Schreibschrift verbieten?

Probleme mit der Schule? Haben unsere Kinder Perspektiven? Austausch rund um die Bildung unserer Kids ab Schulanfang ...
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Achtermama

Schreibschrift verbieten?

Beitrag von Achtermama » 28.05.2007, 20:25

Ich habe gerade mal wieder eine Übungsstunde "schreiben lernen"mit meinem neunjährigen Sohn(drittenKlasse)hinter mir und frage mich,warum ich das tun muß.Würde ich all die Stunden im Monat zusammenrechnen,die ich benötige,um meine Kinder schulisch auf dem Laufenden zu halten,käme dabei ein voller 400Euro-Job heraus.Ich behaupte mal einfach,dass heute nur noch die Kinder die schulische Laufbahn schaffen können,die entweder von sich aus lernbegierig sind,oder von den Eltern im hohen Maße gefördert werden.In unserem Fall ist es so,dass mein Sohn im zweiten Schuljahr,nach Aussage der Lehrerin,sein Pensum im Schreiben lernen nicht geschafft hat und daher weiterhin in Druckschrift schreiben muß.Zu Hause lernt er regelmäßig Schreibschrift und kann alle Buchstaben schreiben.Ich finde,dadurch,dass er in der Schule die erlernte Schreibschrift nicht anwenden kann,kann er sie auch nicht vertiefen und sicherer darin werden.Die Lehrerin weigerte sich meinen Sohn Schreibschrift schreiben zu lassen,solange er die für die Schule erforderlichen Übungsblätter nicht alle nachgearbeitet hat.Was nun passiert ist,meiner Meinung nach,völlig normal:Mein Sohn schmeißt Schreib-und Druckschrift durcheinander!Die zusätzliche Dauerbelastung durch vieles Üben zu Hause belastet die Familie und vor allem das Kind sehr.Ich denke,wenn mein Sohn das erforderliche Pensum in der Schule nicht geschafft hat,ist dies ein Versäumnis der Schule,die dafür sorgen muß,dass er das Pensum schafft.Ich will erzwingen,dass die Lehrerin meinen Sohn ab sofort nur noch in Schreibschrift schreiben läßt,damit er darin sicher wird.Wird er weiterhin nur Druckschrift schreiben, verfestigt sich die abgehackte Druckschrift zu sehr und die Schwierigkeiten werden nur noch schlimmer.Habe ich eine Chance dies durch zu setzen oder haben wir Eltern denn wirklich gar Nicht mehr zu sagen?Fragt Achtermama

woodstock

Beitrag von woodstock » 29.05.2007, 07:01

Hallo, Achtermama!
So etwas habe ich noch nie gehört!
Wie beurteilst du die Deutlichkeit/Lesbarkeit, in welcher dein Sohn in Schreibschrift schreibt?
Manchmal macht man das, was die Lehrerin da tut, um dem Kind die Chance zu geben, erst einmal die Druckschrift zu erlernen. Das aber auch nur, wenn sie mit der Schreibschrift einfach noch überfordert sind - was auch wieder verschiedene Gründe haben kann.
Im Falle deines Sohnes halte ich es für kontraproduktiv, ihm die Schreibschrift gar zu verbieten, denn wie du schon schreibst, es fehlt die nötige Übung.
Dies aber nur vorausgesetzt, er ist in der Lage, leserlich zu schreiben.
Frage an dich:
Warum hat er die Übungsblätter nicht vollständig bearbeitet?
Wurden sie in der Schule verwendet und er benötigte zu lange dafür?
Waren es Hausaufgaben, die er nicht erledigt hat?
Will sie, dass er diese jetzt in der Schule oder Zuhause nacharbeitet?
Gesetze (falls es sie dazu gibt) kenne ich nicht.
Mein Rechtsempfinden sagt mir allerdings, dass sie es nicht geschafft hat, deinem Sohn das nötige Wissen zu vermitteln und daher nicht verlangen kann, dass dein Sohn das ausbadet. Oder war er längere Zeit krank - dann könnte es möglich sein, dass er das nacharbeiten muss, wie es mit anderem Material auch geschehen muss...
Ich würde mich jedenfalls, sofern ich bei der Lehrerin nicht weiterkomme und mir nicht genügende Erklärungen geliefert werden, an den Vertrauenslehrer oder gar an den Direx wenden.


