Pflegeheim

Ob toller Tag, Erfolge oder Nerviges - Mädels hier wird geratscht - Macht einfach mit!
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grittel

Pflegeheim

Beitrag von grittel » 22.03.2011, 09:31

hallo, ich bin wieder online!

Nach nun einigem hin und her haben wir nun die Schwieeltern ins Pflegeheim. Es ist allen nicht leicht gefallen und auch wenn hier jemand der Meinung sein sollte, es ist "Abschiebung", dem möchte ich wirklich entgegnen, schau euch die Heime erst einmal an und dann werdet ihr merken, hie rwird wirklich alles getan. Es gibt vielleicht ein paar wenige Heime, die ihre Patienten ins Zimmer legen und dann sagen, da bleibst du!

Aber es geht auch anders.
Wir haben uns einige angeschaut, und hatten die Wahl zwischen ca 10 im Umkreis. Preis Leistung alle so +/- 100,00 Euro. Personalbestückung überall etwa gleich. Ein Pfleger/in auf 2 Personen bei Pflegestufe 2 , das ist ok. Und wir haben ein Doppelzimmer bekommen.
Möbel dürfen wir, wenn wir möchten, auch noch zusätzlich mitbringen. Es ist keine Residenz, aber schön und sauber, mit viel Personal.
Unsere Entscheidung wurde innerhalb 2 Tagen getroffen, nachdem eine meiner Schwägerinnen von jetzt auf gleich nicht mehr erschienen ist, private häusliche Probleme. Eigentlich kein Wunder, denn wenn man von morgens bis abends außer Haus ist, daneben aber 3 Kinder, einen Hund, und noch das eigene Haus hat, dann muss man sich nicht wundern, wenn es mit den Kindern irgendwann daneben läuft.
Aber sie wollten es ja alle beide, und sie sind daran leider kaputt gegangen.
Die andere istam Rande eines Nervenzusammenbruchs, hat nur noch Tiefschläge an jeden und alles ausgeteilt.

Die Schwieeltern haben sich nur noch bedienen lassen, ok, Schwiemutter hat angeblich ja nix mehr zu essen gewollt, und der Schwievater hat nur noch Schmerzen und nur noch gejammert.

Aber, einen Tag nach der Einlieferung ins Sniorenpflegeheim der Beiden, sind wir aus dem Staunen nicht mehr herausgekommen.

Schwievater, der sich immer geweigert hat, der Mutter mal wenigstens etwas zu trinken zu geben, oder mal aufzusteheh und sich zu waschen, alles abgelehnt hat, war wie umgewechselt. hat nicht mehr gejammert, ist morgens frisch gebügelt und geschniegelt auf der matte gestanden, die Schwiemutter haben sie aus dem Bett in einen Rollstuhl gesetzt, was wir nie gewagt hätten, und er hat sie in den Frühstücksraum geschoben und zusammen mit den anderen wurde gefrühstückt. Und, beide haben gegessen, Mutter wurde gefüttert und er hat seine "Reiterchen" artig verputzt! Und das Beste, am Nachmittag hat er mit Muttern einen Spaziergang auf die Dachterrasse gemacht. Wir kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus.
Am nächsten Tag hat er bei mir ne neue Hose bestellt....... ;) die alte ist ja, da er so abgenommen hatte , 1 km zu groß.
Gestern hat Muttern zum ersten mal etwas "Ball" gespielt mit dem Pfleger! Und sie schläft nachts und nicht mehr am Tag!

Ich weiß, sie sind deshalb noch nicht gesund, und das wird auch nicht mehr, aber es freut!

Und, ich bin froh, dass es so gekommen ist, nicht auszudenken, wenn das mit dem Heim nach hinten losgegangen wäre, die Schwägerinnen hätten meinen Mann in der Luft zerissen.

Hier sind sie nun!
http://www.quellenhof-seniorenpflege.de/malscherhof.asp

liebe Grüße grittel

fabel

Beitrag von fabel » 22.03.2011, 10:08

Es freut mich, dass ihr einen Platz in einem Heim gefunden habt. Das ist sicher die beste Lösung für alle und ich sehe es überhaupt nicht als Abschiebung. Jeder hat sein Leben und einfach mal so die Pflege von Angehörigen zu übernehme ist leichter geagt als getan. Also wenn irgendjemand dich dafür angreift, dann solltest du das nicht persönlich nehmen und solche Leuteich links liegen lassen.

