Kindesmissbrauch--------Nein, Danke!

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Wölkchen

Kindesmissbrauch--------Nein, Danke!

Post by Wölkchen » 07.03.2006, 22:38

Das erste Posting ist für alle Betroffenen.

Unser Bestreben ist Aufklärung und vor allem wachrütteln !
Dadurch könnte es auch geschehen, dass der eine oder andere Link und/oder ein Posting triggern kann.

Für euch reiche ich diese Internetadresse rüber: www.missbraucht.de
Dort findet ihr Hilfen und Kontakte, die wir hier nicht bieten können.


Je mehr Menschen wach werden und Wege sehen, wie und wo sie helfen können, desto weniger müssen das durchmachen, wie ihr.

Auch wollen wir all denen Mut machen,den Weg zur Hilfesuche zu gehen.
Kein Mensch soll und darf seine Augen verschließen und jeder ist
aufgefordert aufzuschreien, wenn einem Kind die Kindheit gewaltsam entrissen wird.

Kein Trost kann heilen, was euch widerfahren ist. Wir wollen helfen, indem wir da sind...verstehen und aufklären durch diesen Thread.

Ab dem nächsten Post ist TRIGGERN möglich !
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Wölkchen

Post by Wölkchen » 07.03.2006, 22:43

Sexueller Kindesmissbrauch: Kinder schützen, helfen und stärken
Jeder liest es in der Zeitung: Kinder werden entführt, missbraucht, ermordet. Manchmal liest man auch, dass ein Vater oder eine Mutter jahrelang ein eigenes Kind missbraucht. Und stets denkt man: Wie kann man nur einem Kind so was antun? Wieso hat niemand was gemerkt? Man muss die Kinder beschützen, ihnen sagen, dass sie mit fremden Personen nicht mitgehen dürfen! "Gott sei Dank passiert so was in meiner Umgebung nicht", ist oft der erste Gedanke!
Vollständiger Text : http://www.cleverefrauen.de/html/erziehung3.html
Autoren: www.missbraucht.de

Ich möchte vorab jeden User bitten, diesen Text gründlich durchzulesen und sich auch ein wenig kundig zu machen unter www.missbraucht.de außerdem schaut euch bitte www.kinderschreie.de an.

Quelle: www.anti-kinderporno.de

Lasst euren Gedanken und Gefühlen die Möglichkeit, sich hier zu äußern, damit wir gemeinsam aufzeigen,
dass wir bereit sind, zu helfen. Gemeinsam wachrütteln oder sich erst wachrütteln lassen, jeder dieser Wege ist möglich.

Wenn z.B. ein Baby auf dem OP-Tisch liegt, damit sein Schließmuskel wieder hergestellt wird, dürfen wir hier nicht schweigen, wir müssen schreien und agieren. Jeder von uns kann seinen Teil dazu beitragen. Kinder, die an die Öffentlichkeit gezerrt werden, erleiden das 2. oder 3. Martyrium. Wie sieht es aus, was müssen sie dann noch durchleben vor Gericht?

Für die Opfer und die Überlebenden, für immer gezeichnet in ihrer Seele...für sie wollen wir reden und handeln.

Pudding

Post by Pudding » 08.03.2006, 08:01

Somit möchte ich gleich mal ne Frage zur Anregung stellen:

WO FäNGT KINDSMISSBRAUCH AN?

Das sollte hier mal besprochen werden, denn viele Leute sehen so manche Handlung einem Kind gegenüber, die bereits an Missbrauch grenzt, als ganz normal an. Wenn wir hier darüber reden, uns darüber klar werden was so alles in diese Kategorie gehört, können wir vielleicht nach außen, in unserm Umfeld, Menschen um uns herum dafür sensibilisieren.

Nicht immer sind Schläge sichtbar, nicht immer geschehen sexuelle Angriffe direkt, gerade Leute, die Missbrauch erleben mussten, haben ein Gefühl, einen Sinn dafür wie subtil manch Missbraucher an sein Opfer ran geht, so dass es kaum von aussen her wahrgenommen werden kann. Gerade dann müsste es im Keim erstickt werden können. Gerade deswegen ist es wichtig heraus zu finden, wo denn nun Missbrauch bereits anfängt. Um somit eingreifen, helfen zu können, bevor es wirklich schlimm wird.

Denn auch gut aufgeklärte Kinder, die in ihrem nahen Umfeld Vertrauen aufbauen konnten, werden es vielleicht verwchweigen, sei es weil man ihnen Angst gemacht hat, sei es weil sie Scham empfinden oder Schuldgefühle haben. Also nicht unbedingt warten, bis "das Kind im Dreck liegt"...

Und bei Missbrauch in der eigenen Familie? Wo sollen sich die Kinder hinwenden? Wo? Solche Kinder leben dazu noch in einem enormen Zwiespalt. Sie bekommen Missbrauch, brauchen Geborgenheit, auf die sie nie aufhören zu hoffen, so ist es für diese Kinder doppelt schwer sich jemandem anzuvertrauen.

Um wirklich helfen zu können, dürfen wir nicht abwarten, wir müssen uns ein wachsames Auge antrainieren, kleinste Anzeichen bereits ernst nehmen, aber natürlich nicht voreilig handeln, das macht es ja so schwer. Ich kenne Männer, die Angst haben ihre eigene Tochter auf den Schoß zu nehmen aus Angst als Missbraucher dargestellt zu werden. Das wäre dann das andere Extrem!

Wölkchen

Post by Wölkchen » 10.03.2006, 12:51

@ Pudding

Wir müssen auch unterscheiden zwischen den Mißbrauchsarten.
Sexueller, körperlicher und seelischer Mißbrauch. Oft gehen sie ineinander über.

Ich möchte auf deine Frage eingehen: Wann fängt Missbrauch an.

Dazu eine Geschichte, an die ich mich erinnere. Es war kein Mißbrauch doch die Situation hat sich eingeprägt. Bei einem Kind achten wir oft nicht auf das Nein.

