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    Die Frage:
    Unser Sohn kann sich nicht so gut konzentrieren. Die Lehrer haben uns empfohlen ihn auf ADS (Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom) bei einem Psychologen testen zu lassen. Das haben wir auch gemacht; es wurde eine ADS diagnostiziert. Gleichzeitig soll er Legastheniker sein??!! Das ist uns + Lehrer nie aufgefallen, er ist im Deutschunterricht im Mittelfeld... Ich finde diese Testerei und Diagnosen sehr zweifelhaft, merkwürdig und weiß auch nicht, ob mein Sohn nun diese Medikamente nehmen soll... Wer hat Erfahrung oder Tipps?

    Die Antwort:
    Leider wird mit ADS viel zu schnell ein Kind in eine Schublade gesteckt, insbesondere dann, wenn sie den Lehrern zu anstrengend sind.

    Mit den Medikamenten, ich weiss auch nicht, ob ich das meinem Kind geben wollte, wenn es nicht unbedingt sein muss. Beobachte Dein Kind mal sehr gut, wie es sich verhaelt, ob es sich bei Sachen, die es gerne macht, auch nicht lange konzentrieren kann, z.B. Oder klappt es da. Manche Kinder, insbesondere Jungs haben aber auch einen sehr grossen Bewegungsdrang, den sie in der langen Stillsitzzeit nicht entsprechend ausleben koennen. Da solltest Du dann viel mit ihm unterwegs sein, ihn taeglich auspowern lassen draussen oder evtl. bei einer Sportart, die ihm Spass macht. Auch Lernaufgaben zu Hause mit Bewegung verbinden. Man kann im Zimmer auf und ab laufen, wenn man was lernen muss z.B. Wenn Du ihm die Medikamente gibst, dann achte da auch genau auf die Wirkung und entweder setze sie notfalls wieder ab (aber langsam ausschleichend) oder gib sie ihm nur, wenn er z.B. Schule hat. Bei Legastenie, da muss er doch Woerter verdrehen und eine sehr schlechte Rechtschreibung haben. Bei meinem ersten Sohn war das der Fall, wobei der eine meinte, es waere Legastenie, der andere auch wieder nicht. Ich bekam eine Bestaetigung, aber bei uns muessen die Grundschulen das nicht anerkennen und das war bei uns der Fall. Und ansonsten bekam ich nach 2 Jahren eine Therapie angeboten, wofuer er inzwischen schon zu alt ist und die fast 2000 DM gekostet haette, das haette ich eh nicht bezahlen koennen. Geholfen hat die ganze Diagnostik daher weder meinem Sohn noch mir. Klar kommen muss man eh selbst und daher auch selbst entscheiden und rausfinden, was das Beste fuer einem ist.





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