Stiefgeschwister

Probleme mit der Schule? Haben unsere Kinder Perspektiven? Austausch rund um die Bildung unserer Kids ab Schulanfang ...
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Sabbi

Stiefgeschwister

Beitrag von Sabbi » 17.05.2005, 13:08

Hallo, ich hätte da mal eine Frage :

Ich bin seit 1 Jahr wieder verheiratet , habe eine leibliche Tochter ( wird nächsten Monat 12 Jahre ) und einen Stiefsohn , er ist nur 4 Monate jünger.

Mein Mann und ich versuchen die beiden gleichberechtigt zu behandeln, damit es nicht so viele Eifersüchteleien und Streitereien zwischen ihnen gibt. Das hat die ganze Zeit gut geklappt .
Aber seit meine Tochter in der Pubertät ist , gefällt ihr das nicht mehr. Sie möchte , daß wir " Unterschiede " machen sollen .
Ich bin ratlos .

Grüße Sabbi :roll:

blues

Beitrag von blues » 17.05.2005, 13:20

Hallo und herzlich willkommen hier im Forum , Sabbi!

Tja , das ist natürlich nicht so einfach zu beantworten .
In wiefern möchte Deine Tochter denn Unterschiede haben ? Und .....Dein Stiefsohn ist doch auch in dem Alter , müßte also auch bald in die Pupertät kommen oder sogar schon sein ?
Das Teenies sich in der Pupertät zu kleinen Egoisten entwickeln , ist ja nichts Neues :grin:

Vielleicht magst Du ja ein bisschen mehr erzählen ? Dann könnte man eventuell gezielter antworten .......

Wir haben auch ein Vorstellungsforum oben :razz:

Pudding

Beitrag von Pudding » 17.05.2005, 13:21

Unterschiede machen würde ich auf keinen Fall, egal ob es deine Tochter von dir fordert oder nicht. Das ist 1. nicht fair, 2, fällt dies euch allen auf die Nase zurück.

Bin selber betroffen von einer ähnlichen Situation. Deine Tochter ist in der Pubertät - genau da liegt das Problem. Dies ist nun mal ne schwierige Phase, die durch solche Umstände natürlich nicht erleichtert wird, auch für sie nicht. Aber da müsst ihr durch - fair - gerecht - und geduldig. Ist nicht einfach. Aber unheimlich wichtig.

Meine Jungs wurden von ihrem "Stiefvater", also dem Vater meiner Tochter, nie gleich behandelt. Ich habe Jahre gekämpft und gestritten damit es meinen Jungs so ergeht wie der Tochter. Habe sehr viel erreicht, habe nicht mit kämpfen aufgehört. Aber wegen dieser misslichen Situation war niemand im Haus wirklich glücklich. Und wenn meine Tochter, die ihren Vater sehr liebt, ihn beschreibt sagt sie stets mit etwas Bitterkeit : Für mich! war er immer der beste Papa. Aber das klingt bei ihr nie wirklich glücklich. Sie wollte eigentlich nie bevorteiligt werden, weil sie es wurde. Und sie hält bedingungslos treu zu ihren Brüdern, bei aller Liebe zum Papa.

Nun zurück zu deinem Problem: In der Pubertät wird für den Jugendlichen plötzlich alles zum Problem. Gib ihr viel Zuwendung, so viel sie braucht, aber vernachlässige das andere Kind nicht. Bitte nicht. Du kannst damit Riesenschaden anrichten!

Sabbi

Stiefgeschwister

Beitrag von Sabbi » 17.05.2005, 13:47

blues hat geschrieben:Hallo und herzlich willkommen hier im Forum , Sabbi!

Tja , das ist natürlich nicht so einfach zu beantworten .
In wiefern möchte Deine Tochter denn Unterschiede haben ? Und .....Dein Stiefsohn ist doch auch in dem Alter , müßte also auch bald in die Pupertät kommen oder sogar schon sein ?
Das Teenies sich in der Pupertät zu kleinen Egoisten entwickeln , ist ja nichts Neues :grin:

Vielleicht magst Du ja ein bisschen mehr erzählen ? Dann könnte man eventuell gezielter antworten .......

Wir haben auch ein Vorstellungsforum oben :razz:
Hallo , danke für die schnelle Nachricht

Tja , also mein Stiefsohn ist noch ein richtiges Kind , die Pubertät fängt bei ihm wohl erst später an.....
Meine Tochter möchte zum Beispiel abends länger aufbleiben . Als Grund führt sie die 4 Monate an , die sie älter ist , als ihr Stiefbruder. Normalerweise gehen die beiden um 20.30 nach oben und machen sich bettfertig. Danach dürfen sie noch ein bisschen lesen.
Auf einmal findet meine Tochter das ungerecht.

Sabbi

Beitrag von Sabbi » 17.05.2005, 15:50

Pudding hat geschrieben:Unterschiede machen würde ich auf keinen Fall, egal ob es deine Tochter von dir fordert oder nicht. Das ist 1. nicht fair, 2, fällt dies euch allen auf die Nase zurück.

