Die Übungen

Bewegung, Entspannung und Pflege sind wichtig für Körper und Geist. Tipps, Tricks & Informationen ...
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Monique

Die Übungen

Beitrag von Monique » 03.08.2005, 15:51

WICHTIG ! HINWEIS !

Das Erlernen und die ersten Durchführungen dieser Übungen sollte definitiv nur unter professioneller Anleitung erfolgen und nach Absprache mit dem zuständigen Therapeuten oder Arzt.


Wohlfühlort oder innerer sicherer Ort

Der innere sichere Ort soll die Erfahrung von absoluter Sicherheit und Geborgenheit vermitteln (Reddemann und Sachsse, 1997). Gerade früh und komplex traumatiserte Menschen wurden in ihrer Sicherheit wesentlich beeinträchtigt, ja geradezu herausgerissen- wenn sie diese jemals erlebt haben. Auch emotionale Vernachlässigung oder gar emotionale Deprivation kann erheblich dazu beitragen. Da aber viele Betroffene sich einen solchen sicheren Ort nicht vorstellen können, verwendet Luise Reddemann inzwischen den Begriff Wohlfühlort, der auch für uns angenehmer ist.

Man kann sich einen Wohlfühlort frei wählen, auch ob er auf der Erde ist oder ob er außerhalb ist, auf einem anderen Planeten. Manche können sich einen solchen Platz auf der Erde nicht vorstellen. Wichtig ist, daß man sich nicht andere Menschen dazuholt, sondern lieber hilfreiche Wesen z.B. aus Märchen und Mythen. Luise Reddemann empfiehlt auf ihrer CD am Ende der Übung, sich einen Anker zu wählen, eine Geste, die man innerlich mit dem Wohlfühlort verbindet und diese sollte man dann immer, wenn mann an den Wohlfühlort denkt ausführen, damit man auch, wenn man diese Geste macht leichter an seinen Wohlfühlort kommt.

Entspannungsinduktion.-

"Ich bitte Dich jetzt, daß du in deinen Inneren schaust, nach einem sicheren Ort, an dem du dich ganz wohl fühlst und den nur du allein betreten kannst. Vielleicht siehst du Bilder, vielleicht spürst du etwas, vielleicht denkst du zunächst auch nur an einen solchen Ort. Lass Sie auftauchen, was immer auftaucht, und nehme Sie es an"

Wenn unangenehme Bilder kommen empfiehlt es sich weiterzugehen, jede bzw. jeder kann einen solchen nur guten Ort für sich finden, wo man sich vollkommen wohl fühlt. Manchmal ist der Ort so weit weg, daß man nicht weiß, wie man dort hingelangen kann, dann sind Hilfsmittel wie ein Boot oder ein Flugzeug oder ein Zauberstab erlaubt.

"Sag mir bitte bescheid, wenn du das Gefühl hast, daß du jetzt an deinem sicherem Ort bist. Wenn du möchtst kannst du mir jetzt deinen sicheren Ort beschreiben. Wenn es dir lieber ist, mir nichts darüber zu sagen, ist das für mich in Ordnung. Bitte prüfe , ob du dich dort wirklich ganz und gar wohl, sicher und geborgen fühlst. Schaue nach, ob du es dir dort wirklich bequem machen kannst. Es ist wichtig, daß du dich vollkommen wohl, sicher und geborgen fühlst. Richte dir den sicheren Ort also bitte so ein, daß dies möglich ist."

"Spüre jetzt bitte ganz genau, wie es deinem Körper damit geht, an diesem inneren sicheren Ort zu sein. Was siehst du ? Was hörst du ? Was riechst du ? Was spürst du auf der Haut ? Wie geht es deinen Muskeln ? Wie ist die Atmung ? Wie geht es deinem Bauch ? Nehme es bitte so genau wie möglich wahr, damit du weißt, wie es sich anfühlt, am diesem Ort zu sein......................................................."

