Trenn dich nicht von mir!

Rund 50 Prozent der Scheidungsanträge werden von Frauen gestellt. Ist eine Scheidung immer sinnvoll oder sollte man sich lieber nur so trennen? Wie geht es weiter? Kosten, Unterhalt und was ist mit den Kindern? Mitmachen? Gehe auf Benutzergruppe, öffne Schluss-Strich und beantrage deine Mitgliedschaft.
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Trenn dich nicht von mir!

Beitrag von admin » 14.09.2007, 08:42

Trenn dich nicht von mir!


Für 80 Prozent der fest liierten Deutschen wäre eine Trennung vom Partner eine echte Katastrophe

Vor einer Trennung von ihrem Partner haben viele Menschen große Angst, so das Ergebnis einer repräsentativen
GfK-Umfrage. Demnach würde für acht von zehn Befragten (79,9%), die in einer festen Beziehung leben, eine Welt zusammenbrechen, wenn der Partner sie verlassen würde. Fast jeder Zweite der fest Liierten (43,9%) kann
sich darüber hinaus nicht vorstellen, nach einer Trennung jemals wieder einen neuen Partner zu finden. Zur Beruhigung für alle Trennungsangst-Geplagten: Nur jeder Dreizehnte (7,8%) in fester Partnerschaft Lebende denkt nach eigenen Angaben ab und zu über eine Trennung nach.

Quelle: Baby und Familie

Wie sieht ihr das?

Vg
Ina

Tine

Beitrag von Tine » 24.09.2007, 11:19

Hallo zusammen...Hallo in die kleine Runde! :D
Ja, ich sehe es halt so. Wenn keine Kinder da sind, trennt man sich "leichter"- auch wenn es schwer ist...wenn mein Nochmann und ich keine Kinder gehabt hätten, wären wir schon Jahre auseinander. Ich hatte immer Angst vor dem Schritt...bis er ihn mir abnahm und sich anders orientiert hat. Im Grunde bin ich froh, dass es alles so gelaufen ist. Das er derjenige war, ich mir jetzt nicht noch zusätzlich Vorwürfe machen muss. Denn ich habe mich jahrelang gewehrt, gegen die Trennung...wie soll es weiter gehen, was sagen die Leute..., das kann ich den Kindern nicht antun...
Aber es ist gut so. Besser! Auch wenn man vieles schweres hat...und der Spruch immer noch gilt...bis das der Tod Euch scheidet. Denn mit Kindern wird man immer irgendwie zusammen sein.
So das ist meine Meinung dazu.
LG erst mal und eine schöne Woche!
Tine

Helga

Beitrag von Helga » 29.09.2007, 15:40

Hallo zusammen,
ich denke...den Kindern tut man keinen Gefallen damit, wenn man zusammen bleibt.Sie haben so feine Antennen und merken schon sehr früh, wenn etwas nicht stimmt.Ich bin seit drei Jahren geschieden und mir geht es finanziell nicht gut, aber seelisch geht es mir super.Mein Freundeskreis ist so arg geschrumpft, aber in der Not merkt man erst was wirklich gute Freunde sind.Meinem Sohn geht es seelisch auch endlich wieder besser und wir sind auf dem richtigen Weg.Ich habe 13 Jahre gebraucht, um die Scheidung einzureichen..Leicht macht man (Frau) sich diesen Schritt sicherlich nicht.
Ich wünsch euch eine schöne Woche....Helga

Amelie50

Beitrag von Amelie50 » 15.12.2007, 14:26

Nein, den Kindern macht man tut man keinen Gefallen, wenn man zusammen bleibt.
Ich habe mich FÜR die Kinder getrennt, doch was danoch nachkam, das
war schon heftig, vor allem unsere Gerichtbarkeit !!
Bei uns überschlug sich alles mit der Trennung, denn ich konnte die Nörgelei, die mein Mann an den Tag legte, nicht einordnen, doch heute weiß ich, es war ein"raus-ekeln".
Es mag zwar richtig sein, dass überwiegend Frauen die Scheidung einreichen, aber ich möchte nicht zu dieser Gruppe von Frauen gezählt
werden, die ihre(Ehe)Männer wechseln wie die Hemden und nur darauf
aus sind, sich vom Exmann versorgt zu wissen.
Es geht uns heute finanziell auch nicht gut , doch der Grund dafür ist, das man als Scheidungsopfer vom Staat nochmal zum Opfer gemacht wird !!

