Sexuelle Gewalt an Kindern: Opferschutz / Austausch

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inna

Sexuelle Gewalt an Kindern: Opferschutz / Austausch

Post by inna » 28.11.2006, 21:54

Informationen hier:

http://www.cleverefrauen.de/html/viewtopic.php?t=7172

Vielen Dank, Babsel und Tina, für die viele Mühe, die ihr euch damit gemacht habt!
Besonders hilfreich finde ich die "Notsignale" und die vielen Kontaktadressen, an die Betroffene sich wenden können.
Peinlicherweise muss ich zugeben, dass sich mir beim Lesen der Gesetzestexte nach wenigen Minuten alles dreht, und ich kaum noch etwas von dem weiß, was ich gelesen habe - irgendwie bin ich nicht geschaffen für derartige Texte!
Ich gehe aber davon aus, dass die anderen sich da nicht so ungeschickt wie ich anstellen und eure Informationen Grundlage für eine gute Diskussion sein können. Wenn es von Nöten ist, werde ich mich im gegeben Fall stichwortorientiert durch die Texte arbeiten und mir die entsprechenden Informationen aneignen!

Vielen Dank nochmal und viele Grüße, inna

Wölkchen

Post by Wölkchen » 29.11.2006, 12:34

@ inna

uns ging es genau so inna. Doch daran sieht man erst Recht, mit was für Sorgen sich ein Opfer, gepeinigt genug fürs Leben, noch rumschlagen muss. Wer sollte dazu noch die Kraft haben?

Ich habe mir die einzelnen Punkte einzeln vorgenommen. Im Artikel von Frau Manfrass steht folgendes:
In der Praxis sieht es für die Opfer jedoch so aus, dass viele Richter und Staatsanwälte mit der Technik nicht oder nur unzureichend vertraut sind. Nach unserer Kenntnis wurden allein in Nordrhein-Westfalen bis 2002 ca. 25 Videoanlagen für den Opferschutz durch das Zeugenschutzgesetz eingerichtet. Kostenfaktor ca. 3 Millionen D-Mark. In drei Jahren wurden diese Anlagen aber nur 9 Mal genutzt. Die Begründung der Nichtnutzung durch die Justiz war und ist, dass sich diese Methode in der Praxis nicht bewährt habe.
Vor ein paar Wochen habe ich mich noch gefragt, ob das denn nicht endlich durch wäre. Und jetzt stellte ich mit Entsetzen fest, dass es die Kameras zwar gibt, aber sie nicht in dem Maße eingesetzt werden, wie es sein könnte. Und dann diese "Ausrede" der Behörden allein. Möchte wissen, welcher Feder diese Aussage entsprang. Es ist ein Schlag ins Gesicht der Opfer. Und wie Frau Manfrass schon erläuterte, was ist mit dem Kind, dass seinem Peiniger gegenüberstehen muss? Die Dunkelziffer ist doch eh schon hoch genug und wenn dann noch so eine Gegenüberstellung kommt, welches Kind soll das verkraften? :nein:

inna

Post by inna » 30.11.2006, 11:01

Hallo Tina,

habe ich das recht verstanden, dass die Kameras dazu dienen, dass das Opfer seine Aussage darauf festhalten lassen kann, um somit eine direkte Konfrontation mit dem Täter vor Gericht zu vermeiden?
Kann es auf diese Form der Aussage bestehen?

Außerdem würde mich noch interessieren, ob es denn eine allgemein verständliche Version der "Opferrechte" (z.B. vom Weißen Ring verfasst) gibt, oder müssen sie sich immer durch diese Gesetzestexte arbeiten?
Letztlich bin ich aber bisher davon ausgegangen, dass die Betroffenen von ihren Anwälten über ihre Rechte aufgeklärt werden, denn das gehört doch zu deren Job. Ist dem etwa nicht so?

Viele Grüße, inna

admin2

Post by admin2 » 30.11.2006, 13:22

Inna,

mit den Kameras hast du richtig verstanden. Das Opfer sitzt dabei in einem Nebenzimmer und nicht im Gerichtssaal. Die direkte Konfrontation mit dem Täter wird ihm somit erspart.

Der zweite Artikel vom weißen Ring erklärt die Mißstände und in dem ersten werden die Gesetze erklärt. Wenn du jetzt beim 2. Artikel auf das 2. Post gehst, dann findest du zwei Punkte, die über die Opferanwälte handeln. Weiter wird dort auf den langen Weg hin zur Anerkennung der Opferentschädigung geschrieben. Die Opfer selber halten diesen Weg nicht aus.

admin2

Post by admin2 » 30.11.2006, 20:48

Hier kann sich ausgetauscht werden. Die Informationen sind seperat unter nachfolgendem Link zu lesen:

http://www.cleverefrauen.de/html/viewtopic.php?t=7172

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