Eltern fordern "Kindersoli" - Was meint ihr?

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Eltern fordern "Kindersoli" - Was meint ihr?

Beitrag von admin » 17.08.2009, 09:47

Eltern fordern "Kindersoli"

Besonders in wirtschaftlichen Krisenzeiten ist die Erziehung von Kindern für viele Eltern eine besonders schwere Aufgabe. Die meisten Eltern stellen der Familienpolitik ein schlechtes Zeugnis aus und fordern unterstützende Maßnahmen des Staates. Das belegen die Ergebnisse einer repräsentativen GfK-Umfrage im Auftrag von "BABY und Familie".


Die Eltern wollen vor allem entlastet werden. Neun von Zehn (90,3%) meinen, zumindest das letzte Kindergartenjahr sollte für alle
kostenlos sein.

Mehr als acht von zehn befragte Mütter und Väter (84,7%) erwarten künftig flexiblere Arbeitszeitmodelle, um Beruf und Familie besser miteinander vereinbaren zu können.

Sechs von zehn Befragten (57,8%) stehen unter so großem finanziellem Druck, dass sie sich mehr Kinder einfach nicht leisten können.

Mehr als die Hälfte der befragten Eltern (53,5%) sind daher der Ansicht, es solle zusätzlich ein allgemeiner Solidaritätsbeitrag für Kinder eingeführt werden.

Was meint ihr dazu? Sollte zusätzlich ein allgemeiner Solidaritätsbeitrag für Kinder eingeführt werden?

Viele Grüße

Ina


Quelle: Eine repräsentative Umfrage des Apothekenmagazins "BABY
und Familie" durchgeführt von der GfK Marktforschung Nürnberg

Sabine-ab

Beitrag von Sabine-ab » 20.08.2009, 16:23

Mehr als acht von zehn befragte Mütter und Väter (84,7%) erwarten künftig flexiblere Arbeitszeitmodelle, um Beruf und Familie besser miteinander vereinbaren zu können.
Dem stimme ich auch zu!!! Beruf und Familie muss vereinbar sein, sonst wird es bald keine Kinder mehr geben. ;( ;(

Erika

Idee toll - nur anders Finanzieren

Beitrag von Erika » 23.02.2010, 11:29

Das kinderfreundlichste Industrieland der Welt dürften wir wohl nicht sein. Es ist nur schade, dass uns zur Finanzierung notwendiger Verbesserungen wie immer in Deutschland ausschließlich Modelle einfallen, die den Faktor Arbeit noch stärker belasten, am besten den Arbeitnehmeranteil.

Dabei reicht ein Blick zu unseren westeuropäischen Nachbarn, dass es auch anders geht. Das fängt bei einer Bildungspolitik an, die nicht so stark auf soziale Selektion aus ist. In der Regel fallen dortigen Finanzpolitikern zur Sicherung der Einnahmeseite auch andere Dinge ein, als den Faktor Arbeit zu belasten.

Wie gesagt, die Idee finde ich klasse. Bei der Finanzierung gibt es vielleicht bessere finanzpolitische Maßnahmen.

Erika

Beitrag von Erika » 08.04.2010, 15:59

Es ist schon interessant, dass wir bei der Frage nach der Finanzierung von wichtigen sozialen Belangen nur in den Kategorien unseres sehr eigenen deutschen Steuer- und Sozialversicherungsrecht zu denken vermögen. Alle Modell, die uns da einfallen, belasten nur den Faktor Arbeit. Die Folge: die Lohnnebenkosgten steigen weiter, die Löhne sinken weiter und mit ihnen der Lebensstandard. Die Verlierer sind letztenendes wieder die Kinder, deren Eltern immer häufiger entweder keinen Job haben oder von ihm nicht mehr leben können - oder auch von der Maßnahme in die sie gesteckt werden, damit sie aus der Arbeitslosenstatistik gemogelt werden. Daher kann ich einem Kindersoli (weitere Belastung des Faktors Arbeit), trotz seiner edlen Ziele, leider nicht so viel abewinnen. Es muss andere Wege geben, unsere Kinder zu fördern und diese Förderung zu finanzieren.

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Sandrine
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Beitrag von Sandrine » 08.05.2010, 18:43

Ich bin ja NUR Rentner, und kann aus meiner Sicht und Erfahrung sprechen.

Nicht böse sein, verstehe mich richtig.
Wieviel muß der Staat noch bezahlen um MEINE; DEINE Kinder zu fördern..

Ich war der Meinung und so bin ich aufgezogen worden, mußte, weil ICH die Kinder haben wollte, auch für sie sorgen und förden, alles natürlich wie meine Mittel sind, waren und es erlaubten und das war doch nicht wenig.

Du hast Recht, es wird mit den teuerungen usw. alles und bei jedem weniger Geld im Geldbeutel sein, bei mir auch.
Denn für Rentner sind entweder jahrelang Stillstand bzw. rigoros Sperre einer Erhöhung und wir werden bald kein Auto mehr fahren können, weil selbst die erlaubten Zusatzverdiener aus Altersgründen nicht mehr arbeiten können.
So agil wie ich noch mit meinen 75 Jahren bin, erwarte ich auch immer noch, dass die Lebenserwartungshaltung nicht nachlasst.

Lies mal, wie mein Tag heute aussah unter ....und was machst du den ganzen Tag.

Ich will nur damit sagen, ich habe 40 Jahre im Beruf gestanden, die Jahre davor, wurden als Rente nicht angerechnet......gestrichen noch von Blüm.
Uns ich versuche immer wieder mit dem auszukommen, was ICH habe.
liebe Grüsse von Sandrine

werde bloß nicht bequem, sonst zieht an dir das Leben vorbei
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Beitrag von fridaline » 03.08.2012, 11:03

das Armutszeugnis wird noch mit der Debatte um das Betreuungsgeld unterstrichen . Statt das Geld Müttern zu geben die zu Hause ihre Kinder betreuen, sollte meiner Meinung nach das geld in den Kitaausbau investiert werden. Kitaplätze sollten kostenlos sein, nur so kann man die Familienpolitik voran treiben.

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