Tod

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Rose
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Tod

Beitrag von Rose » 13.11.2010, 16:38

Im Januar 2007 starb meine Mutter und 11 Monate später mein Vater am 17 November 2007.Ich will mich hiermit nochmals dran erinnern.Rose :2f99291259f7c7b245884e1a055fdef7 :/

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indigo
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Beitrag von indigo » 13.11.2010, 18:02

Dann zünde ich mal eine Kerze an
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Vicky

Beitrag von Vicky » 13.11.2010, 18:58

Liebe Rose,

solche Tage sind wirklich schwer zuertragen.
Ich hab mich auch grade erst wieder etwas in den Griff bekommen, meine Mutter ist im Oktober gestorben, mein Pa , das kommt dann noch, er ist im Januar gestorben.
Und egal, was man macht und wie lange das her ist, ich fühle mich in dieser Zeit sehr allein.........

Aber leider, liebe Rose, man kann nichts dagegen tun . Man kann es nur aushalten.
Ich wünsch Dir, dass es nicht zu sehr schmerzt.

Vicky

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Sandrine
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Beitrag von Sandrine » 14.11.2010, 10:42

Und gerade, wenn es Eltern oder Kinder sind............es tut weh.

In dieser Zeit des inneren Abschiednehmens wünsche ich Dir viel Kraft und Stärke liebe Rose
liebe Grüsse von Sandrine

werde bloß nicht bequem, sonst zieht an dir das Leben vorbei
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Rosenfan
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Beitrag von Rosenfan » 14.11.2010, 15:14

Hallo Rose,

das tut mit leid für Dich. Es ist immer hart, wenn Leute aus der Familie gehen müssen. Man braucht auch sehr lange , um das zu verarbeiten.
LG Rosenfan


Laufe nicht bevor Du gehen gelernt hast.

Rose
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Beitrag von Rose » 14.11.2010, 17:42

Deswegen habe ich meine Eltern nochmals in Erinnerung gerufen,weil ich sie nicht vergessen möchte.Es stimmt weh wird es immer tun,aber wir sollen unsere lieben Menschen nicht vergessen.Dann sage ich an allen die liebe Menschen verloren haben hiermit mein trost aus.
Danke ihr Lieben.
Rose

Vicky

Beitrag von Vicky » 14.11.2010, 19:29

Rose, glaubst Du, dass Du deine Eltern jemals vergisst ?
Ich glaube, wenn man ein liebevolles Zuhause bei den Eltern hatte, wird man sie auch niemals vergessen können.

Allegra

Beitrag von Allegra » 14.11.2010, 20:28

@ Vicky
Ich glaube, wenn man ein liebevolles Zuhause bei den Eltern hatte, wird man sie auch niemals vergessen können.
Vergessen niemals nie.........................

fabel

Beitrag von fabel » 15.11.2010, 09:48

Die, die einem im Leben wichtig waren, vergisst man nie. Sie haben immer einen Platz im Herzen.

TinaLi
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Beitrag von TinaLi » 20.11.2010, 13:38

Also in meiner Frei Kirche machen wir 3 mal im Jahr einen Entschlafenen Gottesdienst

im März , im Juli und im November

Meine Eltern leben noch und sind quitsch fidel bis auf ein paar zipperlein. Meine 4 Großeltern kannte ich nicht. Ein Opa ist im Krieg gefallen, meine Oma ist 1975 gestorben, da war ichgerade 3 jahre alt

die anderer Oma ist 1970 gestorben, und mein Opa ist ammorgen beerdigt worden und abends kam ich auf die Welt. Ich kenne meine Großeltern nur von Fotos

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indigo
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Beitrag von indigo » 20.11.2010, 17:15

@tinali, ich kannte Beide Oma's und Opa's nicht.

Die Eltern meines Vaters, da ist der Opa im 1. Weltkrieg verstorben, die Oma verstarb, als ich so 3 Jahre alt war.
Mein Vater selbst ist 92 Jahre alt geworden und verstarb 2004 an Mundkrebs.

