Herzsstillstand nach Heptatitis-Impfung

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Babsel

Herzsstillstand nach Heptatitis-Impfung

Post by Babsel » 02.02.2007, 17:29

Hallo, Ihr Lieben,

vorgestern ließ sich einer sehr gute Freundin von mir gegen Hepatitis impfen. (Sie arbeitet als Zahnarzthelferin. Die Impfung war Bedingung Ihres neues Chefs für ihre Arbeitsaufnahme am 1.2.).

Ergebnis: 3 x Herzstillstand! Reanimation! Jetzt Cortison-Therapie. :eek:

So ungefährlich, wie diese Impfung immer propagiert wird, scheint sie nun ganz und gar nicht zu sein.

Ich wollte Euch das mitteilen, falls jemand von Euch plant, sich gegen Hepatitis impfen zu lassen. Ich denke, dass sollte man vorher wissen.

Eine Frage habe ich an die medizinisch Versierten von uns: Warum Cortison???

Ach noch die "menschliche" Komponente. Ihr neuer Chef wurde davon benachrichtigt, dass sie im Krankenhaus ist (war ja am 31.1.). Sei Kommentar: "Sie soll aber schauen, dass sie morgen kommen kann!" :angry:
Die Klinik hat sie am Mittwoch nach 10 Stunden Beobachtung entlassen. Gestern war sie brav von 8 Uhr bis 19:30 Uhr arbeiten. - Ich kann dazu gar keinen Kommentar abgeben ... Aber was will man machen, wenn man 47 Jahre alt ist, der ehemalige Chef die Praxis aufgibt und man froh sein "muss", dass der Nachfolger einen übernimmt. - Aber das ist ein anderes Thema.

strangegirl

Post by strangegirl » 02.02.2007, 17:45

Hört sich ja heftig an, Babsel. Hat sie eventuell eine Allergie, eine Überempfindlichkeit gegen den Impfstoff gehabt? Klingt mir doch sehr nach anaphylaktischem Schock. Das würde zumindest auch die Kortison-Therapie erklären, denn Kortison setzt man ja auch zur Bekämpfung solcher Überempfindlichkeitsreaktionen ein. Anders kann ich mir das kaum erklären.

Hoffentlich geht es ihr jetzt besser. Schlimm aber, daß der Chef sie so unter Druck setzt, daß sie schon wieder arbeiten geht. Ein Herzstillstand ist doch keine Kleinigkeit. Und schließlich hat sie sich ja nun auch dieses Jobs wegen erst impfen lassen...

LG,

strangegirl

Babsel

Post by Babsel » 02.02.2007, 17:56

strangegirl, es scheint wohl eine allergische Reaktion gewesen zu sein. Ihr - und ihrem langjährigen Hausarzt - waren keinerlei Risiken bekannt.

Du hast völlig recht. Ich habe vergessen zu schreiben, dass es ein anaphylaktischer Schock war.
Denn Kortison setzt man ja auch zur Bekämpfung solcher Überempfindlichkeitsreaktionen ein.
Danke, für die Info bezüglich der Therapie.

strangegirl

Post by strangegirl » 02.02.2007, 17:59

Naja, man läßt sich ja nun auch nicht alle Tage gegen Hepatitis impfen. Da ist es kein Wunder, wenn es niemand wußte. Gut, daß sie ihr rechtzeitig helfen konnten.

LG,

strangegirl

laemmlein

Post by laemmlein » 02.02.2007, 19:17

Au weia, ich muss dieses Jahr noch zur Impfung, weil ich nach Brasilien fliegen werde.... :eek:

Babsel

Post by Babsel » 02.02.2007, 19:32

laemmlein, ich wollte damit keine Angst verbreiten - aber für meine Freundin, ihren Arzt und uns kam eine solche Reaktion völlig überraschend und ich dachte, dass ich Euch darauf aufmerksam machen soll.

Vielleicht kannst Du Dich vorher diesbezüglich "testen" lassen, laemmlein?

Nadine75

Post by Nadine75 » 02.02.2007, 22:04

Die hat die falsche Arbeitsstelle und Chef.
:eek:

Alles Gute für sie.

Babsel

Post by Babsel » 02.02.2007, 22:17

So ist es Nadine! Sie sucht auch eine Alternative - aber mit dem Finden ist es so eine Sache. Danke für die Grüße.

laemmlein

Post by laemmlein » 03.02.2007, 10:02

Ja, Babsel, ich werde mich bei meinem Arzt vorher auf jeden Fall erkundigen!

Im vergangenen Jahr fragte ich ihn übrigens, ob man sich generell prophylaktisch gegen Hepatitis impfen lassen sollte, da die Hepatitis-Erreger ja überall lauern Er meinte, auf keinen Fall - allerdings habe ich ihn nicht nach dem Grund der Ablehnung gefragt....

meol

Post by meol » 03.02.2007, 18:31

Ich weiß nicht, ob man den Arzt derart verurteilen sollte.
Grundsätzlich wird dazu geraten, sich in medizinischen Berufen impfen zu lassen, wenn man sonst auch nicht unbedingt dazu verpflichtet wird.
Habe mich auch impfen lassen.
Man sticht sich so schnell mal mit einer benutzten Kanüle und schon ist's geschehen.
Für eine Hepatitisinfektion bedarf es einer wesentlich geringeren Menge Blut zur Übertragung der Krankheit als z.B. für eine HIV-Infektion. Man infiziert sich relativ schnell.
Wenn die Hepatitis dann vielleicht noch chronisch wird, sieht es nicht so gut aus.
Es ist also durchaus sinnvoll, sich in manchen Berufszweigen impfen zu lassen.
Und so ein anaphylaktischer Schock kann auch bei sämtlichen anderen allergischen Reaktionen auf Medikamente, etc. auftreten. Da weist einen kein Arzt drauf hin und man kann ja leider oft auch nicht auf diese verzichten. So eine Reaktion kann man nunmal leider nicht voraussehen.