Das , was ich da erlebt habe, da lobe ich mir jede Ehe ohne Liebe, aber
doch mit Fürsorge.
Wen das wirklich intressiert, weshalb eigentlich partnerschaftsunfähige
eine Familie gründen dürfen,(was leicht festzustellen wäre) der bekommt von mir darauf eine Antwort und wen wundert es da, dass wir so viele misshandelte und:tot: Kinder haben :< :boese:
Aus diesem Grund ist für mich jede Nachsorge Heuchelei.....


lg Amelie50

Alessina

Beitrag von Alessina » 17.01.2010, 02:12

[size=12]Ich bin ziemlich neu im Forum.Ich suche Frauen mit gleichen Erlebnissen oder auch ähnlichen oder anderen nach einer Trennung/Scheidung.Durch google bin ich auf dieses Forum gestoßen.Ich wundere mich, dass hier nur so wenig Beiträge zu dem Thema erschienen sind.Ich habe schreckliche Erlebnisse durch meine Trennung gemacht.Ich bin seit 2006 getrennt lebend und seit 2007 geschieden.Mein Ex-Mann hat mir das Leben zur Hölle gemacht.Ich habe oft das Gefühl, dass ich nicht mehr glücklich werden kann.Ich war 21 Jahre verheiratet.Unsere Ehe war seit längerer Zeit kaputt.Da ich aber die Jenige war, die gegangen ist habe ich natürlich auch den schwarzen Peter.Ich hatte einfach die Koffer gepackt und bin geflüchtet.Ja ich sehe es als Flucht an.Es war ein anderer Mann im Spiel (mit dem bin ich auch heute noch zusammen).Er war der Grund, aber nicht der Auslöser.Ich hatte ihn damals gebraucht um den Sprung zu wagen.Er hat die Ehe nicht kaputt gemacht.Sie war zu dem Zeitpunkt schon lange entzwei.Das Verhältnis zu dem Mann/mein jetziger Partner hatte ich 8 Wochen und es viel mir schwer unter diesen
Bedingungen zu leben.Ich mußte mich entscheiden und das war verdammt schwer.Ich hatte eine Familie mit allem was dazu gehört.Ich war eine funktionierende Super-Mama.Eine Managerin die alles zuhause regelte und ordnete....und diese Super-Mama brach zusammen und konnte nicht mehr.Berufstätig war und bin es auch noch.Ich bin ehrlich sehr gelegen kam mir, dass mein damaliger Mann am Morgen sagte:"Und du packst heute die Koffer und gehst."Am Abend zuvor war wieder einmal Streit und er betäubte diesen mit "Bier".Ich war am überlegen was ich machen soll.Zwei meiner drei Kinder waren zuhause.Dann rief mein Ex an und fragte:"Ist ein anderer Mann im Spiel?"Ich sagte:"Ja."Und er sagte:"Warte ich komme und helfe dir packen."Da hieß es für mich nur noch so schnell wie möglich weg.Meine Kinder hielfen mir packen, denn auch sie wußten was passieren kann wenn er mich antrifft.Ja und von da an war ich weg.Er machte mir das Leben zur Hölle.Eine Mutter die ihre Kinder verlässt usw.wochenlang,monatelang,jahrelang kamen und kommen e-mails oder sms wo er mir die übelsten Vorwürfe macht.Die Kinder stehen dazwischen.Sie leben bei ihm.Sind aber mittlerweile auch schon fast 20,21 und 23 Jahre alt.Damals waren sie 16,17 und 19.Sie wollten ihn nicht alleine lassen.Weil er ja so litt.Wie ich die ganzen Jahre vorher litt hatten sie wohl vergessen, oder auch nicht immer mitbekommen.Ich versuchte ja stets alles okay aussehend zu lassen.Ich habe einen sehr guten Kontakt zu den Kindern und von Anfang an der Trennung auch einen besserenDraht zu ihnen.Gab es Probleme kamen und kommen sie
zu mir.Wo sie sind,was sie unternehmen das weiß ich nicht er.Er gibt nur Gastspiele zuhause ab.Ihm war es wichtig,dass sie bei ihm bleiben um mich zu verletzen.Nach meinem Auszug brach zuhause natürlich alles zusammen.Ich hatte vorher alles für diese 5 Personen-Haushalt getan und ging noch arbeiten.Plötzlich standen sie mit allem alleine da.Ich durfte das Haus nicht mehr betreten.Da er oft weg war,ging ja sofort auf neuer Brautschau waren die Kids meißt alleine.Das Beste was in dem Alter passieren kann.Eine Fete folgte der anderen.Das Haus verwandelte sich in eine Jugendherberge.Das tat richtig weh.War ja irgendwie mein Zuhause.Sehr viel wurde demoliert.Ich könnte noch Stunden schreiben,aber ich komme ertsmal zum Schluss.Mein heutiges Problem ist ein schlechtes Gewissen, dass ich nicht los werde.Ich habe das Gefühl, dass ich meine Kinder mit sehr vielen Problemen, die ich nicht mehr bewältigen konnte alleine gelassen habe.Ich mache mich selber mit diesen Vorwürfen kaputt und hindere mich am Glücklichsein.
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Maybe