Die Eltern meiner Mutter wohnten sehr weit weg von Berlin und durch die Teilung Deutschlands die ganze Familie sehr verstreut. Meine Mutter musste vom jetzigen Polen mit meiner älteren Schwester flüchten.
Bald darauf verstarb die Oma (nach 1961) und den Opa habe ich 1x gesehen.
Damals war das auch noch nicht zu Üblich, dass man quer durch Deutschland fuhr um seine Verwandtschaft zu besuchen.
Heute hat jeder ein Auto, viele machen dann gleich dort Urlaub. Wie wir oftmals in der Nähe von Hannover. Verwandtschaft von mir und von meinem Mann wohnt dort.
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Vicky

Beitrag von Vicky » 20.11.2010, 19:36

Meine Eltern sind beide nicht mehr am Leben.
Und sie haben eine sehr tiefe Lücke hinterlassen...............
Meine Großeltern väterlicherseits kenne ich nicht.Mein Opa ist an seiner Diabetis gestorben, da war ich noch ich weiß nicht wo....
Meine Oma ist mit 43 Jahren an Leberkrebs gestorben. Beide waren nicht mit weltlichen Gütern gesegnet, aber sie hatten ihr Auskommen.
Und mein Vater war das jüngste Kind von insgesamt neun Kindern.

Meine Großeltern von der Mamaseite kenne ich beide. Mein Opa hat mich als
Kind überall mithingenommen, wo es ging,manchmal auch nur auf einen Eisenschuttplatz.
Erlitt unter Morbus Bechterew und war sehr eingeschränkt in seinen Bewegungen. Ich war etwa 9, als er starb.
Auf dem Schutt hat eröfter Zeug gesucht und verscherbelt oder manches mal hat er mir was wieder hergerichtet.
Meine Großmama hatte ich sehr lange,zum Glück, ich hab sie sehr geliebt.
Sie hatte Geduld ohne Ende , wenn ich mit meiner Fragerei losgelegt habe.
Ich war auch gern bei ihr und hab oft auch in den Ferien bei ihr geschlafen.
Naja, was kann man denn sonst tun, als sich zu erinnern............
Das ist das einzige Band, was man noch hat und es gibt manche Tage, wo ich mir die unbeschwerten Jahre meiner Kindheit zurückwünsche.
Das ist z.B. ein geheimer Wunsch, der sich aber leider nicht erfüllen lässt.

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indigo
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Beitrag von indigo » 20.11.2010, 19:54

@vicky, was Du hier erzählst, kann ich von meinen Paten berichten.
Hatte zwar keine Omas und Opas, dafür ganz tolle Patenonkels mit deren Frauen.
Besonders ein Onkel, das war meine zweite Heimat und ich sagte sogar Mama und Papa.
Zu meinen Eltern sagte ich: Mutti und Vati.

Solche Erlebnisse kann einem niemand mehr nehmen.
Ich bin froh, solche Erlebnisse gehabt zu haben. Zumal sie liebevoller waren, als mein eigentliches zu Hause.
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Vicky

Beitrag von Vicky » 20.11.2010, 20:35

Ich denke wirklich gerne an diese Zeiten zurück.
Ich hatte manchmal den Verdacht, meinen Mutter war ein bisschen eifersüchtig auf ihre Mutter.
Aber so ist das wohl, Als Mütter erziehen sie ihre Kinder und als Oma verwöhnen sie sie.
Ich bin wie Du froh, dass ich solche Erlebnisse hatte.

Aber ich bin mal wieder über meine mir selber zugeteilte Zeit und werde mich jetzt mal langsam davonmachen.
Ich hab jetzt grade 3 mal mein heutiges Musikstück angehört und da ist wieder einer mit Geige, ein Russe.........
Und ? Schon ist da leben in dem Stück und nicht so gepflegte Langeweile.
Das ist derb, aber man kann noch so gut sein in der Technik mit einem Instrument. Eine Seele bekommt es erst durch den, der seinem Instrument und dem Stück Leben einhauchen kann.
Man muss die Musik bis tief in sein Inneres lassen und da sollte man etwas fühlen...............
Dann erst ist es ein guter Musiker.
Aber das ist nur meine Meinung, so dahingesagt............

Ich sag schon mal bye
machts Dir / Euch noch schön

Vicky

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Beitrag von indigo » 20.11.2010, 21:15

So ergeht es mir bei Klavierstücken !
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Vicky

Beitrag von Vicky » 21.11.2010, 19:42

Klavier ist das zweitliebste Instrument, was ich mag............