Gruß, Doro

bienchen

Beitrag von bienchen » 29.05.2007, 10:07

Hallo Achtermama

Bei meinen Beiden war es auch so, dass sie erst mit der Schreibschrift beginnen durften, als sie alle Übungblätter der Druckschrift geschafft hatten.

Ich frage mich allerdings auch genau wie Doro warum dein Sohn das Pensum nicht geschafft hat oder schaffen konnte.
Ist er vielleicht ein Trödler? Krankheit? Versäumnis der Lehrerin?

Wie auch immer es gilt jetzt eine Lösung zu finden.

Schreibt er zuhause in Schreibschrift auf Anordnung der Lehrerin oder weil du es als sinnvoll erachtest?
Ich finde auch das ihn das verwirren könnte und er so keine ordentliche Schreibschrift erlernt.

Die Lehrerinnen meiner Beiden haben als es an das Erlernen der Schreibschrift ging immer penibel auf die korrekte Ausführung geachtet.
Ich hatte auch öfter Diskusionen mit den Lehrerinnen, das ich das Geschriebene sehr leserlich finde und Jeder später so wieso seine eigene Schrift entwickelt.
Es hieß dann ja, ja später, aber jetzt muss eben auf die absolut korrekte Ausführung geachtet werden, damit sich die Schrift erst mal vernünftig entwickeln kann.
Na, ich weiß nicht, wenn ich da an so manche Schrift von z.B. Ärzten denke. :rolleyes:

Hat er denn alle Buchstaben in Druckschrift gelernt und kann sie sicher schreiben?
Wenn ja verstehe ich auch nicht, warum er dann nicht in Schreibschrift schreiben darf nur weil noch ein paar Übungblätter fehlen.

Rede noch mal mit der Lehrerin und teile ihr deine Befürchtungen mit, dass er Druck-und Schreibschrift durcheinander schmeißt und was sie davon hält.
Meistens haben die Lehrer ja doch einen großen Erfahrungsschatz und wissen in der Regel schon warum sie jenes und welches genau so und nicht anders haben wollen.

Ich versuche erst immer die Vorgehensweise der Lehrer zu verstehen und wenn es mir nicht einleuchtet kann ich immer noch das Gespräch suchen.
Nur man sollte auch nicht immer auf die Lehrer schimpfen, es gibt auch sehr viel gute und engagierte unter ihnen, genau wie es auch viele schwarze Schafe gibt, die nur die Zeit bis zu ihrer Rente absitzen.

Ich hoffe ihr findet eine Lösung für Sohnemann und berichte mal weiter.

meol

Beitrag von meol » 29.05.2007, 19:17

Grundsätzlich ist es wohl so, dass Schreibschrift nicht mehr unterrichtet werden muß. Es liegt wohl an der jeweiligen Schule, ob sie es tun oder nicht.

Bei unserem Sohn wurde erst Druck-, dann Schreibschrift unterrichtet. Mittlerweile gewöhnt mein Sohn (4. Kl.) es sich an, in die Schreibschrift wieder Druckschrift mit einfließen zu lassen. Es ist halt so. Jeder entwickelt seine eigene Handschrift.

Ich weiß nicht, ob ich es mir und meinem Sohn antun würde, jeden Tag die Schreibschrift zu pauken, zumindest nicht, wenn er mit der Druckschrift gut zurecht kommt. Bei irgendwelchen gravierenden Schwierigkeiten in Mathe, Rechtschreibung, etc. halte ich das für etwas anderes, aber "nur" der Schreibschrift zu liebe? Ich weiß nicht... .

