Für die Hundebesitzer unter uns =)))))))

Schnurrt die Katze durchs Haus? Will der Hund spielen? Hase & Co. knabbern vergnügt am Rasen? Glückliche Pferde, Kühe oder Hühner begrüßen euch? Hier kommen Tierfreunde zu Wort.
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Margó

Für die Hundebesitzer unter uns =)))))))

Beitrag von Margó » 10.01.2007, 08:33

Auch Hundebesitzer können aus Fehlern lernen!

Liebe Mitmenschen, die ihr keine Hunde habt UND (ich betone UND) diese auch nicht leiden könnt!
Ihr habt ja so Recht!

Was sind wir Hundebesitzer nur für ein schreckliches Volk?
Und zwar alle. Egal, ob Dackelbesitzer, Kampfhund,- Mischlings, Doggen- oder Mopsbesitzer.
Wir sind alle schlechte Menschen und schlechte Menschen haben keine guten Hunde.
Und ja: unsere Hunde haben Zähne, also sind sie böse!

Es tut mir so leid! Ich möchte mich entschuldigen und euch mitteilen, dass ich aus meinen Fehlern gelernt habe:

1. Ich werde mich nie wieder auf einem öffentlichen Waldweg aufhalten, wenn ihr, liebe Fahrradfahrer, diesen benutzen möchten. Dabei finde ich es völlig in Ordnung, wenn ihr nicht klingeln, nicht bremsen, geschweige denn eine kleine Kurve um mich und meinen Hund herum fahren wollt. Der Wald gehört Euch!

2. Ich werde nie wieder einem schlecht gelaunten Rentner widersprechen, der mich mit übelsten Schimpfworten belegt, weil ich einen Hund habe (der an der Leine neben mir läuft und den Rentner nicht mal angeatmet hat!). Rentner dürfen das. Rentner müssen auch nicht grüßen, schon gar keine Hundebesitzer.

3. Ich finde es völlig in Ordnung, wenn im Sommer Heerscharen von Menschen in die Naherholungswälder einfallen und dort ungehemmt ihre Notdurft verrichten. Menschen dürfen das. Ich erkläre meinem Hund, dass es unfein ist, menschliche Hinterlassenschaften in der Nähe des Wegesrandes aufzuspüren. Menschen finden das ekelig! Nur Hundebesitzer müssen Kottüten bei sich tragen.

4. Liebe Mütter! Natürlich dürft ihr Euren Kindern im Wald die Windeln wechseln. Das ist ja auch völlig legal. Bei all den mütterlichen Pflichten ist es wirklich auch zuviel verlangt, die Windeln in die nächste Mülltonne zu werfen. Werft sie ruhig in die Büsche. Dann frisst mein Hund eben heute mal frisches Baby-Häufchen. Das bringt Abwechslung auf den Speiseplan!

5. Liebe Mitmenschen, die ihr so romantisch in freier Natur grillt. Ist er nicht herrlich, unser Rhein? Man kann sich an seinen Ufern so wunderbar erholen. Natürlich ist man danach viel zu müde, um seinen Müll wieder mitzunehmen. Das ist ja völlig verständlich! Nicht wahr, liebes Ordnungsamt? Da kneift man gerne mal ein Auge zu. Mein Hund, der dankenswerter Weise ja am Rhein ohne Leine laufen darf (Danke, Danke! Danke!) kann sich nie entscheiden, ob er zuerst in eine zertrümmerte Bierflasche treten oder an Euren Grillresten ersticken soll!

6. Liebe Jogger, natürlich habt ihr Recht. Im Wald muss man nie mit unvorhersehbaren Dingen rechnen. Im Wald dürfen weder Kinder, langsame ältere Menschen, noch Hunde Euren Weg kreuzen und euch nötigen, euer Tempo zu drosseln oder einen kleinen Ausfallschritt zu machen. Der Wald gehört Euch! Wir Hundebesitzer können unseren Hund ja auch einfach auf einem Laufband im Wohnzimmer Bewegung verschaffen!

7. Ich erwarte nie wieder, dass man höflich Danke sagt, wenn ich meinen Hund am Wegesrand ins Platz lege, damit eine Riesengruppe laut klappernder Nordic Walker ungestört ihres Weges ziehen kann. Nordic Walker müssen nicht Danke sagen. Niemand muss Danke zu mir sagen. Ich bin ein Hundebesitzer!

