unser Galgo Finn ist jetzt ein filmstar...

Schnurrt die Katze durchs Haus? Will der Hund spielen? Hase & Co. knabbern vergnügt am Rasen? Glückliche Pferde, Kühe oder Hühner begrüßen euch? Hier kommen Tierfreunde zu Wort.
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Kehua

unser Galgo Finn ist jetzt ein filmstar...

Post by Kehua » 25.01.2007, 11:53

.... ok, nicht wirklich ein star.

http://www.galgoespanol-derfilm.de/

Finn (hieß in Spanien Palomo) ist in dem film "el Galgo Espanol - ein Leben nach der Jagd" zu sehen. sein vorbesitzer wird erzählen....

bei der premiere war Galgo Fulano anwesend. heute abend wird unser Finn seinen auftritt haben.... es geht darum den zuschauern den kontrast von vergangenheit und gegenwart zu zeigen....


und ich hab seit tagen einen riesen bammel vor dem was im film zu sehen ist, zu hören warum der jäger Finn fast verhungern ließ und mihandelte...


momentan wird versucht den film ins tv zu bringen. wir hoffen nun alle, dass sich ein sender findet....

Kehua

Post by Kehua » 26.01.2007, 20:06

der film ist klasse gemacht..... informativ aber ohne wertung!

zu wort kamen eine schweizer tierschützerin (Finn's retterin), eine niederländische ehrenamtliche helferin in der auffangstation San Anton, der tierarzt der station, die vorbesitzer von galgo Fulano und unserem Finn.

es hat uns sehr berührt zu sehen wie Finn vorher leben mußte. sein vorbesitzer führte unter anderem die technik der hasenjagd vor..... 2 hunde werden mit einer speziellen leine und 2 halsbändern eng zusammengebunden. sobald ein hase in sicht ist, reißt der jäger den mechanismus der halsbänder über die leine auf.... ein harter zug ins genick der hunde! gleichzeitig gibt er das kommando zur jagd....

die jäger sagen tatsächlich, dass ihnen die trennung von den hunden leid tut. Finn's vorbesitzer verabschiedet sich nach eigener aussage von jedem mit den worten: "adios kleiner. dort wo du hinkommst wirst du es besser haben." als ob das ein kunststück wäre den hunden ein besseres leben zu bieten..... sie fühlen sich sogar in der auffangstation wohler!

er wurde auch gefragt warum er Finn und Romero die letzten 3 wochen nicht mehr fütterte. schließlich hatte er der schweizerer tierschützerin gesagt er würde beide noch einige wochen behalten bis ein transport organisiert und plätze gefunden seien....
seine antwort: "das futter für die beiden hätte unnützes geld gekostet" (und er selbst ist so richtig schön rund vollgefressen *sorry für den ausdruck*) einfach nicht zu fassen! :saddev:

ebenfalls schrecklich war die körperhaltung der hunde sobald die jäger die zwinger betraten....... ängstlich geduckt, rute zwischen den beinen....


Finn wirkte verkrampft als er die stimme seines jägers hörte. er lag da, ganz klein zusammengerollt, und die ohren "spielten" die ganze zeit. als das jagdkommando kam hob er ruckartig den kopf......


der film wurde von den zuschauern gut aufgenommen. für uns war es allerdings schrecklich! es besteht schon ein großer unterschied zwischen wissen und tatsächlich sehen... unsere gefühle lassen sich nicht beschreiben. dafür gibt es keine passenden worte :<


ich weiß, ein posting das die welt nicht braucht! aber es war mir einfach ein bedürfnis darüber zu schreiben......

admin2

Post by admin2 » 26.01.2007, 20:26

Oh doch, die Welt braucht es. Ich hatte mir gleich am Anfang die Seite angesehen und nun hoffe ich nach deiner Beschreibung, dass er wirklich in das Fernsehen kommt.

Wenn, dann sagst du bestimmt Bescheid, damit wir ihn anschauen können. Das Bild auf der Internetseite von dem abgemagerten Hund ist schon allein grausig genug. Danke Kehua, für den Bericht.

farmelfe

Post by farmelfe » 26.01.2007, 20:37

Hallo Kehua
Du schreibst ein "Posting was die Welt nicht braucht"
Falsch............ich gehöre zu den vielen die sich dafür interessieren.
Nur bleiben mir die Worte im Hals stecken
wenn ich so was lese
Ich finde das gehört schon in die Kategorie Tierquälerei
und ich glaube feste daran das euer Finn es auf seine Art dankt das er bei euch ist.
Habe ich richtig gelesen...........die Hunde bleiben noch einige Zeit bei ihm?
Ich dachte er wäre schon bei euch