Gruß, meol

Minniemaus

Beitrag von Minniemaus » 29.05.2007, 20:12

Hallo zusammen,

auch meine Kinder haben zuerst die Druckschrift und danach die Schreibschrift erlernt, beide haben ihre Schreibschrift jedoch auch noch unterschiedlich gelernt, d.h. die Große hat die lateinische Schreibschrift (so wie ich damals auch), die andere hat die Ausgangsschreibschrift (manche Buchstaben ähneln sehr der Druckschrift) erlernt...

allein dieser Unterschied hat schon zu Diskussionen innerhalb der Familie geführt....

Grundsätzlich frage ich mich jedoch, ob das Erlernen von Druckschrift und Schreibschrift nicht so wie früher lieber umgekehrt verlaufen sollte....

Meiner jüngeren Tochter(3. Klasse) macht es nach wie vor Schwierigkeiten die Abstände zwischen zwei Wörtern größer zu halten als zwischen 2 Buchstaben....während es bei der Schreibschrift einwandfei funktioniert.

Erschwerend finde ich nach wie vor das Ändern von verschiedenen Rechtschreibregeln...viele von uns, die nun Eltern sind und ihre Kinder vielleicht gern unterstützen würden, haben Probleme die neuen Regeln zu verstehen und anzuwenden....auch mir geht es so, obwohl ich früher mal ein "As" in Rechtschreibung und Grammatik war.... :(

Ein eigenes Schriftbild wird jedes Kind mit Beginn der weiterführenden Schulen entwickeln, da hier keine Betonung auf die Schriftart gelegt wird...Meine große Tochter (5.Klasse) schreibt derzeit ein Misch-masch aus Druck-und Schreibschrift.....(was ich selber auch heute noch mache... :rolleyes: )

inna

Beitrag von inna » 29.05.2007, 20:22

Hallo Achtermama,

also ich finde das ja reichlich ausgedacht und albern, dass ein Kind in der Schule erst dann Schreibschrift schreiben darf, wenn es eine bestimmte Anzahl an Arbeitsblättern durchgearbeitet hat. Der pädagogische Sinn dahinter erschließt sich mir überhaupt nicht, das lässt einen doch eher an Prinzipienreiterei denken. Außerdem finde ich das für deinen Sohn demütigend, wenn alle anderen Schreibschrift schreiben, nur er darf das (noch) nicht.
Meine Kinder haben natürlich zunächst die Schrift des Lehrers an der Tafel versucht nachzuahmen und zu erlernen, doch ihnen wurden auch noch andere Formen von Schreibschrift gezeigt (es gibt da ja mehr oder weniger verschnörkelte Varianten), so dass sich mit der Zeit jedes Kind seine eigene Schrift aneignen konnte. In unserer Schule herrscht gar nicht die Vorstellung, dass es von Vorteil wäre, wenn alle Kinder haargenau gleich schreiben würden, sondern es wird von Anfang an Wert darauf gelegt, dass jeder sein "Eigenes" findet - aber Individuelles ist vielleicht nicht überall gleichermaßen erwünscht.
Mir persönlich ist diese Gleichmacherei auch eher zuwider und es entspricht ja auch gar nicht der Realität, dass es diese eine Schreibschrift nur geben würde. Da hat sich eben die Lehrerin eine davon ausgesucht, und die Kinder sollen das nun alle einheitlich nachmachen.

Ich hoffe, dass du dich bei der Lehrerin mit deinen Vorstellungen durchsetzen kannst und bin gespannt zu hören, wie es weiter ging. Vor allem würde mich ja brennend interessieren, wie sie ihre Vorgehensweise begründet...