Mein Avatar, das war die Hochzeit meiner Cousine. Ich war damals knapp 3 Jahre alt, ein Alter wo kaum einer Erinnerungen hat. Auf dem Weg zur Kirche nahm mich ein, wie ich heute weiß, entfernter Verwandter auf den Arm. Er roch nach Schweiß und Alkehol und ich freche Göre sagte Nein. Es war mir sichtlich unangenehm, wiederlich und er war fremd. Davon gibt es sogar ein Bild, mein Gesicht verzogen, mein Oberkörper weggedreht und ich sehe, dass ich einfach nur runter wollte.
Es ist ein herzensguter Mensch, muss ich hier betonen.

Er hat auf mein kindliches Nein, auf meine Abwehr nicht reagiert und deswegen sind die Gerüche, ist die Situation trotz des geringen Alters bei mir noch vorhanden.

Da stellt sich für mich heute auch die Frage, wo fängt Missbrauch an? Ich als Kind fühlte mich "missbraucht", weil gegen meinen Willen ein mir fremder Mann mich auf dem Arm hatte.

Dann kommt bei mir der nächste Gedanke auf. Schläge, körperliche Züchtigung....... fast jedem rutsch mal die Hand aus, keiner ist davor gefeit. Die Gesetzgebung tut sich genauso schwer, wie wir Eltern. Wie streng sollte das Gesetz sein, was dürfen wir Eltern uns noch leisten ohne selber in den Ruf zu kommen, das eigene Kind zu misshandeln. Diese Gradwanderung erfordert, dass wir drüber reden, schreiben.

Gewaltempfinden ist subjektiv. Wo müssen wir ansetzen, diese Grenze finden wird durch die fast nicht fühlbaren und sichtbaren Vorzeichen nicht einfach.

Mich erschreckt die Sprachlosigkeit der Menschen, wenn nicht ein Opfer betrauert werden muss sondern die Substanz angegangen wird.

Schlappy

Post by Schlappy » 16.03.2006, 19:15

deswegen ist es ja auch so wichtig, dass Kinder lernen "Nein" zu sagen. Leider sagen zwar viele Eltern, dass ihr Kinder das dürfen und lassen sie dann doch nicht.

Denn wie sollen Kinder zwischen den "verschiedenen" Neins unterscheiden? Für Kinder MUSS ein Nein auch ein Nein bleiben dürfen. Klar, nicht in jeder Situation ;-)

Aber nehmen wir mal ein Beispiel, was natürlich nichts mit Missbrauch zu tun hat. Da werden tagtäglich Kinder gefragt "Bringst du bitte den Müll runter?" und wenn sie dann Nein sagen, dann gibts Stress. Was lernen Kinder daraus- Erwachsene sagen zwar dass man nein sagen darf, aber im Endeffekt darf man es doch nicht.

Umgehen kann man das Problem ein wenig, indem man so ein Nein akzeptiert. ICh frage unsere Kids in solchen Situationen nicht, sondern ich sage "Bring bitte den Müll runter" ;-)

Ein anderer Fall (wieder näher am Thema) Oma kommt zu Besuch und möchte ihren Begrüßungskuss... ich glaube, dass in den meisten Familien auch dort das nein nicht akzeptiert wird. Für MICH fängt da schon Missbrach an, denn wenn Kinder nicht lernen sich gegen Dinge zu wehren, die sie nicht mögen, dann werden sie es im Ernstfall noch weniger können.

Drei Beispiele:
Unsere große Tochter sollte ihrer Oma einen Kuss geben (ich glaube da war sie drei) sie wollte nicht, Oma hat sich den Kuss geholt und das Kind hat ihr ne Ohrfeige verpasst *grins* und nach meiner MEinung hat das Kind da vollkommen Recht und ICH würde deshalb nie mit Töchterchen schimpfen, sondern mit Oma

Zweites Beispiel: unsere zweitälteste ist ein Kuschelkind und es gab eine Zeit, da hat sie küssen geliebt ;-). Da war sie auf einem Geburtstag, bei dem ganz viele ältere Damen zu Besuch waren und als sie sich verabschieden müsste, da hat sie alle, die das wollten auf die Wange geküsst. Sie war da auch etwa 3. DAS fand ich in Ordnung, da es keinerlei Zwang von außen war und sie das gerne wollte.

Drittes Beipiel: Sohnemann ist gar kein Kuschelkind. Selbst ich habe, solange er klein war, nur ganz ganz selten mal einen Kuss bekommen. Die andere Oma war da und das Kind musste zur Begrüßung küssen. Es möchte nicht, da hat die Oma gesagt, dass er dann auch sein Geburtstagsgeschenk nicht bekommen würde :shock: aber das Kind ist hart geblieben :mrgreen: und ich habe ihn, bevor er doch noch nachgibt schnell zur Seite genommen und ihm gesagt, dass er, falls Oma ihm wirklich sein Geschenk nicht gibt, er morgen von MIR ein extra Geschenk kriegen würde und dass er die Oma nicht küssen muss (mit der Oma habe ich schon tausendmal gesprochen- sie wollte das nicht verstehen)
Sie hat das Geschenk hinterher, als sie ihn fast den ganzen Nachmittag versucht hat zu erpressen dann doch noch gegeben

Was ich eigentlich sagen wollte.... man kann nicht einfach so sagen da fängt Missbrauch an... es geht darum, was derjenige empfindet. Fpr den einen ist küssen toll und da ist ein Verwandtenkuss nicht unangenehm und bestimmt auch kein Missbrauch, aber dort wo es jemanden unangenehm wird und sein Nein überhört wird, da kann auch der ganz harmlose Onkelkuss schon Missbrauch sein.

ICH persönlich empfinde es auch schon als Missbrauch, wenn man als Eltern in solchen Fällen nicht die Partei des Kindes ergreift. Denn wenn wir ELtern das nicht den Kids beibringen, wer denn dann? Wenn Eltern zulassen, dass Kinder nicht neinsagen dürfen, dann machen sie sich in meinen Augen mitschuldig.