Wenn das Futter doch sooo unnütz war
warum hungert der Vorbesitzer nicht auch mal?
Bei deiner beschriebenen Körperfülle täte ihm das mal gut.
Wenn man sich Tiere anschafft sollte man genauso Verantwortung tragen wie wenn man Kinder in die Welt setzt.
Aber beide sind ja viel schwächer und deswegen kann man ja so mit ihnen umgehen :angry:

bienchen

Post by bienchen » 26.01.2007, 22:36

Liebe Kehua
Es freut mich, das Finn ein schöne Zuhause bei euch gefunden hat, vor allen Dingen ein lebenswertes Leben.

Alle Tieschützer laufen schon seit Jahren Sturm dagegen an, wie die spanischen Jäger mit ihren, sprich den Galgos, Hunden umgehen.
Werden sie nicht mehr gebraucht oder taugen nichts mehr, werden sie oft auf grausame Weise gequält und entsorgt.
Ich kann mir kaum entsprechende Bilder dazu ansehen, es ist unvorstellbar.

Ich wünsche euch weiterhin viel Freude mit eurem Finn und natürlich braucht die Welt solche Postings wie deine. :ja:
Es ist doch wie im realen Leben, das was einen freut oder bewegt teilt man doch auch nur zu gerne anderen mit.

Kehua

Post by Kehua » 27.01.2007, 03:26

moin ihr lieben!

@Tina
welchen hund meinst du jetzt? Palomo, den weißen rüden? das ist unser Finn! die ersten beiden fotos wurden von seiner pflegemutter gleich bei seiner ankunft am 28.11.05 aufgenommen. das untere foto haben wir am 07.01.06 gemacht.

auf dem ersten foto in unserem album http://www.arcor.de/palb/thumbs_public. ... 1&pageNr=1 ist Finn noch in spanien zu sehen. es wurde am 08.11.05 von der schweizerin aufgenommen und ins i-net gestellt um einen platz zu finden.... da war Finn noch gut genährt...
das 2. und 3. foto stammt wiederum von der pflegemutter, aufgenommen am 28.11.05


@farmelfe
Habe ich richtig gelesen...........die Hunde bleiben noch einige Zeit bei ihm?
nee, das hast zum glück falsch verstanden! niemals würden wir unseren Finn nochmals in solche hände geben! er ist seit 23.12.05 bei uns und wird es auch bleiben.... für immer! :ja:

es ging um den zeitraum vom 08. november 05 bis 28. november 05. der jäger hatte 2 rüden über, wollte sie einschläfern lassen. beide erst 3 bzw. 3,5 jahre alt! trotzdem, für spanische verhältnisse human.... der tierarzt weigerte sich und informierte die tierschützer. doch die konnten leider aus platzmangel auf die schnelle nichts tun und baten den jäger deshalb um aufschub. er versprach die beiden rüden noch einige wochen zu behalten bis neue familien gefunden und die ausreise organisiert sei. während dieser zeit band er die hund so kurz an, dass sie sich kaum bewegen (etwa 1 meter strick) konnten und natürlich auch nicht an futter und wasser kamen. er gab ihnen gerade soviel, dass sie bis auf die knochen abmagerten aber doch die zeit überleben konnten. die beiden waren das futter nicht mehr wert..... hätte die tierschützerin noch einige tage länger gebraucht, wäre es zu spät gewesen.....

und was du eine sache für die kategorie tierquälerei nennst, ist in spanien bitterer alltag....

das hatte ich mal geschrieben:
kurze info über galgos und ihr leben in spanien:
galgos werden (meist) von jägern gezüchtet.

damit die hunde ihre beute nicht anfressen, werden sie auf sadistische weise abgerichtet! ein fellbündel wird mit nägeln gefüllt, an ein fahrzeug gebunden und vor den hunden hergeschleift. "fangen" die hunde nun dieses bündel und wollen es anfressen, dann verletzen die nägel den mund /rachenraum. ein auf diese art trainierter hund wird niemals wieder seine beute anfressen. (Finn nimmt im freien nicht mal von uns ein leckerli!)

ausdauer und schnelligkeit werden ebenfalls trainiert. dazu werden die hunde z.b. an eine stoßstange gebunden. wer nicht schnell genug läuft hat pech.....
manche jäger treiben ihre hunde auch vor dem auto her..... und auch hier, wer nicht schnell genug läuft hat pech

galgos sind werkzeuge. sie werden zur jagd mißbraucht, zum dank mit abfällen gefüttert und wenn die jagdsaison zu ende ist, jedes jahr zu tausenden weggeworfen. selten wird ein galgo älter als 5 jahre. in der regel werden sie schon mit 2 bis 3 jahren getötet!