Achtermama

Beitrag von Achtermama » 29.05.2007, 21:01

Hallo Doro,Minniemaus und inna,
Mein Sohn hat mit der Druckschrift angefangen Schreiben zu lernen.Ende zweiten Schuljahres fingen sie dann an die Schreibschrift zu erarbeiten.Verschwendete Zeit,wie ich finde,denn so mußten die Kinder zweimal einen Buchstabenschreibkurs absolvieren.Wir haben auch nur Schreibschrift gelernt und können trotzdem Beides!Die Arbeitsblätter hat mein Sohn angeblich nicht vollständig und zur Zufriedenheit geschafft,weil er unkonzentriert ist und teilweise keine Hausaufgaben gemacht hat,d.h.Blätter hat verschwinden lassen oder einfach vergessen.Zu Haus hat er Ruhe und arbeitet meist zufriedenstellend.Dort hat er aber auch den nötigen Druck:Keine Hausaufgaben = kein Spielen.Trotzdem schafft er es immer wieder HA zu unterschlagen,indem er sie einfach nicht aufschreibt e.c.t.Nicht immer bin ich in der Lage alles zu kontrollieren.Ich bin meiner Meinung nach nicht ausreichend informiert worden,über den Mißstand.Nun frag die Lehrerin scheinheilig,ob mein Sohn denn überhaupt genug Möglichkeiten hat,die Übungen zu Hause nachzuholen,wo ich doch so viel Anderes am Hals habe.(Sie kennt meine äußerst schwierige Situation)Ehrlich gesagt,bin ich das Gerede leid!Ich denke es bringt nicht viel.Ich mache das jetzt nur noch schriftlich,dann ist es beweisbar!Ich bin derart genervt und ausgelaucht,dass es für mich einfacher ist,meinen Sohn hier zu Hause jetzt da durchzuziehen ,als mich erneut immer wieder mit der Lehrerin zu reiben.Ich weiß,dass viele Eltern denken,wie ich,aber nicht alle die Möglichkeit haben,ihre Kinder zu unterstützen.Dann heißt es die Kinder sind dumm oder die Eltern kümmern sich nicht.Ich werde mir von der Lehrerin mal schriftlich geben lassen,warum mein Sohn angeblich nicht alle Übungen gemacht hat.Richtig hat sie sich dazu nämlich nicht geäußert.Mein Sohn meint,er habe alles und die Lehrerin habe immer gesagt,es sein gut so.Wie soll er jetzt verstehen,dass ER keine Schreibschrift schreiben darf.Ich denke eben auch,dass es sich hier nur um Prinzipienreiterei handelt.Ich fühle mich von der Schule reichlich genervt,weil wir ausbaden müssen,was die Schule nicht mehr schafft.Solche Probleme hatte ich mit meinen anderen sechs Kindern nicht.
Heute habe ich weitere Wörter mit meinem Sohn erarbeitet und schreiben geübt und festgestellt,wie gut er lernen kann.Ich versuche nun ihn anzuspornen,es der Lehrerin zu zeigen,wie gut er ist-weil sie doch immer behauptet,er könne es nicht.Aber es nervt und ich mach es nur,weil ich will,dass aus meinem Sohn was wird-nicht um die Lehrerin zu entlasten.!Ich werde weiter berichten.Gruß Achtermama

Minniemaus

Beitrag von Minniemaus » 30.05.2007, 21:35

hallo Achtermama,

mal ´nen direkten Gruß um die Ecke schick :hallo:

hast du die Möglichkeit dich auch mit anderen Grundschulen innerhalb deines Ortes über die Art und Weise des Schreibenlernens in der Grundschule auszutauschen?

Ich weiß ja nicht, ob du nun etwas außerhalb und ländlich wohnst oder direkt im Stadtkern, und wenn alles nichts hilft (denke da auch an ein Gespräch mit dem Rektor/Wechsel in die Parallelklasse) evtl. auch noch mal über einen Schulwechsel nachzudenken.....denn mitunter hat dein Sohn in fast allen Fächern diesselbe Lehrerin und hat es dadurch zusätzlich schwerer...

Sieh mal: allein der Unterschied, dass meine Töchter verschiedene Schreibschriften erlernt haben, liegt allein schon an der Ortswahl (verschiedene Grundschulen), obwohl die Orte auch nur ca. 10 km auseinanderliegen...(quasi auf halben Weg in deine Richtung ;) )

Meine Kinder, egal ob die Große oder die Kleinere, haben von jeher ein Hausaufgabenheft geführt in das alle Hausaufgaben hineingeschrieben wurden und bei nicht gemachten Hausaufgaben auch Notizen/Nachrichten seitens der Lehrer bzw. von mir hinein geschrieben wurden....so war eher ersichtlich, ob die Mäuse "geschummelt" hatten oder nicht....