Und deshalb mal was für Dich, indigo!

Aber verobten ist es nicht für alle Anderen.................

http://www.youtube.com/watch?v=D5pGYWyO8SU

Und ich sag mal bye,
wünsch Euch allen was...
Vicky

Vicky

Beitrag von Vicky » 21.11.2010, 19:43

Oh Herr der Buchstaben vergib mir!
Muss heißen "verboten".......................

Vicky

Beitrag von Vicky » 21.11.2010, 19:49

Und eigentlich gehört das Stück woanders hin, naja, ist eben nun hier gelandet.............

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Beitrag von TinaLi » 21.11.2010, 19:56

xlol.gif :musik:

@Vicky

dein Stück hätte in Betthupferl gehört oder so :rolleyes:

Vicky

Beitrag von Vicky » 22.11.2010, 19:38

Eigentlich schon TinaLi.

Es sollte aber eine spezielle Musi für indigo sein, weil sie gerne Klavier hört.
Naja, inzwischen ist es ja auch bei den Betthupferln.....und sogar noch eins dazu...........
Der das spielt, also er ist der "Nigel Kennedy" auf dem Klavier..............
Ich weiß jetzt nicht, wie der sich schreibt, mir ist es ja egal, also der Name..
Nur sein Spiel ist wunderschön.............

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Rosenfan
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Beitrag von Rosenfan » 24.11.2010, 09:53

Nochmal zum Abschied für unsere Verstorbenen.

Du bist nicht mehr da.............

Habe ich dir schon einmal gesagt,
wieviel ich dir verdanke?
Ich möchte dir Danke sagen.
Vieles in meinem Leben wäre ohne dich nicht möglich gewesen.
Manchmal warst du ganz einfach da.
Du hast nichts besonderes getan, aber nur deine Gegenwart
war oft schon so viel.

Danke für dich.
Weißt du eigentlich, wie viel und oft du mir etwas gegeben hast?

Jetzt wenigstens, wo du nicht mehr bei mir bist, muss ich es dir sagen.
Die Erinnerung an dich und an all das , was ich von dir empfing,
hält dich lebendig in mir.
LG Rosenfan


Laufe nicht bevor Du gehen gelernt hast.

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Beitrag von TinaLi » 24.11.2010, 11:04

Und bei der Beerdigung meiner lieben Nachbarin, gab es es Sterbebildchen. Das liegt in meinem Gotteslob, bei meinem Lieblingslied und immer nach dem Abendmahl, nehme ich mir das Bildchen her und bete ein leises "Vater unser" und "Gegrüssest seiest du Maria" :(

Vicky

Beitrag von Vicky » 24.11.2010, 19:26

@ Rosenfan

Oft ist es so, dass man erst merkt, was einem jemand bedeutet hat, wenn er nicht mehr da ist.............
Man sollte viel öfter sagen, was uns jemand wertist und das möglichst zu Lebzeiten.
Aber Du bist da ja nicht alleine, vielen gehts so.

TinaLi,
Bei meinen Nachbarn käme ich wohl nicht in Versuchung , zu beten...........
Auch wenn da jemand tot wäre, ich bin nicht der Ansicht, dass der Tod einen Menschen vom Wesen her besser macht.
Aber ich bin ja auch kein guter Mensch, sondern eben einfach nur ein Mensch mit guten und schlechten Seiten.

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Beitrag von TinaLi » 25.11.2010, 00:43

:rolleyes:

kennt ihr eigentlich die aktuelle Caritas Werbung ?

