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    Die Frage:
    Trotz Einhaltung der Konsequenzen auf das Fehlverhalten meiner Tochter, wie Internet-verbot, Fernsehverbot, Telefonverbot etc. wirken diese Konsequenzen nicht bei meiner 14jährigen Tochter. Sie nimmt die Konsequenz hin, lernt nicht aus ihren Fehlern und macht am nächsten Tag bzw. nach der Frist der Konsequenz den gleichen Fehler wieder. Sie lernt nicht aus ihren Fehlern? Ich bin abgenervt, weil es nur noch Konsequenzen gibt, ich ihr schon erkläre, was ich an richtigem Verhalten von ihr erwarte und sie es trotzdem nicht macht. Sie nimmt lieber weiterhin wiederholt Internet-Verbote etc. in Kauf, aber ihr Verhalten ändert sich nicht. Was kann ich tun?

    Die Antwort:
    Die Tochter ist 14 und in der Pupertät, da geht das

    ... nicht so einfach mit Konsequenzen und das ist auch gut so. In dem Alter sollte es so sein, dass neue Freiheiten dazu kommen und dass um diese aus verhandelt wird. Man kann als Eltern nicht mehr einfach bestimmen und betrafen und das Kind spielt da mit. Leider fehlt in der Frage Beispiele für die Art des Fehlverhaltens, sonst könnte ich besser drüber schreiben. Sie sollten sich halt erst mal überlegen, ist das Verhalten überhaupt ein Fehler? Vielleicht ist er es für die Eltern, aber eben nicht für das Kind? Man kann nicht erwarten, dass das Kind sich so verhält, wie man es gerne hätte, das klappt nicht und führt, wenn man zu streng ist zu extremen Fehlverhalten, d.h. das Kind büxt aus und macht dann ganz, was es will. Von daher, klare Grenzen müssen auf alle Fälle sein und auch Konsequenzen, wenn sie nicht eingehalten werden. Neue Freiräume müssen sich erkämpft werden und das Kind muss beweisen, dass man ihm vertrauen kann. Aber man sollte die Grenzen nicht zu eng stecken in dem Alter und überlegen, was muss wirklich sein und was nicht. Denn man sollte bedenken, das ganze Aushandeln von Regeln ist ab diesem Alter ein ewiger Kampf und das wird einige Jahre so bleiben. Denn es stehen jetzt viel Veränderungen an und viel Streitpunkte und Diskussionen. Und mit einfach bestimmen kommt man nicht mehr allzu weit. Auch muss man sehr sensibel mit den Teenies umgehen, sie können bei der kleinsten falschen Äußerung in die Luft gehen und sie verschwinden mit Türe schmeißen in ihrem Zimmer und man kriegt sie nicht mehr raus. Ich habe das einmal hinter und einmal vor mir. mit der Zeit lernt man, auch mal den Mund zu halten und Sachen so stehen zu lassen, auch wenn sie lächerlich erscheinen. Wichtig für dieses Alter ist, im Gespräch zu bleiben mit dem Kind. Und die Jahre gehen auch vorbei. Das Kind ist nun halt kein Kind mehr. Ich würde mir mal Lektüre besorgen, um zu erfahren, was für Veränderungen in dem Alter vor sich gehen und wie man darauf reagieren sollte. Ein Teil der bisherigen Vernunft geht halt erst mal flöten und macht Platz für wichtigeres. Aber wenn man besser versteht, was passiert, dann kommt man auch besser damit klar. Viel Glück!





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