Eine Frage, die ich noch hätte: besucht dein Sohn eine Grundschule mit oder ohne Betreuung (entweder 8-1 oder OGATA)?

meol

Beitrag von meol » 31.05.2007, 07:25

Wenn mein Sohn so nachlässig mit den Hausaufgaben wäre, würde ich die Hausaufgaben im Hausaufgabenheft eine Zeit lang von der Lehrerin abzeichnen lassen, damit diese korrekt aufgeschrieben sind.
Gruß, meol

Achtermama

Beitrag von Achtermama » 01.06.2007, 09:50

Hallo Minniemaus und meol,mein Sohnemann besucht ne Dorfgrundschule in der es die Ganztagsbetreuung nun auch gibt.Die kann ich mir leider nicht leisten.Die Väter zahlen unregelmäßig und der Vater der beiden Kleineren hat bis vor Kurzem fast gar Nichts gezahlt.Jetzt bekommen wir den hälftigen Unterhalt.UVG ist ausgelaufen-Prozess gewonnen-Teilpfändung-das ganze Programm und Schulden...Geld ist also immer knapp,da schaffe ich es nicht 2x 60-70Euro aufzubringen.Ein HA-Heft führen wir,aber er findet immer wege:Nicht aufschreiben,weil angeblich keine Zeit mehr oder einfach verbummeln.Nun ist was komisches passiert.Ich bat die Lehrerin meinem Sohn die angeblich so wichtigen Arbeitsblätter mitzugeben und er fragte danach.Da meinte sie,wenn er schon so gut geübt habe,könne er es ja mal versuchen mit der Schreibschrift,aber Blätter gab sie ihm nicht mit.Als er nocheinmal danach fragte,meinte sie:Ja ,könnte ich mal machen-aber Blätter bekam er nicht :rolleyes: wunder???????Was soll das jetzt?Ich krieg die Krise!Ich schrieb ihr,sie möge ihn nun ab sofort nur noch Schreibschrift schreiben lassen,egal ob er nun will oder nicht,denn nun stellt Sohnemann sich stur und will gar nicht mehr Schreibschrift schreiben.Tatsache ist aber,dass seine Druckschrift abgehackt und schlecht leserlich ist.Das Problem mit dem Abstandhalten bei den Wörtern haben wir auch.Unsere Kinder werden als Versuchskanninchen mißbraucht.Ich setz`mich jetzt durch-mir reichts!!!Das ist genau das Gleiche Theater wie mit der VA-Schrift!Es gibt keine Beweise,dass diese Schrift leichter ist und wannimmer ich Kinder diese Schrift üben sehe,sehe ich das es bei weitem nicht so flüssig ist,wie die Schrift,die wir ,mit viel Schwungübungen,lernen mußten und gut gelernt haben.Mein Schwiegervater meint,das sei alles Absicht:Wenn Alles bleibe wie es war,hätten die Schulbuchverlage zu wenig Nachfrage.Es müssen alle paar Jahre neue Formen und Bücher her,damit die Wirtschaft was zu tun hat.Langsam glaube ich das auch.Wenn man bedenkt was da alles hintersteckt an Forschung und Veränderung,die Geld kostet!Genau wie mit der Rechtschreibreform:Wer hat sie denn wirklich gebraucht?Also, ich nicht!Gruß Achtermama(Hey Miniemaus:Meine Tochter wohnt in Xanten-im "Pesthäuschen" an der Sparkasse :-) )

Minniemaus

Beitrag von Minniemaus » 01.06.2007, 23:51

Achtermama hat geschrieben:(Hey Miniemaus:Meine Tochter wohnt in Xanten-im "Pesthäuschen" an der Sparkasse :-) )
Hallo Achtermama,

ist das nicht das, wo der "komische" Metallvogel steht, direkt am großen Parkplatz und der Baum vor der Türe nach dem Sturm abgeknickt war? Ach, ich frage am Montag meine Kids, die kennen sich hier schon besser aus als ich....(sind grad beim Papa in Sonsb.)

Dann habe ich deine Tochter möglicherweise schon gesehen.. :D Braune Haare? Im Nacken etwas länger?
Ich selber wohne nahe am Schulzentrum....