;( mir kommen da immer fast die Tränen

@ Vicky

Es ist ja auch die Frage, was du für ein Verhältnis zu deinen Nachbarinnen hast.. Ich weis auch nicht wie du wohnst ? Mir auch egal. Ich wohne zwar in einem 9 Mehrfamilenhaus. Sicher kann man es so behandeln.. Alles ist anonym, man wünscht sich wenn man sich mal im Hausgang sieht Guten Tag, guten Weg. Oder aber man entwickelt im laufe von 7 Jahren ein fast inniges Verhältnis, man wohnt auf dem gleichen Stockwerk, also Tür an Tür, im Sommer quatscht man über die Balkone hinweg. Man geht auf die Geburtstage. Es entwickelt sich ein fast freundschaftliches Verhältnis. So und nun. Die Nachbarin, nein sie ist mir nicht egal, sie erfuhr als erste im Haus von mir als Frau... Der Kontakt war obermega klasse. So und Nun, du kommst nach Hause, rießen Auflauf.. Nanu, erstmal egal.. Nächster Tag. Klingelt ihr Mann an der Wohnungstür, mit der Nachricht, am Vortag hätte sich seine Frau das Leben genommen.NEIN.. :eek: Unfassbar. Man glaubt es nicht, man sprach vor kurzem mit ihr.. Am Beerdigungstag. Zum Friedhof, zur Aussegnushalle. NAHEIN..... :( :eek: Der Sarg. Ihr Bild steht in 13 x 18 cm davor... Eine so Energie geladene positive Frau. Für mich war es ein Verlust als würde ich ein Elternteil zu Grabe tragen.

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Beitrag von indigo » 25.11.2010, 00:57

Oh @tinali, was für ein Erlebnis.

Aber so ist das, von meinem Mann hätte das auch niemand gedacht, dass er so Depressiv krank war. Um 1 Haar hätte ich ihn auch nicht mehr gehabt.
Und nachher wollte das auch niemand glauben.
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Vicky

Beitrag von Vicky » 25.11.2010, 18:29

Naja @ TinaLi,

ich bin nun mal nicht so ein Typ, der sich schnellanschließt und das war da wo ich gelebt habe, auch wirklich nötig.
Man könnte jetzt sagen, nun ist es ja vorbei, also such den Kontakt-
ich habs versucht mit meinen direkten Nachbarn. Zu einer Nachbarin hatte ich sehr guten Kontakt und wir haben auch sehr oft miteinander geschwatzt.
Dann aber musste sie ins Heim und ist da sehr schnell gestorben.
Und heute ist da ein Kerl eingezogen, der Sohn meiner "besten" Freundin aus Kindertagen.
Nun ja, ich mag den Kerl einfach nicht, weil ich solche Schwadronierer nicht ab kann. Mit der Mutter ist der Bruch schon lange her, weil dieses dumme Huhn für ein paar "Silberlinge" sogar ihre langjährige Freundin (mich) ohne Gewissensbisse zu haben, fast in die Fänge der Stasi gebracht hat.
Was mir nun wieder ein paar ungemütliche Stunden verschafft hat.
Heute wollte sie nichts mehr davon wissen und erst,als ich es ihr zeigen konnte, dass sie ein IM war, hat sie endlich ihr scheinheiliges Gehabe
gelassen .
Und ich verzeihe solche Sachen einfach nicht. Mit ihrem Sprössling will ich auch nix mehr zu tun haben,
Die andere Nachbarschaft ist an Sturheit und offensichtliche Dummheit gescheitert.Ich werd den Teufel tun und mich mit denen anfreunden.
Mit dem Rest, ja, da wird mal ein kleiner Wortwechsel gehalten aber mehr auch nicht.
Ich bin nicht mehr jung genug, um meine Zeit mit Leuten zu verplempern, die zufällig meine Nachbarn sind.

Und wenn jemand stirbt, dann gibts ne Karte und etwas Geld, fertig.Meine Mutter ist noch bei jedem der gestorben ist in der Nachbarschaft mit auf den Friedhof gegangen.
Die Nummer mache ich nicht mit...................
Und ich hab das auch immer offen gesagt.

Kann ja sein, dass ich die Spielregeln nicht einhalte, aber ich mach nix mehr, was mich dazu bringt, mich unwohl zu fühlen.

Und Freunde, also da gibts nicht Unzählige.
Irgenwann zeig ich sie auch mal her, denn es gibt ein Foto, wo die alle drauf sind. Und bei denen ist nur eine dabei, die eine echte Freundin ist, d.h. ihr kann ich alles erzählen und niemand von denen, die sonst noch auf dem Foto sind, würde es von ihr erfahren.
Und wenn sies gern erzählen würde, fragt sie mich vorher, ob mir das was ausmacht................Und nur deshalb sind wir schon mehr als 40 Jahre Freunde.
Um gekehrt halte ich das auch so,wenn sie mir was schreibt, was sie grade für ein Problem hat........

