CF-Garten / Zimmerpflanzen

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Wiggle

CF-Garten / Zimmerpflanzen

Post by Wiggle » 25.04.2007, 11:40

Zimmerpflanzen von Affenpalme bis Zigarettenblümchen

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Was steht denn so vor unseren Fenstern und in unseren Wohnungen?

Wiggle

Post by Wiggle » 25.04.2007, 11:47

Grünlilie
Liliaceae (Liliengewächse)

Die Grünlilie ist eine Pflanze, bei der man kaum etwas verkehrt machen kann.
Sie wächst an einem dunklen wie an einem hellen Platz, verträgt Warme und kühle Temperaturen.
Und dabei sorgt sie noch selbst für Ableger.
Ideal ist sie auch als Büropflanze: Wenn sie am Wochenende kein Wasser bekommt, macht es ihr auch nichts aus.

PFLEGE
Je nachdem, wie warm es ist, muß normal bis reichlich gegossen werden.
Staunässe verträgt selbst die robuste Grünlilie nicht.
Hat man mehrmals hintereinander das Gießen vergessen, hilft ein Tauchbad.
Steht die Grünlilie im Winter kühl, wird sie nur zwischen März und September wöchentlich gedüngt.
An einem warmen Winterplatz sollte man alle drei Wochen düngen.
Zeit zum Umtopfen ist es, wenn die dicken Wurzelknoten aus der Erde schauen.
Das kann zu jeder Jahreszeit passieren.Man nimmt am besten breite, nicht zu tiefe Töpfe und normale Blumenerde.

VERMEHRUNG-Kinderleicht
Am einfachsten vermehrt man eine Grünlilie durch Ableger.
Man schneidet sie von den Stielen, stellt sie zum Bewurzeln in Wasser oder topft gleich in Erde.das war's.
Größere Pflanzen lassen sich beim Umtopfen teilen.

KRANKHEITEN
Die Grünlilie zählt zu den ganz robusten Pflanzen. Oft aber sieht man braune Blattspitzen: ein Zeichen für zu trockene Luft.
Gehen die hellen Streifen auf den Blättern verloren, steht die Grünlilie zu dunkel.
Gelegentlich knicken bei Lichtmangel die Blätter ab, weil sie dann zu lang wachsen.

Wiggle

Post by Wiggle » 25.04.2007, 11:52

Dieffenbachie
Araceae (Aronstabgewächse)

Die Dieffenbachie ist eine unserer schönsten Grünpflanzen.
Sie hat weiß gefleckte, grün geränderte oder gelb marmorierte Blätter - je nach Sorte.
Die Pflanze stellt wenig Ansprüche, braucht aber feuchte Luft.
Je nach Art wird eine Dieffenbachie zwischen 50 und 150 cm hoch.
Leider verlieren viele Pflanzen im Zimmer selbst bei bester Pflege die unteren Blätter und sehen dann leicht etwas kahl aus.
(Wie bei meiner ;) )

STANDORT
Fast alle Dieffenbachien (außer die grünblättrigen) brauchen einen hellen Platz, damit sich die schönen Blattmuster bilden.
Vor greller Sonne allerdings müssen sie geschützt werden.
Auch im Winter sollte die Pflanze nicht kühler als 15-18 °C stehen.
Vor allem die Arten mit sehr dünnen Blättern brauchen eine hohe Luftfeuchtigkeit.
Die mit dickeren, ledrigen Blättern vertragen die normale Zimmerluft besser.
Die Pflanze nie kalter Zugluft ausgesetzen.

PFLEGE
Im Sommer braucht die Dieffenbachie viel Wasser.
Die Blätter häufig abwischen und übersprühen - aber immer mit kalkarmes Wasser .
Von April bis Anfang September wird einmal wöchentlich gedüngt.
Im Winter, in der Ruhezeit, wird sparsamer gegossen. Aber auch dann durch Sprühen für eine hohe Luftfeuchtigkeit sorgen.
Umgetopft wird, wenn der alte Topf zu klein geworden ist, im März in normale Einheitserde.
Dabei kann eine Pflanze, die viele Blätter verloren hat, kräftig zurückgeschnitten werden bis auf 10-20 cm.


TIPP
Vorsicht, wenn Sie Kleinkinder haben, die vielleicht Pflanzenblätter abreißen, oder Katzen, die Gewächse anknabbern.
Die Dieffenbachie gehört zu den Giftpflanzen. Sie enthält einen Saft, der bei vielen Leuten Hautausschläge verursacht.

Wiggle

Post by Wiggle » 25.04.2007, 11:58

Elefantenfuß
Flaschenbaum, Wasserpalme (Beaucarnea recurvata)

Der Elefantenfuß ist eine zu den Agavengewächsen (Agavaceae) gehörende Pflanze.
In Zimmerpflanzengröße besitzt der Elefantenfuß einen dicken, sich nach oben verjüngenden graubraunen "Stamm",
dem am oberen Ende lange, dunkelgrüne, nach unten gebogene harte Blätter entspringen.
In seiner amerikanischen Heimat (Texas/Mexico) erreicht er eine Höhe von mehreren Metern und muß dort sowohl sengende Sonne als auch große Hitze und längere Trockenperioden ertragen,an diese Gegebenheiten ist Beaucarnea sehr gut angepaßt:
Der massige Stamm speichert genügend Wasser, um auch lange Trockenperioden zu überleben, während die Verdunstung minimal ist.
Der Name Flaschenbaum rührt daher, daß der "Stamm" mit der verdickten Basis und dem dünnen oberen Teil einer Flasche ähnelt.