Wenn ich bei dir richtig lese, dann bist du auch eine AE-Mama? Hör mal, wenn Betreuungsgeld für die OGATA zu teuer, dann frag doch mal beim Jugendamt nach Kinder-und Jugendhilfegesetz nach § 22-24 für Kostenübernahme...
Hier für den Kreis Wesel sind die Beiträge nach Einkommen gestaffelt, Mittagessen ausgenommen, aber für den Klever Kreis weiß ich das nicht....

Noch ein Tip: wenn Geld knapp und kein ALGII fließt dann unbedingt einen Antrag auf Wohngeld und Kinderzuschlag stellen, und wenn es nur einen minimalen Teil gibt....

Achtermama

Beitrag von Achtermama » 04.06.2007, 12:08

Hallo Minniemaus,hm ob da ein Metallvogel steht weiß ich nicht und von einem umgeknickten Baum hat sie nichts erzählt.Es ist das kleine Häuschen,das mitten zwischen zwei Einfahrten steht,neben der Sparkasse am Kreisverkehr.
Wohngeld bekommen wir 34.-,weil das Gehalt meines Freundes voll angerechnet wird obwohl er noch Unterhalt an Frau und Kind zahlt.Kindergeldzuschlag bekommen wir nicht,weil das Geld was ich für meinen Unterhalt habe nicht ausreicht ,um meinen Bedarf zu decken.Dann hat man keinen Anspruch.Ich müßte also erst mal noch soviel dazuverdienen,dass ich das Minimum meines eigenen Bedarfs habe um Anspruch zu haben.Unser Geld ist so knapp,weil ich Schulden abzahlen muß und nicht für 4000Euro Schulden eine Privatinsolvenz machen will.Schulden werden aber nicht berücksichtigt.Also haben wir nach Aussage der Ämter genug Geld zum überleben-wohlbemerkt zum Überleben,nicht zum normal leben.Also kann ich mir das mit der Ganztagsbetreuung auch abschminken und ob das soviel besser für die Kinder ist,weiß ich auch nicht.Es käme auf einen Versuch an.
Mal sehen was noch kommt.Gruß Achtermama

Minniemaus

Beitrag von Minniemaus » 04.06.2007, 22:39

Minniemaus hat geschrieben: Wenn ich bei dir richtig lese, dann bist du auch eine AE-Mama? Hör mal, wenn Betreuungsgeld für die OGATA zu teuer, dann frag doch mal beim Jugendamt nach Kinder-und Jugendhilfegesetz nach § 22-24 für Kostenübernahme...
Hier für den Kreis Wesel sind die Beiträge nach Einkommen gestaffelt, Mittagessen ausgenommen, aber für den Klever Kreis weiß ich das nicht....
Hallo Achtermama,

das ist natürlich blöd, wenn du mit deinem Freund zusammenlebst, dann kappt das Amt als erstes die finanzielle Grundlage für eine Bedarfsgemeinschaft, der AE-Mehrbedarf fällt weg und bei dir auch noch die LSt-Kl. 2, weil du aufgrund deines Freundes nicht mehr "offizielle" AE bist....

Obiges "Zitat" solltest du trotzdem ausprobieren...denn, erstens bekommt dein Sohn dadurch den "nötigen Rahmen" für die Hausaufgaben, denn da machen alle gleichzeitig die Hausaufgaben..(ist bei meiner Tochter auch von Nöten, da sie zu Hause gerne "alles in weite Ferne schiebt" :ja: ) zum anderen hättest du eher die Chance dich wegen Arbeit umzuschauen, vorrausgesetzt, dass dein Sohn der derzeit jüngste Spross ist....(bzw. das jüngste Kind wenigstens im Kiga untergebracht)

Ich habe heut vergessen die Kids zu fragen, werde es aber noch nachholen..dann bin ich "optisch im Bilde"....

