Endometriose...eine weit verbreitete Frauenkrankheit -

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admin3

Endometriose...eine weit verbreitete Frauenkrankheit -

Post by admin3 » 21.10.2006, 09:10

oft unerkannt.

Unerklärliche Schmerzen im Unterbauchbereich während der Periode - gegebenenfalls Verhärtungen, die von aussen tastbar werden.
Endometriose ist eine der häufigsten gynäkologischen Erkrankungen. Etwa 10% aller Frauen erkranken in den Jahren zwischen Pubertät und Wechseljahren. Trotzdem wird sie eher selten und häufig erst sehr spät (im Mittel 7–10 Jahre nach erster Schmerzsymptomatik) diagnostiziert.

Genau wie die normale Gebärmutterschleimhaut verändert sich auch die Endometriose während des Menstruationszyklus. Die Endometriose befällt meist den unteren Bauchraum / Beckenraum und häufig dabei auch die Eierstöcke. Ausbreitungen auf Scheidenwand und Darm sind nicht selten, es wurden vereinzelt auch Herde in der Lunge und im Gehirn beobachtet.


mehr unter : http://de.wikipedia.org/wiki/Endometriose

blues

Post by blues » 25.10.2006, 11:08

Hallo,

ich habe diese Information gefunden, weil bei mir der Verdacht besteht, daran erkrankt zu sein. Nachdem ich zum ersten Mal davon gehört habe, stöbere ich im Netz nach Informationen und davon gibt es reichlich. Immer wieder stieß ich darauf, dass viele Frauen schon seit Ewigkeiten unter unerklärlichen Beschwerden leiden und es nur selten zu einer Diagnose kommt.
Vielleicht haben diese auch so wie ich gedacht : Hmmm...immer nur während der Periode Beschwerden, tja, dann gehöre ich wohl zu jenen Frauen, die einfach mit den Schmerzen leben lernen müssen. Es dauert ja nur ein paar Tage pro Monat.

Falsch gedacht - seit (zugegeben viel zu) langer Zeit habe ich einen Knoten im linken Unterbauch, der mit mittlerweile immer mehr Probleme macht. Als ich zum ersten Mal meinen Gyn darauf aufmerksam machte, sagte er mir nach einer kurzen Untersuchung : na, bösartig ist es wohl nicht! und schaute mich an, als wenn er erwartete, dass ich vor Erleichterung einen Luftsprung mache. Ich schaute ihn aber weiter ruhig an und antwortete, dass ich mir in der Hinsicht eigentlich keinerlei Gedanken gemacht hätte, da es ja scheinbar nicht wächst und eben nur während der Periode Ärger macht.

Daraufhin schüttelte er den Kopf und sagte mit, wenn ich wissen wolle, was das ist, dann solle ich "mal" eine Bauchspiegelung machen lassen. Sprach´s und verabschiedete sich dann.....(mag sich jeder seine eigenen Gedanken zu machen) Für mich stand in eben diesem Moment fest - mein jahrelanger Gynäkologe, der mich prima durch beide Schwangerschaften gebracht hatte, hatte sich in ein unpersöhnliches Monster verwandelt.

Ok, ich nahm das also so hin und lebte weiter meinen Trott. Bis vor kurzem, als ich feststellen musste, es wird größer, die Schmerzen heftiger und länger...

Kurz um, ich wechselte den Arzt und siehe da, ich bekam das erste Mal dieses Wort Endometriose zu hören, wie auch andere Möglichkeiten, was es sein könnte. Ein ausführliches, persöhnliches Gespräch und....eine Überweisung zu einer klinischen Untersuchung !

Diese hat nun stattgefunden und die dortigen Ärzte sind recht überzeugt davon, dass es Endometriose ist. Beweisen kann es natürlich nur eine Biopsie.

Ich möchte diese Information einfach nur zur Verfügung stellen, da wir Frauen doch oft dazu neigen, Schmerzen "einfach nur hinzunehmen" und überhaupt nicht mal daran denken, dass man sich das vielleicht gar nicht antun muss.
Schaut Euch einfach mal die Symtome auf der Seite an ....