Es gibt natürlich auch bei uns neins, die nicht akzeptiert werden *fg* aber ich lasse einen 10jährigen, der gerade vom Fußball kommt und stinkt wie ein Otter nicht noch die nächsten drei Tage ungeduscht rumlaufen ;-) Aber da wird er auch nicht gefragt, sondern geschickt :D

LG
Schlappy

Wölkchen

Post by Wölkchen » 28.03.2006, 08:08

Schlappy,

deine Beispiele machen klar deutlich, was wichtig ist in der Erziehung.
Ich habe nochmal eine kleine Kopie von unserer Hauptseite. Für uns Mütter und Väter ein Orientierung, worauf wir achten können bei unseren Kindern.
Diese Grundsätze können jedem Kind helfen

Dein Körper gehört dir! Wenn Berührungen für dich blöde oder komisch sind, dann darfst du "Nein" sagen. Niemand hat das Recht, dich gegen deinen Willen anzufassen.

Trau deinem Gefühl! Wenn dir jemand schlechte Gefühle bereitet, dann darfst du dich wehren. Es gibt gute und schlechte Geheimnisse! Schlechte Geheimnisse werden dir aufgezwungen und sind eigentlich gar keine Geheimnisse. Du darfst sie ohne weiteres weitersagen und musst die angedrohten Folgen nicht fürchten!

Du darfst "Nein" sagen! Erwachsene verlangen von Kindern manchmal etwas, was Kindern Angst macht, ihnen weh tut oder ganz komische Gefühle verursacht. Dann dürfen Kinder "Nein" sagen und brauchen nicht zu tun, was man von ihnen erwartet.

Du darfst dir Hilfe holen! Manchmal ist es zu schwer, sich ganz alleine zu wehren. Dann dürfen sich Mädchen und Jungen Hilfe holen. Manchmal willst du deiner Mutter oder deinem Vater nicht alles sagen. Darum überleg dir: Welche anderen Kinder oder Erwachsene werden zu dir halten, wenn du Hilfe brauchst. Wende dich an sie und vertraue dich ihnen an.

Babsel

Post by Babsel » 28.03.2006, 11:04

Image

Danke liebe Tina! Wir machen das auch so! Mehr kann man nicht tun ... nur Beten, dass er nie in die Situation kommt.

Wölkchen

Post by Wölkchen » 28.03.2006, 11:54

Liebe Babsel,
den Dank reichen wir gleich weiter an http://www.missbraucht.de/, den Autoren des Artikels und Betroffene.

@ all
Schläge, körperliche Züchtigung....... fast jedem rutsch mal die Hand aus, keiner ist davor gefeit. Die Gesetzgebung tut sich genauso schwer, wie wir Eltern. Wie streng sollte das Gesetz sein, was dürfen wir Eltern uns noch leisten ohne selber in den Ruf zu kommen, das eigene Kind zu misshandeln. Diese Gradwanderung erfordert, dass wir drüber reden, schreiben.

Gewaltempfinden ist subjektiv. Wo müssen wir ansetzen, diese Grenze finden wird durch die fast nicht fühlbaren und sichtbaren Vorzeichen nicht einfach.
Die Gesetze sollen angepasst werden, in der Presse war es lang und breit vorhanden. Eltern protestierten, weil es noch nicht ausreichte, es auch die Eltern in Verruf bringen könnte, denen "nur die Hand ausrutscht".

Kinder brauchen Grenzen das stelle ich nicht in Frage. Sie müssen ebenfalls die Konsequenzen ihrer Handlungen erleben. Wo fängt Missbrauch an?
Wie reagiert ihr, wenn ihr Eltern miterlebt, die ihre Kinder schlagen?
Wann greift ihr ein? Wann sollte man eingreifen?

Kennt ihr nicht auch den Spruch:" Wird das Kind wohl verdient haben." Oder: " Das Kind würde ich mal ordentlich verdreschen, bei würde es sowas nicht geben."

Protestiert ihr dagegen oder mal ehrlich....... denkt man nicht ab und an selber so und ist darüber erschrocken?

Lasst uns doch hier nicht so sprachlos sein.

Babsel

Post by Babsel » 28.03.2006, 13:31

Tina?

Ich weiß es ehrlich gesagt nicht! Manches Mal bin ich auch kurz davor, dass mir die Hand ausrutscht ... konnte mich immer bremsen bisher. Ich bin davon überzeugt, dass Schläge keine Alternative bieten. Doch manchmal können einem schon die Argumente ausgehen - dafür habe ich jedenfalls Verständnis.

Beispiel: Kind läuft mit Muttern über die Straße - viel Verkehr - Kind sieht eine Murmel auf dem Boden - reißt sich los - bleibt mitten auf der Fahrbahn stehen - Mutter schreit - Kind nimmt nichts wahr außer der Murmel - Autos kommen angerauscht - Muttern rennt zum Kind - zerrt es unsanft (vielleicht für Zuschauer sogar grob) und schimpfend auf den Gehweg - in letztem Moment -.

Meiner Meinung hilft in solchen Situationen nur "sanfte" Gewalt. Eine Diskussion über Sinn und Unsinn, auf einem Fahrweg Murmeln anzuschauen, könnte hier tödlich sein.

Missbrauch fängt für mich dort an, wo Eltern ihre Wut (und teilweise ihre Überlastung) körperlich und psychisch an (ihren) Kindern auslassen. Gewalt ist für mich auch schon ein hartes Schimpfen mit Beleidigung. Hinterlässt sichtbar keine blauen Flecken - viel schlimmer: es hinterlässt Spuren in der Seele.

Gerade gestern erlebt:
Sohnemann war bei einem Freund, dessen kleiner Bruder innerhalb der zwei Stunden 4 Mal auf die Wange gewatscht wurde ... Was ich mache? Bei nächster Gelegeneheit das Thema drauf bringen und meinen Standpunkt deutlich machen. Wird es gehört werden, was ich sagen will? Ist das alles, oder ergehts dem Kind manchmal schlimmer? Ich weiß es nicht - und ich kann nicht in die Mutter rein schauen um die Situation restlos zu verstehen ...

Was würde ich machen, wenn ich rohe Gewalt gegenüber einem Kind beobachte? Ich würde wohl eingreifen - notfalls auch mit Gewalt!
(Als "gebranntes" Kind in der Jugend reagiere ich sehr sensibel auf Verprügelungsorgien mancher Eltern.)