Maria*

Beitrag von Maria* » 22.03.2011, 10:12

Hallo Grittel.
Deinem Bericht zufolge hat man den Eindruck, daß es gut ist wie du dich entschieden hast. Die Beiden werden sich sicher gut einleben. Und bestens versorgt sind sie auch.
Das Heim macht einen sehr guten Eindruck, ich denke den beiden wird es dort schon gefallen.
Ich hatte ein ähnliches Problem vor 6 Jahren mit meiner Mutter, sie ist jetzt in einem Heim wo sie mehr Aktivitäten erfährt als früher bei sich zu Hause.
Schade, daß es noch zu viele negativ-Heime gibt.
Also ich denke, daß du alles richtig gemacht hast.

Vicky

Beitrag von Vicky » 22.03.2011, 12:43

Hi Grittel,

ich habe ja schon mal gesagt, dass die Pflege auch mit Fremdhilfe nicht leicht ist.
Und im Falle Deiner Schwiegereltern,hab ich mich eh schon gewundert, dass man die Beiden nach Hause entlassen hat.
Und lass Dir auch von niemanden einreden, dass das nicht okay ist.
Naja und wie Du gesehen hast, haben Beide ja einen Schubbs voran bekommen.
Gesund werden die Zwei sicher nicht wieder und so,wie ich es von Dir mitbekommen habe, sah es recht düster für sie aus.
Dann willkommen zurück,Gritteline.............mach erst mal einen Urlaub mit Deinem Mann und erhol Dich gut, kannst es sicher brauchen.

Lieben Gruß
Vicky

grittel

Beitrag von grittel » 22.03.2011, 13:07

Vicky hat geschrieben:Hi Grittel,

ich habe ja schon mal gesagt, dass die Pflege auch mit Fremdhilfe nicht leicht ist.
Und im Falle Deiner Schwiegereltern,hab ich mich eh schon gewundert, dass man die Beiden nach Hause entlassen hat.
Und lass Dir auch von niemanden einreden, dass das nicht okay ist.
Naja und wie Du gesehen hast, haben Beide ja einen Schubbs voran bekommen.
Gesund werden die Zwei sicher nicht wieder und so,wie ich es von Dir mitbekommen habe, sah es recht düster für sie aus.
Dann willkommen zurück,Gritteline.............mach erst mal einen Urlaub mit Deinem Mann und erhol Dich gut, kannst es sicher brauchen.

Lieben Gruß
Vicky
Hallo Vicky,
ja, genau das werden wird tun,nächste Woche, evtl. Seeluft in NL tanken für mal 5 Tage! Wir haben es bitter nötig!
Und dann werde ich wieder ein bisserl arbeiten gehen, da freue ich mich auch wieder drauf.

lg grittel

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Beitrag von Rosenfan » 22.03.2011, 15:24

Hallo Grittel,

von Abschiebung kann doch garnicht die Rede sein. Den Beiden geht es doch jetzt viel besser und ihr alle müsst Euch nicht mehr aufarbeiten.
Die, die so blöd daherreden haben doch überhaupt keine Ahnung von der Pflege, wie schwer das für die Angehörigen ist.

Jetzt erholt Euch erst mal gut im Urlaub, und lasst die Seele baumeln.
LG Rosenfan


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Beitrag von indigo » 22.03.2011, 16:48

@grittel, das freut mich für Dich/Euch, dass Ihr das nun so gehändelt habt.

Bei uns war das ja auch so, meine Mutter geht es im Heim besser, als allein zu Hause und auf die ambulante Pflege zu warten.
Im Heim werden sie auch anders beschäftigt. Wir sind auch froh darüber und egal, was das nun kostet.
Man muss ja trotzdem immer Präsend sein auch wenn die Leutchens im Heim sind.
Ich habe lfd. irgendwas zu tun, was mit meiner Mutter zu tun hat. Und das reicht mir, ehrlich gesagt.
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Vicky

Beitrag von Vicky » 22.03.2011, 18:51

Das machste richtig,erst mal weg von dem ganzen Elend und neue Kraft tanken.
Und indigo hat recht, auch in einem Heim ist es angesagt, dass man sich
kümmert.
Aber das können die beiden Grazien machen, die sich Töchter nennen.
Naja, das musste auch mal gesagt werden.