Bin selber betroffen von einer ähnlichen Situation. Deine Tochter ist in der Pubertät - genau da liegt das Problem. Dies ist nun mal ne schwierige Phase, die durch solche Umstände natürlich nicht erleichtert wird, auch für sie nicht. Aber da müsst ihr durch - fair - gerecht - und geduldig. Ist nicht einfach. Aber unheimlich wichtig.

Meine Jungs wurden von ihrem "Stiefvater", also dem Vater meiner Tochter, nie gleich behandelt. Ich habe Jahre gekämpft und gestritten damit es meinen Jungs so ergeht wie der Tochter. Habe sehr viel erreicht, habe nicht mit kämpfen aufgehört. Aber wegen dieser misslichen Situation war niemand im Haus wirklich glücklich. Und wenn meine Tochter, die ihren Vater sehr liebt, ihn beschreibt sagt sie stets mit etwas Bitterkeit : Für mich! war er immer der beste Papa. Aber das klingt bei ihr nie wirklich glücklich. Sie wollte eigentlich nie bevorteiligt werden, weil sie es wurde. Und sie hält bedingungslos treu zu ihren Brüdern, bei aller Liebe zum Papa.

Nun zurück zu deinem Problem: In der Pubertät wird für den Jugendlichen plötzlich alles zum Problem. Gib ihr viel Zuwendung, so viel sie braucht, aber vernachlässige das andere Kind nicht. Bitte nicht. Du kannst damit Riesenschaden anrichten!
Hi , danke für deine Nachricht

ich werde deinen Ratschlag beherzigen , obwohl
das mit der Zuwendung gar nicht so einfach ist ,denn seit sie in der Pubertät ist , igelt sie sich ein. Sie sitzt oft in ihrem Zimmer , hört Musik oder sitzt am Computer.

Grüße Biggi

Pudding

Beitrag von Pudding » 17.05.2005, 17:55

Hi Biggi,
Natürlich ist es nicht so einfach an eine Pubertierende ran zu kommen, wenn sie sich verschließt. Aber sie merkt sehr wohl deine Zuneigung, auch wenn sie abweisend wirkt gegenüber von dir. Sei dir konsequent, sei diskret, aber sei stets da. Sie spürt es. In diesem Alter sind Kinder noch viel zerbrechlicher, viel sensibler. Sie suchen von aussen immer wieder Bestätigung, und die will sie auf die Art eben haban, wie sie dir es nun abverlangen will. Auch mit "richtigen" Geschwistern hat man das gleiche Problem. Meine Jungs, beide adoptierte Kinder aus Peru und Halb-Blutsbrüder, haben eine super Kindheit verbracht. Biss dann der Aelteste (1 Jahr und 8 Monate älter als sein Bruder) bereits in die Pubertät kam und der Jüngere war noch wirklich ein Kind. Da gings auch ne Weile nicht zwischen Beiden. Adoptierte Kinder wie auch "Stiefgeschwister" sind noch viel empfindlicher als Kinder aus sog. "normalen" Familien. Dazu kommen oft große Schwierigkeiten eine Identität zu finden. Der Konkurrenzkampf zwischen Geschwistern und die Rebellion sind dann natürlich noch viel ausgeprägter. Ist ja auch zu verstehen. Und doch!

Ueber eines bin ich hier in unserer Familie, trotz enormer Schwierigkeiten und Problemen, sehr glücklich: zwischen den drei Kindern, also den 2 Adoptivjungs, die mein Partner nicht mitadoptiert hat, und unserer gemeinsamen leiblichen Tochter, kurz, zwischen den 3 Geschwistern war NIE!!! die Rede von Halbgeschwistern, oder "du bist ja nicht wie ich" oder du gehörst nicht zu uns - NIE!!! gab es solche Bemerkungen oder Probleme. Und komm ja keiner der sagt: das ist nicht dein richtiger Bruder oder nicht deine richtige Schwester. Da würde der aber mal was hören! Alle drei fühlen sich innerlich sehr verbunden.

Man liebt nicht mit der Hautfarbe, nicht mit der Gebärmutter, sondern mit dem Herzen! Dass ich meinen drei Kindern das vermitteln konnte und sie es genau so fühlen wie ich, darüber bin ich unendlich glücklich.

blues

Beitrag von blues » 17.05.2005, 18:04

Hallo sabbi !

Ich stimme Pudding eigentlich zu , denn ich sehe auch kommende Schwierigkeiten , wenn Du Dich darauf einlässt .

Ich habe zwar kein Stiefkind , aber auch zwei Kinder , eine 12 jährige Tochter ! und einen 8 jährigen Sohn . Auch da gibt es Probleme ohne Ende :grin:
Was Deine pupertärende Tochter betrifft - da kann ich auch ein Lied von singen . Ich kenne dieses einigeln genauso wie das Auftrumpfen und Grenzen austesten !