Wo ist die Grenze zwischen einem Klaps und wo fängt Missbrauch an? Ich denke, ein Klaps (als allleralleräußerstes Mittel!) schadet nicht so viel, wenn das Kind weiß, es wird geliebt und vor allem wenn es weiß, dass es "etwas angestellt" hat. Das Unrechtsbewußtsein muss beim Kind vorhanden sein, sonst kann es den Klaps nicht einordnen. Aber auch bei dem, der den Klaps verteilt muss das Bewusstsein da sein, dass das nicht in Ordnung ist und ein Gespräch mit dem Kind muss daraufhin unbedingt geführt werden.
Meine Meinung.

Sexueller Missbrauch ist für mich auf einen einfachen Nenner gebracht. Es beginnt da, wo das Nein des Kindes nicht akzeptiert wird. (Auch in dieser Hinsicht gebranntes Kind - da würde ich vielleicht sogar unverhältnismäßig hart reagieren.) Sexueller Missbrauch begleitet und prägt ein Kind sein ganzes Leben lang. - Nicht äußerlich ... - Das bekommt man nie aus dem Kopf!!!

Bei uns ist es so, dass wir seit Jahren mit den Omas und Tanten Probleme haben. Unser Sohnemann mag sich nicht Knuddeln und Küssen lassen. Er sagt Nein - wir stehen klar zu ihm - die andere Seite ist völlig unverständlich, passt eine Gelegenheit ab, wenn er an ihnen vorbeiläuft - schnappt ihn, drückt und knutscht ihn ab. - Deswegen gab es schon oft Ärger in der Familie.
Sohnemann weiß, dass wir hundertprozentig hinter ihm stehen, das macht ihn stark, immer wieder sein lautes, klares Nein zu sagen.
Die Folge ist, dass er schon auf der Fahrt betont, dass er sich das nicht gefallen lassen wird ... mittlerweile geht er schon gar nicht mehr gerne hin. (Weihnachten: Eine Tante "Wenn du mich nicht drückst und mit keinen Kuss gibst, bekommst du auch dein Geschenk nicht!" Er: "Dann behalt es!" Andere Seite: sprachlos. Wir: "Gut so!")

Schnuppe

Post by Schnuppe » 30.03.2006, 21:20

Babsel, ich stimme dir zu. Ein Nein muss und sollte immer ein NEIN bleiben, egal wer es ausspricht. Besonders bei den Schwächsten, unseren Kindern wird es immer überhört. In den Familien, im Freundeskreis und von Fremden... Alle nehmen sich das Recht, und verletzen die kleinen Seelen fürs ganze Leben.
Oft denke ich bei aktuellen Fällen, es wäre für das betroffene Kind gut, es nicht zu schaffen. Die Verletzungen sind so schwer, denn körperliche Verletzungen vernarben, aber die der Seele nie.

Diese Täter haben ihr Recht auf Gemeinschaft bei uns verwirkt, und dürften nie wieder in die Gesellschaft.

Wollibär

Post by Wollibär » 20.04.2006, 09:32

ein aktueller Fall zum Thema:

In Bremen ist ein neunjähriger Junge mit dem Messer bedroht und missbraucht worden. Ein Autofahrer hielt mit dem Wagen unmittelbar vor dem Jungen, hielt ihm ein Messer an den Hals und drängte ihn in den Fussraum seines Autos. Nachdem er sich an ihm vergangen hatte, brachte er den Jungen zu seinem abgestellten Fahrrad zurück und verschwand.

Diese Täter werden immer dreister! :evil:

kampfgeist_lady

missbrauch und die Ignoranz der Helden...

Post by kampfgeist_lady » 28.01.2007, 12:19

leider muss es gesagt werden, der Missbrauch an Kindern ist nicht nur
ein weitverbreitetes Problem in den "Familien" sondern ist nun schon
zu einem gesellschaftlichen Problem herangewachsen.
Ich bin immer wieder erschüttert, wenn ich höre das weggeschaut wurde,
ganz nach dem 3-Affen-Prinzip: nichts hören, nichts sagen, nichts sehen.
Jeder der Eingreifen kann, eine Seele, ein leuchten in den Kinderaugen, ein Lächeln und eine Kindheit retten kann, indem man eingreift, wenn man doch daneben steht wäre ein Held in Kinderaugen und nicht nur
in den Augen eines Kindes.
Ich beschäftige mich seit 3 Jahren intensiv mit diesem Problem,
ich tue viel dafür um die Menschen aufzurütteln,
aber leider ist die Ignoranz oft größer als ich es dachte.
Wir werden alle bombadiert mit Meldungen aus der Presse,
keiner möchte es mehr hören, fast jeder redet,
doch nur wenige ergreifen die Initiative dagegen etwas zu tun,
das zu tun was Kinder nicht können,
dabei wären wir alle Helden...

engel43

Post by engel43 » 05.02.2007, 18:30

das ist für mich ein schlimmes thema,aber ich möchte wenn ich kann gerne helfen.mein sohn und auch ich sind als kinder mißbrauchtworden.ich habe immer gesacht meinen kindern geschieht sowas nie,ich werde immer darauf achten.im kindergarten haben sie damals die eltern gefragt ob sie damit einferstanden sind das die kinder einen kurs mitmachen dürfen wo ihnen beigebracht werden sollte nein zu sagen.genau in dieser zeit vergriff der typ sich an meinem sohn,er veränderte sich und im kindergarten gab man mir die schuld.keiner dachte an mißbrauch,auch ich nicht. ;( irgendwan ruft mich meine kleine schwester an und erzählte mir das der typ kinderpornos in der wohnung hat,und ich soll doch bitte mit meinem sohn reden.ich selber betroffen ging ins kinderzimmer und spielte mit meinem sohn(ich dachte jemand reißt mir mein herz raus),ich(der bär)fragte ihn,wie ist das wenn du bei der oma bist,du badest doch immer mit walter(freund meiner mutter)was spielt ihr den immer so ;( er erzählte mir alles.er sagte auch zu mir wenn ich jetzt was sage schließt er wieder das fahrad weg(mein sohn ein leidenschaftlicher rad fahrer)weinte fast.ich sagte ihm das ich nichts sage damit er erst mal ruig schlafen konnte.muß leider hier jetzt aufhören weil ich ihm moment nicht weiter kann.werde den rest weiter schreiben sobald ich mich gefast habe.

l.g.

admin2

Post by admin2 » 05.02.2007, 18:53

engel, immer langsam. Du bestimmst das Tempo und ich ziehe meinen Hut vor dir, dass du den Versuch startest das Unaussprechliche anszusprechen. Dem ganzen einen Namen zu geben.

