Panikattacken und Angstzustände

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Zammel78

Panikattacken und Angstzustände

Beitrag von Zammel78 » 05.09.2007, 14:31

Hallo Ihr lieben

ich wollte einfach nur mal fragen, ob es hier auch Leute gibt, die unter Angszuständen oder Panikattacken leiden. Ich leide leider schon seit einigen Jahren darunter :( . Mal mehr und auch mal weniger. Ich würde mich auf jeden Fall über einen regen Erfahrungsaustausch mit Euch freuen. Meine Probleme sind unter anderem, das ich mich nicht in großen Menschenmengen aufhalten kann, was ich heute Abend aber mal wieder muß. Elternabend....mir ist jetzt schon ganz mulmig. Bus- und Autofahren geht auch nur begrenzt. Also recht kurze Strecken mit dem Auto. Bus geht eigentlich gar nicht. Fühle mich da eingesperrt. Naja...da ist noch so manches. Aber dazu evtl. später. Wie gesagt....würde mich über Antworten oder Erfahrungsaustausch freuen.

Bis dann

Eure Zammel

Helmke

Beitrag von Helmke » 05.09.2007, 16:12

Hallo Zammel,

lass Dich ermutigen.
Ich gehöre nicht zu den Betroffenen die Du suchst, (habe nur Höhenangst)
aber sei versichert,
50% aller Eltern finden Elternabende grässlich.

Helmke

viola

Beitrag von viola » 07.09.2007, 15:42

Hallo zammel,

hatte mal eine Tendenz....Aufzüge,viel Menschen in einem geschlossenem Raum z.B Messen.

Habe ich mir schnellstmöglich abtrainiert...also in meinem Fall zig mal hintereinander Aufzug fahren...
Das Schlimmste ist,wenn du der Beklemmung nachgibst...sie wird dich hinterher beherrschen...und sich gegebenenfalls auf andere Gebiete ausbreiten.


Liebe Grüße


viola

Zammel78

oh...

Beitrag von Zammel78 » 23.09.2007, 18:12

@viola...hast du praktisch so ne Art Schockbewältigung gemacht?...oh Gott...das kann ich mir gar nicht vorstellen, da ich schon bei dem Gedanken daran, Angst bekomme. Hast du es dadurch wirklich geschafft?

Könntest du mir evtl. Tips geben, wie ich es evtl. auch schaffen könnte? Mein Problem ist nur, das ich so wahnsinnige Herzrasen bekomme, wenn ich eine Attacke bekomme und dadurch noch mehr Angst.

Wäre über jeden Tip wirklich dankbar.

Möchte gerne wieder ein Leben ohne übertriebene Angst leben.

Lieben Gruß

Zammel

viola

Beitrag von viola » 27.09.2007, 15:17

Hallo Zammel,

erstmal sorry,das ich dir nicht sofort geantwortet habe... :5e6f272794b48a975be41c9a0ebf2aa8 ...aber jetzt geht`s wieder.


100% hat es bei mir geklappt-und zwar in 2Mal.

1. Mal:

Hatte als Teeny einen Verfolgungungs-Alptraum,der immer wiederkehrte.Bis es darauf hinauslief,das er jede Nacht da war!
War morgens völlig unausgeschlafen und hab schon die Krise gekriegt,wenn
ich müde wurde...wußte ja genau,was auf mich zukommt!
Irgendwann habe ich mir gesagt:So nicht!!!

Habe mir dann vorgenommen,bei der nächsten Verfolgung nicht wegzulaufen-sondern mich umzudrehen,um zu sehen w e r mich da verfolgt!Schlimmer als diese Hetzerei konnte das Erkennen des Übeltäters
nicht sein!

Habe mir abends im Bett den Traum vorgestellt,und im Detail geplant,w i e ich mich umdrehe...

So..der Schlaf kam und damit der Alptraum...

allerdings in einer absolut angstfreien Version...als ich mich nach meinem
Verfolger umdrehte...war er nicht mehr da!
Konnte mich morgens gut daran erinnern...
Ansatzweise kam der Traum noch einge wenige Male..aber ich empfand ihn-im Schlaf-als Quatsch!
Denke,das mich das Auseinandersetzten mit dem Konflikt im Wachzustand
vor einem Überrollen im Schlaf gerrettet hat!

So,nun Nummer2:

Ich hatte was gegen geschlossene Räume mit vielen Leuten...
Messen,Schwimmbäder...Theater..usw.

Ich will aber machen,was ich will!!!!!!!

Als mir das Problem klar wurde..habe ich mir folgendes überlegt:

okay..was ist an Herzrasen sooo schlimm?Unangenehm,aber nicht lebensbedrohend!

okay...du schwitzt?Auch nicht sooo schimm!

okay...du denkst,du bekommst keine Luft?Kann nicht sein...die Anderen atmen auch...

Aber mit Sicherheit bist du die Einzige,die sich mit so miesen Gedanken den Abend versaut !