Bei meinem Vater war fast täglich jemand von uns bei ihm. Und auch zu unterschiedlichen Zeiten. Sicher tun die Plegeleuts ihre Arbeit,aber es ist bei uns so gewesen, dass es für den gesamten Komplex in jedem Haus nur eine
Fachkraft war, alle anderen hatten wohl einen Crash-Kurs in Sachen
Altenpflege.
Aber öfter, als mir lieb war, stand Väterchens Essen vom Mittag noch da und er hats nicht gegessen. Irgendwann kam dann jemand an, grabschte sich das Zeug und verschwand. Da wurde nicht gefragt, warum der Teller noch voll war.
Und mit dem trinken wars genauso...........
Aber trotz allem,unglücklich war mein Vater wohl nicht, wenigstens in den Zeiten, wo ich ihn gesehen habe....

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Beitrag von Sandrine » 22.03.2011, 18:52

Liebe grittel

ich stimme Dir zu, und freue mich, dass ihr eine gute Lösung gefunden habt.
Keiner kann verlangen und engstirnig darüber urteilen.
Wichtig ist, es ist für die Pflegebedürftigen eine gute Lösund getroffen.
Ich habe auch noch nicht alles hier gelesen, aber ich kenne Deine Geschichte.
Wenn es nicht anders geht ist es gut, dass solch "Unterkünfte" für Menschen gibt, die sich allein nicht mehr selbst versorgen können.
Keiner muß sich rechtfertigen und keiner kann urteilen, der sowas nicht mitgemacht hat.

Für Dich ist doch schön, zu sehen, dass alles seinen Gang dort geht und glaube mir, sie werden aufleben, weil sie rund um die Uhr "aufgepasst" werden und was das Schöne ist, sie fügen sich der neuen Situation und finden sich in deren Alltag rein.
Für alle Beteiligen ist dieses die beste Lösung.
Ich freue mich mit Dir und wünsche Dir von Herzen alles Gute
liebe Grüsse von Sandrine

werde bloß nicht bequem, sonst zieht an dir das Leben vorbei
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grittel

Beitrag von grittel » 22.03.2011, 19:07

au ja, präsent ist man auch hier noch.
Gerade hat erangerufen, ob ich morgen komme und ihm seine Hosen ändern kann, sind alle zu weit. Und seine Tochter (Schneiderin) will er nich behelligen, sie habe ja genug zu tun..............autsch, aber sicher, ich kommmmmmeeeeee.............
Ach was solls, die halbe Stunde tut nicht weh, hab ja morgen sonst nix zu tun. Bin zwar keine Schneiderin, aber ich lasse eben arbeiten, ist ja nicht mein Geld!

lg grittel

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Beitrag von maori » 22.03.2011, 22:42

Hallo grittel,
ich kenne zwar deine Vorgeschichte nicht, bin ja auch noch ein Frischling hier im Forum.
Aber niemand hat das Recht zu Urteilen, Abschiebung oder sonstige Aussagen.
Die Entscheidung fällt sicher nicht leicht und man Versucht das beste zu machen in einer manchmal ausweglosen Situation von/für Senioren, glaube mir ich habe da schon einiges erlebt.

Glaube nicht immer alles was man Dir im Heim erzählt sowieso nicht an einen kurzen Besichtigungstermin (ich nenne es manchmal Verkaufsgespräch)oder der Termin für die Unterzeichnung vom Heimvertrag, ich vermute mal das Du nicht im Pflegebereich arbeitest.

Aber habe dennoch ein wachsames Auge, am Anfang sieht alles wunderbar aus und nach einer Weile kommt das wahre zum Vorschein.
Wie Vicky schon kurz geschrieben, hat das Essen bleibt stehen, Getränke naja.
Mancher Toilettengang oder Wechsel der Einlage wird vergessen, Aktivierungen oder Gehübungen und was ist wenn die Fachkraftquote stimmt und diese mehr delegieren als............................
Ach ja ich muss aufhören, aber so sieht leider die Mehrheit aus sicherlich gibt es auch Ausnahmen, möchte einfach für Euch hoffen das ihr eine Ausnahme gefunden habt.