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Beitrag von indigo » 25.11.2010, 19:32

@vicky, das hätte ich damals genauso gehalten.
Auch heutzutage bin ich nicht so mit sämtlichen Nachbarn.
Ich mag sowas nicht.
Guten Tag und und schönenTag und wir haben auch gemeinsam unterschrieben, als der obere Nachbar uns jede Nacht vor Krach geschadet hat mit seinem Suffkopp. Ich habe den Schrieb aufgesetzt und alles hat unterschrieben und nun haben wir Ruhe.
Jeder nimmt vom anderen das Paket ab und ich gieße die Blümchen u.ä. aber mehr nicht.
Unser unterer Nachbar ist ganz plötzlich verstorben, Beileidskarte muss reichen.
Direkte Freundschaften, wo jeden Tag was anderes geborgt wird, möchte ich nicht.
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Vicky

Beitrag von Vicky » 25.11.2010, 20:15

Ich mag es auch nicht, wenn mir Nachbarn so dicht auf die Pelle rücken.
Ich will auch nicht jedermanns Liebling sein............
Das würde mir ja noch fehlen, wenn immerzu einer ankommt und meit, haste mal ein bisschen Mehl für mich usw.
Ich vermisse das Nachbarschwätzchen auch nicht. In meiner Ministadt kennt fast jeder jeden, nur ich nicht :lach:
Aber ich habe gestern festgestellt, als ich mal wieder selber einkaufen war, dass mich Leute aufgehalten haben, weil sie mich ewig nicht gesehen hätten.
Das blöde an solchen Sachen ist meistens, dass ich manchmal nicht mal weiß, wie der oder die heißt.
Als ich noch gearbeitet habe, da haben mich Leute angesprochen, die haben sich gefreut, dass sie mich getroffen haben und ich wusste meistens nicht mal, wer das überhaupt ist.
Wenn ich vorsichtig nachgefragt habe, hieß es, sie haben mir doch Blut abgenommen und alle im Zimmer haben gelacht,weil sie immer ein Scherzchen für uns hatten.
Und ich ?
Hab einfach keinen Dunst, wers nun war, die Leute sehen im Bett mit Schlafklamotten völlig anders aus, als draußen .........
Und Späßchen hab ich öfter gemacht, naja, die Leute sind krank, haben vllt. Angst, also versuche ich die etwas aufzumuntern.

Beim Friseur neulich auch, da wollte sich ne Frau kaputtlachen über mich.
Ich hab es aber völlig ernst gemeint. Ich guck so in den Spiegel und sage so, das ist aber ein blöder Spiegel, der ist richtig grausam, ich habe meinen Hals noch nie so deutlich gesehen und ich finde, das sieht aus, wie bei einem Truthahn...........
Und egal, was ich sonst noch gesagt habe, die Gute hat immer gelacht.
Vorige Woche hab ich mal gefragt, wer die Frau war und sie war eine Kollegin meines Vaters, also eine Friseuse.
Die hätte hinterher noch gesagt, der ihr Vater war auch so......... der hat auch so einen trockenen Humor.....
Huh, wieder abgeschweift..............

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Beitrag von Rosenfan » 26.11.2010, 09:33

Also das mit der Nachbarschaft hält sich bei uns auch in Grenzen. Als wir noch in der Wohnung waren, wurde dauernd geläutet und dauernd sass einer da, wegen Computerfragen usw. Da ist zum Teil auch in Ordnung, aber wenn es zuviel wird? Wir helfen gerne , aber manchmal ist das zuviel. Und das ging bis spätabends. Es waren schon auch sehr nette Leute dabei, ich mag die bis heute aber es gibt so ein Sprichwort.
Mein Heim muss meine Ruhstatt bleiben.
Die jetztigen Nachbarn sind auch sehr nett, doch wir lassen uns gegenseitig in Frieden. Man leiht sich gegenseitig Gartengeräte aus und das wars.
Wenn mal eine Freunschaft unter Nachbarn ensteht, dann ist es ja schön, aber manche sind wirklich zu aufdringlich.
LG Rosenfan


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Vicky

Beitrag von Vicky » 26.11.2010, 19:52

Hier ist noch was für die Klavierliebhaberin.................
indigo kenne ich ja, aber es kann ja sein, dass wir Beide nicht alleine auf weiter Flur sind, die sich sowas anhören...

http://www.youtube.com/watch?v=PxdynCht ... re=related

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Beitrag von indigo » 26.11.2010, 22:59

@vicky, Du bist wieder falsch mit der Musik :lach: :lach: :lach:
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Vicky

Beitrag von Vicky » 27.11.2010, 18:48

Näääh............ ;( jessas was issen los mit mir.....