töten bedeutet:
- anbinden und verhungern lassen
- in ausgetrocknete brunnenschächte werfen
- in bunker einsperren
- aussetzen. und wenn der, trotz allem anhängliche, galgo wieder kommt.... nochmal aussetzen. dann aber werden die beine gebrochen oder einfach abgehackt um nochmaliges heimlaufen zu verhindern
- andere bringen ihre hunde mit dem auto in ein fremdes gebiet, lassen sie aussteigen und fahren los. der hund läuft seinem herrn hinterher. er läuft sich zu tode.
- ehemals gute jäger werden zur belohnung an bäumen aufgehängt. sie werden so hoch gehängt, dass sie schnell sterben.
- schlechte jäger werden zur bestrafung aufgehängt. sie hängen nur so hoch, dass sie mit den hinterläufen gerade noch den boden erreichen können. ihr sterben dauert oft tage! die spanier (die jäger!) wetten wessen galgo am längsten stirbt. man sucht einen wald aus und trifft sich mit den "schlechten" hunden. diese art des hängens nennen die jäger "klavierspielen", weil die hunde auf den hinterläufen "tänzeln" bis sie die kraft verläßt.
- und leider kann man diese liste endlos fortsetzen! die phantasie der jäger kennt keine grenzen


so gesehen, hatte unser Finn noch einen sehr mitfühlenden herrn. zumindest für spanische verhältnisse
tierschützer schätzen, dass jährlich zwischen 30 und 40 tausend galgos entsorgt werden. viele werden in die auffangstationen gebracht, doch ist es einfach unmöglich alle zu vermitteln. auch dort muß getötet werden, wenn auch nicht auf so bestialische weise. nur wenige haben eine chance auf vermittlung..... und bald ist wieder eine jagdsaison zu ende...

aber nicht nur die galgos, sondern alle hunderassen sind betroffen.....


@bienchen
ja, ich habe auch mühe mit diesen grausamen fotos und sehe mir auch keine mehr an... damit kann ich doch nichts ändern. das elend ist noch nicht wirklich bekannt. wir nehmen uns deshalb die zeit und geben infos wenn z.b. leute nach den narben fragen.... zwar ist das immer nur ein kleiner "tropfen", doch steter tropfen... die fahrt nach stuttgart zur filmvorführung war nur zu diesem zweck.

im film sind auch keine dieser horrorbilder zu sehen.

der unterschied zwischen den gefühlen der zuschauer und unseren war eben doch sehr gravierend. die leute sahen galgos, wir unseren Finn.
wir hatten zuvor nur 2 bilder von Finn's zwinger gesehen..... nun aber sahen wir wie der vorbesitzer mit den hunden umgeht, wo er sie hält, den start zur jagd...

nach dem film waren die zuschauer sehr betroffen. noch mehr, als dieser ehemals so armselige weiße rüde vor ihnen stand. vergangenheit und gegenwart im kontrast..... die gleiche betroffenheit herrschte bei der premiere mit galgo Fulano als lebendem beispiel.

damit hat sich die fahrt auf jeden fall gelohnt!


wir haben unsere entscheidung für Finn nie bereut! der anfang war etwas schwierig wegen seiner angst, doch heute ist er ein fröhlicher und verspielter kampfschmuser :ja:

woodstock

Post by woodstock » 27.01.2007, 10:46

Liebe Kehua,
gerade habe ich mich durch die Fotos durchgeklickt.
Ich finde es gut, dass ihr aufklärt und auch dein Posting ist wichtig.
Ich kenne mich mit Hunden nicht besonders aus uns bin erschüttert über diese Art Tiere zu misshandeln.
Euren Finn konntet ihr retten und man sieht, dass er doch noch zu einem fröhlichen Tier werden konnte.
Für alle anderen Tiere tut es mir wahnsinnig leid... ;( :<
Ich finde, ihr habt es total richtig gemacht.
Wie päppelt man eigentlich ein so grausam abgemagertes Tier richtig wieder auf? Ich kann mir denken, dass man da ganz vorsichtig mit Breichen wieder anfangen muss, weil er sonst gar nichts mehr bei sich behält...
Gruß, Doro

Wölkchen

Post by Wölkchen » 27.01.2007, 12:36

Ja, Kehua, ich meinte euren Hund. Konnte mich auch an die Bilder aus dem Fotoalbum erinnern.