Solltest du Hilfe benötigen, dann sag bitte Bescheid. Hier sind jede Menge Menschen, die sich gerne und ausgiebig um Menschen in Not kümmern. :ja: :knuddel:

engel43

Post by engel43 » 05.02.2007, 19:17

super lieb tina danke,aber durch die sache mit meinem sohn kam auch bei mir wieder alles hoch.alls das alles rauskam war ich schon schwanger mit meiner tochter,und als der arzt mir sagte das ich ein mädel(damals mein größter wunsch)bekomme war es ganz vorbei.ich dachte nur noch wie sollst du sie nur schützen,dadurch ging es mir immer schlechter.ich hab den die meiste zeit im krankenhaus verbracht.heute habe ich angst und panikataken und weiß manschmal nicht mehr weiter.aber ich habe mich bis jetzt gut gehalten,und das verdanke ich der klinik in die ich damals oft mußte.

l.g.

Babsel

Post by Babsel » 05.02.2007, 19:25

engel, zuerst einmal Willkommen bei uns. Und: Lass Dir alle Zeit, die Du brauchst. Der Anfang ist gemacht. Wenn Du weiter erzählen magst, dann tu es! Wenn es Dir zuviel wird, im Moment, dann lass Dir Zeit! Wir lassen hier niemanden allein, wenn er Hilfe braucht! Wie Tina schon schrieb, Du allein bestimmst das Tempo. Hier sind ein paar die Dich besser verstehen, als Du vielleicht vermutest! Kopf hoch! Und lass Deinen Tränen freien Lauf! Wir werden versuchen, Dich aufzufangen! :knuddel:

Wellenspringer

Post by Wellenspringer » 05.02.2007, 19:36

@ engel 43
laß Dich mal ganz dolle in den Arm nehmen! :knuddel:
Ich denke Du hast schon viel verarbeitet, sonst könntest du uns
das nicht so erzählen.
Tina hat Recht, wenn du Hilfe braucht werden wir sehen was wir für
Dich tun können, ansonsten können wir in erster Linie zuhören und
Dir Aufbauhilfe leisten! Es ist sicher schwer in einer solchen Phase,
weil ja wieder alles hochkommt, aber wir werden Dir moralisch zur
Seite stehen.

@kampfgeist-lady
Du sprichst mir voll aus dem Herzen! Ich versuche auch immer wieder
die Leute zu sensibilisieren, damit sie nicht wegschauen!
Lieber einmal zuviel Alarm schlagen, als gar nicht!
Aber in vielen Gesprächen höre ich raus, das die meisten Angst haben
etwas zu unternehmen um sich nicht zu blamieren!

engel43

Post by engel43 » 06.02.2007, 17:22

es ist ganz oft so das die leute wegsehen,übrigens auch in der familie.es könnte ja irgend jemand mitbekommen,dann ist man ja nicht mehr angesehen.wie die kinder leiden,was sie für schäden ihr lebenlang haben ist doch egal,hauptsache die leute reden nicht schlecht.also lügen die kinder,haben ja schon immer eine rege phantasie gehabt,wollen sich ja nur wichtig machen,haben ja schon immer nur gelogen................
wie entäuscht die kinderseele reagiert ist doch nicht von interesse,wie sie um ihr jämerliches leben kämpfen auch nicht.manschmal frage ich mich:



WARUM HAT MAN UNS GEBOREN?NUR UM UNS ZUVERLETZEN?? ;(

engel43

Post by engel43 » 06.02.2007, 19:10

engel43 wrote:das ist für mich ein schlimmes thema,aber ich möchte wenn ich kann gerne helfen.mein sohn und auch ich sind als kinder mißbrauchtworden.ich habe immer gesacht meinen kindern geschieht sowas nie,ich werde immer darauf achten.im kindergarten haben sie damals die eltern gefragt ob sie damit einferstanden sind das die kinder einen kurs mitmachen dürfen wo ihnen beigebracht werden sollte nein zu sagen.genau in dieser zeit vergriff der typ sich an meinem sohn,er veränderte sich und im kindergarten gab man mir die schuld.keiner dachte an mißbrauch,auch ich nicht. ;( irgendwan ruft mich meine kleine schwester an und erzählte mir das der typ kinderpornos in der wohnung hat,und ich soll doch bitte mit meinem sohn reden.ich selber betroffen ging ins kinderzimmer und spielte mit meinem sohn(ich dachte jemand reißt mir mein herz raus),ich(der bär)fragte ihn,wie ist das wenn du bei der oma bist,du badest doch immer mit walter(freund meiner mutter)was spielt ihr den immer so ;( er erzählte mir alles.er sagte auch zu mir wenn ich jetzt was sage schließt er wieder das fahrad weg(mein sohn ein leidenschaftlicher rad fahrer)weinte fast.ich sagte ihm das ich nichts sage damit er erst mal ruig schlafen konnte.muß leider hier jetzt aufhören weil ich ihm moment nicht weiter kann.werde den rest weiter schreiben sobald ich mich gefast habe.so werde versuchen weiter zu schreiben,ich habe am gleichen abend noch eine kinderpsyschologin angerufen von der ich die privat nummer hatte,eben so seine kindergärtnerin.hatte am nächsten tag einen termin bei der psyschologin,und ein sehr gutes gespräch mit der kindergärtnerin die den auch sagte kein wunder das er auf einmal voll war mit agressionen.mein sohn war ein kleiner süßer blondschopf,mit superschönen blauen augen,wie hat er sich doch verändert.bis dahin habe ich schon gedacht ich gehe durch die hölle,aber was dann kam ist unbeschreiblich.die psyschologin bestätigte das ganze,nachdem sie fast anderthalb stunden mit meinem sohn und mir gesprochen hat.ich ging zur polizei und machte eine anzeige,die sagten mir die anzeige wird dahin geschickt wo das alles passiert ist.meine schwester hatte in der zeit 4 oder 5 kinderpornofilme bei ihm in der wohnung geklaut,(und dachte schon das sie jetzt dafür bestraft würde)ich brachte sie den auf die polizei.und da lief auf einmal ein ganz komischer film ab,zuerst sagten sie mir ich soll die filme dort abgeben wo es passiert ist,dann gingen sie anrufen.als sie wiederkamen meinten sie auf gar keinen fall sollen die da hoch.ich schaute serwarscheinlich dumm aus der wäsche und verstand nur bahnhof.als ich fragte warum das jetzt,sagte man mir(hätten sie eigentlich nicht gedurft)das meine anzeige komischerweiße gar nicht dort angekommen wäre.und deswegen solle ich die filme dort lassen,in der zeit wurde den mein sohn von einer super netten krippobeamtin vernommen.bei ihm wurde eine hausdurschsuchung gemacht wo 40 kinderpornos rausgeholt wurden,die sie den mitnahmen.dann bekam ich drohbriefe und anrufe,muß wieder mal aufhören,es geht nicht mehr.