Finja09

Beitrag von Finja09 » 05.01.2011, 19:56

Habe jetzt auch einmal hier reingeschnuppert, weil ich auch seit zwei Jahren am Tot meines Vaters zu knabbern habe. Er war meine Bezugsperson und mein Vertrauter und umgedreht genauso. Manchmal ist so, obwohl ich noch zwei Geschwister habe, dass man sich zu einem Elternteil besonders hingezogen fühlt. Ich hatte nur sechs Wochen Zeit mich von meinem Vati zu verabschieden und das habe ich auch getan. Ich habe mich dafür eingestzt, dass er zu Hause sterben konnte und nicht in einer sterilen Krankenhausumgebung. Habe in der Zeit kurzfristig aufgehörtbzu arbeiten, um meine Mutti zu entlasten. Und wo waren meine Geschwister. Belächelt haben sie mich und gesagt, dumachst das schon. Aber keiner wollte mir glauben, dass es so schlecht um unseren Vater steht, haben mir Panikmache unterstellt. Ich habe das irgendwie gespürt, kann das nicht erklären. War bei meiner Oma auch so. Irgendetwas hat mir an dem tag als sie gestorben ist gesagt, du musst zu Oma gehen. So ist sie in meinen Armen gestorben. Mein Vati seine letzten Worte an mich waren: Kümmere dich um deine Mutter, die schafft das nicht alleine. Nun das tue ich seit dem auch und manchmal ist das ganz schön anstrengend. Jetzt wohnt meine Mutti mit bei mir im Wohnblock im Nachbareingang, da bin ich im Notfall gleich zur Stelle. Aber Mutti hat sich auch wieder gut aufgerappelt und jetzt eine Freundin, mit der sie viel unternimmt. Das entlastet mich auch sehr. Ich bin auch ganz stolz auf meinen Mann, der auch in der schweren Zeit meine Macken ausgehalten hat. Er hatte zu seinem Vater nie eine richtige Bindung, dafür eine um so engere zu meinem Vati. Ich bin kein großer Friedhofsgänger. An diesem Ort fühle ich mich unwohl. Aber ich rede jeden Abend wenn ich zu Bett gehe mit meinem Vati und wünsche ihm auch eine gute Nacht. Mir ist es viel wichtiger einen geliebten Menschen immer im Herzen zu behalten. Mein Vati war einfach das Beste was mir je passiert ist!

Vicky

Beitrag von Vicky » 05.01.2011, 20:18

Finja, es ist oft so, dass Töchter Papakinder sind. Ich hab meinen Vater sehr geliebt, war aber meiner Mom etwas näher.
Beide sind nicht mehr da und ich habe nicht gewusst, wie groß die Lücke ist, die die Beiden hinterlassen haben.
Irgendwie fühle ich mich weniger geborgen. Ich weiß nicht, ob das der richtige Ausdruck ist, aber in etwa kommt es hin.
Mein Pa war schwer demenzkrank und hatte noch Darmkrebs, war Diabetiker und noch so einiges.
Er hat meine Mom um 7 Jahre überlebt, 4 Jahre haben wir uns gekümmert, aber ich habe aufgegeben und war dann einverstanden mit dem Heim.
Das war keine leichte Entscheidung, aber anders gings einfach nicht.
Die meiste Zeit hat er gedacht, er sei entweder zu Hause oder wieder ein Kind und in seinem Elternhaus.
Es war trotzdem schrecklich, zusehen zu müssen, wie er quasi vor meinen Augen verschwunden ist und das ist nicht nur so gesagt, er wurde immer weniger, kleiner, zerbrechlicher............
Meine Mutter ist ganz plötzlich gestorben an einer Lungenembolie und ich
weiß nicht, was schlimmer war.

Und ich kann auch nicht auf den Friedhof gehen, es sagt mir nicht viel, reißt nur alte Wunden auf. Ich rede mit den Beiden auch fast jeden Tag, ich hab mir Fotos aufgestellt und das ist besser für mich, ich erzähle über meinen Tag, was ich denke usw.
Am 28 Januar jährt sich wieder Papas Todestag.
Mal sehen, ob ich wieder komisch werde hier..........Ich geb mir Mühe, aber mehr geht nicht....