Liebe Mitmenschen, ich habe meinen Hund ausgebildet und ihm Gehorsam beigebracht, damit er im Wald nicht atmet, wenn sich uns ein Nicht-Hunde-Mögender-Mensch nähert.
Ich habe meinem Hund beigebracht, liegen zu bleiben, wenn eine ängstliche Person sich uns nähert, damit wir anschließend beschimpft werden.
Ich nehme gerne Rücksicht auf meine Mitmenschen, ohne ähnliches zurück zu erwarten!
Und noch eins: Liebe wohlwollende Rentner und Hunde-Mögende Mitmenschen! Ich weiß, dass es Euch gibt. Vereinzelt habe ich Euch auch schon getroffen. Gerne würde ich mich öfter mit euch unterhalten und mein Hund mag es, wenn ihr ihn streichelt. Leider sind wir immer auf der Flucht! Nehmt es uns nicht übel, wenn wir uns andauernd hinter irgendwelchen Büschen verstecken. Verratet uns nicht! Wir sind illegale Waldbesucher!

Danke!


Bestimmt haben wir irgendwann Frieden, wenn wir uns nur tief genug ducken. Entschuldigung, dass ich noch über der Grasnabe krieche!

Estrella

Beitrag von Estrella » 10.01.2007, 11:44

Traurig aber wahr :cry:

Am meisten ärgere ich mich über Radfahrer - kein Klingeln, kein Drosseln der Geschwindigkeit, denn Fußgänger haben ja hinten Augen und sehen jeden, der sich schnell nähert.

Mit Joggern, Nordic Walkern und älteren Menschen habe ich bisher nur positive Erfahrungen gemacht. Die bedanken sich, wenn man die Hunde ins Sitz oder Platz bringt und wartet, bis sie vorbeigegangen sind. Manche bleiben sogar auf ein Schwätzchen stehen.

Aber die Verunreinigung des Waldes durch den Menschen ist echt eine Katastrophe. Ich wohne bei so einem Naherholungsgebiet und am Wochenende kann man dort gar nicht mehr spazieren gehen, so überlaufen ist es und der Müll ist furchtbar. Da bringen Leute Brot mit, um die Enten zu füttern und lassen dann die Plastiktüte liegen, weil kein Mülleimer in der Nähe ist, usw.....

Nadine75

Beitrag von Nadine75 » 10.01.2007, 12:01

Oh ich (per Rad) habe mit Hundis und Herrchen das ganze Jahr über ausschließlich tolle Erfahrungen gemacht.
Richtig tolle erzogene Hunde bis auf einen.
Den einen klammere ich aber ein wenig aus, denn er war noch jung und unerzogen und ist dem Herrchen davongelaufen und uns vor die Räder.

Ein *Dankeschön* bei den Hunden und Herrchen ist für mich selbstverständlich.
:)

Nadine75

Beitrag von Nadine75 » 10.01.2007, 12:08

3. Ich finde es völlig in Ordnung, wenn im Sommer Heerscharen von Menschen in die Naherholungswälder einfallen und dort ungehemmt ihre Notdurft verrichten. Menschen dürfen das. Ich erkläre meinem Hund, dass es unfein ist, menschliche Hinterlassenschaften in der Nähe des Wegesrandes aufzuspüren. Menschen finden das ekelig! Nur Hundebesitzer müssen Kottüten bei sich tragen.
..die dann leider in der Wiese liegen.
Auch nicht das Gelbe vom Ei.

Hunde pissen übrigens ebenso in den Wald wie auch Menschen.
Da sagt ja auch keiner was.
Beim Häufchen, welches Menschen in der Regel nicht im Wald machen, ist es denn doch was anderes.