Mir kommt die Mentalität und das Handeln der Jäger vor, als würden sie und ihre Familie noch ausschließlich von der Jagd leben und überleben.
Zu der Zeit durften Jäger sich keine Gefühle erlauben, weil ihr eigen Fleisch und Blut und sein Überleben davon abhing. Diese Zeiten sind nicht erst seit ein paar Jahrzenten vorbei, sondern viel länger. Doch irgendwie scheint, da wäre aus einer Notwendigkeit für das nackte Überleben, eine Abart Hobby geworden. Denn bei der Grausamkeit kann und wil ich nicht von Tradition schreiben.

Habt ihr mal nachgeforscht, seit wann es überhaupt "normal" war, so mit den Tieren zu verfahren? Vielleicht finden sich dort Ansatzpunkte, wie die Überzeugungsarbeit grundsätzlich angefasst werden muss, damit dieses Quälen und abschlachten bzw. Verstümmeln ein Ende hat.

Kehua, vielleicht träum ich noch zu viel von einer guten Welt. Die Suche nach dem Ursprung bedeutet für mich, das Übel an der Wurzel zu packen und die Hoffnung nicht aufzugeben, dass sich dort was ändert.

inna

Post by inna » 27.01.2007, 14:24

Hallo Kehua!

Am meisten trifft mich ja der Gedanke, dass diese Hunde dieser Quälerei so völlig hilflos ausgeliefert sind. Das ist wirklich arg, wenn der Mensch vergisst, dass er es mit einem Lebewesen zu tun hat, und nur noch seine persönlichen Interessen Vorrang haben. Ich verstehe gar nicht, dass Spaniens Gesetze dies zulassen, oder kümmert sich nur niemand um deren Einhaltung?
Besonders unerträglich sind deine Schilderungen, wie die "ausrangierten" Hunde zu Tode gequält werden. Da scheinen Menschen zu Gange zu sein, denen jegliches Mitgefühl abhanden gekommen sein muss! Das kann man ja gar nicht mehr nachvollziehen, dass man dabei zuschauen und auch noch Wetten abschließen kann, wenn ein Tier so grausam mit dem Tode kämpft...

Wie schön, Kahlan, dass euer Finn durch euch nun ein anderes, gutes Leben führen darf! Ist er denn eigentlich gesund? Man stellt sich ja vor, dass solch ein Leben nicht nur die Psyche eines Hundes nachhaltig belastet, sondern auch seine Gesundheit!

Viele Grüße, und ein paar Streicheleinheiten an Finn, inna

Kehua

Post by Kehua » 29.01.2007, 05:02

moin ihr lieben!

@Woodstock
Wie päppelt man eigentlich ein so grausam abgemagertes Tier richtig wieder auf?
man kocht reis mit gemüse / obst und fisch / fleisch. gefüttert wurden mehrmals täglich kleine portionen.

später haben wir dann auf 3 portionen täglich gekürzt. morgens und abends je 100 g trockenfutter, nachmittags nachdem wir vom gassi zurück sind einen große portion reis mit zutaten. gibt es knochen, wird eine trockenfutterration gekürzt oder ganz gestrichen.

ergebnis: die schnauze ist verwöhnt bis zum geht-nicht-mehr :D


@Wölkchen
du hast dir die frage schon selbst beantwortet.... tradition! warum also ändern? nicht anders als z.b. die stierkämpfe.

"unser" jäger behauptete im interview zwar er würde sich freuen wenn der hase entkommt, denn es ginge nur um das vergnügen die hunde laufen zu sehen.... na, wer soll das glauben? deshalb werden sie auch zum nichtfressen der beute "erzogen / trainiert".

ebenso erzählten beide jäger, dass sie ihre hund erst mit ca. 8 jahren abgeben.
der tierarzt sagte jedoch, sie würden die hunde bereits mit 15 monaten testen und die erste auswahl treffen..... seine aussage wird durch die altersangaben bei den zur vermittlung angebotenen hunden bestätigt!

der tierarzt setzt sich sehr für verbesserungen ein, hätte gerne zuchtkontrollen etc. sogar politiker brachte er schon an einen tisch. aber leider scheint er ein moderner Don Quichotte zu sein


@inna2
doch es gibt gesetze. die kontrolle ist allerdings schwierig und wird meist von der guardia zivil (richtig geschrieben?) nicht sooo ernst genommen. sind sie doch unter umständen selbst jäger...

langsam wird es besser, denn im zuge der EU wurde auch in spanien die transponderpflicht eingeführt. wenn ich mich nicht irre, seit 2005. das macht das entsorgen etwas riskanter. inzwischen wird tatsächlich auch schon mal ein tierquäler vor gericht gestellt und verurteilt.
ob jedoch alle welpen ordnungsgemäß gechipt werden? wer soll kontrollieren ob nun 3, 5 oder noch mehr welpen im wurf waren? für ältere hunde besteht das gleiche problem...