Babsel

Post by Babsel » 25.10.2006, 11:22

Liebe Andrea,

sei mal feste ge :knuddel: t. In meinem Bekanntenkreis gibt es verschiedene Frauen mit dieser Diagnose. Einige von ihnen wurden operiert, weil die Wucherungen zu groß wurden. Klar, es ist nichts Ernstes für Mädels, die ihre Familienplanung abgeschlossen haben; bei jungen Frauen ist das Risiko von Fehlgeburten gegeben. Eine aus meiner Nähe hatte letztes Jahr eine solche, eine andere traut sich nicht, schwanger zu werden, weil sie Angst hat, das Baby zu verlieren.

Diese Erkrankung stellt auf jeden Fall für die Betroffene ein Problem dar. Ich wünsche Dir von Herzen, dass sich Deine Symptome irgendwie in den Griff bekommen lassen.

Nochmal ganz viele Drückerle!

Tina

Post by Tina » 25.10.2006, 12:28

Hallo blues,
erst einmal danke für Deinen Bericht und alles Gute für Dich.
Wie ist denn Dein weiterer Behandlungsablauf? Musst Du operiert werden oder ist es medikamentös zu behandeln?
Entschuldige bitte meine Neugier, aber ich bin in einer ähnlichen Situation.
Meine Schwester hatte einen Ovarialkarzinom ( Eierstockkrebs), nun bin
ich vorsorglich noch einmal zu meiner Gynäkologin gegangen und sie stellte
bei mir eine vergrößerte Gebärmutter und Endomertriumhyperplasie ( vermehrte Gebärmutterschleimhaut) und mehrere kleine Polypen fest.
Da ich auch während des Zyklus immer heftige Schmerzen habe, meinte sie, es wäre besser eine Ausschabung zu machen und dabei eine Gebärmutterspiegelung.
Es wird unter leichter Vollnarkose ambulant in einem Krankenhaus nächste Woche
operiert.
Doch irgendwie scheue ich davor zurück! Deshalb würde es mich interessieren welche Behandlungsmethode bei dir vorgenommen wird, obwohl natürlich bei jedem Menschen das Krankheitsbild anders ist.


Liebe Grüße
Tina

woodstock

Post by woodstock » 25.10.2006, 17:14

Andrea,
ich drück dich mal!
Den Doc hätte ich natürlich auch nie wieder besucht...
Wünsche dir nun, dass man auch etwas dagegen machen kann, was dir die Schmerzen nimmt!!
Alles Gute,
:knuddel:
Doro

blues

Post by blues » 25.10.2006, 19:54

Hallo und danke erstmal für die lieben Knuddler :)

@Tina - kein Problem, ich Dich sehr gut verstehen, habe ja ebenfalls ziemlich lange herumgedruckst. Deine Diagnose ist jedoch etwas anders als meine und ich kann Dir in Deinem Fall nur raten, ziehe eine zweite Meinung ein, vielleicht auch in der Klinik, wo es gemacht werden soll ?

Ich werde auch operiert, dass steht schon mal fest. Nächsten Monat ist es soweit. Es wir unter Vollnarkose eine Bauchspiegelung gemacht und dabei wird der Knoten entfernt. Gleichzeitig suchen sie noch den Bauchraum ab, ob eventuell noch mehr Endometrioseherde vorhanden sind. Und eine Zyste am Eierstock wird kontrolliert. Das ist das, was erstmal geplant ist. Alles weitere entscheidet sich, wenn die Ärzte reingeschaut haben. Es könnte schon sein, dass ich hinterher noch medikamentös behandelt werden muss, hängt halt von der OP und deren Ergebnis ab. Es wäre einfacher , wenn ich die Wechseljahre schon vor der Tür hätte....aber das dauert vermutlich noch ne Weile.

@Babsel - ja, da bin ich ganz froh, dass bei uns die Familienplanung abgeschlossen ist - daher erschreckt es mich auch nicht so sehr, dass auch eine Teil- oder sogar Totaloperation eine eventuelle Folge sein könnte. Ich hoffe halt nur, dass dieser offensichtliche Herd und die möglichen anderen sich nicht an wichtigen Organen festgesetzt haben, denn das würde dann schon Probleme mit sich bringen. Blase und Darm sind gern gesehene Plätze bei diesen Wucherungen. Aber da ich in diesem Sinne keine Beschwerden habe, gehen wir mal nicht davon aus.