Präsent sein ist wichtig um zu erkennen ob es hier irgendwelche Qualitätsmängel gibt, aber das heisst nicht das nur Du bei deinen Schwiegereltern sein mußt, es gibt doch noch zwei Töchter also Bitte die sollen auch was tun.

Grittel wenn Du Fragen hast nur zu ich, helfe gerne wenn ich kann oder irgendetwas schwierig wird.................................

Also deine Schwiegereltern machen im Moment ja einen richtig rüstigen Eindruck, wie alt sind sie denn?

Gesund werden sie sicher nicht mehr, viel wichtiger ist das sie einen würdigen Lebensabend verbringen dürfen.
Aber manchmal ist es so sie kommen ins Heim haben Freude und wenn ein bisschen Zeit verstrichen ist dann ist es möglich sie Resignieren wieder und sie verändern sich sehr schnell wieder.
Sei auf sowas ein wenig vorbereitet.

Gib auch ein wenig auf dich acht nicht gleich springen wenn sie was möchten (es sind auch noch andere da) irgendwann wird es sonst zur Regel und sie könnten es verlangen. Aber wenn Du schon immer ein sehr gutes Verhältnis zu deinen Schwiegereltern hattest dann ist es sehr schön.

Erhole dich erst einmal von den ganzen Strapazen oder wie Du schon sagst macht ein paar Tage Urlaub.
Liebe Grüße Maori


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indigo
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Beitrag von indigo » 23.03.2011, 00:17

maori hat geschrieben:Glaube nicht immer alles was man Dir im Heim erzählt sowieso nicht an einen kurzen Besichtigungstermin
Naja, daran glaubt ja hier niemand.
Es kommt immer drauf an, was man glauben möchte.
Ich habe schon meine Schwiemu 8,5 Jahre im Heim gehabt und jetzt meine Mutter.
Und wenn es gar nicht geht, muss man eben wechseln. Das brauchten wir aber bisher bei keinem.

Wenn man nicht mehr kann und solchen alten Menschen nicht versorgen kann, schaut man manchmal über was hinweg.
Ich sage immer: Hauptsache es ist sauber und auch meine Mutter.
Versorgt wird sie rund um die Uhr, ich sorge für die Windeln und co.
Es gibt auch nicht nur geliefertes Essen, sondern sie kochen auch selbst, wo meine Mutter auch Kartoffeln schälen muss/möchte. ;D
Gebastelt wird, wo meine Mutter nie im Leben gebastelt hatte.
Und so kann ich noch mehr aufzählen.
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grittel

Beitrag von grittel » 23.03.2011, 08:25

indigo hat geschrieben:
maori hat geschrieben:Glaube nicht immer alles was man Dir im Heim erzählt sowieso nicht an einen kurzen Besichtigungstermin
Naja, daran glaubt ja hier niemand.
Es kommt immer drauf an, was man glauben möchte.
Ich habe schon meine Schwiemu 8,5 Jahre im Heim gehabt und jetzt meine Mutter.
Und wenn es gar nicht geht, muss man eben wechseln. Das brauchten wir aber bisher bei keinem.

Wenn man nicht mehr kann und solchen alten Menschen nicht versorgen kann, schaut man manchmal über was hinweg.
Ich sage immer: Hauptsache es ist sauber und auch meine Mutter.
Versorgt wird sie rund um die Uhr, ich sorge für die Windeln und co.
Es gibt auch nicht nur geliefertes Essen, sondern sie kochen auch selbst, wo meine Mutter auch Kartoffeln schälen muss/möchte. ;D
Gebastelt wird, wo meine Mutter nie im Leben gebastelt hatte.
Und so kann ich noch mehr aufzählen.
So ähnlich ist es hier auch. Die Heimbewohner dürfen mithelfen, müssen aber nicht. Das was sie nicht dürfen, ist morgens nicht aufstehen.
Nein, da heißt es, wir waschen uns, die Schwester hilft und beim Toilettengang wird nicht nur die Windel angezogen wie vorher zu hause. Nee, da heißt es, wenn sie müssen, dann sagen sie es dem Pfleger. Und siehe da, es funzt!
Und es wird gemeinsam gefrühstückt und es wird darauf geachtet, dass gegessen wird.
Den ganzen Tag nur im Zimmer rumliegen geht auch nicht, da wird animiert, Bastelstunde und und und.
lg grittel