l.g.

Babsel

Post by Babsel » 06.02.2007, 20:45

engel43 wrote:manschmal frage ich mich:
WARUM HAT MAN UNS GEBOREN?NUR UM UNS ZUVERLETZEN?? ;(
Nein, engel! Ich kann Dir im Moment nicht ausführlich zu schreiben. Aber eines weiß ich: Nein, deswegen nicht! Auch wenn es sehr schwer ist, das zu verarbeiten und vielleicht nie ganz gelingen wird ... es gibt einen Weg da raus, engel. Und vergiss bei allem nicht: Es gibt so viele, denen es geht wie Dir, man sieht es ihnen nicht auf der Stirn geschrieben - aber es gibt mehr, als man glaubt. Und ganz viele haben einen Weg aus der Erinnerung gefunden!
Hast Du Dich schon mal an eine der Links gewandt?

engel43

Post by engel43 » 07.02.2007, 10:36

nein war noch nicht auf einen von den links!werde aber jetzt mal schauen.


danke l.g. ela

Amelie50

Post by Amelie50 » 11.12.2007, 13:08

Ich schließe mich meiner Vorrednerin an, denn auch meine Töchter und ich sind von diesem Thema betroffen.
Vor 12 Jahren war dieses Thema noch nicht so präsent und auch noch
nicht so publik.
Bei uns war es der eigene Vater......
In der Zeit von 1990 bis 1995 besuchten meine beiden Töchter den Kiga,
1992/1993 als einziges Geschwisterpaar und wurden dadurch viel in
Augenschein genommen, weil es zwei völlig verschiedene Mädchen waren
vom Aussehen und den Charakteren her.
Es kam sogar mal zur Sprache, dass sie deshalb nicht den selben Vater
haben könnten.....
Man kann nur stückweise darüber schreiben, denn neben diesen Ver-
brechen halte ich es einen Riesenskandal , wie mit den Opfern umge-
sprungen wird und deshalb musste ich vorzeitig meine Arbeit aufgeben.

8 Jahre habe ich mit dem Schicksal gehadert, ob es nun so ist oder nicht,
denn das Opfer, meine Tochter sagte nichts, aber machte, so gut sie konnte einen Bogen um ihren Vater...... der Hinweis platzte von Seiten der Klassenlehrerin und zu einem denkbar schlechten Zeitpunkt, der Scheidung :boese:
Obwohl sogar einer meiner Argumente zur Begründung der Scheidung dazupasste, ohne dass ich davon wusste, nämlich, dass mir mein Mann die Mädchen entfremdete neben meiner Berufstätigkeit...... :boese:

So wurden die Lehrerin und ich vom Jugendamt in die Schubladegesteckt, dass die Lehrerin wegen des Sorgerechts zu diesem Mittel griff, um mir für die Erlangung des Sorgerechtes behilflich zu sein. :eek:

An dieser Stelle muss ich der Lehrerin meiner Tochter nochmals ein Lob
aussprechen mit der Bitte, sich nicht von den "Ämtern" entmutigen zu lassen!!