Tina

Post by Tina » 26.10.2006, 07:26

Danke blues, für deine Antwort.
Am Dienstag habe ich den Untersuchungstermin im Krankenhaus. Dort werde ich ja sehen, was die behandelnden Ärzte sagen.

Dir drücke ich ganz fest die Daumen für die bevorstehende O.P. und vor allem, dass nichts weiter gefunden wird. Ganz viel Kraft und alles Liebe :knuddel:

LG
Tina

Babsel

Post by Babsel » 26.10.2006, 07:41

Liebe Andrea, komm mal ganz nah zu mir und lass Dich :knuddel: .

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Babsel

Post by Babsel » 26.10.2006, 07:41

Liebe Tina, auch für Dich ein ganz fester :knuddel:


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Tina

Post by Tina » 26.10.2006, 08:00

Danke Babsel,
du spendest immer anderen Trost, obwohl du so viel eigene, schulische Sorgen
mit deinem Sohn hast. Ein Kind leiden zu sehen ist schlimmer als alles andere.
Deshalb drücke ich dich auch ganz feste. :knuddel:

LG
Tina

Babsel

Post by Babsel » 26.10.2006, 10:38

Danke, liebe Tina! :knuddel: Aber genau das ist es, was wir unsern Kindern auch vorleben sollten. Eigene Sorgen sind das eine, darüber darf/sollte man aber auch noch ein Herz für die Sorgen anderer haben. Nur so können wir die Welt ein wenig heller und schöner machen - gelle?!!! ;D :knuddel:

blues

Post by blues » 29.10.2006, 14:09

@ Tina & Babsel....lieben Dank für Eure Knuddler und guten Gedanken. Ich gehe einfach mal davon aus, dass alles gut gehen wird und ich mit ein bisschen Glück nach drei Tagen wieder daheim sein werde.

Was mir wahrscheinlich am schwersten fallen wird, sind die Tage ohne Euch hier :/ . Meines Wissens nach ist unser KH noch nicht so fortschrittlich und bietet Internetzugang.

Wovor ich allerdings noch ein bissel Angst vor habe, ist es meinen Kids zu sagen. Ich weiss noch nicht wirklich, wie ich es hinbekomme, ohne ihnen Angst zu machen. Ich will nicht, dass sie sich Sorgen machen....und ich überlege auch, ob ich in den Schulen Bescheid geben soll...denn ich könnte mir gut vorstellen, dass sie an dem bestimmten Tag nicht unbedingt mit den Gedanken beim Unterricht sein werden. Vielleicht sollte ich ihnen von der OP gar nichts sagen vorher ?

Was meint Ihr ? Wart Ihr schon mal in der Situation ?

Babsel

Post by Babsel » 29.10.2006, 14:17

Andrea, :knuddel: :bussi:

direkt in der Situation war ich noch nicht, aber letztes Jahr haarscharf vorbeigeschrammt. Ich hatte mich mit meinem Mann darauf geeinigt, dass wir nur sagen, ich müsse zur Kontrolle und Untersuchung ins Krankenhaus. Klar war auch, dass am OP-Tag nur der Papa gekommen wäre und auch am folgenden Tag erst Sohnemann mitgebracht hätte, wenn keine "Spuren" mehr nachzuweisen gewesen wären. Der Lehrerin hatte ich vorsorglich zeitig schon Bescheid gegeben.

Andrea, ich kann Dich so gut verstehen! Es geht Dir gar nicht so sehr um Dich, gell - wie die Kids damit umgehen, macht Dir am meisten Angst?! Vielleicht hilft es Dir wenigstens ein bißel, wenn Du weißt: Ich bin ganz feste bei Dir und weiß, dass Du es schon richtig machst. Alles andere geht seinen Gang und klappt sicher gut!!! Du schaffst das!

Wann ist es denn soweit??????????