fabel

Beitrag von fabel » 23.03.2011, 08:38

Wie sieht das denn mit den Kosten aus ? Ein Heimplatz ist ja nicht billig. Also ich denke mal Pflegegeld und Rente reichen oft nicht aus. Dann wird wohl das Vermögen aufgebraucht und wenn dann nichts mehr da ist müssen die Kinder zahlen? Bin ich da richtig informiert?

grittel

Beitrag von grittel » 23.03.2011, 14:21

fabel hat geschrieben:Wie sieht das denn mit den Kosten aus ? Ein Heimplatz ist ja nicht billig. Also ich denke mal Pflegegeld und Rente reichen oft nicht aus. Dann wird wohl das Vermögen aufgebraucht und wenn dann nichts mehr da ist müssen die Kinder zahlen? Bin ich da richtig informiert?
Ja, das ist richtig. Aber sie haben eine gute Rente.
Die Kosten kannst du im Link vom Heim ersehen.

http://www.quellenhof-seniorenpflege.de ... se2011.pdf

Erst wenn das Sparguthaben und evtl. Grund und Boden auch aufgebraucht ist, müssen die Kinder zahlen.

Aber, es gibt ja auch Menschen, deren Rente am Minimum ist, und die Angehörigen nicht zahlen können. Dann gibt es die Möglichkeit von Pflegeheimen die mit der KKH zusammenarbeiten.Härtefälle müssen auch übernommen werden.
Unverschämt finde ich, dass bei der Heimpflege zu Hause noch nicht mal die Hälfte bezahlt wird an die Angehörigen.

lg grittel

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Beitrag von indigo » 23.03.2011, 17:20

grittel hat geschrieben:Unverschämt finde ich, dass bei der Heimpflege zu Hause noch nicht mal die Hälfte bezahlt wird an die Angehörigen.
Das finde ich auch @grittel
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Beitrag von maori » 23.03.2011, 18:44

Es ist wohl so "man glaubt was man sieht" jaja


Das was ich im Bericht geschrieben habe ist nicht nur so daher gesagt, sondern auch dies habe ich gesehen als Angehörige in dem Heim von meiner Schwiegermutter und das andere sind, viele Jahre Praxis als Mitarbeiterin in verschiedenen Einrichtungen.

Mir geht es wirklich darum das Eure Lieben Würdevoll versorgt werden und man sollte auch nicht über manches hinwegsehen, Sie haben es nicht verdient.

Na ja dann wünsche ich Euch von ganzen Herzen das ihr eines von wenig sehr guten Heimen gefunden habt, ich freue mich für Eure Lieben.
Liebe Grüße Maori


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Vicky

Beitrag von Vicky » 23.03.2011, 19:03

Grittel, es ist jedenfalls nicht verkehrt, öfter mal nach dem Rechten zu sehen.

Ich hab mir ja auch oft vorgestellt, wie das denn ist, wenn man den ganzen Tag verwirrte Leute um sich hat, oder die dauernd in ihrem eigenen Dreck liegen.
Ich möchte nicht tauschen , ehrlich gesagt. Und die Bezahlung ist auch nicht so dolle.
Wo mein Vater war, das war schon zu DDR-Zeiten ein Altenheim. Ja, so hieß es und so is es ja auch, auch wenn "Senioren" besser klingt.
Und vom Labor musste immer mal jemand hin, also kenne ich das Heim noch zu DDR Zeiten. Da wars zwar nicht so schmuck hergerichtet wie heute, aber das Personal hatte ganz einfach Zeit, weil es genug Leute gab.
Man hat weder in KH und Altenheimen den dort arbeitenden Leuten vorgeschrieben, wieviel Minuten sie für einen Menschen brauchen.
Solche Einrichtungen nach Regeln der Wirtschaft zu führen, also tut mir leid,
das ist irgendwie unmenschlich.

