Wenn die großen kleinen krank werden....

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blues

Wenn die großen kleinen krank werden....

Post by blues » 11.11.2006, 14:22

....dann muss es manchmal sehr schnell gehen. Das musste ich am Donnerstag feststellen.

Meine Tochter bekam Mittwoch starke Bauchschmerzen. Da ich nicht ganz sicher war, ob es jetzt Tatsache oder nur Mitgefühl für die im Krankenhaus liegende Freundin ist (hatten wir letztes Jahr schon mal...) gab ich ihr eine Schmerztablette und schickte sie ins Bett. Hat auch gut funktioniert - sie war eine Stunde später schmerzfrei. Auch Donnerstag morgen war die Welt prima in Ordnung...bis kurz nach elf. Da setzten megastark die Schmerzen erneut ein und man rief mich aus der Schule an. Wie immer in solchen Situationen hatte ich natürlich kein Auto hier und musste schnellstmöglich etwas organisieren. Ab - das Kind abholen - zum Hausarzt - kurze Untersuchung und dann : Krankenhaus : Bilndarm - Alarm !

Puhhhh....den Kurzen hatte ich auch zuhause, da er die Nacht davor gespuckt hatte...aber er ist schon so vernünftig (meistens...grins), dass er zuhause blieb.

Ich also mit der Großen ins KH und dort bestätigten die Ärzte den Verdacht. Vorsorglich wurden noch alle anderen Möglichkeiten abgecheckt und dann erstmal beschlossen, sie zu beobachten, da ihr die anderen typischen Symptome fehlten.

Freitag morgen dann der Anruf : wir wollen operieren ! Ok, wir also hin, um die Papiere zu unterschreiben....und dann hiess es warten. Der OP war total ausgelastet.
Kruz nach dem Mittag war es dann soweit...meine überaus hungrige Tochter musste in den OP...............................................................

Ich glaube, ich muss Euch nicht sagen, was einem da als Mutter so durch den Kopf geht, oder ? Ein nicht unbedingt angenehmes Gefühl durchzieht einen beim Abschied an der Tür....große, ängstliche Augen schauen einen an und .................................................................

Sie hat es gut überstanden, bis auf die fiesen Nachwirkungen, die eine Vollnarkose nach sich ziehen kann.
Ich sage Euch : ich hätte alles getan, um ihr diese Quälerei zu ersparen. Konnte aber leider nicht mehr tun, als bei ihr zu sitzen und irgendwie die Pfleger zu bitten, ihr doch etwas gegen den Würgereiz zu geben.
Kommen konnte ja nichts, weil sie seit Donnerstag morgen nichts mehr gegessen und getrunken hatte. Und das machte alles noch schlimmer.

Dieser Tag hatte es wirklich in sich....und das mir dasselbe bevorsteht, den Gedanken schiebe ich gaaaaaaaaaaaaanz weit von mir....grins

Ich bin nur ehrlich froh, dass es ihr heute schon sehr viel besser geht und sie auch schon wieder lachen kann.

Ich hatte immer gehofft, dass meinen Kindern so etwas so lange wie möglich erspart werden würde.....tja, und nun ist sie auch schon ihren Blinddarm los.

Waren Eure Kids auch schon mal im Krankenhaus ?

petry

Post by petry » 11.11.2006, 14:31

Ja,2mal bislang.
Das erste Mal mit 4Monaten,das Zweite Mal mit 4 1/2 Polyphen raus nehmen lassen,weil sie alle 4Wochen eine Mittelohrentzündung hatte.
Ich war auch mit,als Begleitperson.Ist super verlaufen die OP.Ging sehr schnell,hat 20 Minuten gedauert,da war sie schon wieder auf dem Zimmer.Keine Komplikationen.

meol

Post by meol » 11.11.2006, 15:09

Mein Kleiner war wegen einem Krupp im Krankenhaus.

Der Große ist an einer Hydocele (Wasserbruch) operiert worde. Der Eingriff wurde ambulnat gemacht und es verlief alles ganz komplikationslos. Trotzdem ging es uns, als Eltern, richtig mies. Nachdem er seine Medikamente zur Vorbereitung bekommen hat, müde wurde und anfing zu lallen, musste mein Mann erstmal das Zimmer verlassen.
Dann die Warterei während der OP. Schrecklich. Dabei ging es auch recht flott, obwohl es mir in dem Moment endlos lang erschien.

