Haben wir Frauen alles erreicht?

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Kathy
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Haben wir Frauen alles erreicht?

Beitrag von Kathy » 26.09.2011, 08:32

Mich würde mal interessieren, wie ihr mit eurem Leben als Frau zufrieden seid! Wir dürfen wählen, sind nicht mehr auf die drei K's reduziert - in der Werbung werden wir nicht mehr nur als Objekte gesehen, beruflich kann Frau was erreichen (mit Kindern) - Deutschland hat sogar eine Kanzlerin!

Ist es so gut, oder fehlt noch was zur Gleichberechtigung?
Der Blick des Verstandes fängt an scharf zu werden, wenn der Blick der Augen an Schärfe verliert.

Platon

mimi

Beitrag von mimi » 26.09.2011, 10:02

Das ist ein sehr interessantes Thema.

Spontan sage ich, dass ich sehr zufrieden bin. Denn ich habe das erreicht, was ich im Rahmen meiner Möglickeiten erreichen konnte.
Gerade in meinem Beruf sind die Chancen und auch die Bezahlung von Männern und Frauen gleich, was leider in vielen Berufszweigen noch nicht üblich ist, teilweise bestehen hier doch noch gravierende Unterschiede. Das ist ein Nachteil.

Dass Frauen wie auch Männer heute einen Schulabschluss machen dürfen ist heute selbstverständlich, wie auch ein Studium. Frauen dürfen wählen und es ist für uns selbstverständlich eine Karriere anzustreben.Dass
dies erreicht wurde ist vielen mutigen Frauen zu verdanken, die sich darum bemüht haben.

Früher war es gesellschaftlich nicht üblich, dass Frauen Karriere machten, in der Gesellschaft sah man das nicht gerne, was teilweise aber heute auch noch so ist.
Frauen hatten für Kinder, Haus und Herd zuständig zu sein.

Klasse finde ich, dass heute keine Frau mehr in Deutschland heiraten muß (aufgrund ihrer Berufsmöglichkeiten), um versorgt zu sein und die Frauen können über ihr Schicksal selbst bestimmen.

Eine Frau, die berufstätig ist, gehört heute zum Allgemeinbild auch oft, weil der Verdienst eines Mannes auch nicht mehr reicht, oder man sich nicht einschränken will.

Ein großer Fortschritt gilt m.E. der Einführung der Anti-Baby-Pille für viele Frauen ein großer Erfolg selbst über die Planung der Kinder zu entscheiden.

Sara
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Beitrag von Sara » 26.09.2011, 16:43

Um auf die Überschrift zu antworten, würde ich sagen JA.
Ich denke, jede Frau kann das erreichen, was sie selbst will.
Bestimmt gibt es Einzelfälle (Schicksale), wo das nicht zutrifft aber im großen und ganzen stimmt das schon.

Ich finde die Gleichberechtigung so wie sie ist gut.
Frauenquoten braucht es keine, denn dann werden Frauen nur ernst genommen, weil man es muß.

Ich persönlich bin zufrieden mit meinem Leben wie es ist. Ich kenne es aber nicht anders, bin auch so aufgewachsen.
Ich habe Job und Kind und einen Mann, dem klar ist, dass Haushalt und Kind beiden gehören. Wir verdienen beide Geld, kümmern uns beide ums Kind und machen beide den Haushalt, bzw. bezahlen die Putzfrau.

mary

Beitrag von mary » 26.09.2011, 17:37

Manchmal überkommt es mich, und ich denke, wie hatten es die frauen früher doch schöner mit den 3 Ks. Vior allem, wenn es im Job mal wieder sehr stressig zuging, und ich nicht gewillt war, die ganze Verantwortung auf meine Schultern zu nehmen.
Dennoch bin ich froh, schon immer arbeiten zu können, weil ich das Stück finanzieller Sicherheit für mich alleine brauche. es war wohl nicht so pralle, früher als nur hausfrau auf das Geld vom Ehemann angewiesen zu sein, kien Führerschein machen zu dürfen, wenn er nicht damit einverstanden war, und paar andere schotten aus der Zeit um und vor 1950.
Ich bin zufrieden mit dem, was ich in dem letzten Vierteljahrhundert erreicht habe- Haus bezahlt, Baum gepflanzt, und Sohn gezeugt :cool:

