Einsam trotz Job und Familie?

Ihr steht im Berufsleben und möchtet euch mit anderen berufstätigen Frauen austauschen? Vielleicht wollt ihr ein Job-Netzwerk gründen für Kontakte, zum Erfahrungsaustausch? Hier habt ihr die Möglichkeit. Mitmachen?
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Wölkchen

Einsam trotz Job und Familie?

Post by Wölkchen » 21.03.2006, 20:57

Für alle, die nicht am Chatabend teilnehmen können oder konnten.

Wölkchen

Post by Wölkchen » 21.03.2006, 22:07

Den ganzen Tag reichlich um die Ohren, keine Zeit zum Nachdenken und dann Leere. Wir haben heute abend sehr angenehm darüber gesprochen.

Freunde gehen, wo ist die Freundin, die mich hält, mit der ich alles bequatschen kann, die mir auch mal den Kopf zurechtrückt?

Einzige Gesprächspartner Familie und Arbeitskollegen.

Der beste Freund und Gesprächspartner Mann, ja da darf man glücklich sein und wir gönnen es von Herzen. :) :lol:

Sport, Joggen, das Hirn freipusten und sich selber fühlen. Vertrauen aufbauen, um wieder erneut auf Menschen zuzugehen die Hoffnung nicht aufgeben, neue Freundschaften schließen.

Stichpunktmäßig das, was wir angesprochen haben.

Sabbi

Post by Sabbi » 22.03.2006, 08:43

Schade , hab's gestern verpasst.

admin2

Post by admin2 » 22.03.2006, 09:22

Sabbi, hier geht es weiter. Warum ein solches Thema nur für den Chatabend?

Sabbi

Post by Sabbi » 22.03.2006, 12:37

Da hast du Recht , Tina. :)

Ich hab ne Freundin , die genug mit sich selbst zu tun hat : Arbeit , Mann , Mutter , Hund...........................und Bequemlichkeit.
Wenn ich sie mal brauche , ist sie grad nicht da oder hat kein offenes Ohr.
Meine Tochter ist in der Pubertät , nabelt sich ganz schön ab , Streicheleinheiten (?) kommen zu kurz..............naja , ist halt so.
Morgens bin ich mit Hausarbeit beschäftigt :-( , erledige meine Einkäufe und Besorgungen (oder geh ins Internet, wo ich manchmal auch hängen bleib).
Mein Mann arbeitet viel , ruft aber zwischendurch immer an, wie 's mir geht .

Ich will mich nicht wie ne Heulsuse anhören , aber mein Leben fühlt sich nicht ausgefüllt genug an. Das einzige , was sich mir anbietet , um mal raus zu kommen und Bekannte zu treffen , ist der Besuch im Eiscafe.Da treffen sich die "Hausfraen " , ab und zu.

Charlie

Post by Charlie » 24.03.2006, 02:23

Hallo Ihr,

Ich glaube, die Einsamkeit hat viele Gesichter. Man kann sich in einem Raum voller Menschen befinden und dennoch einsam sein. Man kann seine Familie um sich haben und sich einsam fühlen und man kann alleine sein und sich nicht einsam fühlen. Die Einsamkeit zwingt einem auch,-innezuhalten um über sich nach zu denken ( ist oft gar nicht so angenehm ) Einsam sein bedeutet, sich selbst zu sehen, die Stille zu ertragen und dann zu erkennen, was von einem noch übrig ist, wenn die Ablenkungen wegfallen.
Einsamkeit kann vernichtend sein , sie kann aber auch einen Reifeprozesss in Gang setzen.
Es grüßt euch lieb, Charlie

laemmlein

Post by laemmlein » 24.03.2006, 08:48

Ich habe drei ganz enge Freundinnen, mit denen ich über alles sprechen kann, und, wenn ich Entscheidungshilfen brauche - welcher Art auch immer - fließen drei Meinungen ein, die sich mit der eigenen Meinung vermischen und helfen können. Es ist ein wunderbares Geschenk!

Beste Freundinnen sind etwas so Bereicherndes, wunderbar Guttuendes und einfach unersetzlich!

Und das Interessante ist, dass in diesem Forum für mich eine Art Freundschaft zu den "Stamm-Cleveren" im Entstehen begriffen ist - ohne dass man sich jemals gesehen hat -, die auch unersetzlich ist!