Ist er denn eigentlich gesund?
jein....
vor der ausreise wird ein bluttest gemacht. Erlichiose, Babesiose, Borreliose, Leishmaniose.... alles negativ.

nicht getestet wird z.b. Anaplasmose (durch zecken, auch in D möglich). anfang september hatte Finn einen positiven test. aufgefallen ist es weil er so schlapp und faul war. die therapie mit hammerharten medikamenten dauert je nach höhe des titers 4-6 wochen. danach ist in der regel die krankheit geheilt.

Finn hat sich nach der behandlung total verändert. er ist viel aufgeweckter und lebhafter als vorher! zu unserem leidwesen hat er seither auch seinen jagdtrieb wieder entdeckt (angeblich hatte er den kaum!).
diese veränderungen bringen unsere tierärzte zur annahme, dass er die Anaplasmose aus spanien mitgebracht hat. ein kräftiges tier kann durchaus einen krankheitsschub unbehandelt überleben....

was ihm für den rest des lebens bleiben wird, sind probleme mit den handwurzelgelenken. rechts ist noch nicht so gravierend, links dafür um so mehr. daran kann die schulmedizin nichts mehr ändern. die gelenke sind abgenutzt wie bei einem alten hund... überbelastet.

wir vermuten dass er erst durch Anaplasmose und Gelenkprobleme zu einem schlechten hund wurde. wie sonst wäre er 3,5 jahre alt geworden? die tierärzte sind gleicher meinung.


auf die seelischen macken gehe ich später ein..... war noch nicht im bett.



hier die hp von den tierschützern über deren verein Finn's ausreise abgewickelt wurde:
http://www.tierschutz-tarifaconil.org/


so, ich wünsche euch einen guten start in die neue woche!

meine wenigkeit zieht jetzt nochmal die kuscheldecke über Finn und verschwindet endlich ins bett. :zzz:

Nanetta

Post by Nanetta » 13.02.2007, 15:20

hi!

Bis jetzt habe ich mich irgendwie nicht dazu durchringen können einen Post zu verfassen (wenn ich irgendwo neu bin tu ich mich immer etwas schwer ^^") aber als ich mir diesen thread durchgelesen habe war ich so entsetzt dass es einfach aus mir raus will.

Ich kann wirklich nicht verstehen wie die Jäger in Spanien so mit den Tieren umgehen können! Wenn man ein Tier hält trägt man immerhin eine gewisse Verantwortung für ein Lebewesen. Und mit Lebewesen geht man einfach nicht so um! Die Jäger tun ja gerade so als würden sie nicht mit Hunden sondern mit irgendwelchen Gegenständen zu tun haben, die sie einfach wegschmeißen wenn sie nicht mehr den Zweck erfüllen, zu dem die Jäger sie nutzen wollen.

Außerdem finde ich es ziemlich unverschämt, dass der Jäger die dreistigkeit besitzt sich in dem Film dazu zu äußern und das ganze herunterzuspielen. Eigentlich sollte er sich seiner Tat bewusst sein und sich dafür schämen! Stattdessen tut er so als wäre es das normalste der Welt so mit Tieren umzugehen. :<

Es freut mich das ihr euren Finn retten konntet und das er es jetzt besser hat :)

Kehua

Post by Kehua » 13.02.2007, 17:41

Nanetta,
kaputte werkzeuge entsorgt man.... und mehr sind die hunde nicht!


gerade ist wieder eine jagdsaison zu ende. tierschützer haben die aktuellen zahlen veröffentlicht.
entsorgt wurden:
ca. 25.000 galgos in andalusien
insgesamt ca. 100.000 in spanien

und dieses elend wiederholt sich jahr für jahr!



übrigens werden in anderen südlichen ländern die hunde auch nicht besser behandelt. von osteuropa kommen seit öffnung der grenzen ebenfalls solche nachrichten..... z.b. werden hunde und katzen gerne zur volksbelustigung mißbraucht. "bello" als lebende kanonenkugel ist eben lustig für alt und jung :saddev:

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