Vicky

Beitrag von Vicky » 26.09.2011, 17:55

Ich denke, dass wir hier zufrieden sein könnten, wenn es in anderen Kulturen auch langsam besser für Frauen würde, dann wäre ich völlig glücklich.
Was mich betrifft, ich habe alle Bildungsmöglichkeiten genutzt, habe studiert, hatte einen Beruf, der mir meist Spaß gemacht hat.
Und mit meinem Mann zusammen haben wir 1980 beschlossen, aus dem Berufsleben auszuscheiden. Das hatte politische Gründe.
Bis 1989/90 waren wir selbstständig und hatten einen "schwungvollen"
Drogenhandel....... ;)
Die Wahl zwischen Geld und Zeit war leicht, wir müssen nicht jeden Kokolores haben, müssen niemanden was beweisen und wir sind beide nicht ehrgeizig.............
Gut, es war ein Glücksfall, dass jeder von uns ausreichend Geld hatte, um so zu leben, wie wir es tun............
Das ist sicher nicht jedermanns Ding und das ist auch gut so.
Zuviele Privatiers, naja, wäre auch nicht so toll.
Wir sind von niemanden abhängig, müssen bei keinem Kratzfüße machen, wir müssen uns nicht mal dolle anpassen, um vllt. zu bestimmten Kreisen zu gehören.
Das haben wir auch kennengelernt und wir fanden es einfach als vergeudete Zeit.
Und man muss auch ein bisschen Stolz entwickeln, dass wir uns so gut abkapseln konnten von unwichtigen Treffen und Gesprächen..............
Stolz ist vllt. nicht das richtige Wort, ich nenne es immer , die Spreu vom Weizen trennen. Aus beruflichen-gesellschaftlichen Gründen muss keiner von uns sich mit Spreu zufrieden geben.
Mag manchen vllt. etwas hochmütig erscheinen, aber man muss manchmal Entscheidungen treffen, die unpopulär sind, aber für uns eben gerade richtig.

mary

Beitrag von mary » 26.09.2011, 18:13

Ich denke, Vicky, wichtig ist, daß man mit sich selbst zufrieden ist.
Ob die anderen mit und zufrieden sind, ist doch relativ egal.
"Sterben muß ich selbst, also lasst mich leben, wie ich möchte".

Schön, deine Überlegungen und Feststellungen zum Thema Leben und Zufriedenheit zu lesen.

Vicky

Beitrag von Vicky » 26.09.2011, 18:50

@ mary

es ist richtig, was Du sagst, wichtig ist, dass man so lebt, wie man es möchte.
In unserem Fall war das aber auch manchmal auch unbequem.
Ich hab das schon mal erklärt, aber wir haben nur eine Sondergenehmigung in die Selbstständikeit bekommen, damit wir wieder kontollierbar wurden zu DDR Zeiten.

Vicky

Beitrag von Vicky » 26.09.2011, 18:51

@ mary

es ist richtig, was Du sagst, wichtig ist, dass man so lebt, wie man es möchte.
In unserem Fall war das aber auch manchmal auch unbequem.
Ich hab das schon mal erklärt, aber wir haben nur eine Sondergenehmigung in die Selbstständikeit bekommen, damit wir wieder kontollierbar wurden zu DDR Zeiten.

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Rosenfan
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Beitrag von Rosenfan » 26.09.2011, 18:52

Ich bin auch zufrieden, mit dem was ich erreicht habe. Ich habe meinen Beruf, und vor meinem Kind auch gut verdient. Ich habe den Mann bekommen, den ich unbedingt wollte, und wir haben eine wunderbare Tochter zusammen. Die Hauptsache ist, dass wir gesund sind, alles andere kann man früher oder später noch erreichen. Gut und ein schönes Häuschen haben wir auch und vor allem habe ich meine Tiere, ohne die mein Leben leer wäre, bei mir gehören Tiere einfach dazu. Ausser mal in den Urlaub zu fahren, muss ich sagen, fehlt mir nicht viel. Und ich darf auch meine guten Freundinnen nicht vergessen. Kurzum, ich bin zufrieden. :cool:
LG Rosenfan


Laufe nicht bevor Du gehen gelernt hast.

Vicky

Beitrag von Vicky » 26.09.2011, 18:54

Ich hatte eine komische Fehlermeldung, und nun ist wieder was doppelt.
Naja...................

Maria*

Beitrag von Maria* » 26.09.2011, 19:13

Vicky hat geschrieben:Ich hatte eine komische Fehlermeldung, und nun ist wieder was doppelt.
Naja...................
Anmerkung:
Bei mir hört es nicht auf zu laden.
Ich klicke dann einfach weg und der Beitrag kommt trotzdem.