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Beitrag von indigo » 23.03.2011, 21:12

@maori :eek:

was sollst denn Deiner Meiung machen ?
Wir haben ein gutes Heim gefunden (nicht von außen das Beste) aber innen war alles i.O. und auch sonst waren wir mit allem zufrieden.
Bei meiner Mutter war es so, dass sie vorher schon 2x 6 Wochen zur Kurzzeitpflege da war. Also, wir wußten, was da abgeht.
Das Heim ist vornehm und teuer und.........???
Aber wir hatten keine Kraft mehr was anderes zu suchen.

Meine Schwiemu hatte Alzheimer und lag nie im Dreck. Im Gegenteil, ich kam zu den verschiedensten Zeiten an verschiedenen Tagen.

Meine Mutter hat kein Alzheimer, weiß ganz genau, was sie macht. Wechselt sogar ihre Windeln noch selbst. Nur gespritzt muss sie werden.

Ob das Heim nun soundsoviele ausgebildete Pfleger nur haben und dafür jede Menge Praktikanten, das ist uns persönlich völlig Schnuppe.
Hauptsache, sie sind da und auch für mich, wenn ich komme.
Hauptsache, sie sind freundlich und das merkte meine an alzheimer erkrankte Schwiemu genauso, wie meine Mutter.
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Beitrag von maori » 23.03.2011, 21:43

@ indigo

wenn Du mit der Versorgung deiner Mutter und Schwiegermutter zufrieden bist dann ist es doch OK, ja dann habt ihr ein gutes Heim gefunden und es freut mich für dich.

Es ist einfach nur wichtig immer mal wieder nachsehen.

Na das ist doch gut und was will man mehr, sie sind da wenn Du kommst und sind freundlich zu Dir und deiner Mutter u. Schwiegermutter.
Liebe Grüße Maori


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Beitrag von maori » 23.03.2011, 21:50

@ indigo

wenn Du mit der Versorgung deiner Mutter und Schwiegermutter zufrieden bist dann ist es doch OK, ja dann habt ihr ein gutes Heim gefunden und es freut mich für dich.

Es ist einfach nur wichtig immer mal wieder nachsehen.

Na dann ist es doch gut und was will man mehr, sie sind da wenn Du kommst und sind freundlich zu Dir und deiner Mutter u. Schwiegermutter.
Liebe Grüße Maori


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Beitrag von indigo » 23.03.2011, 22:33

@maori, mich ärgert nur, wenn gleich alles pauschalisiert wird.

Pflegeheim - bloß nicht
die Leute werden abgeschoben,
kümmern sich nicht mehr,
Leute werden fixiert,
Leute sind verdreckt, man kümmert sich nicht.

Man muss sich immer kümmern, auch im Heim.
Ich raste aus, wenn im Bekanntenkreis gesagt wird:
"na jetzt isse ja im Heim, was hast denn da zu tun tun ?"

Und aus der Sicht des Pflegepersonals muss ich ja nicht urteilen.
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Beitrag von fabel » 24.03.2011, 08:07

Ich würde das auch nicht alles so negativ sehen. Maori, wo sollen die alten Leute deiner Meinung nach denn sonst hin ? Also ich möchte , auch wenn das vielleicht hart klingt, meine Schwiegereltern nicht zu mir ins Haus nehmen und könnte mir auch nicht vorstellen, die Pflege zu übernehmen. Also bleibt nur ein Heim . Und da sie nicht bereit sind, sich jetzt, wo es ihnen noch einigermaßen gut geht, selber eines zu suchen, welches ihnen gefällt und sich dort einen Platz reservieren zu lassen, müssen sie halt wenn es hart auf hart kommt dort untergebracht werden, wo ein Platz frei ist. Es ist ja nicht so, dass es so einfach wäre einen freien Platz zu finden.
Es ist wirklich ein harter Job, den das Personal in den Altenheimen leistet und ich habe da höchsten Respekt davor , vor allem bei der schlechten Bezahlung.