Pudding hat es gut getroffen
Gib ihr viel Zuwendung, so viel sie braucht, aber vernachlässige das andere Kind nicht. Bitte nicht. Du kannst damit Riesenschaden anrichten!
Auch wenn es schwerfällt , (ich kenne das Gefühl der Hilflosigkeit) beobachte Deine Tochter , gib ihr das Gefühl , immer für sie da zu sein .Akzeptiere ihr einigeln , sie muss erstmal mit sich selbst zurechtkommen .

Und mache eines klar : Sonderrechte gibt es nicht ! Nicht für sie und nicht für Deinen Sohn ! Klare Regeln für beide sind angesagt und Regelbrüche haben Konsequenzen !

:grin: Vielleicht sollte man ihr sagen , dass mehr Freiheiten auch mehr Pflichten und Verantwortung nach sich ziehen ?

Minniemaus

Beitrag von Minniemaus » 17.05.2005, 20:55

Gleichberechtigung für beide Kids ohne Wenn und Aber.....und erst recht wenn sie nur 4 Monate auseinander sind.....

meine zwei sind zwar 17 Monate auseinander und noch ne ganze Ecke kleiner aber auch hier gibt es für beide die gleichen Regeln auch aus der Tatsache heraus, daß beide (beides Mädchen) sich ein Zimmer teilen müssen.

Sabbi

Stiefgeschwister

Beitrag von Sabbi » 18.05.2005, 11:51

Hallo

meine Tochter hat mich heute mit einem neuen Anliegen konfrontiert.

Sie meint , wenn sie schon keine Unterschiede haben kann , dann möchte sie doch wenigstens ein eigenes " Haustier ", das sie mit ins Bett nehmen kann. Was ist nur mit meinem Kind los ?

Einmal kam sie einfach mit einem Kaninchen nach Hause , obwohl ich gesagt habe , daß , solange wir unseren Kater haben , es kein zusätzliches Haustier gibt. Sie mußte es zurückgeben.
Einige Zeit später hat sie mich verrückt gemacht , daß sie unbedingt Fische und ein dazugehörendes Aquarium möchte. Nachdem ich ihr das Kaninchen verboten hatte , habe ich mich dann zu den Fischen bekannt.Von ihrem leiblichen Vater bekam sie dann an Weihnachten ein Aquarium.
Nun hat sie keinen Gefallen mehr an den Fischen und möchte ein Meerschweinchen oder ähnliches.
Was ratet ihr mir ?

Grüße Sabbi

Wölkchen

Beitrag von Wölkchen » 18.05.2005, 12:05

Sabbi

Meine ersten Gedanken:
Sie bekam Fische und nun sind sie uninteressant.
Es sind Lebewesen und sie kann sie nicht wie ein gelesenes
Buch in die Ecke stellen. Wer Tiere haben möchte sollte auch
die Verantwortung dafür übernehmen können.
Sie konnte es nicht, also würde ich ihr aus diesem Grund auch
kein anderes Tier zugestehen.
In ihrem Alter müsste sie es schon verstehen können. Allerdings
wirst du dadurch auch ein wenig Stress in Kauf nehmen müssen.

Wie gesagt, mein erster Gedanke. Es grummelt noch mehr in
meinem Hirn aber kommt noch nicht ganz so raus.

blues

Beitrag von blues » 18.05.2005, 13:39

:shock: Sabbi , hast Du ein Double meiner Tochter zu Hause ? :grin:

Aber im Ernst ! Ich denke , das ist alle normal und gehört dazu ! Du glaubst gar nicht , was wir hier für Diskussionen hatten . Auch wir haben einen Kater , der keine anderen Tiere akzeptieren würde. Trotzdem hatte meine Tochter Meerschweinchen bekommen . Es kam , wie es kommen musste , langweilig nach kurzer Zeit und dann blieb die Arbeit an mir hängen . Die beiden starben kurz hintereinander und das Geschrei war groß ! Seitdem liegt sie uns mit einem Hund in den Ohren oder einer weiteren Katze !

Es bleibt einem nichts anderes übrig , als hart zu bleiben !

Pudding

Beitrag von Pudding » 18.05.2005, 20:53

Da würde ich keinesfalls nachgeben. Es kommt mir vor als sei deine Tochter am Suchen nach etwas, was sie nicht findet. Sie ist im Moment mit sich und der Welt unzufrieden und versucht dies zu kompensieren. Aber dafür sind Tiere nicht da, denn eigentlich gehts ihr nicht wirklich um's Tier. Ihr ist vielleicht ernst gemeint auf den Augenblick, aber, was sie sucht, ist nicht das. :roll:

Sabbi

Stiefgeschwister

Beitrag von Sabbi » 19.05.2005, 06:45

Guten morgen zusammen ,

ich glaube , meine Tochter ist zuviel allein. Sie bräuchte eine nette Freundin , mit der sie nachmittags nach der Schule etwas unternehmen könnte. Ich glaube auch , daß es ihr nicht um ein bestimmtes Tier geht , sonst würde sie nicht ständig etwas anderes wollen.Sie liebt eben die Abwechslung , das Neue. Ein typische Zwillinge - Eigenschaft.

Grüße Sabbi

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