Immer mehr Kinder brauchen Therapien

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Immer mehr Kinder brauchen Therapien

Beitrag von admin » 13.06.2011, 21:59

Immer mehr Kinder brauchen Therapien

Die Ärzte haben im Jahr 2010 sogenannte "funktionelle Therapien" wie Ergo-, Physio- und Sprachtherapien für Kinder und Jugendliche bis 15 Jahren im Wert von über 663 Millionen Euro verschrieben. Das ist gegenüber dem Vorjahr ein Anstieg von acht Prozent.


Was läuft da falsch? Liegt es tatsäch an "Playstation statt Spielplatz", "Computer statt Fußball" und "Fernsehen statt Vorlesen"???


So gibt es heute auffällig mehr Kinder, die Schwierigkeiten im Bewegungsablauf, mit Sprache und Koordination haben als früher. In vielen Fällen wird dann eine Therapie nötig. Ziel von Sprachtherapie und Ergotherapie ist, die Kommunikationsfähigkeit, Bewegung, Koordination und Aufmerksamkeit der Kinder zu schulen.


Was meint Ihr dazu? Welche Erfahrungen habt Ihr gemacht?
Viele Grüße

Ina

Quelle: Techniker Krankenkasse (TK)

mary

Beitrag von mary » 13.06.2011, 23:02

Der Mensch ist die einzige Spezie, die ihr Nachwuchs verbiegt nach irgendwelchen selbst ausgedachten Normen.

Kein Tier käme auf die Idee, ihrem Nachwuchs das natürliche Verhalten und Instinkte abzugewöhnen, nur um aus ihm ein angeblich "anständiges" Tier zu machen :P

Sara
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Beitrag von Sara » 14.06.2011, 08:55

Schwieriges Thema.
Manche Kinder sind wirklich übertherapiert. Und manche Eltern (oder unsere Gesellschaft) erwarten einfach zu viel von ihren Kindern. Und rennen dann von einer Therapie in die nächste. Manchmal muß man Kinder auch einfach lassen.

Trotzdem kann ich es nicht ganz so krass sehen, wie Mary. Es gibt schon nützliche Therapien, die manchmal einfach einen Anstoss in die richtige Richtung geben.

Mein Sohn hatte in der Vorschule Sprachtherapie (Logopädie), weil er stark gelispelt hat. Vielleicht wäre es von selbst wegegangen. Vielleicht aber auch nicht. Vielleicht wäre er dann in der Schule gehänselt worden oder man hätte die Logopadie machen müssen, wenn er bereits in die Schule geht und mehr um die Ohren hat. Es war eine gute Entscheidung. Es hat gut geholfen und mein Sohn ist sehr gern da hingegangen, denn in seinen Augen war es eine Stunde exclusives Spielen mit ihm.

Man kann es nicht pauschal sagen, je nach dem was ist, würde ich vielleicht auch andere Therapien machen, aber momentan ist nichts.

Mein Sohn ist aber vom Verhalten ein recht "schwieriger" Fall, wo manche Mutter schon lange beim Psychologen sitzen würde, während wir es als seine Eigenart betrachten und versuchen, es auszusteuern mit Liebe Verständis und Konsequenz.

Warum es das alles früher nicht gegeben hat? Keine Ahnung. Gute Frage.
Bestimmt weil früher allgemein nicht so viel erwartet wurde.
Aber ich glaube auch, dass manches Kind früher schneller als "behindert" abgestempelt wurde, wo vielleicht eine kleine Therapie hätte helfen können.
Ich bin mir aber nicht sicher, was früher und heute anders ist,muß noch drüber nachdenken. Mal sehen, was die anderen schreiben.

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Beitrag von Rosenfan » 14.06.2011, 12:22

Das ist doch gut, wenn es die Therapien gibt. Dann kann den Kindern geholfen werden, denn früher wurden sie mit einem Sprachfehler, einer Lernschwäche und mit Legasthenie sofort in die Sonderschule abgeschoben.
Ich hab das in der Nachbarschaft öfters mitgekriegt. Und die Eltern haben sich damals nie gewehrt.
Heute sitzen auch schon viele Kinder bei Psychologen wegen der Agressivität usw. Ich muss sagen, früher wurde sofort zugeschlagen ( das finde ich falsch), da haben sich glaube ich die Kinder garnicht erst getraut, tyrannen zu werden.
Mein Neffe ist körperlich behindert und er hat mit der Logopädie und Ergotherapie große Fortschritte gemacht. Früher sind die kinder mit seiner Behinderung ein Leben lang im Rollstuhl gesessen.
LG Rosenfan


Laufe nicht bevor Du gehen gelernt hast.