Vielen Dank an Euch Stamm-Cleveren! :knuddel: :bussi: :love:

Sabbi

Post by Sabbi » 24.03.2006, 08:58

Hallo , lämmlein

du bist wirklich zu beneiden. :)

Jaime

Einsam, was ist das?

Post by Jaime » 24.03.2006, 09:20

Alleine und Einsam
ja, das kann ganz schlimm sein, immer mehr leiden darunter, und das meistens in den Städten, Firmen und sogar und am allerschlimmsten im Urlaub.
Die meisten wünschen sich so sehr Kontakte, dass sie diejenigen, die in Frage kommen könnten, zu schnell erdrücken,zu viel und zu schnell und zu heftig. Es muss alles wachsen. Viele jammern auch ununterbrochen, sie merken es leider gar nicht mehr.

Andere bauen sich solch eine Scheinwelt auf, müßen überall hin, immer dabeisein, 3 Termine an einem Tag, sie hetzen von Einladungen zu Einladungen, (und stöhnen pausenlos, wo sie noch hin müßen, müßen ?)

sie geben selbst Feste, ja, Geburtstage werden 3x gefeiert, Brunch und Frühschoppen, Grillabende, jammern aber unentwegt, das sie kein Geld haben und auch eigentlich gar keine Zeit. (wer hat da noch Lust ?)

Ich bin froh, nicht im Zenit solcher Cliquen zu stehen, ich hätte die Ausdauer und Geduld schon gar nicht, von dem abgesehen, sie wiederholen sich in allen Gesprächen.

da gehe ich lieber ganz alleine auf Tour,ich fühle mich sehr wohl allein, da muss dann keiner Rücksicht auf mich nehmen. Und wenn ich Lust habe, ich finde immer jemanden, wo ich meine Freude daran habe, Beide Seiten, hoffe ich.
manchmal mache ich mir auch den Spass und quatsche ganz offensichtliche Brummbären an,da kann man nur staunen !

Lächle, und du bekommst es doppelt zurück... sagt doch solch ein Spruch.
habt Geduld mit anderen und mit einem selbst.
setzt Euch mal nur 2 Stunden in ein Strassencaffee, und beobachtet die Leute um Euch herum, sehr interessant.
ich denke mir immer die Geschichten dazu aus...ob sie stimmen und zutreffen weiss ich natürlich nicht.

machts alle jut... lg J.

laemmlein

Post by laemmlein » 24.03.2006, 09:38

@ Jaime

Wie Recht Du hast, Jaime! Diese Blahblah-Parties mag ich auch überhaupt nicht, liebe aber kleine Runden, in denen es zu wirklich guten Gesprächen kommt!

Oh Ja, Straßencafés, ein wunderbares Beobachtungspotential!! Manchmal erkenne ich mich selbst, wenn ich jemanden sehe, der hektisch an mir vorüberrennt :oops: :grin:

Wie reagieren fremde Menschen auf Dich, wenn Du in Gesprächskontakt mit ihnen trittst?

Sister

Post by Sister » 24.03.2006, 13:02

Hallo,


Einsamkeit, dieses Wort macht mir Angst. Wann bin ich einsam? Wenn meine Familie am Morgen das Haus verläßt? Nein, nicht wirklich! Ich habe so viele gute und ausfüllende Dinge, mit denen ich mich befasse. Aber vielleicht dann, wenn irgendwann der Partner ganz wegfallen sollte?
Jetzt empfinde ich Einsamkeit z.B. wenn ich mich von meinen nächsten Angehörigen unverstanden fühle. Wenn sich liebe Freunde lange Zeit nicht melden. Vorallem, wie wird es sein, werde ich als alter Mensch einsam sein, dann wenn Freunde längst nicht mehr da sind, wenn Krankheiten den Alltag zur Qual machen? Wie gehe ich dann damit um? Werde ich stark genug sein, es zu ertragen?
Es gibt so viele Menschen, die wollen es nicht wahrhaben, einsam zu sein, sie verdrängen es, indem sie sich betäuben mit allen möglichen Ersatzbefriedigungen! Wir müssen aber auch die Erfahrung der Einsamkeit machen, sonst erkennen wir uns nie richtig selbst.