Minniemaus

Beitrag von Minniemaus » 05.06.2007, 16:31

Huhu Achtermama,

nun habe ich es. :) . Das Pesthäuschen ist das braune Häuschen an der Sparkasse, während das andere ein kleines weißes Türmchengebäude ist :D

Wenn "Einheimische" sich zuhause zum "Touristen" entwickeln.... :lach:

Achtermama

Beitrag von Achtermama » 10.06.2007, 11:33

Juhuu-ja Das ist es.In unserer Schreibschriftsache hat sich jetzt auch was ergeben.Bis heute hat mein Sohn von der Lehrerin keine Übungsblätter bekommen,hihi-komisch,oder.Naja,jedenfalls habe ich,um der Diskussion ein Ende zu bereiten,die Lehrerin gebeten,mich in meinen Bemühungen,meinem Sohn die Schreibschrift näher zu bringen,doch bitte unterstützen soll,statt jetzt alles noch unnötig kompliziert zu machen.Sie meinte dann es sei wohl eher der Druck von zu Hause,also von mir,das der Junge es lernen soll,denn laut Schule könne er ja weiterhin Druckschrift schreiben.Ja,sagte ich ,natürlich.Mein Sohn ist mit zwei anderen Kindern der Einzige,der noch Druckschrift schreiben solll und fühlt sich deshalb als Außenseiter,zumal ER ja sagt,er kann die Schreibschrift.Ich möchte nicht dass mein Sohn Außenseiter ist und ich will das er zum 5.Schuljahr flüssig Schreibschrift schreibt.Dafür braucht er jetzt die Übungszeit der letzten eineinhalb Jahre-Basta!!!Sie meinte,er solle erst mal "richtig"schreiben üben ,bis er dann die Schreibschrift kann.Ich meinte,es gibt tausende von Erwachsenen ,die nicht richtig Rechtschreiben können,aber alle können die Schreibschrift.Und weil ich die Schreibschrift als leichter und flüssiger sehe,wird sich mein Sohn erst dann auf die Richtigkeit der Wörter konzentrieren können,wenn ihm das Schreiben ansich,leichter von der Hand geht und er sich nicht mehr auf die einzelnen Buchstaben und Abstände konzentrieren muß.Dies schien ihr einzuleuchten oder sie hat einfach meiner Hartnäckigkeit klein beigegeben.Egal:Sie wollte die Übungen von Mario einsehen, um zu sehen wo noch Schwächen sind......naja!Aber mein Sohn darf jetzt Schreibschrift schreiben*freu! Gruß Achtermama

Denise

Beitrag von Denise » 10.06.2007, 23:59

hallo achtermama,

ich kenne diese probleme auch. in der schule meines sohnes gab es damals allerdings kostenlose förderstunden für die kinder, denn nicht alle haben das gleiche lerntempo.

manche schreiben eben lieber langsam und genau.

ich hab auch viel üben müssen, die lehrerin hat das einfach erwartet! zum glück war ich zu hause, weil wir es besser machen wollten...würde zu weit führen, alles zu erklären...

ich finde diesen leistungsdruck auch schlimm-die kinder verlieren jeglichen spass!

denise

Achtermama

Beitrag von Achtermama » 15.06.2007, 22:50

Ich finde eigentlich am schlimmsten,dass gar nicht mehr soviel geschrieben oder von der Tafel abgeschrieben wird.Angeblich fehlt dafür die Zeit.Deshalb müssen WIR zu Hause ran.Warum fehlte sie früher nicht?Heute gibt es alles auf copierten Blättern,die wir auch noch bezahlen müssen und den Kinder fehlt die Übung.Zusätzlich denke ich,das das fast gar nicht mehr abschreiben von der Tafel einer der Gründe ist warum Kinder das "sich-konzentrieren" nicht mehr üben und lernen.Stress ist heute eigentlich alles,was mit der Schule zusammenhäng.Für mich jedenfalls,nach 23Jahren Kindererziehung.LG Achtermama

meol

Beitrag von meol » 16.06.2007, 21:52

Bei uns gab es sicher auch viele kopierte Blätter, Übungshefte, usw., was aber sicher nicht hieß, dass die Kinder nichts mehr abschreiben mussten.
Ich denke, dass liegtdann an der Lehrerin.
Gruß, meol

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