Sara
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Beitrag von Sara » 14.06.2011, 13:26

Rosenfan hat geschrieben: Ich muss sagen, früher wurde sofort zugeschlagen ( das finde ich falsch), da haben sich glaube ich die Kinder garnicht erst getraut, tyrannen zu werden.
Da ist auch was dran...

Maria*

Beitrag von Maria* » 14.06.2011, 14:07

Ich sehe die Zahl 663 Mio €. Dahinter vermute ich zuerst einmal des Geschäft mit der Gesundheit...
Es wird therapiert was es zu therapieren gibt, koste es was es wolle.
Für jede Verhaltensweise die nicht in die "Norm" passt, gibt es eine Therapie.
Als wir noch Kinder waren gab auch Zappelfilippe, aber heute heißt das ADS und muß therapiert werden.
Und gibt es nicht genug zu therapieren, erfindet mann neue Krankheiten wie "PC-Seuche" und "Nintendomanie"......aber wir leben in einer Hight-Tech-Welt, und das macht auch vor unseren Kindern nicht halt.

Hilfe...ich brauche auch eine THERAPIE ! Bild

Tessa

Beitrag von Tessa » 14.06.2011, 16:52

Marie, Du hast recht.

Wo gibt es das noch, daß Kinder auf Wiesen herumtoben,
Pusteblumen pflücken, auf Bäume klettern und sich Geschichten erzählen.

Sara
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Beitrag von Sara » 14.06.2011, 17:41

Maria* hat geschrieben:Ich sehe die Zahl 663 Mio €. Dahinter vermute ich zuerst einmal des Geschäft mit der Gesundheit...
Das klingt viel für Otto Normalverbraucher, das sind allerdings lediglich ca. 0,25 % von den Gesamtausgaben für Gesundheit. Da relativiert sich das Ganze schon wieder, wie ich finde. Zumal Investitionen in Kinder nicht die Schlechtesten sind. Kinder sind unsere Zukunft.

Maria*

Beitrag von Maria* » 14.06.2011, 18:23

Sara hat geschrieben:
Maria* hat geschrieben:Ich sehe die Zahl 663 Mio €. Dahinter vermute ich zuerst einmal des Geschäft mit der Gesundheit...
Kinder sind unsere Zukunft.
Was heißt "Zukunft"...?
Ich sage mal ganz einfach, Kinder sind unsere zukünftigen Rentenverdiener. Aber selbst da wird es kritisch. :rolleyes:

Und welches Kind will noch Verstecken & Co spielen, wenn zu Hause der 3DS wartet...

Sara
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Beitrag von Sara » 14.06.2011, 19:48

Maria* hat geschrieben:Was heißt "Zukunft"...?
Ich sage mal ganz einfach, Kinder sind unsere zukünftigen Rentenverdiener. Aber selbst da wird es kritisch. :rolleyes:
Es geht ja nicht nur um die Rente. Von der Rente hast du ja nichts, wenn du dir nichts kaufen kannst, weil keiner produziert.
Maria* hat geschrieben: Und welches Kind will noch Verstecken & Co spielen, wenn zu Hause der 3DS wartet...
Meins!

Vielleicht gehst du bei diesem Vorurteil etwas von dir selbst aus ;)

Maria*

Beitrag von Maria* » 14.06.2011, 20:42

@ Sara
Nein, ich gehe nicht von mir selber aus obwohl ich als Kind noch Verstecken, Hoppelkästchen, Räuber und Gendarm, Gummihopse und vieles mehr gespielt habe...
Ich lese auch die N-ZONE und das Wii Magazin, und da stehen mächtige Verkaufszahlen drin.
Es mag auch Ausnahmen wie Dein Sohn geben, und das finde ich schön. (Allerdings ist Fußballspielen auch so ein Massenwahn... :cool:)
Falls ich jetzt was verwechselt habe, berichtige mich bitte.
Ich bin noch lernwillig. :ja:

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Beitrag von Rosenfan » 14.06.2011, 21:05

Hätte es früher Nintendo gegeben, wer weis, vielleicht hätten wir dann auch nicht fangen usw. gespielt. Früher war es noch so unkomplizert, man ist rausgegangen und hat mitgespielt. Heute machen die Kinder schon lange im Vorraus Termine aus, den die haben heute soviele Termine, das ist auch nicht mehr schön. Ich glaube, wir waren früher viel freier.
LG Rosenfan


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Beitrag von Sara » 14.06.2011, 21:05

Neee hast du nicht, Fußball ist wirklich ein Massenwahn. Aber die Kinder bewegen sich an der frischen Luft, das ist das Wichtigste.
Ausserdem macht mein Sohn noch Leichtathletik.

Ich kenne ehrlich keine Kinder, die den ganzen Tag vorm TV oder der Konsole sitzen. Aber das ist vielleicht auch, weil derartige Eletrn nicht mein "Umgang" sind. Geben solls das schon. Nur eben nicht "alle".

Mein Sohn kann sich aussuchen, ob TV, DS, Wii ODER PC - max. ne halbe Stunde pro Tag. Meist kommt er gar nicht dazu, weil er so gern draussen ist. Fernsehen schaut er fast nie, ausser die Sportschau samstags. Ich frage mich, welcher Erwachsene das von sich auch sagen kann. Ich selbst sitze wesentlich mehr vorm Rechner. TV schaue ich auch fast nie. Von daher ist es vielleicht gar nicht richtig, nur tadelnd auf die "schelchten Kinder von heute" zu schauen, sondern auch auf die eigene Vorbildwirkung. In vielen Familie läuft der TV leider immer nebenbei.

Maria*

Beitrag von Maria* » 14.06.2011, 21:23

Du hast eine gesunde Einstellung...aber mal ehrlich, eine halbe Stunde Wii oder DS spielen ist arg wenig... :rolleyes:
Kannste ihm fürn Winter nicht etwas länger gestatten ? :mrgreen:

Maria*

Beitrag von Maria* » 14.06.2011, 21:30

Rosenfan hat geschrieben:Hätte es früher Nintendo gegeben, wer weis, vielleicht hätten wir dann auch nicht fangen usw. gespielt.
Deswegen spiele ich heute Wii und DS und Game Cube...weil ich als Kind nicht allzuviele Spielsachen hatte. Ich hole jetzt eben alles nach.
Übrigens bin ich nicht die älteste Wii Spielerin, in der N-Zone hat mal eine 65-jährige eine Spielefrage gestellt. :ja:

Ähm...wir sind schon wieder vom Thema ab... :cool:

Allegra

Beitrag von Allegra » 15.06.2011, 04:19

Guten Morgen an alle ;)
Bei mir stellt sich hier oft die Frage, ob die Kinder die Therapien brauchen?
Manche Eltern hätten es nötiger. :D u. das gilt allgemein! Bitte nicht persönlich nehmen!
Nein im Ernst, heute ist es schon normal, das Kidi´s unter Depressionen usw. leiden, sehr schade u. es wird immer schlimmer.
Ein Bsp.:
12 Jähriger, bekommt am Montag regelmäßig Magenschmerzen, wenn er in die Schule soll.Liegt es am Leistungsdruck? Liegt es an den Eltern , oder dem Umfeld? Das zieht sich über Wochen hinweg. Eltern verzweifelt, beide berufstätig, der Junge hat niemanden, an den er sich wenden kann, mit seinen Problemen ist er völlig alleine. Mama rennt ständig zum Arzt u. holt Bescheinigungen u. denkt damit ist es getan. Nein ! weitgefehlt.................
Man hat ihr nahegelegt eine Gesprächstherapie mit dem Sohn u. Vater zu besuchen. Der Vater lehnt es ab, die Mutter (selber Therapeutin) ist überfordert mit Beruf u. Mann u. hat keine Zeit!
Mir ist manchmal ganz schummelig , bei der Vorstellung, das solche Kinder fast vor die Hunde gehen u. um Hilfe schreien u. keiner hört sie.
Sara, es ist die traurige Wahrheit u. schon fast Alltag.
Wenn du diese Probleme nicht hast , dann Hut ab! Die Eltern sind oft den ganzen Tag nicht zu Hause, der Sohn kommt von der Schule u. keiner ist da.
Mir ist auch klar, das für finanzielle Sicherheit gesorgt werden muss, aber um jeden Preis?
An was liegt es, das immer mehr Kinder kriminell werden, unter Depressionen leiden, nicht mehr zur Schule wollen, oder ihren Tag sinnlos vergeuden mit PC u. Fernseher?
Ist es unsere Gesellschaft, die ein Massenangebot an High Technik anbietet?
Nein, ich glaube nicht, das man ihnen alleine die Schuld geben kann.
Ist es das Freizeitangebot, das ihnen fehlt? Angeboten wird genug, Fussball, Volleyball, Icehockey, usw. Schulaufgabenbetreuung mit anschließendem spielen, das alles, muss heutzutage bezahlt werden. Aber ersetzt all dies Mama u. Papa?
Damit will ich einfach nur sagen, das ein Kind, seine Eltern braucht , egal mit welchen Problemen, es lässt sich nicht mit PC, Fernseher , oder anderen Aktivitäten ersetzen!
Das Ende der Geschichte ist, das Kind leidet wieder unter Enuresis, weiteren Entwicklungsstörungen, oder braucht Therapien wo Mama u. Papa zum größten Teil versagen. (Ausgenommen, das Kind hat angeborene Schwierigkeiten)
Das gilt nicht für alle, aber für die meisten, oder derjenigen, die den Bewegungsdrang, Kommunikation u. die Aufmerksamkeit ihrer Kinder schlichtweg ignorieren, weil ihnen die Zeit fehlt.

Das ist kein Einzelfall, die Zahl der Therapien steigt unaufhörlich , leider!

Sara
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Beitrag von Sara » 15.06.2011, 07:20

Maria* hat geschrieben:Übrigens bin ich nicht die älteste Wii Spielerin
Bestimmt nicht. Meine Eltern sind 73/77, die spielen auch.

Sara
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Beitrag von Sara » 15.06.2011, 07:31

Allegra, danke für deinen interessanten Beitrag.
Ich denke, da ist wirklich was dran.
Ich weiß ja, dass mein dörflisches (Vorstadt) behütetes Umfeld nicht das Normale ist.
Und dass viele Eltern selbst einen Therapie brauchen, bevor sie die Kinder hin schicken, das hast du völlig Recht.

Bei dem Beispiel des 12jährigen Sohnes, was wäre da das Richtige gewesen? Du denkst es lag daran, dass die Eltern ihm nicht zugehört haben? Wäre denn da nun eine Therapie angebracht gewesen?

Mich würde mal eine Statistik interessieren, die den Zusammenhang zwischen berufstätigen Eltern und der Anzahl der Therapien belegt. Ob das wirklich so ist.

Ich denke, auch wenn beide berufstätig sind, kann man sich Zeit für die Kinder nehmen. Mein Sohn geht bis 16 Uhr in den Hort (für ihn viel zu kurz), aber danach haben wir Zeit. Bzw. einer von uns Eltern.
Ich kenne es gar nicht anders, hier gehen alle Mütter arbeiten und auch aus meiner Kindheit kenne ich es nicht anders. Von daher denke ich, dass es auch auf Qualität ankomment, nicht nur auf die reine Stundenzahl, die man mit den Kindern zusammen ist.

Maria*

Beitrag von Maria* » 15.06.2011, 07:45

Ich glaube, verstanden zu haben, zum größten Teil jedenfalls.
Ich hatte als Kind auch keinen Ansprechpartner.
Aber man kann viel nachholen, denke ich. :ja:

Allegra

Beitrag von Allegra » 16.06.2011, 03:55

Ich weiß ja, dass mein dörflisches (Vorstadt) behütetes Umfeld nicht das Normale ist.
Doch natürlich, was soll da anormal sein?