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blues

Post by blues » 31.10.2006, 08:23

Hallo Babsel ,

danke für Deine lieben Worte und Deinen Beistand. Ja, Du hast recht, das macht mir am meisten Kopfzerbrechen. Die Große macht sich schon sehr einen Kopf und der Kleine....so etwas wirft ihn schnell aus der Bahn.

Töchterchen hat gestern per Zufall meine Liste entdeckt und sprach mich darauf an. Ich erklärte ihr, dass ich zur Untersuchung dahin müsse, da ich vermutlich eine Narbenverwachsung hätte (was ich dann natürlich auch erklären musste) sie fragte sofort, ob ich operiert werden müsste und da ich nicht gut lügen kann, sagte ich, ich weiss es nicht.
Ich bat sie darum , es noch für sich zu behalten, da ich erst den heutigen Geburtstag meines Sohnes abwarten wollte, bevor ich mit den Kindern spreche. Danach würde ich es beiden erklären.

Mit meinem Mann habe ich das auch so besprochen....ich denke mal, morgen oder übermorgen werde ich es dann in Angriff nehmen :/

Wölkchen

Post by Wölkchen » 31.10.2006, 09:08

Ich habe hier noch einen interessanten Link:

GesundheitPro.de

Andrea ich werde auf alle Fälle dabei sein und aufpassen, dass die Ärzte dich akkurat behandeln.
Tina dir drücke ich auch die Daumen. Ein paar Infos habe ich eben gefunden und hier im Forum eingestellt.

blues

Post by blues » 01.12.2006, 14:24

So, nun liegt das alles ja schon hinter mit. Narkose und Op - alles glatt verlaufen. Zwei Nähte sind perfekt und nicht mehr zu spüren, nur die dritte leider, wo das Endometriom entfernt wurde macht mir etwas Kummer. Zum einen ist dort alles taub (normal, da einiges an Gewebe entfernt werden musste und somit auch die Hautnerven in Mitleidenschaft gezogen wurden) und zum anderen hat sich dort ein innerer Bluterguss gebildet...noch etwas größer als das entfernte Teil :/

Ich habe es schon untersuchen lassen...wurde aber vertröstet, dass man erstmal abwarten sollte, ob der Körper es allein schafft, das abzubauen.
Eine Folge OP birgt das Größere Risiko ebenso wie absaugen mit einer Spritze.

Nun muss ich mit dieser "Beule" erstmal leben und hoffen, dass es von allein verschwindet und keinen weiteren Schaden anrichtet.

Aber auch das wird vergehen...so oder so... ;D

Babsel

Post by Babsel » 01.12.2006, 14:46

Sei mal vorsichtig gedrückelt. Na klar, das vergeht von ganz alleine! Unsere guten Gedanken werden dazu beitragen. :ja: :ja: :ja: :knuddel: :bussi:

laemmlein

Post by laemmlein » 01.12.2006, 14:48

Großer Daumendruck, liebe blues!!! So ein Bluterguss dauert eine Weile, bis er vom Körper absorbiert ist, da musst Du Dich wohl in Geduld üben...
Das mit dem Taubheitsgefühl ist ja auch zu blöd - aber doch hoffentlich reversibel - oder?

Lass Dich kräftig drücken und Dir viele liebe Wünsche rüberschicken!! :knuddel:

blues

Post by blues » 02.12.2006, 20:13

Danke, Ihr Lieben...es wird schon werden. Was die Taubheit angeht, kann ich wohl nur hoffen, dass das Gefühl dort zurückkehrt...und wenn nicht, naja..ist ja keine wirklich wichtige Stelle :D

Wiggle

Post by Wiggle » 02.12.2006, 20:28

Ich hoffe auch für dich,das es noch gut wird.
und wenn nicht, naja..ist ja keine wirklich wichtige Stelle
Jede einzelne Stelle deines Körpers ist wichtig,
frag doch mal deinen Mann welche unwichtig ist ;D .

woodstock

Post by woodstock » 03.12.2006, 20:26

Ich drück dir die Däumchen, dass auch das bald "gegessen" ist, liebe Andrea!!
Vielleicht gehts ja ganz von alleine - das wäre dir doch auch am liebsten, nicht wahr?!

Knuddels,
Doro

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