@babsel
Gute Besserung an Deine Freundin!!!

Gruß, meol

bessere hälfte

Post by bessere hälfte » 04.02.2007, 14:35

Ich würde meol auch Recht geben, der Artzt ist nicht zu verurteilen, da er eine allergische Reaktion nicht vorhersehen kann. Ich selber bin auch schon vor Jahren gegen Hepatitis geimpft worden und hatte keine Probleme

Ich persönlich verurteile das Krankenhaus, dass deine Freundin nach 10 Stunden wieder entlassen hat. Man muss sich dies nochmal ganz langsam vorstellen.
3 x Herzstillstand! Reanimation!


Sie ist quasi dem Tod von der Schippe gesprungen. Wenn nicht so schnelle Hilfe dagewesen wäre dann......
Ich finde es unverantwortlich sie einfach als wieder hergestellt zu entlassen und keine weiteren Beobachtungen oder Untersuchungen durchzuführen.

Noch eins:
Die hat die falsche Arbeitsstelle und Chef.
Viele liebe Grüsse an deine Freundin und gute Besserung

meol

Post by meol » 04.02.2007, 17:49

Ich mag auch ihren Chef nicht 100% verurteilen.
Auch uns wird zur Impfung geraten, wir werden allerdings nicht verpflichtet.
Im Falle, dass ein Chef jemanden zur Impfung verpflichten möchte, hätte man sich vielleicht vorweg darüber informieren sollen, ob das rechtens ist.
Auch der Chef kann nicht wissen, dass die Angestellte allergisch reagieren wird.
Und wie gesagt, so eine Hepatitis-Infektion fängt man sich im medizinischen Bereich relativ schnell ein.
Gruß, meol

Wellenspringer

Post by Wellenspringer » 04.02.2007, 18:53

meol schrieb:

Code: Select all

Auch der Chef kann nicht wissen, dass die Angestellte allergisch reagieren wird. 
Und wie gesagt, so eine Hepatitis-Infektion fängt man sich im medizinischen Bereich relativ schnell ein. 
Der Meinung bin ich auch, nur hat er nachher blöde reagiert, das sollte
einem Chef, der Arzt ist, nicht passieren, denn gerade er müßte wissen,
das eben Patienten allergisch regieren können!
Cortison wir immer bei solchen allerischen Reaktionen gegeben!
Gott sei Dank ist die Sache gut aus gegangen!
Gute Besserung an Deine Bekannte!

strangegirl

Post by strangegirl » 05.02.2007, 11:03

Ich denke, der Chef hat mit der Bitte um Impfung nichts falsch gemacht. Ich würde ihn eher dafür verurteilen, daß er von ihr fordert, sie solle trotz dieser Vorfälle direkt wieder zur Arbeit kommen!

LG,

strangegirl

Babsel

Post by Babsel » 05.02.2007, 16:04

Zuerst einmal lieben Dank für Eure guten Wünsche für meine Freundin. Ich habe sie ihr gerne übermittelt und sie hat sich sehr gefreut.

Zu Ihrem Chef: Er hat ihr einen wirklich "brutalen" Arbeitsvertrag vorgelegt, wohl wissend, dass sie diesen unterschreiben muss, will sie nicht auf der Straße stehen. Wir rieten ihr, diesen rechtlich prüfen zu lassen. Anscheinend ist er "wasserdicht" wenngleich der Anwalt der Meinung ist, der Gute habe wahrlich aber auch alles ausgeschöpft, was nur irgend möglich ist. So wird ihr im Vertrag unter anderem vorgeschrieben, dass sie in Krankheitsfällen zu dem Arzt seines Vertrauens gehen muss. Bei Zuwiderhandlung akzeptiert sie, dass er eventuelle Krankmeldungen nicht zur Kenntnis nimmt. Der Vertrag ist drei Seiten lang. Unterschrieben werden sollte er auf der 4. Seite oben ... Er hat sie bei dem Vertragsgespräch enorm unter Druck gesetzt und sie mehr oder weniger "genötigt", ihn gleich zu unterschreiben. Als wir das hörten, wurde uns erst einmal übel.
Man kann nur hoffen, dass sie bald eine Alternative findet. Sie lebt allein, das Gehalt einer Zahnarzthelferin ist nicht so groß. Aus ihrer noch nicht ganz beendeten Ehe hat sie noch monatliche Verbindlichkeiten von 200 Euro (gemeinsames Eigentum). Eine Berechnung des Arbeitslosengeldes hätte ihr 600 Euro ALG zugesichert. Sie hat aber schon für ihre 2-Zimmer-Wohnung eine Miete von monatlich 415 Euro zu stemmen .... So dachte sie sich, besser ein solcher Vertrag, als gar keiner.

Da viele Menschen in unserem Land so denken, steht deren Ausbeutung nichts im Wege. :<

meol

Post by meol » 05.02.2007, 20:17

Die Arme!
Da drücke ich ihr mal einen Daumen, dass sie schnell etwas anderes findet.
Klar, dass sie in ihrer Situation den Vertrag unterschrieben hat, wohl wäre es mir aber dabei nicht zumute.
Alles etwas seltsam. Und das soll wirklich rechtens sein? Ich habe doch ein Recht auf freie Arztwahl!?
Gruß, meol

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