Ich glaube, heute, würden sich viele die Finger danach lecken, auf einem Dorf leben zu können. Aber ich denke , das ist nicht das Problem, ich kann auch in einer Großstadt , ein Kind großziehen, ohne das es kriminell wird.
(meine Meinung)
Bei dem Beispiel des 12jährigen Sohnes, was wäre da das Richtige gewesen? Du denkst es lag daran, dass die Eltern ihm nicht zugehört haben? Wäre denn da nun eine Therapie angebracht gewesen?
Ja ich denke schon, es wäre die einzigste Möglichkeit für den Sohn gewesen, sich mal auszusprechen, in Anwesenheit einer Therapeutin.
In Anbetracht dessen, hat er resigniert u. die Schule weiterhin geschwänzt, die Folge war, das die Lehrer, den Eltern nahegelegt haben, den Jungen zurück zu stellen, was ihn weiterhin stur, bockig u. aggressiv machte.
Schließlich kam man gar nicht mehr an den Jungen ran u. er musste die Schule wechseln.
Mich würde mal eine Statistik interessieren, die den Zusammenhang zwischen berufstätigen Eltern und der Anzahl der Therapien belegt. Ob das wirklich so ist.
Mich auch, vielleicht finden wir ein paar Zahlen

Allegra

Beitrag von Allegra » 16.06.2011, 04:01

Vielleicht findest du ja hier was?

http://www.kbbe.de/

Interessant u. bedenklich ist es allemal :winkW

Sara
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Beitrag von Sara » 16.06.2011, 15:31

Super Seite, die mir aus dem Herzen spricht.

Aber Antwort zum Thema finde ich keine richtige...

Allegra

Beitrag von Allegra » 16.06.2011, 19:38

Ja klar, darüber gibt es leider keine richtigen Statistiken

Therapieangebote Anzahl der PatientInnen
Logopädie 40
SFG 14
Ergotherapie 18
ADHD-Therapie 7
LRS-Therapie 27
Psychotherapie 1
Psychosoziale Betreuung, momentan erst wieder ab September

das ist mal eine Zahl für Juni u. dazu gehören auch Patienten mit angeb. Behinderungen, Schlaganfälle, Hemiparese u. u. u.

Übrigens sind das nur die ersten Kontakte.................................
im Quartal können es bis zu 300 - 400 Patienten sein, die solcheTherapien benötigen.

Sagt dir das ein bisschen was?

Achtermama

Beitrag von Achtermama » 01.07.2011, 10:08

Ein heißes Thema und ich finde,Allegra hat den Nagel auf den Kopf getroffen:Kinder brauchen Eltern und vor allem eine Feste Bezugsperson.Das haben die Wenigsten,weil es nicht als modern gilt,wenn Mama zu Hause bleibt ,um den Nachwuchs zu versorgen.ich kenne genügend Mütter,die aus finanziellen Gründen nicht arbeiten müßten,es aber dennoch tun, für ihr Selbstwertgefühl.Eine Mutter oder ein Vater,der für den Nachwuchs zu Haus bleibt ist in unserer Welt Nichts wert. Als ich meinen Job an den Nagel hängen mußte,weil ich es gesundheitlich und nervlich nicht mehr schaffte,wurde ich zu Hauf darauf angesprochen.Man fragte mich doch allen Ernstes,was ich denn den ganzen Tag so mache.Dann habe ich Die mal gefragt,ob sie eine Kochfrau,Waschfrau,Putzfrau,Einkaufshilfe und einen Gärtner,sowie einen Babysitter und einen Nachhilfelehrer haben,und ob sie eigentlich wissen,dass man im Haushalt auch mal renovieren muß.Die Antwort könnt Ihr Euch denken!Seitdem ist Ruhe!!!ich kenne aber auch Mütter ,die zu Hause sind und trotzdem kein Auge und Ohr für ihre Kinder haben.Ich denke,die Bedürfnisse von Kindern sind hinreichend erforcht.Was jetzt noch wichtig wäre,wäre es der denaturierten Bevölkerung nahe zu bringen und Kindererziehung zu einem festen Bestandteil im Schulunterricht zu machen.Wenn heute schon Säuglinge mit ständig wechselnden Bezugspersonen den Start ins leben meistern müssen,weil Mama Karriere machen will,muß an sich nicht wundern,dass Beziehunen für die Menschen immer unrealistischer werden und der einzige beständige Partner der PC wird!WennBbys nur noch vom Kinderwagen ins Kinderbett wandern,kau noch getragen werden und sich schon gar nicht selbst bewegen dürfen,muß man sich über Bewegungsarmut und motorische Störungen nicht wundern.Einmal in der Woche Krabbelstunde ist nichts mehr,als eine Alibifunktion.Krabbelstunde und Zeit braucht ein Kind jeden Tag und nicht einmal in der Woche in der Therapie.Der beste Therapeut fürs Kind ist die eigene Mutter oder der eigene Vater.Allerdings nicht qualmend vor der Flmmerkiste! Vorausgesetz er/sie kümmert sich.Wie man das richtig macht?Na-Dafür gibts ja dann genug im Net und in der Forschung zu finden.Nur bezahlt wird das nicht!schade! Gruß Achtermama