Maria*

Beitrag von Maria* » 26.09.2011, 20:44

Wir Frauen haben viel erreicht, finde ich.
Noch schöner wäre es, wie Vicky schon sagt, wenn alle Frauen dieser Welt dieses Privileg genießen könnten.
Aber bis dahin dauert es wohl noch etwas...
Es wäre schön, könnte man in 100 Jahren noch einmal in diese Welt zurückkommen um zu sehen, wie sich alles entwickelt hat....

Ich persönlich fühle mich ganz wohl in meiner "Frauenrolle".

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Kathy
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Beitrag von Kathy » 27.09.2011, 04:34

Also ich denke, es hat sich in den letzten 20 Jahren vieles verbessert, aber da wäre schon noch so einiges zu bemängeln:

Frauen sind in der "Chefetage" doch noch Mangelware.

Es ist schwerer für sie Karriere zu machen, sie müssen dabei um vieles besser sein als Männer und werden dabei auch noch stark nach der äusseren Erscheinung beurteilt (wass bei Männern nicht so wichtig ist).

Wenn Kinder da sind, sind erstmal die Mütter dafür zuständig - wenige Männer nehmen Erziehungsurlaub.

Sieht frau Statistiken an, so machen Frauen die Haushaltsarbeit.

Kinderbetreuungsplätze sind in Deutschland immernoch Mangelware.

Junge Männer können nicht schwanger werden (=Mehrkosten für den Arbeitgeber) also ziehen es doch viele AG vor, bei gleicher Qualifizierung Männer einzustellen.

Lt. neuesten Untersuchungen verdienen Männer bei gleicher Arbeit oft immernoch mehr.

Und die kath. Kirche? - Wie wäre es denn mal mit einer Päpstin?


Ich denke, hier gab es früher auch einen grossen Unterschied zwischen Ost- und Westdeutschland. In der alten DDR standen den Frauen mehr Berufe offen und es gab viel mehr Kinder-Betreuunsmöglichkeiten (über die Qualität kann ich aber leider nichts sagen ...) Diese Vorteile hätte man gut ins vereinte Deutschland mitnehmen können! :ja:
Der Blick des Verstandes fängt an scharf zu werden, wenn der Blick der Augen an Schärfe verliert.

Platon

Alex
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Beitrag von Alex » 27.09.2011, 05:42

Für mich persönlich bin ich auch zufrieden mit meinem Leben als Frau.
Finanziell nie von einem Mann abhängig zu sein war und ist mir immer sehr wichtig. So wurde ich erzogen, meine Mutter wurde selbst mit 29 Witwe in einer Zeit, in der Frauen noch nicht so viele Wege offen standen, und ihr war wichtig, dass ihre Töchter einen guten Beruf erlernen und für sich selbst sorgen können.

Ansonsten sehe ich es aber wie Kathy. Es gibt doch noch erhebliche Defizite und Ungleichgewichte zw. Mann und Frau - auch in unserer Gesellschaft - und gerade was den unterschiedlichen Verdienst von Männern und Frauen bei exakt gleicher Tätigkeit betrifft.
Auch die Tatsache, dass Frau später kaum Rente erhält wenn sie jahrelang den Haushalt gemacht und sich um die Kindererziehung gekümmert hat, ist schlicht und ergreifend nicht gerecht. Da fehlt doch die Anerkennung.

Ganz zu schweigen von anderen Ländern und Kulturen in denen die Frau unterdrückt wird - und das nicht nur was die "Kleiderordnung" betrifft.

Alex
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Beitrag von Alex » 27.09.2011, 06:05

Maria* hat geschrieben:
Vicky hat geschrieben:Ich hatte eine komische Fehlermeldung, und nun ist wieder was doppelt.
Naja...................
Anmerkung:
Bei mir hört es nicht auf zu laden.
Ich klicke dann einfach weg und der Beitrag kommt trotzdem.
Ja, so ging es mir gestern Abend auch. Das ist immer mal wieder der Fall - aber auch nur hier im Frauenforum. Würde mich mal interessieren woran das liegt.
Danke nochmal Maria und Mary für den Werblockertip - funktioniert hervorragend. :ja:

mimi

Beitrag von mimi » 27.09.2011, 07:04

Richtig, es ist realativ selten, dass Frau in der freien Wirtschaft in der Chefetage sitzen.

Als Beamtin ist es im höheren bzw. gehobenen Dienst schon geläufiger,
dass Frauen in der Chefetage sitzen. So haben wir ja auch eine Bundeskanzlerin, Bürgermeisterinnen und auch Amtsleiterinnen.