Habe mich dann bewußt in diese-für mich kritisch gewordenen Situationen-begeben und mich mit den oben genannten Punkte beruhigt!
Merkte,wie das Herzrasen weniger wurde,mich zur ruhigen Atmung gezwungen-es kann einem sonst wirklich schwindelig werden-und es klappte besser als ich dachte!

Habe wirklich keine Gelegenheit ausgelassen...Fahrstuhl..rauf und runter..
Messen...volle Kaufhäuser usw. usw.

Zammel,es ist wirklich einfacher sich diese "Unart" ab zu gewöhnen,als du dir denkst!

Je mehr du diese Situationen scheust,desto größer wird das Unwohlsein und auch deine persönlichr Freiheit!

Wenn ich mir überlege,was ich mit dem Problem alles n i c h t hätte machen können!War dieses Jahr bei einem Genesis Konzert(50000 Besucher!!!)Tunnelfahrten in bestimmte Länder usw.

Was ich hin bekommen habe,

schaffst du auch!!!


Ach,mir fällt grade ein,habe im TV eine Reportage über Menschen gesehen,die Angst haben,Auto zu fahren.Mit Begleitperson...Auto fahren..
Nachts fahren..jeden Tag...diese Menschen waren auch überglücklich ihr Problem los zu werden!
Also..im Prinzip "meine" Selbsttherapie.Würde es dir vielleicht auch helfen,es mit jemanden zusammen zu üben?(Freundin)

Hoffe mein Bericht kann dir vielleicht eine Idee vermitteln,wie du dich selbst befreien kannst...


Liebe Grüße

viola

Isis

Beitrag von Isis » 02.11.2007, 23:50

:/
Ich kenne diese Panikattacken auch.
Ich habe z. B. große Probleme mit dem Fliegen. Nicht dass ich Angst habe abzustürzen, nein, es ist das Gefühl nicht aussteigen zu können. Es ist also so eine Art Platzangst.
Das 1. Mal bin ich nur von Düsseldorf nach Stuttgart geflogen, ca 1 Std.
Es war unheimlich und ich mußte während meines 2 tägigen Aufenthalts immer nur an den Rückflug denken. Der ging aber eigentlich ganz gut.
Das 2. Mal war vor 4 Wochen. Da bin ich von Weeze nach Valencia in Spanien geflogen. Der Flug dauerte 2 1/2 Std. und mir ging es beim Hinflug ca. 1/2 Std. sehr schlecht. Ich hatte Panik, Herzrasen. Übelkeit, es war schlimm. Ich wollte raus und konnte nicht. Es legte sich dann aber, nachdem ich zig Baldrianpillen genommen habe.
Der Rückflug 4 Tage später war dann wieder kein Problem. Aber wenn ich jetzt dran denke, wird mir schon wieder mulmig.

Das andre sind Situationen in geschlossenen Räumen, z. B. Vorlesungen, Versammlungen, Besprechungen etc. Da bekomme ich auch Beklemmungen und muß oft rausgehen.

Das ist alles sehr, sehr lästig aber ich lasse mich nicht davon unterkriegen. Ich versuche immer, mich der Sitation zu stellen. Ich glaube, das ist ganz wichtig, sonst geht man irgendwann nicht mehr aus dem Haus.

Aber es schränkt einen doch schon etwas ein. Ich suche nicht unbedingt diese Momente, ich versuche nur, wenn sie anstehen, ihnen nicht aus dem Weg zu gehen.

Habe mir homöopathische Tabletten im Bioladen geholt. Sie heißen Notfallbonbons. Vielleicht ist es nur eine Sache vom Kopf aber ich glaube, sie helfen ein wenig.

Nur Mut und nicht verzweifeln! Es geht immer irgendwie weiter! ;)

LG Isis :zustimm:

Amelie50

Beitrag von Amelie50 » 13.12.2007, 18:58

Hallo Isis, mit Platzangst kann ich auch ein Lied singen und das schon
15 Jahre....

Was die Sache noch schlimmer macht, istweil ich Asthma bekomme durch
meine Kälteallergie. Das ist dann eine Kette.

Muss mich daher immer wirklich den Themeraturen anpassen und wenn
ich dann irgendwo drinnen bin, sofort die Jacke runter, sonst bekomme
ich Panik durch Hitze.......

Aber geholt habe habe ich mir die Platzangst durch Überforderung und Stress mit meinem Exmann noch zu Ehezeiten.
Ich habe festgestellt, dass ich Aufzüge grundsätzlich mit dem Gedanken
betrete(wenn ich allein bin), dass er stecken bleibt.

Ich war mal mit dem Auto auf der Autobahn unterwegs, als in den Nach-
richten kam, dass 7 Jugendliche über Stunden in einem Aufzug festge-
halten waren und musste anhalten bei der nächsten Gelegenheit.....weil
ich mir das bildlich vorgestellt hatte.....