Maria*

Beitrag von Maria* » 01.07.2011, 10:56

Nachtrag:
Als ich 1991 zu Hause bleiben mußte, war ich froh ganztags für meinen Sohn dasein zu können, der gerade mal 11 war. Männe war immer mal auf Montage und war meist nur am WE da. Da konnte ich mich zu 100% um die Familie kümmern.
Und mein Junge hat sich ganz gut entwickelt, finde ich... :ja:

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Beitrag von Rosenfan » 01.07.2011, 13:47

Da iat ja wieder das alte Thema, wenn man sagt, ich bin Hausfrau, dann wird aber dumm geschaut und es gibt auch blöde Kommentare. Wobei ich auch noch Pflegekraft für sämtliche Verwandte war, aber ist ja egal.
Ich bin der Meinung, es geht niemanden was an. Ich lebe auch nicht vom Staat, ich hab mir das mit meinen Mann so abgemacht und hab auch nie von jemanden was gebraucht. Ich werde mir auch langsam wieder Arbeit suchen, aber ich darf mir Zeit lassen.
Ich persöhnlich finde es gut, wenn die Mutter für die Kinder da ist. Wir hätten hier auch gar keine Möglichkeit, schon kleine Kinder abzugeben, einen Hort oder Kinderkrippe gibt es hier ja nicht. Gut manche Mütter müssen arbeiten, aber ich sehe oft wie übernervös sie dann Abends nach der Arbeit reagieren, wenn das kind was angestellt hat oder was braucht.Klar, es wird ihnen einfach zu viel.Ich bereue keinen Tag, wo ich Zuhause war. Klar , ich konnte mir nicht soviel leisten, doch wenn ich meine Tochter anschaue, dann weis ich: Es hat sich gelohnt.
LG Rosenfan


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Maria*

Beitrag von Maria* » 01.07.2011, 13:52

@ Rosenfan
Deine Einstellung ist auch die meine.
Was soll verkehrt daran sein, wenn eine Frau gern Hausfrau und Mutter sein möchte ?
Zu viele Frauen sind gezwungen Geld zu verdienen, das geht oft zu lasten der Kinder.

Sara
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Beitrag von Sara » 02.07.2011, 09:31

Maria* hat geschrieben:@ Rosenfan
Was soll verkehrt daran sein, wenn eine Frau gern Hausfrau und Mutter sein möchte ?
Nichts!
Ich finde das absolut in Odnung. Jeder soll das machen, wie er möchte.
Ich gehöre nicht zu denjenigen, die da die Nase rümpfen.

Aber ich gehöre auch nicht zu denjenigen, die sich in dieser Rolle wohl fühlen würden. Und ich erwarte, dass das ebenso akzeptiert wird.

Ich arbeite trotz Kind und stehe auch dazu. Ich liebe meine Arbeit.
Für mich ist das eine Selbstverständlichkeit, weil alle Frauen in meiner Umgebung ebenfalls arbeiten und ich es auch aus meiner Kindheit nicht anders kenne, dass Mütter einem Job nachgingen. Ausserdem könnte ich mir nicht vorstellen, finanziell von (m)einem Mann (oder irgend jemand anders) abhängig zu sein.

Ich bin froh, dass es in meiner Region ausreichend Betreuungsmöglichkeiten für Kinder jeden Alters gibt, so dass Mütter wirklich die Möglichkeit haben, auch arbeiten zu gehen, wenn sie das möchten. Leider ist das nicht in allen Ecken Deuschtlands so, so dass viele Frauen dort nicht frei entscheiden könne, was sie lieber möchten.