Da die Stellen ja auch dementsprechend besoldet werden ist die
Bezahlung ob nun Mann oder Frau gleich.

Sara
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Beitrag von Sara » 27.09.2011, 07:55

Ich sehe das etwas anders, als ihr beiden, Kathy und Alex.

In einem hast du Recht, Kathy, es gibt ein ganz schönes Ost-West-"Gefälle". Es gab ein paar Dinge, die in der DDR gut waren - so zum Beispiel, dass Frauen ganz selbstverständlich einer Berufstätigkeit nachgehen, während zu gleichen Zeiten im "Westen" per Gesetz Frauen ihren Ehemannn noch um Erlaubnis fragen mußten, ob sie Arbeiten dürfen oder nicht. Im Osten gab es auch flächendeckend gute Betreuungsmöglichkeiten und gibt es auch jetzt noch. Deswegen ist für mich die Gleichberechtigungsdisskussion ziemlich überflüssig. Ich kenne es als Selbstverständlichkeit. Das ist auch eher eine Sache des "Westens", wo Frauen wirklich um ihre Recht käämpfen mußten. Während dies im Osten selbstverständlich war und Frauen einfach "gemacht" haben und nicht geredet.
Den Unterschied zwischen Ost und West gibt es heute noch. Während die junge Generation (also jünger als ich) langsam nachzieht. Und die Kinderbetreuungsmöglichkeiten werden auch im Westen Stück für Stück immer besser.

Für mich ist Gleichberechtigung aber nicht eine Sache unserer Gesellschaft, sonmdern eine Sache der Frauen selbst. Wenn ich sage, selbst ist die Frau, dann meine ich, das Frauen alles erreichen könne, was sie WOLLEN. Ein Großteil der Frauen WILL überhaupt nicht so viel arbeiten wie die Männer, WILL nicht Karriere machen, WILL mit den Kindern zu Hause bleiben. Viele fühlen sich wohl in dieser Rolle. Das ist auch in Ordnung, nur kann man sich nicht beschwerern, dass es ungerecht ist.

Wenn man Verdienste vergleicht, sollte man wirklich Gleiches mit Gleichem vergleichen: Gleiche Bildung, gleiche Berufserfahrungsjahre. Wenn Frau dann weniger verdient als Mann, dann hat sie vielleicht schlechter verhandelt?

Was ich auch schlimm finde, ist dass frauenlastige Berufe wie Erziehrinnen, Grundschullehrerinnen, Friseurinnen, Pflegebrufe (gibt bestimmt noch viele Beipsiele) grundsätzlich schlecht bezahlt werden. Das ist wirklich ein großer Negativpunkt, wo sich etwas ändern müßte. Wäre das nicht so, gäbe es bestimmt auch mehr Männer in diesen Berufen und das würde der Gesellschaft gut tun.

Wenn es Statistiken gibt, dass Frauen mehr im Haushalt tun, liegt das auch an der Gesellschaft? Oder an der Frau selbst, wenn sie sich das gefallen läßt? Oder Frau will es selbst so? Letzteres denke ich nämlich.

Ich arbeite in der freien Wirtschaft einer Männerdomäne und dort als Führungskraft und haben nie erfahren, nicht gleich behandelt worden zu sein. Ich finde, Vorteile und Nachteile, die man mit geschlechtsspezifischen Eigenheiten hat, halten sich die Waage.
Alle meine Freundinnen haben 1-3 Kinder und arbeiten alle. Viele haben sich in die Elternzeit mit ihren Männdern geteilt.
In meinem Mama-Forum (und das ist mit 70 Frauen ein guter für Statistiken geeigneter Schnitt quer durch Deutschland) gibt es viele Frauen mit Minijobs, weil sie gar nicht mehr arbeiten wollen. Weil sie gern mit ihren Kindern zu Hause sein wollen, mittags kochen wollen, wenn die Schule aus ist. Und weil es sich "nicht rechnet", wenn sie mehr arbeiten würden.
Es gibt aber auch Beispiele, wo beide arbeiten. Eine Mutter hat 4 Kinder und sich kürzlich erst neu beworben und konnte sich aussuchen, wo sie anfängt. Sie ist aber sehr qualifiziert und ihr Lebenslauf zeigt, dass sie auch mit Kindern arbeiten kann und will und auch zwischen den Kindern immer gearbeitet hat. Sie hat auch eine Führungsposition.
Weiterhin gibt es in dem Forum Frauen, die Familienernährer sind, wo die Männer zu Hause bleiben. Oder auch Beispiele, wo beide Elternteile Teilzeit gehen, um beide für die Kinder da zu sein. Es gibt da kein einziges Beispiel einer Frau, die gern Karriere machen will, es aber nicht geht.
Doch eine alleinerziehende mit 3 Kindern, davon 2 behindert, die wirklich unverschuldet von Hartz 4 lebt, die gern arbeiten würde, aber es einfach auf Grund des Pflegeaufwandes nicht hinkriegt, zumal die (3 verschiedenen Väter) sich auch NULL um die Kinder kümmern. Solche Beispiele/Schicksale gibt es natürlich auch.

