• Die Frage und Antwort ausdrucken. Die Frage und Antwort per Mail verschicken.
    Die Frage:
    Hallo, schreibt uns von eurem schönsten oder lustigsten Erlebnisse mit Tieren, z. B. euren Haustieren. Wir freuen uns auf tolle Geschichten.

    Die Antwort:
    Vor vieren Jahren ist meine 16Jährige Katze verstorben und das tat so weh, dass ich mir schwor, nie wieder ein Tier haben zu wollen

    . Aber drei Monate später kam meine Schwester und erzählte mir, dass sie in ihrem Restaurant auf der Terasse jeden Tag Besuch bekam von einer Katze mit ihren beiden Babykätzchen. Die Vermutung, dass die Katze ihre Babys irgendwo in einem Versteck geboren hatte, war richtig. So kam es, dass sie die drei Katzen fütterte, aber der Winter nahte und sie versuchte mich zu überreden, eines der Kätzchen zu mir zu nehmen. Ich sagte eisern nein...bis zu dem Tag, als ich eines der Kätzchen das erste Mal zu Gesicht bekam. Ein Schwarz/weißes...das Gesichtchen gezeichnet wie Batman. Zu dem Zeitpunkt war der kleine Kater schon fünf Monate alt und nicht an Menschen gewöhnt, also sehr scheu. Und zu diesem Zeitpunkt fiel meiner Schwester auch auf, dass das zweite Junge nicht mehr auftauchte. Niemand weiß, was mit ihm passiert ist und ich bereue heute noch, dass ich nicht früher einverstanden gewesen bin, denn ich hätte beide genommen. Für die Mutter hatte sie ein liebevolles Plätzchen gefunden und ich willigte ein das Junge zu nehmen. Während die Mutter zahm war, haben wir beim Kleinen drei Tage gebraucht, bis wir ihn endlich fangen konnten. Er tat mir so leid, denn er hatte große Angst. Aber dann endlich, am 2.Dezember 2010 konnte ich ihn mitnehmen. Lenny, wie wir ihn nannten, verkroch sich sofort unter dem Heizkörper. Kaum Platz, aber ein gutes Versteck. Er kam auch nur raus, wenn niemand da war...wenn wir schliefen oder bei der Arbeit waren...um zu fressen. Und jeden Tag, wenn ich von der Arbeit kam, musste ich ihn erst im ganzen Haus suchen, meistens war er gut verkrochen irgendwo im Keller unten, aber jeden Tag an einem anderen Ort. Ich verzweifelte fast und dachte, dass er niemals zahm werden würde. Wenn ich ihn dann gefunden hatte, nahm ich ein Handtuch und wickelte ihn darin ein, dass er mich nicht beißen und kratzen konnte und dann setze ich mich erstmal für eine Stunde auf die Couch.Lenny auf meinen Oberschenkeln, eine Decke darüber und dann wurde er \"zwangsgestreichelt\". Er war ängstlich, aber die Streicheleinheiten genoß er und ich konnte merken, wie er sich immer mehr entspannte. Nach einem Monat Versteckspiel, lag er eines Tages auf der Couch als ich Besuch bekam und wir nebenan in der Küche saßen. Plötzlich bemerkte ich, dass mich jemand mit den Pfötchen antippte. Ich sah nach unten und da saß Lenny, machte Männchen und bettelte wie ein kleines Kind, dass ich ihn hochnahm. Von da an, konnte ich ihn ohne Handtuch anfassen. Die Schlacht war gewonnen. Heute, nach vier Jahren, wenn ich es mir gemütlich mache auf der Couch, kommt er immer noch und legt sich auf mich, und wenn ich uns dann auch noch zudecke schnurrt er ganz verzückt. Mittlerweile hat er auch eine Mitbewohnerin bekommen. Eine Katzendame, die auch ein Plätzchen gesucht hat, ist dazugekommen und die beiden sind gute Freunde. Aber auch heute, nach vier Jahren, lässt er niemanden an sich ran, außer meinen Sohn und mich. Und wehe, es ist mal Besuch da...da sitzt er draußen auf dem Holzstapel und wartet schlechtgelaunt \" bis die endlich mal verschwinden\" Sein Blick spricht Bände. Lenny kam zu einem Zeitpunkt in mein Leben, als ich einen geliebten Menschen durch den Tod verloren hatte. Er hat mir durch diese Zeit geholfen, das rechne ich ihm hoch an und ich liebe diesen schwarz/weißen, eigenwilligen Kater über alles!





    Zurück