So, nun die versprochene Geschichte mit dem Hundekot!
Es hat etwas länger gedauert, aber ich wollte ja keinen Mist schreiben.
Durch Hundekot können Viren, Pilze, Parasiten und Bakterien übertragen werden.
Bei Viren und Pilzen besteht, nach dem heutigen Stand der Wissenschaft, keine Gefahr für Mensch und Tier.
Bei Parasiten können Eier von Spülwürmern (Larva migrans visceralis) durch orale Aufnahme aufgenommen werden. Häufig auf Spielplätze und Sandkästen. Der Verseuchungsgrad auf Spielplätzen ist hoch. Sandkästen bieten für die Eireifung und Überleben der Larven gute Bedingungen. Embryonierte Eier bleiben über Monate infektiös.
Häufig betroffen sind Kinder, hier kann es zu Fieber, Leibschmerzen, Husten und asthmatische Beschwerden kommen.
Echinokokken, auch hier orale Aufnahme der Bandwurmeier, die vom Endwirt mit den Proglottiden im Kot ausgeschieden werden. Infektionswege hier ausreichend sind kontaminierte Lebensmittel, Einatmen und Verschlucken hochgewirbelter Eier und verschmierte Hände. Erste Lokalisation der Parasiten ist in den meisten Fällen die Leber. Der Verlauf ist nicht vorhersehbar. Die Infektion ist immer als lebensgefährlich anzusehen, wobei die Prognose vom Stadium anhängig ist.
Dann gibt’s noch bei den Parasiten Giardia (Einzeller) hier gibt es "nur" Durchfall.

Bei Bakterien können Salmonellen aufgenommen werden. Die Infektion des Menschen mit Salmonellen erfolgt in erster Linie auf oralem Weg entweder direkt durch Verzehr oder indirekt durch Kontakt (Schmutz- und Schmierinfektion) mit kontaminierten Lebensmittel. Es kommt zu plötzlichem Erbrechen und Übelkeit sowie zahlreichen, wässrigen, faulig riechenden Stuhlentleerungen.
Die Yersinien sind sehr selten, können wir vergessen.
Die Campylobacter spp. hier die C. jejuni und C. coli . Die Infektion erfolgt auch hier in erster Linie auf oralem Weg, entweder durch Verzehr von kontaminierten Lebensmitteln, z.B. Äpfel unter dem Apfelbaum oder sonstige kontaminierte Lebensmittel. Hier kann eine akut verlaufende Entritis entstehen. Fieber bis 40 Grad, Schüttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen, Schwindelgefühl und Abgeschlagenheit. Weiter kann Meningitis, Peritonitis, Harnwegsentzündungen , Abort und Sepsis entstehen.

Dies alles ist natürlich für Kleinkinder und ältere Menschen noch gefährlicher. Auch Menschen die schon geschwächt sind haben große Probleme.
Übrigens auch Kleintiere (Kälber usw. auf Weiden) sind betroffen.

Ich will hier nicht den Teufel an die Wand malen, aber wissen die Hundebesitzer überhaupt was IHR Hund da hinterläßt? Ich glaube die wenigsten wissen es, da sie einfach und ungeniert ihr Hund hin scheißen lassen wo sie gerade sind. Nun kann man vielleicht auch verstehen warum Schilder, Hundkottaschen und was weiß ich noch alles gibt.

Viele weitere Infos zu den Krankheiten gibt es in dem Buch: Zoonosen von u.a. H. Krauss. Deutscher Ärzte-Verlag
Das aus einem anderen Forum.
Ich habe das vorher auch nicht so genau gewußt und habe große Augen gemacht.
Das ist nicht mal gegen Hunde und ihre Besitzer, sondern tatsächlich nicht ganz so dolle wenn der Hundekot da so liegt.

inna

Beitrag von inna » 10.01.2007, 13:41

Auch angesichts des ernsten Hintergedankens habe ich amüsiert beim Lesen vor mich hin gekichert. Das ist doch mal eine wirklich humorige Auseinandersetzung mit diesem Thema, bei der der Hundebesitzer selbstbewusst und deutlich auf die Doppelmoral aufmerksam macht, die ihm tagtäglich begegnet, ohne weinerlich und selbstmitleidig dabei rüber zu kommen!

Hast du das selbst verfasst, Margó?

Viele Grüße, inna

Jaime

ich kenne solche und andere

Beitrag von Jaime » 10.01.2007, 14:04

wie überall im Leben gibt es solche und andere Typen

Zuhause beobachtete ich tgl. ein Jeep Auti, das uhrgenau neben unserer Wiese hielt, der Hund durfte eine Runde sich auskacken... Nun, das Grünfutter wird vom Bauern geerntet, die Kälber und Kühe gehen daran ein. Die ganze Nachbarschaft regte sich nun darüber auf.
das nützt doch gar nix, ich ging hin und habe das ganz sachlich vorgetragen, auch mit dem Hinweis, dass so etwas bei Anzeige 10 000 e kostet, sein Nummernschild fest im Auge..er kam nie wieder.