Verabrede jetzt mit dir ein Zeichen, mit dessen Hilfe du jederzeit an den sicheren Ort gehen kannst. du kannst zum Beispiel eine Faust machen oder dir die Hände geben. Immer wenn du diese Geste machst , kannst du an den sicheren Ort gehen, wenn du es möchtst. Führe diese Gestik bitte jetzt aus, damit dein Körper sich erinnert. Die Gestik kann so sein, daß ich sie bemerken kann, aber auch so, daß nur du sie kennst...Spüre bitte noch einmal, wie gut es dir jetzt an diesem sicheren Ort geht, und komme dann bitte wieder zurück in diesen Raum

Monique

Tresorübung

Beitrag von Monique » 04.08.2005, 17:35

Die Tresorübung
Es gibt zahlreiche Variationen diese Übung durchzuführen, ich werde meine Lieblingsübung hier aufführen

Suche dir einen ruhigen Platz du kannst liegen, auf einem Stuhl sitzen oder auf der Couch sitzen.
Wenn du sitzt, dann stelle bitte deine Füße fest auf den Boden und spüre den Kontakt zum Boden, nimm ihn wahr, wie es sich anfühlt. Sind deine Füße warm?
Deine Beine haben vollen Kontakt zu deiner Sitz/Liegefläche, versuche dich zu entspannen. Stell dir vor unter deinen Füßen wäre weicher Sand, du bist am Strand.
Du spürst den warmen weichen Sand unter deinen Füßen, wie du über ihn gehst, ganz langsam. Du siehst das Wasser. Wie es rauscht, der Wind weht dir warm und leicht um die Ohren. Fühlst du dich wohl?
Möchtest du dort sein, oder lieber an einem anderem Ort?
Falls du an diesem Ort bleiben möchtest dann gehe jetzt bitte in das Wasser. Die Themperatur ist sehr angenehm, das kühle Nass steigt dir beim hineingehen immer höher, bis nur noch der Kopf aus dem Wasser ragt. Du atmest tief durch......... nochmal......... und nocheinmahl. Du hälst jetzt den Atem an und tauchst hinab ..................in die Tiefe............ so tief bis du einen Tresor entdeckst. Es ist ein wenig dunkler unten in der Tiefe und auch ein bischen kühler aber du kannst noch genug sehen und dir ist immer noch warm genug. Du steuerst auf den Tresor zu und entdeckst einen großen runden Knauf um den ihn zu öffnen. Du nimmst ihn in die Hand und drehst ihn.........1.......und du drehst weiter..............2...........und weiter............3...........weiter............4...........bis zur............5.................er öffnet sich, Du machst die Türe weit auf, ganz weit, und dann steckst du die Dinge hinein, von denen du im Glauben bist, dass du sie im Moment nicht brauchst. Lass dir Zeit damit, du hast genug Sauerstoff in deinen Lungen gespeichert, dir passiert nichts............................................... Überlege genau was du im Moment nicht nötig hast, und stecke es in den Tresor, Du kannst auch bedrohliche Dinge hinein stecken oder Dinge die dir Angst machen, Dinge die du verarbeitet hast, es passt eine Menge hinein.................................wenn du alles drin hast , dann schnippe einmal mit den Fingern............................. Fertig? dann mach die Türe zu, drehe den Knauf in die andere Richtung damit der Tresor sich vollständig schließt.
Tauche wieder auf, aber ganz langsam, spüre wie das Wasser an die vorbei fliest, du siehst die Sonne durch das Wasser schimmern und es wird wärmer.Dein Tresor ist an dieser Stelle sicher, keiner weiß wo er ist und keiner kann ihn öffnen, nur DU. An der Wasseroberfläche angekommen tauchst du wieder auf und holst einmal ganz tief Luft...................und nochmal ganz tief durchatmen.
Du schwimmst wieder an das Ufer und betrittst wieder den warmen weichen Sand, du gehst ein Stück des Ufers entlang und deine Haut trocknet sich schnell durch die Sonne. Deine Haare wehen leicht durch den Wind und du spürst wie das Nasse von dir geht. Du setzt dich wieder hin und spürst den Boden unter deinen Füßen. Du spürst nicht mehr den Sand sondern den festen Boden . Bewege deine Füße leicht und nehme den Boden war, bewege deine Hände um wieder in den Raum zurück zu kehren. Strecke deine Arme nach oben........................ zur Seite.........................du bist mit deiner Aufmerksamkeit wieder voll und ganz in diesem Raum. Öffne deine Augen.
Wenn du die Augen geöffnet hast strecke dich und recke dich.