LG von sister

Quandrasseh

Post by Quandrasseh » 24.03.2006, 16:18

hi

ja, mir gehts genauso. ich habe mich ins internet geflüchtet und mir eine zeitlang eine neue schöne welt aufgebaut. ich war nicht mehr einsam! aber die welt war so schön, dass ich nicht wieder loslassen wollte.

dann fällt man wieder ins loch, wieder in die einsamkeit :-(

bis auf ein neues...

Jaime

Schüchternheit-Einsamkeit

Post by Jaime » 27.03.2006, 23:06

hi
nachdem Lämmlein schon so fragt, wie die Menschen reagieren, möchte ich auch antworten..
Um meine Schüchternheit im Zaun zu halten, :lol: muss ich wohl oder übel in Übung bleiben. Da ich schon ganz jung aus dem Elternhaus ging( mit 2 Koffern , aber ohne Job und Wohnung, ist meine >Menschenkenntnis gut geschult worden.
, man hat schon den Blick dafür und die Situation im Sinne. Mich interessieren weniger die schönen, lauten Menschen, eher die unscheinbaren, bedrückten, ja, eben die Vereinsamten.Wenn diese etwas aus sich herauskommen, lächeln, die Zeit mitgeniessen, ja , dann bin ich rundherum zufrieden.Ich will nix von niemandem, ich fordere nichts, ich bin einfach nur da. Es gibt sovieles zu bereden, Alltägliches und gerade Passierendes, selten wird es langweilig.

ich wurde auch schon mal von einer Freundin vorgeschickt, die sich mit Kontaktanzeigen traf, einmal waren wir 2 Schnupperhunde ! :lol:

ja, ab und zu geht auch mal etwas furchtbar daneben, aber diese Quote ist sehr gering, und ich kann immer noch mein Gesicht wahren, ich nehme dann eben die Zeitung und basta isses.
Eine gute Übungswiese ist der Flohmarkt, da lernt man zu handeln und zu quatschen, ja, ich wurde schon mal ganz spontan zu einer Party am Abend eingeladen.. und ich ging hin.. ich bin ja spontan, wenigstens ab und zu :lol:

Fazit, hinter vielen Fassaden versteckt sich die neue Seuche, die Einsamkeit und umso mehr sich diese Menschen bemühen, umsomehr sind sie verkrampft. Wenn man auf Partnersuche ist, und jeden abcheckt, das merkt ja jeder Spürhund. merke: der Köder muss dem Fisch gefallen und nicht dem Angler !

es soll viele Leute geben, die tagelang mit niemandem ein Wort wechseln, kein Wunder, wenn man die Supermärkte besucht, alle sind wie Zombies, alles geht lautlos übers Fliessband.. da sind die Wochenmärkte doch viel besser, und die kleinen Geschäfte der Türken, Griechen und Chinesen sehr viel interessanter , puh, ich brauche das Leben um mich herum...

Euere Jamie

woodstock

Post by woodstock » 01.04.2006, 19:38

In der weiteren Umgebung beobachte ich auch eine Frau, die aus lauter Verzweiflung darüber, dass ihr Mann nun Pensionär ist, sich die Tage so vollplant, dass sie eigentlich nie mal wirklich allein sind.
Fakt ist aber auch, dass sich die zwei allein auf die Nerven gehen - sehr unterschiedliche Interessen und sehr unterschiedliches Niveau...
Manchmal fragt man sich, ob man irgendwann einmal auch zu diesen Menschen gehört...
Ich denke, ich habe weder im www, noch in der Realität Schwierigkeiten, auf Menschen zuzugehen. Da gehört der Plausch in der Apotheke dazu, wie auch ein nettes Wort in der Bücherei oder Bibliothek - ohne kann ich nicht.
Es stimmt zwar, dass man manche Leute regelrecht in Gespräche verwickeln muss :mrgreen: , aber eigentlich reagieren alle freundlich und auch humorvoll.
Ich denke, wenn man aber vielleicht irgendwann durch ein Gebrechen oder einfach das Alter nicht mehr einfach so hinaus ins Leben kommt - das kann einem dann schon Einsamkeit aufzwingen.
Knuddels, Doro

Dragonlady

Post by Dragonlady » 03.04.2006, 11:46

Also ich habe ca. 5 Jahre alleine gelebt.
Und ich habe mir auch die Tage so voll gepackt,
das gar keine Zeit war um mich einsam zu fühlen.
Ich war sogar froh, wenn ich mal Tage hatte an denen
ich alleine in meiner Wohnung für mich sein konnte.