Rentner, die Hunde und Hundehalter beschimpfen? denen wünscht man doch richtig mal einen Hundebiss in den feisten Hintern

Sprecht die lieben Mitmenschen doch einfach an, die meisten sind einsichtig, tragt den Müttern freundlich die Windelpakete nach... vergessen ?, macht einfach Fotos von Natursündern und Entenfütterern, die meisten sind so richtige Hasenfüße, habe ich schon festgestellt. Obrigkeitseinknicker und Speichellecker...

sagt scheissfreundlich denen Euere Meinung,,, es wirkt, wirklich
lg jaime :D

Kehua

Beitrag von Kehua » 10.01.2007, 18:46

schön und treffend geschrieben!

ich erlaube mir einen kleinen zusatz:

8. liebe eltern, vor allem mütter, ein hund der neben seinem herrchen / frauchen sitzend wartet bis ihr mit den kids vorbei seid, ist deshalb noch lange kein schmusetier! natürlich habe ich als hundebesitzer kein recht eure kinder von meinem hund fernzuhalten.



und damit mein einwand nicht falsch verstanden wird, noch den kleinen hinweis:
wir sind grundsätzlich und ausschließlich im freien gelände oder wald unterwegs, gehen nie freiwillig in die nähe von kindern!

Margó

Beitrag von Margó » 11.01.2007, 18:20

Liebe Inna 2

nein, leider habe ich für solch nette Texte nicht die Fantasie.

Diesen TeXt hatte ich mir mal vor längerem aus einem anderen Forum gespeichert, und er ist mir wieder in die Hände gefallen.
Da ich ihn gut fand, dachte ich mir, ich lasse euch teilhaben. ;D


Liebe Nadine,
Zitat:
Hunde pissen übrigens ebenso in den Wald wie auch Menschen.
Da sagt ja auch keiner was.
Beim Häufchen, welches Menschen in der Regel nicht im Wald machen, ist es denn doch was anderes.



Leider konnte ich meinen Hunden es noch nicht beibringen auf die Toilette zu gehen, was man jedoch von Menschen erwarten kann. Es ist nämlich nicht schön, wenn man um die Ecke kommt, und da hockt, oder steht einer am Baum. Ich finde es peinlich für beide Seiten.Gegen Notdurft will ich ja garnichts sagen.

Bei uns liegen leider regelmäßig menschliche Exkremente im Wald, die ich daran erkenne, da sie einem Hund leider munden, und das nicht sehr angenehm ist. (Dann ist H2o2 Zahnpflege angesagt). Wogegen ich dann auch schon wieder sage, gut wenn derjenige Darmprobleme hat, aber ein normalen Stuhl kann ich auch zu Hause verrichten.

Gast

Beitrag von Gast » 11.01.2007, 22:12

Liebe Margó,

es passt einfach alles!

Uns ist mal folgendes passiert:
Wanderung im Brohltahl, aus dem Dorf heraus, weit und breit keine Straße, nur Felder und am Horizont ein kleiner Wald. Wir waren ganz alleine unterwegs. Hinter uns und unserem nicht angeleinten, aber in unserer Nähe laufendem Hund ein Rentner mit Stock, in einem Affenzahn auf uns zu. Er rief dauernd etwas, was wir aber nicht verstanden. Er wirbelte mit dem Stock, wir dachten, er wollte uns irgendwas sagen und sind stehen geblieben.

Er fuchtelte wild mit dem Stock rum und beschimpfte uns als Städter, die mit ihren Kötern in die Dörfer kommen, damit sie dort alles vollschei..... Er steigerte sich immer mehr in seine Aussprüche hinein, schrie richtig. Als er mal Luft holte, haben wir versucht, ihm klar zu machen, dass dort nur Felder und Wiesenränder seien, der Hund also durchaus frei laufen könnte. Außerdem habe unser Hund weder im Dorf noch auf dieser Strecke einen Haufen gemacht. Er schrie uns an, den Drecksköter wolle er erschlagen. Da sind wir zu zweit unheimlich laut geworden und waren auch nicht mehr höflich!