Pudding

Beitrag von Pudding » 04.08.2005, 20:02

Das klingt für mich alles ganz neu, muss mich damit erst vertraut machen. Ich weiss nicht mal ob ich dazu fähig bin mich in einen solchen Wohlfühlort hineinzudenken und zu fühlen, ich habe bereits Schwierigkeiten bei normalen Entspannungsübungen. Hab bei mir immer gemerkt, dass nichts klappt, wenns um "Uebung" geht :oops: Das heisst nicht ich mich nicht entspannen kann, aber das als Uebung machen, das liegt mir nicht. Ich werde wohl mit kleinen Schritten mich da einarbeiten müssen, ist mir ein Versuch wert so eine Erfahrung zu machen.
Danke für deine Mühe dies hier mit uns zu teilen.

santiago

Beitrag von santiago » 26.04.2006, 07:50

Ich habe zwar noch keinen sicheren Ort gefunden, kann mir aber vorstellen das diese Übung einen sehr positiven Efekt hat.
Danke für die Idee..

santiago;)

Yasira

Beitrag von Yasira » 07.06.2006, 06:24

den text müsste man auf band sprechen. vielleicht noch mit ner ruhigen musik unterlegt. und sich dann einen ruhigen bequemen platz suchen, an dem man nicht gestört werden kann (kein telefon usw).

Monique

Beitrag von Monique » 07.06.2006, 10:07

Hallo Yasira
Deine Idee ist gar nicht mal so schlecht, allerdings kannst du dabei dann nicht dein eigenes Thempo bestimmen,
bist daran gehalten die Übung so zu nehmen wie sie vorgegeben ist, kannst sie nicht individuell für dich verändern, etc.

Entspannungsübungen sind eher geeignet vom Band abzuhören.


Schon sehr lange mache ich für mich diese Übungen, nicht mehr die vorgegebenen sondern eigene.
Habe viele Warnungen war genommen und dachte mir könnte nie passieren daß ich mal aus einer Übung rutsche, doch das kann sehr wohl passieren. mir ist es kürzlich einmal passiert, die Erfahrung war nicht sehr schön, man sollte vorher gelernt haben damit umzugehen, sonst hängt man ganz schön in den Seilen.

Muffin

Beitrag von Muffin » 07.06.2006, 21:53

Klasse Idee. Ich werde es auf alle Fälle einmal ausprobieren. Vielen Dank

Babsel

Beitrag von Babsel » 07.06.2006, 21:55

Danke, liebe Monique :knuddel:

Yasira

Beitrag von Yasira » 08.06.2006, 05:56

Monique hat geschrieben:Hallo Yasira
Deine Idee ist gar nicht mal so schlecht, allerdings kannst du dabei dann nicht dein eigenes Thempo bestimmen,
bist daran gehalten die Übung so zu nehmen wie sie vorgegeben ist, kannst sie nicht individuell für dich verändern, etc.

Entspannungsübungen sind eher geeignet vom Band abzuhören.


Schon sehr lange mache ich für mich diese Übungen, nicht mehr die vorgegebenen sondern eigene.
Habe viele Warnungen war genommen und dachte mir könnte nie passieren daß ich mal aus einer Übung rutsche, doch das kann sehr wohl passieren. mir ist es kürzlich einmal passiert, die Erfahrung war nicht sehr schön, man sollte vorher gelernt haben damit umzugehen, sonst hängt man ganz schön in den Seilen.
hallo monique, ich weiss genau was du meinst.
man kann ja - um es "auswendig zu lernen" erstmal auf band sprechen. wenn ich die übung intus habe, übernehme ich die regie. so handhabe ich es auch mit den yogaübungen. es gibt tage, da übernehme ich das programm, das thempo von der dvd. dann gibts aber auch tage an denen ich nur ganz bestimmte übungen machen möchte (oder darf) ...und diese auch über nen längeren zeitraum.

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