Da habe ich an die armen Eltern denken müssen, deren Kinder stundenlang operiert werden. Was die armen mitmachen müssen!

Gruß, meol

inna

Post by inna » 11.11.2006, 20:23

Hallo Andrea,

dieser Kelch ist bisher zum Glück an uns vorbei gegangen.

Ich wünsche deiner Tochter gute Besserung und auch dir ein schnelles Erholen von diesen anstrengenden Tagen!

Viele Grüße, inna

woodstock

Post by woodstock » 11.11.2006, 21:51

Mein Jüngster war mit ca. 2Monaten im KH und musste einen Abszess eröffnet bekommen. Den musste ich relativ oft allein lassen, denn ich hatte drei Weitere zu Hause...
Meine Mädchen waren mit mit 9 und 10 im KH , wegen Mandel-OP.
Da bin ich jeweils die erste und bei der 9-Jährigen auch in der zweiten Nacht da geblieben. Die waren schon selbstständiger und hatten meistens Besuch von Freundinnen - war dann kein Problem.

Mein Mann wurde allerdings vor 10 Jahren mit Blinddarmverdacht eingewiesen. Die Hausärztin hatte alle nötigen Ergebnisse beigefügt. Die Ärzte operierten nicht! Warum, weiß keiner so genau - sie meinten, dass die Symptome nicht eindeutig genug waren. -Und das, obwohl die Hausärztin einen Brief an den Chefarzt geschrieben hatte - der nicht da war.
Seid ihr schon mal mit 4 kleinen Kindern morgens gefahren und wolltet den Papa besuchen? Auf der Station wurde gerade sein Bett frisch bezogen - alle Sachen weg. ;( :eek:
Er lag auf der Intensiv-Station, bekam so etwas wie eine Chemo und die Ärzte meinten, dass sie nicht wüssten, was er habe.
Er hatte eine Sepsis, der Blinddarm war gebrochen und Eiter ausgelaufen. Er hat es knapp überlebt, war monatelang krank...

Liebe Andrea,
umso mehr freue ich mich, dass ihr fähige Ärzte hattet, die schnell reagierten und es deiner Tochter schon wieder besser geht.
Man leidet immer mit, aber wenn es dann immer weiter aufwärts geht, sind die Pänz doch bald wieder oben auf!

Alles Gute weiterhin und vergesst den Schreck bald!
Ich denke, wenn sie es hinter sich haben, weiß man, dass man davor keine Angst mehr haben muss.
So könnt ihr es auch sehen.
Wenn meine Kinder Bauchweh haben, muss ich immer noch mit meiner Panik kämpfen, dass es ja der Blinddarm sein könnte...
Knuddels und alles Gute! :knuddel:

Doro

Babsel

Post by Babsel » 11.11.2006, 21:55

Liebe Andrea - auch das noch ... gut, dass alles soweit überstanden ist. Sei mal feste gedrückt.
Am Dienstag wirst Du merken, wie eine von uns Dir ein kühles, gut duftendes Tuch auf die Stirne legt ... die andere hält die eine Hand ... die andere grabscht die zweite ... eine sorgt für angenehme, leise Musik ... eine andere liest Dir was Schönes vor ... von allen Seiten wirst Du lieb und aufmunternd angelächelt. - Wäre doch gelacht, wenn wir das nicht schaffen!
Alles wird gut! ;) :knuddel:

Doro - das hört sich ja grauslich an! Gott sei Dank, hat Dein Mann diese Unfähigkeit überlebt! :knuddel:

blues

Post by blues » 01.12.2006, 14:12

Oh Mann Doro, da habt ihr aber was mitgemacht ...heftig !
Wie gut, dass doch alles noch gut wurde.

Um diesen bericht hier abzuschließen, wollte ich noch kurz berichten, dass es Töchterchen ganz wunderbar geht. Die Narben sehen fantstisch aus und verblassen schon. Sie hat keinerlei Beschwerden mehr und darf ab Mitte nächster Woche auch wieder Sport machen.

Alles wieder gut :ja:

Babsel

Post by Babsel » 01.12.2006, 14:47

:jump: Freu mich!

woodstock

Post by woodstock » 03.12.2006, 20:22

Liebe Andrea,

das freut mich riesig, dass es dem Blag wieder gut geht.
Weiter so!!
Die besten Wünsche!
Doro

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