Beitrag von Maybe » 07.06.2010, 20:45

Hallo zusammen,

meine Ehe war schon lange keine Ehe mehr. Es hat niemand mitbekommen. Nach außen waren wir das ideale Ehepaar und mein Mann hat wohl gedacht, das ginge noch 100 Jahre so weiter. Ich war auch eine der Frauen, die den Karren ziehen bis es nicht mehr geht. Eben weil ich mir keine Vorwürfe machen wollte, habe ich gewartet, bis meine beiden Töchter aus dem Haus waren. Und bis meine Mutter, die begeistert von meinem Mann war, gestorben ist. Und dann kam alles auf einmal, ich hatte keine Ausrede mehr zu bleiben. Es war wie eine Lawine und jetzt sitze ich hier, eine kleine günstige Wohnung, kaum Möbel, ein guter Job und meine Ruhe. Guten Kontakt zu meinen Töchtern. Kein anderer Mann.
Einerseits fühle ich mich befreit. Ich kann meine eigenen Entscheidungen treffen und bin nicht mehr eingesperrt, muss keine Eifersuchtsszenen mehr ertragen und kann tun und lassen was ich will. Muss mich nicht mehr verstellen, verbiegen, stehe zu meiner eigenen Meinung und niemand fragt, wer hat dir das wieder eingeredet.
Andererseits: Ich mag meinen Mann noch, er hat mich nicht geschlagen, raucht und säuft nicht. Er machte teure Geschenke. Eine bequemere Frau wäre geblieben, die nächsten 30 Jahre vorm Fernseher und ruhiger Eintracht.

Aber ich hab irgendwann gedacht, ich ersticke. Das war nicht mehr mein Leben. Die Liebe, wenn es je eine war, hat sich einfach davongeschlichen und mir ist nichts mehr geblieben. Ich habe, weil ich nicht mehr so weiterleben wollte, alles kaputt gemacht. Ich habe meine Töchter verunsichert und meinem Mann nicht erklären können, weshalb ich gehe. Er versteht es nicht und hat jetzt Depressionen. Ich verstehe es auch nicht ganz. Meine Töchter sagen, es ist ok so. Er war die letzten Jahre kein toller Vater mehr. Immer aufbrausend und kleinlich.
Auf einmal habe ich das Gefühl, aufgewacht zu sein und alles war weg. Ich hatte keine Kraft mehr, den Karren weiterzuziehen. Immer hab ich alles erledigt, dafür gesorgt, dass die Mädels gut durch Schule und Ausbildung kommen, eine Wohnung finden, dass unsere Finanzen stimmen, dass wir mit den Nachbarn klar kommen, dass die Fnanzierung der Eigentumswohnung und des Autos klappt. Dass es trotzdem Urlaub gibt. Dazu kam, dass ich mich um meine Mutter und seinen Vater gekümmert habe. Als sein Vater starb und unsere ET-Wohnung versaut hat, hab ich alles in Ordnung gebracht. Als meine Mutter starb, hab ich das Erbe geregelt und mitbekommen, wie ich die ganzen letzten Jahre von ihr belogen worden bin. Mein Bruder hatte schon vorher abkassiert und sie hat so getan, als wäre alles geregelt. Ich hab immer alles geregelt und gemanagt und keine Hilfe gehabt. Je mehr ich getan habe, umso mehr hat sich mein Mann zurückgelehnt und über Kleinigkeiten gemeckert. Jammern auf hohem Niveau, nennt man das heute.

Ich war so leer und müde.
Es geht mir heute etwas besser, über ein halbes Jahr nach der endgültigen Trennung. Aber ich kriege den Rest nicht geregelt. Ich kann meinem Mann nicht anrufen, weil ich weiß, dass er mir Leid tut und mich dann wieder totquasselt und ich Zugeständnisse mache, die ich gar nicht machen will.
Trotzdem denke ich, dass es richtig war, den Schritt zu tun. Ich fahre abends oder am WE spazieren, mit dem Rad, mit dem Zug oder Bus. Ich sehe, wie schön und einfach Dinge sein können und bin oft glücklich. Jeder neue Tag zeigt mir, dass ich lebe.