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Beitrag von Rosenfan » 24.03.2011, 17:13

Es gibt schon schlechte Heime, manchmal sieht man die im Fernsehen. :< Es gibt aber auch gute Heime, wo es passt. Als Angehöriger muss man trotzdem um die Viermal hinfahren und auch mal die Kleidung wechseln oder füttern usw. Also von keiner Arbeit mehr kann nicht die Rede sein. Kriegen die alten Leute aber öfters Besuch, dann wird schon geschaut, dass alles passt.
Und nicht jeder ist in der Lage, alte Leute zu heben , baden und zu wickeln.
Das geht sehr auf s Kreuz und ist schon hart. Und Altenpfleger haben schon die richtigen Griffe , ich hab mich bei der Heberei immer schwergetan.
Manchmal glauube ich sind die Leute im Heim besser aufgehoben, wie bei einem überlasteten Angehörigen, der vielleicht auch noch die Nerven verliert.
Ich würde mich da nicht beiirren lassen, von wegen Abschieben usw.
Man muss das tun, was für alle das Beste ist.
LG Rosenfan


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Vicky

Beitrag von Vicky » 24.03.2011, 19:10

He Leute,

nu mal langsam. Soweit ich hier gelesen habe, hat doch niemand gesagt, dass man alte, kranke Menschen nie und nimmer in ein Heim bringen darf.
Das kommt doch auch immer auf die persönliche Betroffenheit mit an.
Und wenn man jemanden in ein Heim geben muss, in dem Fall sollte man immer mal nach dem Rechten sehen.
Ich habs ja auch so gesagt und maori ? Du meinst es doch sicher auch so.
Es ist eben einfach gut, wenn man öfter selber schaut, ob alles seinen Gang geht.
Wenn ich mir das Hochglanzprospekt von dem Seniorenheim angucke, da könnte man denken, Herz, was willste mehr.
Trotzdem gabs einen Unterschied zur Wirklichkeit, die ich ja auch einige Jahre fast täglich sehen konnte und eben auch zu unterschiedlichen Zeiten.

Und noch was zur Würde.
ich war wirklich heilfroh, dass mein Vater in seiner eigenen Welt war.
Es gab sehr wohl auch einige Dinge, die ich mitbekommen habe, wo man wirklich nicht von Würde mehr reden kann.
Und es hat Fälle gegeben, wo Personal alte demente Leute angebrüllt und auf die Finger gehauen haben.
Aber sowas machen auch die Kinder, die ihre Angehörigen daheim pflegen.
Mir ist selber manchmal fast der Geduldsfaden gerissen und irgendwie kann ich es verstehen, wenn es zu Übergriffen kommt.
Natürlich ist das falsch und auch zu verurteilen, aber es ist auch menschlich manchmal verständlich.
Es gibt viel alte Leute, die dement sind und dabei richtig bösartig werden.
Und Pfleger oder Kinder sind auch nur Menschen, die manchmal überfordert sind. Oder eben mangelhaft ausgebildet.............

Es ist nicht immer alles schwarz oder weiß, es gibt dazwischen noch einige Nuancen....

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Beitrag von maori » 24.03.2011, 22:28

Ja,was ist den nun los,

ich habe nie und nimmer gemeint oder geschrieben ihr sollt Eure Lieben nicht in ein Heim bringen, diese Einrichtungen sind doch gut.
Nicht jeder kann seine Angehörigen zu Hause versorgen das ist keine einfache Aufgabe.
Geschrieben habe ich auch es gibt schlechte und wenig wirklich gute Heime.

Mir geht es nur darum wenn ihr eure Lieben in die Obhut einer Einrichtung gebt, habt wache Augen und hört gut hin.

Ihr könnt nicht immer da sein.

Wie Vicky geschrieben hat auf die Finger klopfen und anbrüllen, das ist keine Seltenheit.
Vielleicht menschlich und verständlich aber ich will und kann das nicht akzeptieren, sie sind Alt, krank und gebrechlich und sie haben es nicht verdient.
Ich möchte auch nicht, das mir jemand auf die Finger haut oder anbrüllt ............ aber, ich kann mich ja wehren.
Liebe Grüße Maori


Was es alles gibt,was ich nicht brauche!