Was bilden sich solche Leute eigentlich ein?

Nadine75

Beitrag von Nadine75 » 12.01.2007, 12:05

Leider konnte ich meinen Hunden es noch nicht beibringen auf die Toilette zu gehen, was man jedoch von Menschen erwarten kann.
Du kannst aber Tüten mitnehmen und den Dreck mitnehmen.

Wenns nicht grad so flüssig ist, dürfte man das vom Hundebesitzer auch erwarten.
Das ist aber auch noch zu viel verlangt bei uns am Schwanenteich.
Die Tüten liegen in der Wiese -bei uns- mit dem Häufchen drin.

Bei Urin habe ich kein Problem.
Weder bei Mensch noch bei Tier.

Margó

Beitrag von Margó » 12.01.2007, 18:06

Liebe Nadine,

ich gehöre zu den Menschen, die sogar versuchen, ihren flüssigeren Hundedreck mitzunehmen. Und die Tüten entsorge ich dann in einer Tonne oder einem Abfallbehälter. Mir ist klar, dass das nicht jeder macht, was leider auch auf die zurückfällt, die es tun. Auch ich finde es nicht nett, wenn ich in Hundekot stehe :/

Charlie

Beitrag von Charlie » 17.01.2007, 19:35

Toller Beitrag, Margo.
Als Hundebesitzer hättte ich noch einen kleinen Zusatz:

" Auch wenn ich mit meinem weichen Fell so richtig knuffig aussehe, möchte ich nicht von jedem gestreichelt werden, der meinen Weg kreuzt.
Stell Dir vor, bei Dir würde jeder auf dem Kopf und im Gesicht herumtatschen, da würdest Du doch die Krise kriegen.
Ich gebe schon Bescheid, wenn ich schmusen will, es ist ja nicht so, daß ich gar keine Liebe brauche.

Es grüßt Euch Charlie

Margó

Beitrag von Margó » 18.01.2007, 12:55

Danke Charlie, da muss ich dir recht geben.
Den es ist wirklich so, viele tatschen einen Hund einfach an, ohne zu fragen. Meistens sage ich immer, vorsicht, nicht anfassen, der beisst ;)

Gast

Beitrag von Gast » 22.03.2007, 10:59

Hallo Margó,

wirklich sehr treffend dieser Text, besonders was zwischen den Zeilen steht. :D

Moni

Beitrag von Moni » 23.03.2007, 14:42

Hallo Margo`,

...Du sprichst mir aus der Seele! Auch wenn ich das große Glück habe, weit draußen auf dem Lande zu wohnen, und seltener mit diesen Problemen konfrontiert werde.
Ich habe viel mit Menschen und ihren Hunden zu tun. Da kriegt man schon so manches mit.

Leider gibt es aber auch echt blöde Hundebesitzer, nämlich die, die es nicht nötig haben ihren Hund vernünftig zu erziehen und die Hinterlassenschaften zu beseitigen, das wissen wir alle. Egal welche Gruppen man betrachtet, ob Jogger, Hundebesitzer oder Entenfütterer, es sind immer einige dabei, die sich total daneben benehmen!

Gruß
Moni

SweetCake

Beitrag von SweetCake » 14.04.2007, 22:14

Oh ja, wie oft hab ich das auch schon erlebt... Man will den Spaziergängern/ Nordic-Walkern/ Rentnern/ Hundehassern/ Fahrradfahrern und sogar Reitern einen gefallen tun und erntt nur böse oder hochnäsige Blick, nicht selten rümpfen die Leute die Nase und laufen mit voller Absicht einen Bogen um uns...

Leid tut mir auch, dass die Pfoten meinees Hundes schon mehrmals genäht werden mussten, weil er am Wegesrand/ in Bächen und Teichen auf abgebrochene Flaschenteilchen getreten ist...