LG Amelie50

highlandfee

Post by highlandfee » 11.12.2007, 15:20

leider mussten auch wir innerhalb der Familie lange Zeit damit umgeehen das bei Missbrauchsvorfällen gerne die Augen verschlossen werden. Sei es innerhalb der Familie und an erster Stelle von Amtsseiten her. Deswegen macht mich jeder Fall über den ich lese, jeder Fall der Publik wird und wo wieder einmal lächelnd von seiter der Ämter zb verharmlost wird unendlich wütend. Lange Jahre habe wir Prozess auf Prozess führen müssen und beinahe täglich der willkür der Amtsträger aussetzen müssen und uns selbst an den Pranger gestellt gefühlt...warum...der Erzeuger meiner Tochter hatte als Rache für meine Trennung den Missbrauch der Tochter entdeckt. Das Mädchen wurde drangsaliert und seelisch völlig kaputt gemacht. Wir rannten von Psychologen zu psychologe, liefen dem Jugendamt die Türen ein reden bei Gericht mit einem Richter der offenbar die Ohren zur Gleichgewichtsstabiliesierung an den Kopfseiten trug. Wir wanden uns an die Schule mit dem Ergebnis das dies breit getreten wurde und wir erst recht an den Pranger treten mussten. Über Jahre kämpfte ich damit endlich der wahre schuldige zur Rechenschaft gezogen wurde. Niemand glaubte uns das irgendwas an den besuchswocheneden nicht stimmt. Ich wurde als hysterische Mutter hingestellt die dies als gefundenenes Fressen nutzte um ihren Ex fertig zu machen. Wie das Kind litt...das war denen egal. Immer und immer wieder musste meiner Tochter durch diese Höle gehen und immer wieder zu ihren Pflichtwochenenden antreten. Mit jedem Besuch verlor sie immer mehr persönlichkeit und Kindheit.....und verlor völlig das Lachen. Am Ende hat sie sich dann Selbstzerstört..fing an sich die Haut von den Händen zu zu kratzen und ritzte an den Händen herum....immer noch war ich diejenige die das zu verschulden hatte. Immer wieder kämpfte ich, stand selbst vor Gericht weil ich mich am Ende weigerte mein Kind weiter diesen WE auszusetzen, nahm hohe Strafandrohungen in kauf um sie zu schützen wenn es schon die öffentlichkeit nicht tat. Am Ende dann kam es wie es kommen musste und der Erzeuger ging auf unsd los...in der Öffentlichkeit...es folgte Polizeieinsatz und Krankenhaus, meine Tochter musste sofort Stationär in der KInder und Jugendpsychiatrie aufgebnommen werden und kam in ambulante Behandlung. UNd endlich wachten einige Menschen auf...hörten genauer hin, schenkten uns Gehör. Gutachten wurden erstellt und es gab eine Blitzzverhandlung. Dem Erzeuger wurde sofort das Umgangs sowie Sorgerecht entzogen, er durfte sich uns nicht mehr nähern und ihm wurde verschwiegen wo wir leben. Leider folgte bis heute nie die Starfe die er verdient hätte, aber ich hatte einfach nach den JAhren keine Kraft mehr weiter zu kämpfen. Ich weiss daher wie das Jugendamt handelt und wie die öffentlichkeit auf betrofenen zutritt....nämlich gar nicht. Es muss immer erst zum äußersten kommen und dann werden beschämt die Köpfe gesenkt. Bis heute hat sich weder das Jugendamt noch der Richter etc bei mir für diese Jahre der unbegründeten Anschuldigungen und Torturen entschuldigt...keiner fragt heute wie es dem Kind geht. Alles wird schweigend unter den Teppich gekehrt. Bisher habe ich noch nicht einen Weg gefunden betroffenen unterstützend zur Seite zu stehen...ich kann ihnen nur Gehör schenken und sagen das man nie aufgeben soll

viola

Post by viola » 12.12.2007, 00:08

Mensch Highlandfee...

keiner weiß was,niemand fühlt sich für irgendetwas verantwortlich und will nichts Falsches sagen.Es ist zum ko....In was für einer Gesellschaft leben wir,

wo Behörden sich weigern,Tatbestände zu verfolgen und Täter zum Teil ohne/oder viel zu geringe Strafen erhalten.

Du kannst zusammengeschlagen werden---keiner hilft!

Es macht mich traurig und wütend zugleich,das einfach nichts passiert!

Es ist zum jaulen...

viola

fabel

Post by fabel » 12.12.2007, 08:53

Ja Viola, dieses Desinteresse der Menschen regt mich auch immer wieder auf. Wie kann man nur so leben, wenn man meint, das alles geht einen nichts an.
Wegschauen ist angesagt. Kindesmißbrauch, Gewalt in den Schulen,Vernachlässigung, ja sogar dass Mütter ihre Kinder töten, täglich liest ,man davon in der Zeitung. Für mich ist es ein Spiegelbild der negativen Entwicklung unserer Gesellschaft und ich frage mich wie es weitergehen soll.
Ich werde mich jedenfalls weiterhin einmischen und meine Meinung sagen, wenn mir irgendwo etwas auffällt. Auch wenn ich damit schon öfters angeeckt bin.

Amelie50

Post by Amelie50 » 12.12.2007, 09:08

Ja, unsere Justiz......wenn es irgendwo Geld zu holen gibt durch Strafen,
da sind sie dabei, doch unsere Täter sind meist mittellos und von daher
uninteressant !!

Es wird ja alles "emotionalisiert", d.h. die Täter können sich ohne weiteres
eine Familie schaffen,auch wenn sie vorher schon auffällig waren....

Bei unseren Anzeigen mischte auch die erste Frau meines Exmannes mit,
weil er in der ersten Ehe schon aufgefallen war, dass er Mädchen belästigte und was geschah....nichts !!
Andererseits mach ich aber der ersten Frau auch den Vorwurf, dass sie nicht schon vorher Hinweise von sich gab, weil sie in ihrer schriftlichen Aussage, angab, froh gewesen zu sein, keine Töchter, sondern Söhne zu haben .....doch da spielte noch etwas anderes eine Rolle, nämlich Neid, weil es uns wirtschaftlich besser ging!!


lg Amelie50

Amelie50

Post by Amelie50 » 12.12.2007, 17:47

Bei Engel 43 ist der Täter in einer typischen Weise vorgegangen, in dem er erst das Vertrauen der Oma hatte, also erwachsene Angehörige des
Opfers, die ihm vertrauten......


Lg Amelie50

highlandfee

Post by highlandfee » 12.12.2007, 19:01

Besonders Bildlich vor Augen geführt wurde uns, mir das wegschauen der anderen als es zu dem Übergriff des Ex auf mich und meine Tochter kam. Direkt auf nem Großparkplatz...wird ein Kind herumgezerrt, losgeprügelt. Da standen bestimmt 10 Leute-....alle schauten zu keiner Griff ein. Erst eine beherzte Autofahrerin hielt an und ging sofort dazwischen und half uns. Als die Polizei anrückte waren aufeinmal alle Leute verschwunden. Ihr könnt mir glauben, hätte cih nur einen von denen mit Namen gekannt, ich hatte ihn angezeigt wegen unterlassener Hilfeleistung. Man kann heute wirklich vor jedem den Hut ziehen, der soviel Zivilcourage zeigt und sich in bestimmten Angelegenheiten einfach dazwischen stellt. Für mich ist das eine Selbstverständlichkeit...aber leider nicht für alle. Dabei würde oft schon ein Anruf helfen. Wäre mein jetziger Mann den Tag nicht dazugerufen worden...ich weiss nicht wie das alles ausgegangen wäre. Für mich wird einfach viel zu milde geurteilt in Missbrauchsfällen oder bei Gewalt gegen wen auch immer. Wegsperren und nie mehr rauslassen...und in manchen Fällen wo es zu Todesfolgen kommt würde ich sogar die Todesstrafe befürworten. Mag bei vielen UNverständniss hervorrufen, aber wieso soll man einen solchen Täter im Knast noch belohnen...die haben da doch alles und mehr wie draußen. UNd wenn die Entlassen werden sollten....kennzeichnen fürs Leben. So das jeder weiss was derjenige getan hat. Das mag in vieler HInsicht brutal klingen, aber wenn man selbst betroffen ist oder war, man am eigenen Leib spürt wie die Justiz lapidar mit solchen Dingen umgeht verliert man jeden Glauben an Gerechtigkeit. Erst dieses Jahr konnten wir mit unsrer "kurzen" die Therapiemaßnahmen abschließen....und werden trotzdem nach wie vor durch die Kinderpsychiatrie begleitet, da jederzeit mit Rückfällen gerechnet werden kann.