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Beitrag von Rosenfan » 05.01.2011, 20:31

Bei mir ist es gerade das Gegenteil:Ich bin sehr oft am Friedhof, da fühle ich mich den Vestorbenen ganz nahe. Ich zünde Kerzen an und bleibe immer eine Weile am Grab.
Bei meinem Mann seiner Familie sind vier Leute gestorben, jedes Jahr ein Verwandter. Das ist schon ganz schön viel auch für ihn. Letztes Jahr ist auch noch mein Opa gestorben.
Finja: Es ist ganz normal dass man so lange trauert und so eine schwierige Zeit muss erst mal verarbeitet werden. Man ist unsagbar traurig und die Leute fehlen einem einfach.
LG Rosenfan


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Vicky

Beitrag von Vicky » 05.01.2011, 20:36

So ist es.........

Ich schreib das nur, damit die Anzeige für den neuen Beitrag wieder da is.

Finja09

Beitrag von Finja09 » 05.01.2011, 20:41

Ja ich kann dich gut verstehen. Als mein Vati verstorben war, sind wir irgendwie alle ich kann es nicht richtig beschreiben, rumgelaufen wie aufgescheuchte Hühner. Irgendwie erschien alles so leer und Sinnlos. Mein Vati hatte auch Darmkrebs. Ich musste auch zu sehen, wie aus einem großen stattlichem Mann ein Häufchen nichts wurde. Meine Oma ist auch an einer Lungenembolie gestorben. Wie gesagt,irgendetwas hat mich an dem Tag zu ihr gezogen und dann beim Kaffeeetrinken fällt sie um und ist tot. Was man so alles verarbeiten muss und ich bin nicht abergläubig. Aber meine Armbanduhr ist an diesem Tag halb zehn stehen geblieben und nie wieder gegangen. Wie sich auch so manche Schicksale ähneln. Es ist erstaunlich.
Danke für eure Anteilnahme. Mein Vati hatte im Dezember Geburtstag und das wühlt mich so kurz vor Weihnachten immer noch zusätzlich auf. Da bin ich froh, dass ich mit meiner Arbeit so ausgefüllt bin und nicht die ganze Zeit daran denken muss.

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Beitrag von indigo » 06.01.2011, 00:25

Tut mir leid, ich habe für meine Mutter ganz einfach keine Kraft mehr.
Es nervt mich einfach alles.
Irgendwie kann ich nicht mehr. Aber Mutter ist eben Mutter.
Naja, meine Mutter lebt ja noch.
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Vicky

Beitrag von Vicky » 06.01.2011, 11:46

@ indigo

jeder Mensch ist nur begrenzt belastbar. Alles, was da drüber geht, hinterlässt für immer Narben,die manchmal wieder weh tun.
Ich denke, dass Sandrine dafür ein Paradebeispiel ist, bzw. ihre traumatische Kindheit und sowas sitzt immer fest, auch wenn man sich ein gutes Leben später aufbauen konnte,

Ich kann Dich auch verstehen, dass Du nicht mehr kannst. Es ist Deine Mutter, sicher, aber jeder von uns hat auch nur dieses eine Leben.
Man will vllt. auch was zurückgeben, aus Pflichtgefühl oder Dankbarkeit.
Aber Du hast mit Dir selber genug an den Hacken kleben, also versuche, die Lage für Dich zu entspannen.
Aber ich denke, Du weißt das ja selber auch.

mary

Beitrag von mary » 17.02.2011, 20:13

Beeilen wir uns, die Menschen zu lieben- sie verlassen uns so schnell...
-ein Zitat-

Vicky

Beitrag von Vicky » 17.02.2011, 20:41

Alle ?

mary

Beitrag von mary » 17.02.2011, 20:43

Versuch ist es wert :)

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Beitrag von indigo » 17.02.2011, 22:48

Ne, alle liebe ich nicht ! :D
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mary

Beitrag von mary » 17.02.2011, 22:55

indigo hat geschrieben:Ne, alle liebe ich nicht ! :D
Na ja, ich liebe auch nicht meinen Nächsten, so schnell ich kann :P

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