Mich macht das auch wütend, vor allem diese blöden Pferdebesitzer, die einen von obn herab ansehn und man immer nur denkt:" Hätte das pferd im Galopp nur einen falschen Schritt geemacht, hätt es meinen geliebten Hund totgetrampelt!"
Hunde sind auch Lebewesen, doch der selbstgefällige Mensch sieht sich heutzutage nichtmal mehr selber als Tier an...

bienchen

Beitrag von bienchen » 14.04.2007, 23:29

Mich macht das auch wütend, vor allem diese blöden Pferdebesitzer, die einen von obn herab ansehn
Ups, Keks, wo gehst du spazieren?
Ganz im Ernst, wir haben auf Spaziergängen mit unserem Hund noch nie negative Erlebnisse mit Reitern gehabt.
Im Gegenteil, Hund ranrufen, Fuß gehen lassen und Reiter kann vorbei.
Fast alle Reiter grüßen und ich möchte nicht wissen wie viele negative Erlebnisse die Reiter mit uneinsichtigen Hundebesitzen und deren vielleicht unerzogenen Hunden haben.
Ein Hund der sich nicht abrufen läßt und dann eventuell hinter einem Pferd herjagt ist nicht gerade witzig.

Auch hier darf man nicht verallgemeinern.

Es gibt solche und solche.

Und wie man in den Wald reinruft so schallt es zurück.

Birnchen

Beitrag von Birnchen » 15.04.2007, 10:30

Hallo,

ich melde mich mal als ehemalige Reiterin. Wir hatten oft Probleme mit Hunden. Die liefen frei im Wald rum und sind plötzlich vor dein Pferd gesprungen. So was dann? Pferd scheut, Hund bellt, Mensch muss aufpassen, dass das Pferd nicht über den Hund rennt und irgendwann kommt mal der Hundebesitzer und ruft endlich seinen Hund bei. Und wird dann noch pampig, dass das Pferd den ganzen Waldweg braucht, weils "tänzelt"

Gut, es gibt auch andere. Die haben ihren Hund beigerufen, wir haben das Tempo reduziert und uns gegrüßt.

Aber ich weiß nicht wie oft ich Probleme mit einem nevösen Pferd hatte, weil irgendwelche Hunde vor meiner Nase rumgetanzt sind.

Viele Grüße, Johanna

SweetCake

Beitrag von SweetCake » 15.04.2007, 11:23

Nein, also so ganz ist das nicht. Wenn ich sehe es kommt ein Pferd, dann nehme ich den Hund rechtzeitig an die Leine. Und dennoch werden wir fast niedergemäht, auch am Rand. Mein Hund lief nie bellnd hinter einem Pferd her...
Und an ganz eigenartigen orten gehe ich auch nicht spazieren, nur habee ich das Pech, dass hier in der Nähe mehrere Pferdeställe sind.
Zudem will ich das gar nicht verallgmeinern, aber gute Erfahrungen habe ich leider noch nicht gemacht.

bienchen

Beitrag von bienchen » 15.04.2007, 16:50

Hallo Keks

Ich wollte dich gar nicht persönlich angreifen, ich hoffe es nicht so bei dir angekommen. :)

Deine fast auschließlichen negativen Erfahrungen bei deinen Begegnungen mit Reitern tun mir leid.

Vielleicht bist du tatsächlich in einer Ecke gelandet, in der es nur von eingebildeten und rücksichtslosen Reitern wimmelt. :/

Aber dann kann es ja nur besser werden! :ja:

Birnchen

Beitrag von Birnchen » 15.04.2007, 17:02

Hallo,
SweetCake hat geschrieben: Leid tut mir auch, dass die Pfoten meinees Hundes schon mehrmals genäht werden mussten, weil er am Wegesrand/ in Bächen und Teichen auf abgebrochene Flaschenteilchen getreten ist...
das an sich ist auch schon eine unverschämtheit. Aber leider liegt ziemlich viel Müll im Wald rum.
SweetCake hat geschrieben: Mich macht das auch wütend, vor allem diese blöden Pferdebesitzer, die einen von obn herab ansehn und man immer nur denkt:" Hätte das pferd im Galopp nur einen falschen Schritt geemacht, hätt es meinen geliebten Hund totgetrampelt!"
Ich denke verantwortungsbewusste Pferdebesitzer reiten im Galopp weder an Hunden noch an Passanten vorbei. Selbst im langsamen Galopp habe ich das nie gemacht. Dann hat man nämlich auch keine Chance zu grüßen und es geht doch nichts über ein Schwätzchen im Wald :)