Ein Flugzeug, Zug oder Bus ist für mich tabu....dieses Risiko gehe ich gar nicht ein.....solange ich ein Auto habe......


LG Amelie50

blume05

Beitrag von blume05 » 13.03.2008, 14:23

Ich habe Höhenangst - wenn ich z.B. auf einem Berg stehe oder Serpentinen rauf bzw. runter fahren muss oder auch in einer Gondel fahren, auf Funktürme (z.B. der Alex in Berlin oder der Funktum in München! Ganz schlimm ist das.

Bei Wasserflugzeugen geht es witziger Weise ganz gut (wir waren im Indischen Ozean im Urlaub und mußten zu unserer Insel fliegen - mit dem Wasserflugzeug - 3x starten, 3x landen!!! Aber es war vorher in meinem Gedanken und Vorstellungen schlimmer, als es nachher in der Realität war).

Ich habe irgendwo gelesen, dann Kinder keine Höhenangst haben. Das ist oft ein Ergebnis eines "Traumas"!

Es ist ein harter Weg, aber ich habe mich entschieden, mich von meiner Angst nicht mehr einschüchtern zu lassen.
Meine Schwäger in hat es da noch schwerer - Höhenangst, Flugangst, kann in keine Fahrstühle steigen... das schränkt sie schon sehr ein... Schade ist das - aber es gibt Hilfe.... :bindafür:

Margitta

Beitrag von Margitta » 13.03.2008, 15:48

also ich leide an Höhenangst, mein Mann und ich gehen ja sehr gerne in die Berge aber bei Gratwanderungen hört bei mir der Spass auf, bekomme dann gaaaanz weiche Knie und ein Zittern, aber ich versuche immer wieder diese Angst zu überwinden in dem ich versuche es ein Stück weit auszuhalten.

In einer Gondel fühle ich mich etwas sicherer die Hülle scheint mir ein gewisses Mass an Schutz zu bieten und wenn ich nicht runter schauen kann, ich es nicht aushalte.........so schaue ich halt gerade aus.

Als ganz junge Frau litt ich ein paar Jahre lang an einer Sozialphobie, ich bekam Angst bei Menschenansammlungen, habe es vermieden in Kaufhäuser zu gehen, es war mir z.B. nicht möglich in der Öffentlichkeit, z.B. Restaurant oder bei großen Familienfeiern zu Essen, hab dann keinen Bissen runterbekommen.

So eine Sozialphobie kann einem das Leben ganz schön schwer machen, kaum einer kennt sie, oder geschweige denn hat Verständniss dafür, diese Erfahrung mußte ich damals machen

und heute......seit vielen Jahren kann ich es wieder geniessen Essen zu gehen, ins Theater oder Kino zu gehen, die Phobie verschwand von selbst

Liebe Grüße Margitta

fabel

Beitrag von fabel » 14.03.2008, 08:35

Höhenangst habe ich auch. Ist allerdings nicht so schlimm, wenn ich mich in einem geschlossenen Raum in großer Höhe befinde. Im Freien ist es für mich schlimmer. Z.B im Urlaub waren wir auf einem Leuchtturm, ich konnte mich nicht vorne ans Geländer stellen. Da habe ich das Gefühl, gleich abzustürzen :eek: .

sinaf_123

Panik

Beitrag von sinaf_123 » 01.08.2010, 16:01

Hallo,

bei mir fing es vor 2 Jahren im Kino an.
Schlecht, raus und konnte nicht mehr rein.
Nichts dabei gedacht, gut mir war schlecht, geht wieder weg.
Dann kam es immer wieder.
Ich kann kein Bus mehr fahren, Menschenmengen auch schlecht, warten schlecht und Kino oder so sowieso nicht mehr.

Bei einigen Situationen war es auf einmal weg, kam aber bei einer anderen.

Immer das Gleiche: mir wird schlecht, Herzrasen, schwitzen und der Gedanke: ich muss raus - weg.

Ich verstehe das nicht, war immer unter sehr vielen Menschen, bin tausend Mal Bus gefahren und finde ich bin gar nicht der Typ für sowas.

Woher könnte das kommen?

Gruß Sina

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Beitrag von Rosenfan » 01.09.2010, 17:35

Wir haben letzte Woche einen Ausflug an den Chiemsee gemacht. Logisch waren da viel Leute , es ist ja Urlaubszeit. Als es ans austeigen ging und die Leute immer mehr zum Ausgang drückten musste ich mich schon beherrschen. :eek: Ich dachte mir ganz ruihg atmen du bist gleich draussen. Ich habe den Kontroleur gedutzt und sagte lass mich schnell raus, das hat er auch gleich gemacht.
Also da wo Gedrängel ist , wie in einem Konzert oder wie auf dem Schiff, das werde ich mir in Zukunft gut überlegen , ob ich da hingehe.
Woher das auf einmal kommt ist eine gute Frage.
Das würde mich auch interessieren.
LG Rosenfan


Laufe nicht bevor Du gehen gelernt hast.

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