrt aber gern zurück
zu den alten Freunden

WARUM?
Es gehört alles zusammen
und rundet es ab
Als Behinderte steht man in der Mitte
und nicht im Abseits.

"Jeder Mensch ist einmalig, und sein Leben hat einen Sinn -
nur wir Menschen vergessen das "

6.12.2000 von A.K.

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