Aber im Großen und Ganzen ist meiner Meinung nach alles möglich, was Frau will.

mimi

Beitrag von mimi » 27.09.2011, 08:14

"Wenn man Verdienste vergleicht, sollte man wirklich Gleiches mit Gleichem vergleichen: Gleiche Bildung, gleiche Berufserfahrungsjahre. Wenn Frau dann weniger verdient als Mann, dann hat sie vielleicht schlechter verhandelt? "



Genauso sehe ich das auch !!!!

mary

Beitrag von mary » 27.09.2011, 09:04

Zu den Verdienstunterschieden kann ich nichts sagen- ich, meine weiblichen und männlichen Kollegen/innen werden nach Tarifvertrag bezahlt, somit kommt keine Ungerechtigkeit vor.

Alex
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Beitrag von Alex » 27.09.2011, 12:11

Soviel ich weiß verdienen z.B. Architektinnen aber auch Bankkauffrauen und Erzieherinnen immer noch weniger als ihre männlichen Kollegen.

Ja Sara, da hast Du Recht. Im Großen und Ganzen kann Frau fast alles erreichen was sie will, abgesehen von kath. Priesterin vielleicht, aber na ja......
OB sie es will ist natürlich eine andere Frage.
Ich finde aber Hausarbeit und Kindererziehung ist auch Arbeit und die Frau sollte später nicht mit einer geringen Rente abgespeißt werden weil sie sich entschlossen hat zumindest für ein paar Jahre für Kinder und Mann da zu sein.
Für mich wäre zu Hause bleiben nix aber ich ziehe trotzdem den Hut vor diesem Job und würde da nicht tauschen wollen.
Klar, der Optimalfall wäre wenn beide arbeiten könnten und sich den Haushalt teilen würden.
Ist sehr gut möglich, dass Frauen sich in die Hausarbeit nicht gerne reinreden lassen und diese als ihre Domäne empfinden oder Mann es ihnen sowieso nicht recht machen kann. Somit bleibt dann natürlich ganz automatisch mehr an ihnen hängen.

Zumindest aber kenne ich auch Beispiele wo auch Männer Elternteilzeit nehmen und das ist schon erfreulich, finde ich.

Vicky

Beitrag von Vicky » 27.09.2011, 12:19

@ Sara

Du hast vieles angesprochen,was ich in den diversen Foren und auch hier ebenfalls auch angesprochen habe.

Inzwischen sind ein paar Ostfrauen hier und es freut mich, dass es endlich mal bestätigt wird, dass es die Frage, dass Frauen einen Beruf erlernen, hier nicht zur Deabatte stand.
Sicher hat man die Arbeitskraft der Frauen auch aus wirtschaftlichen Gründen gebraucht, das ist aber wieder ein anderes Feld.
Mir ist als junger Mensch nie in den Sinn gekommen, Mutter und Hausfrau zu
sein, als Lebensziel.
Viele Frauen aus der ehemaligen DDR verstehen einfach nicht, warum
sie , eigentlich gut ausgebildet, als erste Opfer der Einheit wurden und oft genug gegen Nullen, die im Westen nichts gebacken bekamen, ausgetauscht wurden.
Glücksritter und Schwätzer, die sich vllt. besser verkaufen konnten.
Ich persönlich wollte lieber einen anderen Weg, als einfach "übernommen" zu werden.
Mir gefällt der Weg der Polen, Tschechen , Slowaken und Ungarn besser.
Weil langsamer und auch überlegter.
Hier hat man mit dem Geld gewinkt und alle Ideale waren plötzlich vergessen.
Und das bestätigt meine Vermutung, dass man mit Geld alles kaufen kann, sogar Menschen.
Und die bessere Möglichkeit wurde einfach verschenkt.

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