Also, es sind wirklich nicht alle Reiter so :)
Und auch nicht alle Hundebesitzer lassen ihre Hunde zu nah an Pferde kommen :)

Grüße, Johanna

Nadine75

Beitrag von Nadine75 » 16.04.2007, 23:24

Birnchen hat geschrieben:Hallo,

ich melde mich mal als ehemalige Reiterin. Wir hatten oft Probleme mit Hunden. Die liefen frei im Wald rum und sind plötzlich vor dein Pferd gesprungen. So was dann? Pferd scheut, Hund bellt, Mensch muss aufpassen, dass das Pferd nicht über den Hund rennt und irgendwann kommt mal der Hundebesitzer und ruft endlich seinen Hund bei. Und wird dann noch pampig, dass das Pferd den ganzen Waldweg braucht, weils "tänzelt"

Gut, es gibt auch andere. Die haben ihren Hund beigerufen, wir haben das Tempo reduziert und uns gegrüßt.

Aber ich weiß nicht wie oft ich Probleme mit einem nevösen Pferd hatte, weil irgendwelche Hunde vor meiner Nase rumgetanzt sind.

Viele Grüße, Johanna
Sowas hatte ich an Neujahr.
Mit "Drahtpferd" zwar :D (Fahrrad) aber dennoch niczht ganz ungefährlich.
Mit einer Freundin fuhr ich und da kam ein Hund an.
Sprang alles an was sich bewegte, Fußgänger fuchtelten wild rum.
Wo war das Herrchen ?
Mit Wohnwagen stehend weit hinten.

Ziemlich wütend meinte er: "Ich kann nichts dafür, der Hund ist weggelaufen"
Jau..... genauu... :rolleyes:

bienchen

Beitrag von bienchen » 17.04.2007, 07:10

Sowas hatte ich an Neujahr.
Mit "Drahtpferd" zwar (Fahrrad) aber dennoch niczht ganz ungefährlich.
Mit einer Freundin fuhr ich und da kam ein Hund an.
Sprang alles an was sich bewegte, Fußgänger fuchtelten wild rum.
Wo war das Herrchen ?
Mit Wohnwagen stehend weit hinten.

Ziemlich wütend meinte er: "Ich kann nichts dafür, der Hund ist weggelaufen"
Jau..... genauu...
Genau solche Erlebnisse bringen alle Hundebesitzer in Verruf.
Von Rücksicht oder gar Einsicht keine Spur.
Ich kann mich da auch sehr drüber aufregen.

*Ironie an*
Tja, Nadine, was fährst du denn auch ausgerechnet daher, wenn Herrchen gerade meint seinen Hund nicht im Griff zu haben und ihn ein bisschen auslastet indem er alles anspringt was ihm vor die Füße kommt.
Hauptsache Hundi macht es Spaß und langweilt sich nicht.
*Ironie aus*

Estrella

Beitrag von Estrella » 17.04.2007, 09:10

Ich behaupte einfach mal, daß ein Großteil der Tierbesitzer verantwortlich mit den Tieren umgeht und Mögliche Belästigungen anderer zu vermeiden versucht.

Dann gibt es noch die, die sich nicht kümmern und genau die fallen negativ auf und prägen ein Klischee.

Ich hatte noch nie Ärger mit Reitern, weil ich meine Hunde rechtzeitig ranrufe und ins Platz bringe. Die meisten Reiter sind sehr freundlich und bedanken sich sogar - viele führen selbst Hunde mit sich.

Meine Hunde würde nie hinter einem Pferd herlaufen, das mag auch daran liegen, daß wir in der Hundeschule mit Pferden trainiert haben, die Hunde mußten sich sogar unter einem Pferd hinlegen bzw. direkt vor dem Pferd, daß mit seiner Nase die Tiere abgeschnüffelt hat. (das Pferd hatte Nerven wie Drahtseile, der Besitzer das Tier gut im Griff). Die Kleinen Hunde wurden sogar aufs Pferd gesetzt.

Wiggle

Beitrag von Wiggle » 17.04.2007, 11:48

Ich kann mich Estrella nur anschließen,das negative bleibt uns im Gedächniss.