Und ich finde, die Theorie, dass Kinder mehr Therapien brauchen, weil Mütter arbeiten gehen, falsch. Das ist weder in kürzerer Vergangenheit (50 Jahre) noch historisch belegbar.

Maria*

Beitrag von Maria* » 02.07.2011, 09:57

@ Sara

Sicher hast Du ebenfalls Recht.
Du gehörst eben zu der anderen Gruppe von Frauen, die sich gesellschaftlich arrangieren und trotzdem zu ihrer Mutterrolle stehen.
Aber da gibt es auch noch andere Mütter, alleinstehende mit mehreren Kindern die nichts mehr auf die Reihe bekommen...
Hier bei uns gab es einmal eine Fam. mit 15 Kindern..... Acht davon in Heimen untergebracht, der Vater Alkoholiker und Tierquäler, die Mutter eine totale Schl....pe. Und das ist für mich kaum nachvollziebar.....sowas dürfte es nicht geben.
:eek: :eek: :eek:

Naja, gehört nicht wirklich zum Thema, aber beschäftigt mich schon mal.

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Beitrag von Sara » 02.07.2011, 11:00

Schlimm :nein:

Ich denke, es gibt auf allen Seiten "gute" und "schlechte". Nur das grundsätzlich am Thema "die Mutter arbeitet" fest zu machen, halte ich nicht für richtig.

Maria*

Beitrag von Maria* » 02.07.2011, 13:52

Sara hat geschrieben:Schlimm :nein:

Ich denke, es gibt auf allen Seiten "gute" und "schlechte". Nur das grundsätzlich am Thema "die Mutter arbeitet" fest zu machen, halte ich nicht für richtig.

Ja das denke ich auch, aber für die Kinder macht man nun mal gern die Mütter verantwortlich. Gelten sie doch als Hauptbezugsperson... :/

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Beitrag von Sara » 02.07.2011, 14:21

Warum nicht die Väter?

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Beitrag von Rosenfan » 02.07.2011, 16:01

Hallo Sara,

ich finde es genauso in Ordnung , wenn die Frauen arbeiten. Die bleiben am Ball, haben auch ihr Geld und kommen einfach raus. Ich müsste erst wieder zwei Jahre in die Schule , um in meinen alten Beruf weiter zu arbeiten. Und die, die arbeiten, bleiben gleich im Berufsleben. Also ich finde auch beides OK. Und das Geld ist dann auch nicht so knapp. ;)
LG Rosenfan


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Maria*

Beitrag von Maria* » 02.07.2011, 18:41

Sara hat geschrieben:Warum nicht die Väter?
Keine Ahnung... :nein:
Mein Vater ist immer Arbeiten gegangen, 4-Schichtig. Wie hätte er da noch seine vier Kinder erziehen sollen ?
Aber das soll jetzt nur ein Beispiel sein.

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Beitrag von Sara » 02.07.2011, 19:12

Ich finde es nicht in Ordnung, dass automatisch die Mütter "schuld" sind.
Es ist beider Kind.
Ich weiß schon, dass es mit der "klassischen Rollenverteilung" zu tun hat, aber das sollte langsam mal raus aus den Köpfen der Leute.
Mütter können auch arbeiten.
Väter sind auch für die Erziehung verantwortlich.
Mit Ausnahme vom Stillen sehe ich keinen Unterschied zwischen Vater und Mutter.

Maria*

Beitrag von Maria* » 02.07.2011, 21:59

Ja.....die Zeiten sind jetzt anders als damals, aber leider sind immer weniger Paare bereit eine RICHTIGE Familie zu gründen.
Heute gibt es eher Patchwork-Familien.
Und sogar in der Werbung heiß das: "Der Vater von Milena, also der wohnt ziemlich weit weg....."

Verstehst Du was ich meine ?
Eine richtige Familie scheint nicht mehr "modern" zu sein. :nein:...

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Beitrag von Sara » 03.07.2011, 11:09

Ja, ich verstehe, was du meinst.
Paare trennen sich heute schneller, als früher.
Einerseits ist es gut, dass Frauen nicht mehr gezwungen sind wegen des Geldes oder wegen der Kinder in schlimmen Beziehungen zu bleiben.
Andererseits weiß ich nicht, ob sich manche auch zu schnell trennen.

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