Aristoteles

grittel

Beitrag von grittel » 25.03.2011, 07:02

indigo hat geschrieben:@maori :eek:

was sollst denn Deiner Meiung machen ?
Wir haben ein gutes Heim gefunden (nicht von außen das Beste) aber innen war alles i.O. und auch sonst waren wir mit allem zufrieden.
Bei meiner Mutter war es so, dass sie vorher schon 2x 6 Wochen zur erkrankte Schwiemu genauso, wie meine Mutter.
Ich sehe das auch so und es klappt prima. Ich komme nie zu den gleichen Zeiten, und trotzdem ist alles tipp topp! Mein Schwiegervater hatte ab und zu die Einstellung in den Klamotten ins Bett zu gehen, Umziehen war ihm ein übel. Geht da nicht, Schlafanzug an und dann ist das ok. Was wir nie geschafft haben, die schaffen das.
Nun hat er ein anderes Mittel gefunden > uns anzurufen. Er hat ja ein handy und nun hat er schon 2 x nachts angrufen um 3°° Uhr. Noch haben wir nix gesagt, denn wir denken, er probiert aus, wie weit er gehen kann.
Nun triezt er seit gestern die Nachtschwestern, und will den Notarzt. Was sollen die anderes machen, als den zu rufen, es bleibt ihnen gar nix anderes übrig. Der eine stellt ne Gastritis fest ( er hat aber schon seit der Chemo starke Magenschmerzen und weiß auch, woher die kommen und soll dagegen Tropfen nehmen und nimmt sie nicht)
Tja und beim anderen hat er "Schlafstörungen!
Und er weiß genau was er tut. Der Kopf funktioniert nämlich noch einwandfrei.

Ich möchte nicht mit dem Personal tauschen!
lg grittel

grittel

Beitrag von grittel » 25.03.2011, 07:11

maori hat geschrieben:Ja,was ist den nun los,

ich habe nie und nimmer gemeint oder geschrieben ihr sollt Eure Lieben nicht in ein Heim bringen, diese Einrichtungen sind doch gut.
Vielleicht menschlich und verständlich aber ich will und kann das nicht akzeptieren, sie sind Alt, krank und gebrechlich und sie haben es nicht verdient.
Ich möchte auch nicht, das mir jemand auf die Finger haut oder anbrüllt ............ aber, ich kann mich ja wehren.
Hallo Maori,

von dieser Woche, war ich 4 x unangemeldet zu verschiedenen Zeiten vor Ort. Ich war, wenn ich ehrlich bin auch skeptisch und werde auch in Zukunft unangemeldet und zu verschiedenen Zeiten kommen.
Aber ich werde mich auch etwas rar machen, denn ich habe festgestellt, je mehr ich auftauche, destomehr macht der Schwieva den Molli bei den Schwestern und das muss nicht sein. Frei nach dem Motto, ich wollte nicht hierher und bin ja euer Gast und ihr müsst spuren. Das geht nun auch so nicht. Und, er wollte mit Muttern mit! Es war seine Entscheidung. Nun merkt er aber, die Töchter pinzeln ihn nicht mehr am Bauch und er muss sich an ein paar kleine Regeln halten. Vorher hat er alle tyranisiert und nun versucht er es auch hier.
Die Schwestern kümmern sich rührend um die Schwiemu. Da sie wie ein Baby artikuliert ist es aber nicht einfach, gerade das zu machen oder ihr auf "ihre Fragen" zu antworten. Sie ist sehr schnell ungeduldig und schreit auch viel, sie möchte etwas und kann sich nicht so äußern.
Die Schwestern haben uns nun gebeten, Wolle und ihre Lieblingsbücher mitzubringen. Einfach um sie zu motivieren und mit ihr zu arbeiten. Und ihr vorzulesen.

Ganz ehrlich, finde ich super!

lg grittel

Vicky

Beitrag von Vicky » 25.03.2011, 19:40

Na also, im Grunde sind wir doch alle einer Meinung.
Es ist nun mal leider eine Tatsache, dass es gute und schlechtere Heime gibt.
Und egal,wie es nun ist, Vertrauen ist gut...............

Und nun seid friedlich, ärgert den lieben Gott nicht mit Gezänk, auf dass uns nicht das wiederfahre, was Maria so beschrieb:
Dass wir beim "Häufchenmachen nicht vom Blitz erschlagen werden...."

Leute, ich wünsch Euch ein schönes WE, machts Euch schö, auch wenns kühler wird..........
Bye und liebe Grüße
Vicky

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