Ich habe da auch so eine Geschichte:
Vor ein paar Jahren bin ich mit einer Freundin auf Leihpferden ausgeritten,
meins stand schon seit Wochen im Stall,was mir aber keiner sagte.
Im Wald wurde es dann immer unruhiger,dann kam ein Hund herangeschossen,bellte und sprang an den Pferden hoch-
Ich habe mich dann nur noch an der Mähne festgehalten und ab ging's.
Vorbei an einer engegenkommenden Reiterin die sich dann auch noch beschwerte (bei meiner Freundin)"ich dürfte auf normalen Waldwegen nicht galopieren".
Aber sie hatte keine Zeit eine Erklärung abzugeben,denn ihr Pferd wollte jetzt hinterher.
Irgendwann konnte ich dann den ritt stoppen und saß mit zitternden Knien ab,meine Freundin hatte weniger Glück und landete unsanft auf dem Waldboden.
Wir haben dann bemerkt,das der Wald nach ca:100m endete und eine Schnellstrasse kreutzte.-Ein großes Dankeschön zum Himmel-
Wir sind dann die erste halbe Std.zurück gelaufen,auf wackeligen Beinen :D .
Der Hundebesitzer kam uns endgegen und meinte noch frech "Man sollte nicht so duch den Wald galopieren,wir hätten seinen Hund ganz schön erschreckt :eek:
-ich konnte darauf nix sagen,war viel zu platt.

Aber sonst hatten wir immer sehr gute Erfahrungen gemacht mit Hundehaltern,Spaziergängern und Joggern.

inna

Beitrag von inna » 17.04.2007, 21:41

Ich weiß, das geht nun etwas am eigentlichen Thema vorbei, aber mich würde dennoch interessieren, warum in der Hundeschule mit Pferden trainiert wird? Vielleicht magst du mir das kurz erklären, Estrella?

Estrella

Beitrag von Estrella » 18.04.2007, 09:19

inna2 hat geschrieben:Ich weiß, das geht nun etwas am eigentlichen Thema vorbei, aber mich würde dennoch interessieren, warum in der Hundeschule mit Pferden trainiert wird? Vielleicht magst du mir das kurz erklären, Estrella?
Ich wohne sozusagen "auf'm Dorf". Die Ureinwohner sagen, daß es hier mehr Pferde und Hunde gibt, als Menschen. Man kann hier nirgendwo spazierengehen, ohne daß Reiter auftauchen.

Unsere Hundetrainerin ist ziemlich unkonventionell und eine Bekannte von ihr, die auch in die Hundeschule kommt ist Reiterin und hat den Vorschlag gemacht mit ihrem Pferd ab und an vorbeizukommen, sodaß die Hunde sich an Pferde gewöhnen und sie nicht anbellen oder zu jagen versuchen.

Das hat sehr gut funktioniert, vor allem bei den jungen Hunden. Meine haben gar kein Interesse mehr an Pferden, ob im Feld oder auf der Weide.

Estrella

Beitrag von Estrella » 18.04.2007, 09:27

hm, solange die Edit Funktion nicht wieder da ist, muß ich eben einen Nachtrag als neuen Beitrag schreiben :( :)

Die oben beschriebenen Übungen dienen nicht nur dazu, den Hund an ein Pferd zu gewöhnen sondern auch als Vertrauensübung. Der Hund lernt seinem Menschen zu vertrauen, daß ihm, wenn ich was von ihm verlange was ihm eigentlich nicht geheuer ist, ihm nichts passiert.

Das kann man natürlich nur mit Hunden machen, die nicht zu ängstlich sind. Bei den ängstlichen Hunden muß man sich langsamer rantasten und ihnen Sicherheit vermitteln. D. h. es dauert alles in allem länger, aber auch sie müssen dadurch, sonst werden sie nur in ihrer Angst bestärk und werden dann die Beller und Kläffer, die aus Unsicherheit die Pferde anbellen.

bienchen

Beitrag von bienchen » 18.04.2007, 09:42

Finde ich gut das ihr so die Welpen an Pferde gewöhnt, Estrella. :ja:

Wir sind damals extra mit unserem Welpe in Wälder gegangen, wo wir wußten, das Reiter unseren Weg kreuzen, damit Hundi auch Pferde kennenlernt.

inna

Beitrag von inna » 18.04.2007, 11:58

Danke, Estrella! Finde ich ja eine gute Idee - und wenn sie auch noch funktioniert, dann ist ja allen geholfen!

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