Seit zwei Jahren lebe ich jetzt wieder mit jemandem zusammen
und es gibt Tage an denen ich mich sowas von einsam fühle, das es
echt weh tut.
Selbst in einem Raum von Menschen habe ich das Gefühl das ich
völlig alleine bin.

Ich habe zwar immer schon alles alleine durchgekämpft und
jedes Problem das ich hatte, habe ich alleine bestritten, aber
bei all dem hatte ich nie so ein Gefühl.

Und vor einigen Jahren ist meine Freundin weggezogen und eine andere
meldet sich gar nicht mehr, selbst nachdem ich ihr einen Brief
geschrieben habe und um Aufklärung bat, kam nicht zurück.

Also habe ich nicht mal mehr eine Freundin an die ich mich wenden könnte. Und das tut super weh!
Man kann das nicht beschreiben, aber mir fehlt einfach jemand!

Liebe Grüße Nicole

Charlie

Post by Charlie » 03.04.2006, 15:36

Hallo Nicole, sei lieb gedrückt von Charlie.

lenia65

Post by lenia65 » 12.06.2006, 18:21

Hallo,
eure postings sprechen mir aus der Seele...
auch ich bin auf der Suche... nach Freundschaften, Liebe und allem wonach ich mich so sehne. Leider habe ich Schwierigkeiten zu vertrauen und erwarte vielleicht auch manchmal zu viel?

Es fängt schon in kleinen Dingen an, z.B. erwarte ich, das mein Sohn auch mal zum Spielen eingeladen wird, wenn seine Freunde schon x-mal bei uns waren. Leider erhält er dann eine Abfuhr nach der nächsten.
Auch würde ich mich freuen, wenn eine "Freundin", die mir ihre Eheprobleme (ungefragt) an einem langen Abend erzählt, auch mal Zeit hat um mir zuzuhören und nicht die Augen verdreht, wenn ich beim Erzählen Pipi in den Augen habe.

Gerne möchte ich auch drauf verzichten, bei verheirateten Freundinnen immer die letzte Geige zu spielen und abgemeldet zu sein, wenn der Gatte unerwartet doch zu HAuse ist. Ich möchte auch mal wichtig und gewünscht sein...

Klinge ich verbittert?
Entschuldigt bitte, das ich so neu und schon am Jammern bin.
liebe Grüsse
lenia

Minniemaus

Post by Minniemaus » 12.06.2006, 20:45

Hallo an alle, die sich einsam fühlen....

man kann nicht erwarten, dass alle einen mit offenen Armen empfangen und freudestrahlend rufen: auf dich haben wir die ganze Zeit gewartet.....

Nein, man muss selber anfangen ein Netzwerk aufzubauen, ganz gleich ob es sich um die Kinder handelt, die sich gegenseitig besuchen....
->@lena65
wenn ihr Besuch hattet von Kindern, dann auch mal die anderen Eltern als Kindersitter einspannen....und wenn es nur für ne Viertelstunde Sonnenbank ist......

oder das man sich sportlich betätigt, d. h. sich Sportpartner sucht mit denen man beispielsweise zum Badminton trifft.....es gibt mittlerweile auch im Internet Freizeitbörsen um solche Kontakte zu knüpfen....

Gleiches gilt für die Abendfreizeit....es gibt Singlel-Partys, Ü30-Partys, Volksfeste und, und, und....

Enge vertrauliche Freundschaften ergeben sich erst mit der Zeit, wenn sich ein gegenseitiges Vertrauen sowie eine gleiche "Wellenlänge" aufgebaut hat....und genauso können solche "Freundschaften" wieder zerbrechen mitunter auch einfach nur an Mißverständnissen....aber kein Grund dafür den Kopf hängen zu lassen.....Das Leben geht immer weiter und je aufgeschlossener man sich für seine Umwelt und sein Umfeld interessiert um so grösser wird der Bekanntenkreis werden....manchmal reicht es auch schon jemand anderem zuhören zu können oder in Kleinigkeiten zu helfen....

Aber man sollte auch lernen mit sich selbst zufrieden zu sein, denn oft spiegelt sich das Selbstvertrauen im eigenen Gesicht wider und wer immer nur griesgrämig zuhause sitzt, muss sich nicht wundern, dass keiner auf ihn zukommt......oder?

Sabbi

Post by Sabbi » 13.06.2006, 14:03

Darin liegt viel Wahres , liebe minniemaus.

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