In Würde und Frieden leben, das ist das Mindeste, was ich erwarte. Und das schafft Frau auch allein.

Ich hoffe, niemand gibt auf, das anzustreben, nur weil der Weg nicht leicht ist.

Gruß
Maybe

mikimaki

Beitrag von mikimaki » 07.02.2011, 12:13

kaum zugelassen, schon bin ich am schreiben. nach einem fahrradunfall im september 2010 bin ich immer noch so lädiert, das ich nur mit rechts tippseln kann. darum schenk ich mir beim schreiben auch die feinheiten sorry.

ich stehe eigentlich auch vor dem schritt trennung, aber wie.

die krise unsere ehe begann mit dem verkauf des wohmobiles, war zu teuer und dem tod unseres hundes. der hund, ein husky, war der absolute liebling meines mannes. ich glaube den hund hat er mehr geliebt als mich und unsere mädels 21 + 23 jahre alt. erst dachte ich, ok , jetzt können wir uns total unbelastet einigen sachen widmen, die wir früher nicht getan haben. also ins theater gehen, ohne an den hund zu denken usw. auch mal eine flugreise machen. doch denkste.
mein mann veränderte sich. es begann mit vegetarischer ernährung und laufsport.vegetarisch habe ich für ihn extra gekocht, gemeinsam laufen passte aber nicht. also hat er sich von der arbeit aus eine laufgruppe gesucht.im jahr 2009 wurde dem laufen alles untergeordnet, für die famili und unser haus hatte er überhaupt kein interesse mehr. und er wurde immer dünner und sah plötzlich total fremd aus. mit dem sex klappte es bei ihm auch kaum noch.

als ich nach dem unfall imkrankenhaus lag kam er meist in laufsachen kurz zu besuch.
6 wochen später mußte ich erneut für drei wochen ins krankenhaus. den termin wußte er. dort hat er mich weder besucht noch angerufen. von den kindern habe ich dann erfahren, dass er eine fremde frau mit in unser ehebett gebracht hatte.seitdem ging es mir immer schlechter.
reden ging mit ihm schon das ganze jahr über nicht. zu anfang hatte ich oft angst um ihn, denn ich befürchtete, das er in eine depression rutscht.
nach diesem krankenhausaufenthalt habe ich ihn aus dem gemeinsamen schlafzimmer geworfen. leider wurde ich am tag darauf kurz vor weihnachten wieder ins krankenhaus wegen meiner oberarmfraktur eingewiesen. während meiner abwesenheit hat er meinen hobbyraum im keller - stoffe wolle bastelkram - mehr oder weniger ins wohnzimmer geschüttet und sich seinen raum incl. fernseher und stereoanlage eingerichtet. als ich mitte januar endlich wieder nach hause kam, eatr ich geschockt. nach einer schlimmen zeit habe ich mich jetzt einigermaßen erstmal im ehemalige schlafzimmer eingerichtet. meine mädelswaren mir wirklich eine große hilfe.
jetzt halte ich erstmal ruhe. habe mir die besuche seine tauben freundin , oder anderer evtl. geiebten verbeten und grübel, wie ich mich irgendwann auf eigene füße stellen kann.
gehandicapt bin ich noch immer durch meinen linken arm- kann nicht bewegt werden und die probleme mit unserer belasteten doppelhaushälfte und der arbeitsplatz wurde mir mittlerweile auch gekündigt.
irgendwie hab ich mir unter wechseljahren etwas anderes vorgestellt und nicht das die beziehung wechselt, die gesundheit angeschlagen ist und der beruf sich evtl auch verändert.

mikimaki

Beitrag von mikimaki » 07.02.2011, 12:14

sorry ist das viel geworden

mikimaki

Beitrag von mikimaki » 07.02.2011, 12:17

@tine und helga
für die kinder ist es immer schlimm...
selbst wenn sie si groß 21 + 23 wie meine sind und noch zuhaus wohnen.

mikimaki

Beitrag von mikimaki » 07.02.2011, 12:23

@alesina

hat nicht jede frau ein schlechtes gewissen
ich habe das auch, hätte ich mich viel eher von ihm trennen müssen - ein guter vater war er eigentlich nie.
ich habe auch viel gedeckt und oft beide rollen für die mädels übernommen

mir ist jetzt nur noch wichtig, den guten kontakt zu behalten und es ihnen möglichst einfach im zusammenleben zu machen.

ich denke wenn wir das schaffen, sind wir auf einem guten weg und sollten uns niht durch das schlechte gewissen belasten.

mikimaki

Beitrag von mikimaki » 07.02.2011, 12:30

@maybe
wie schön, zu sehen, dass du dich jetzt langsam umstellst.

man muss einfach mutig sein, auch wenn es schwer wird. es lohnt sich . auch wenn wir -ich- angst vor der ungewissen zukunft haben. doch in einer unbefriedigenden ehe zu bleiben macht uns eher nur krank.