Beaucarnea benötigt nicht viel mehr Wasser als Kakteen .
Das Substrat sollte entweder immer ganz leicht feucht gehalten werden (eher zu trocken als zu naß) oder besser einmal richtig naß gemacht werden und dann fast völlig austrocknen.
Der Elefantenfuß benötigt einen möglichst vollsonnigen Standort,neu gekaufte Gewächshauspflanzen oder relativ dunkel überwinterte Exemplare müssen aber erst an die Sonne gewöhnt werden.
Die Dicke des "Stamms" wird zum oberen Ende hin immer dünner.
Man kann ihn vorzugsweise im Frühjahr in fast beliebiger Höhe absägen (Wundverschluß verwenden!),
wobei sich dann normalerweise 2 oder 3 Blattbüschel bilden.-Normalerweise.

Wiggle

Post by Wiggle » 25.04.2007, 12:03

Gummibaum
(Ficus elastica)

Der Gummibaum bringt lauter gute Eigenschaften mit:
Er ist robust, pflegeleicht und dazu preiswert - eine Pflanze für Anfänger.
Gummibäume findet man überall: in Wohnräumen genauso wie in Treppenhäusern, Büros und in Arztpraxen.
Obwohl er aus ziemlich entfernten Ländern zu uns gekommen ist, fühlt er sich in unseren Wohnzimmern zu Hause.


STANDORT
Zwar wächst der Gummibaum in kühleren und in wärmeren, in helleren und in dunkleren Räumen,
aber natürlich hat er auch einen Lieblingsplatz,der ist hell- nie vollsonnig, möglichst luftig, aber nicht dem Zug ausgesetzt
-doch ein wenig anspruchsvoll. :D

PFLEGE
Während der Wachstumszeit im Frühjahr und Sommer brauchen vor allem größere Exemplare mit vielen Blättern reichlich Wasser,
alle zwei Wochen mit einer Portion Flüssigdünger. Im Winter sollte man etwas vorsichtiger gießen.
Man sollte gelegentlich den Staub von den Blättern wischen.
Jüngere Pflanzen müssen jährlich, ältere nur noch alle drei Jahre im Februar/März umgetopft werden.
Man nehme einen nicht zu großen Topf , -und an eine Drainageschicht denken.

KRANKHEITEN UND SCHÄDLINGE
Der Gummibaum zählt zu den recht unempfindlichen Pflanzen. Steht er zu kühl, unter 10 Grad, stockt das Wachstum.
Wirft er plötzlich die Blätter ab, sind meist Standortveränderungen schuld daran - oder ein zugiger Platz.
Wächst er über die obere Fensterkante hinaus, sodass die Spitze nicht mehr genug Licht bekommt, bleiben die Blätter ziemlich klein.
Wenn sich die Blätter zuerst verfärben, dann erst unten, später auch oben abfallen, kann Staunässe Ursache sein. Sofort umtopfen!
An Schädlingen können Schildläuse und Spinnmilben auftreten.

EXTRATIPP
Wenn man einen Gummibaum zurückschneidet, den auslaufenden Milchsaft durch Betupfen von Zigarettenasche stillen.

Wiggle

Post by Wiggle » 26.04.2007, 11:12

Kartonpapier-Palme
Zamioculcas zamiifolia

Die Zamioculcas ist inzwischen sehr beliebt, obwohl sie erst seit etwa 1996 kultiviert wird.
Sie ist sehr pflegeleicht, verträgt keine Staunässe und sollte eher selten (2-4 Wochen) gegossen werden.
Die Stiele dieser Fiederblätter sind am Grund stark verdickt.
Die Blätter beeindrucken besonders durch das dicke, dunkelgrüne, glänzende Laub.
Durch ihr kräftiges Grün ist diese Pflanze vor allem für offene, helleRäume geeignet.
Je heller der Standort, desto schneller der Wuchs und desto heller werden die Blätter.
Wird sie schattig gestellt, wächst sie zwar etwas langsamer, dafür entwickeln die Blätter ein sehr kräftiges, dunkles Grün.
Sehr selten entwickeln sich helle,kolbenartige Blüten.
Wird die Pflanze zu häufig gegossen, beginnen die Blätter gelb/ braun zu werden.
Geschädigte Triebe beginnen auch auf Substrat/Erdhöhe abzufaulen.
Lässt man jedoch die Knollen im Substrat, treiben diese immer wieder aus.
Die Zamioculcas ist sehr widerstandsfähig.

Licht: Hell bis halbschattig, verträgt aber auch dunkle Ecken. Keine volle Sonne!

Vermehrung: Entweder durch Teilung, oder mit Blattstecklingen.
Das kann allerdings bis zu mehrere Monate dauern.

Umpflanzen: Mit dem Umtopfen sollte so lange wie möglich gewartet werden,
da die Zamioculcas sehr kräftige Wurzeln bildet und sich damit schon mal aus dem Topf "rausschiebt", oder den Topf zu sprengen versucht.
Am besten so lange warten, bis dies passiert.

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