Wenn ich mehr zur Ruhe gekommen bin, und sich hier alles so weit stabilisiert hat das meine Tochter zu 100% damit umgehen kann(kann man das je??) werde ich schauen ob ich nicht in Form einer Selbsthilfegruppe oder ähnlichen Betroffenen bei ihren schweren Gängen vor Gericht etc beistehen kann. Oder anderweilig unterstützend etwas mitagieren kann

Amelie50

Post by Amelie50 » 13.12.2007, 14:04

Meine Tochter hatte auch immer Angst vor dem Vater. Es kommt darauf
an, welches Natuell das Kind hat un der Täter kann das genau einschätzen.

Meine jüngere Tochter war ja über 9 Jahre mit dem Vater(Täter) zusam -men und hat sich nichts gefallen lassen.
Bei ihr hat er es auf andere Weise versucht, aber ich habe es auch erst
mit 16 erfahren.
Mein Exmann ist Alkoholiker und hat immer versucht, an Geld über andere zu kommen und so ist er nach seinem Wegzug mit dieser Tochter in eine Kneipe.
Ich weiß nicht, aber es kommt mir so vor, als ob es abgesprochen war,
jedenfall ist meine Tochter hinter den Thresen(weiß noch nicht,wie das kam)und wurde dann von dem Wirt begrabscht !! Und ihr Vater sah zu
und half ihr nicht !! Das war dein Schock für sie, noch größer als das Ge-
schehene. Sie sagte mir, damals war ich 9 Jahre .....also vergessen sie
doch manches nicht.....
Aber hätte sich die Tochter nicht zur Wehr gesetzt, hätte er in dieser kneipe sein Freibier bekommen !! Weiter möchte ich gar nicht denken !!


Ich habe nun schon manche Bücher gelesen, das Opfer an so viel Öffent- lichkeit sich behaupten können, wenn die Medien dabei sind und auf der
Seite der Opfer stehen, aber natürlich spielt das Alter auch eine Rolle....

Wie war denn dann dein Mann zu Hause, wenn er in der Öffentlichkeit schon so ist ??


LG Amelie50

Federfluegel85

Post by Federfluegel85 » 18.12.2008, 22:15

Das thema ist eins der schlimsten was esgibt.
Ich selber bin zwar nicht als kind aber als Jugendliche vom eigenen (darmaliegen) Freund mißbraucht wurden.
Und ich weiß das es das schlimmste ist was einem passieren kann und das man da ganz ganz tief sinken kann. Ich habe mich nach dem ganzen und auch schon werend dessen in eine Massive essstörung zurück gezogen und da ich weit weg von zuhause gelebt habe hat auch keiner so schnell mitbekommen was bei mir los war.
Mein bester Freund hat mich irgendwann nachts da raus geholt, weil er am telefon etwas schlimmes mitbekommen hat. Und nach dem er mich da raus geholt hat und nach Hause gebracht hat ging es mir lange nicht gut und ich habe mich immer mehr eingeschloßen aber durch meine Familie und grade durch meinen Besten Freund und jetzigen Mann kam ich da langsam wieder raus.

engel43

Post by engel43 » 21.12.2008, 00:21

ja sowas ist sehr schlim,die auswirkungen erlebt man leuder immer wieder,immer wenn ich denke es geht besser,werde ich wieder damit konfrontiert.




l.g.ela

elke

Post by elke » 22.12.2008, 22:54

Dies ist wirklich ein ganz schreckliches Thema, unter welchem die Opfer sicher noch lange Zeit leiden, selbst wenn sie das Schlimmste, nämlich irgendwelche Misshandlungen, nicht mehr erdulden müssen. Wer so etwas nicht erlebt hat, kann sich mit Sicherheit so etwas noch nicht mal ansatzweise vorstellen. Es stimmt mich immer unendlich traurig, wenn ich wieder etwas Derartiges mitbekomme und gleichzeitig überkommt mich eine Stinkwut, weil meiner Meinung nach mit den Tätern viel zu lasch umgegangen wird. Ebenso bin ich fassungslos, wie Leute bei Misshandlungen - egal welcher Art - tatenlos wegsehen können.

Ich wünsche allen, die so etwas erlebt haben, viel Kraft beim Verarbeiten. Außerdem hoffe und wünsche ich, dass sie den Galuben an die Liebe und an das Gute nicht verloren haben.

engel43

Post by engel43 » 23.12.2008, 00:40

elke

leider ist es aber so das man das vertrauen verliert,und ich finde auch das man mit solchen individien leider nicht genug bestraft.wenn ich schon höre "ja ach die haben eine schwere kindheit gehabt,oder die sind ja selber mißbraucht worden"dann könnte ich solchen leuten so vor die füße einfach toll,grade wenn ich selber mißbraucht worden bin weiß ich wie schlim das ist und sie wissen auch ganz genau was sie den kindern antun damit.so leute gehören für mich auf den elektrischen stuhl,aber leider ist es ja auch so das viele leute damit schindluder treiben,und leute auch fälschlischerweiße beschuldigen,nur damit sie ihre kinder behalten können oder was weiß ich nicht alles.das sind für mich keine menschen die kinder mißbrauchen,da sollte sich unsere politik mal dahinter klemmen,statt sich mal wieder zu überlegen wie sie den kleinenmann noch niedriger halten können.

l.g.

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