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indigo
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Beitrag von indigo » 14.02.2011, 14:39

Ich kann dazu leider nichts sagen, solche Eheprobleme hatte ich nie.
Sorry, dass hier keiner was zu schreibt.

"Problemchen" hatten wir natürlich auch aber an Trennung dachten wir nie in dem Maße, wie Ihr hier.
Na jetzt sowieso nicht mehr, wir sind froh, dass wir uns haben.
42 Jahre und nun Rentner, ne, wir kennen uns in und auswendig.

Zu dem Punkt: Trennung ohne die Kinder mitzunehmen.
Ich will das nicht verurteilen, obwohl ich das nie gemacht hätte. Aber sagen kann ich viel, denn wie gesagt: bin nie in einer solchen Situation gewesen.

Und ohne Kind aus dem Haus und Scheidung, habe ich eine Bekannte. Da lebt die Tochter beim Mann.
Damals waren wir zuerst entsetzt aber das läuft bis heute sehr gut.
Die Tochter ist alle 14 Tage bei der Mutter und auch sonst kümmern sich Beide Partner sehr gut um das Kind.
Also, es geht auch so.

Warum muss man sich eigentlich das Leben untereinander so schwer machen ?
Es grüßt Bild 'lichst indigo
-Eine blaue Träne der Aphrodite-

Maybe

Maybe

Beitrag von Maybe » 16.02.2011, 22:51

Seit meinem letzten "Bericht" ist über ein halbes Jahr vergangen. Ich finde mich in meinem neuen Leben ganz gut zurecht. Trotzdem gibt es immer wieder Tage, an dem ich meinen Mann vermisse, wohl auch die Bequemlichkeit - dort ist alles komplett eingerichtet, alles vorhanden... Aber auch seine zeitweilige Fürsorge, unsere gemeinsamen Ausflüge. Selbst wenn ich für das meiste selbst verantwortlich war und organisiert habe, ist es doch anders, wenn man jemanden zum reden hat und gemeinsam was unternimmt. Über 30 Jahre lassen sich kaum so einfach wegwischen.
Inzwischen dachte ich, er hat verstanden und sich soweit eingerichtet.
Erst Ende letzten Jahres habe ich erfahren, dass er längst meine Anschrift ausspioniert hatte, das Haus beobachtet hatte, versucht hatte, mir aufzulauern. Mein Gefühl, dass was nicht stimmt, war richtig. Ich habe bewusst nie die gleichen Wege nach Hause genommen und nie zur gleichen Zeit. Es war ziemlich mühsam. Heute habe ich einen Brief von ihm bekommen - er will es immer noch nicht wahrhaben, dass es kein Zurück mehr gibt. Er tut mir nach wie vor Leid.

Den Sommer über war ich viel Rad fahren, hab einen kleinen Nebenjob in einem Café. Über Weihnachten bin ich mit beiden Töchtern verreist, es war richtig schön.

Einen neuen Partner oder auch nur annähernd jemanden in dieser Richtung habe ich bisher nicht. Inzwischen weiß ich, dass meine Ehe und deren Ende mehr Schäden bei mir hinterlassen haben als ich zuerst vermutet habe. Eine Partnerschaft kommt wohl kaum mehr in Frage. Manchmal fühle ich mich allein, aber ich genieße auch die Stille der Wohnung und die Freiheit, zu kommen und zu gehen wann ich will ohne darüber Rechenschaft ablegen zu müssen oder beschimpft zu werden für nichts. Ich bin auch viel unterwegs, bei meiner Tochter in Frankfurt oder sonst kurzfristig auf Kurz-Städtereise.
Es ist schwierig, über 50 zu sein und neue Bekanntschaften zu schließen. Ich meine damit nicht Männerbekanntschaften - davon gäbe es genug aber ich habe nicht die geringste Lust auf schnelle Nummern und ex und hopp. Freundinnen zu haben fände ich schön. Selbst das ist nicht einfach.

Jeder Frau, die sich überlegt, ihren Mann zu verlassen, sollte eines bedenken: Es kostet viel Kraft und Energie, es durchzuziehen. Je länger man wartet umso schwieriger wird es. Definiert für euch, was Glück bedeutet und was ihr von der Zukunft erwartet.

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