Trinkwasser...

Wer hat tolle Spartipps oder sucht welche?
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woodstock

Trinkwasser...

Post by woodstock » 12.05.2007, 19:34

... mal unter einem anderen Aspekt:
11. Mai 2007 webnews Yigg folkd Mister Wong Linkarena Del.icio.us Schrift:
DURST WELTWEIT
Wasserflaschen-Wahn belastet die Umwelt
Müllhalden schwellen weltweit an - auch weil die Menschen jährlich mehr Wasser aus Flaschen trinken. Viele davon werden nicht recycelt, warnen Umweltschützer. In der Dritten Welt ist oft nur Flaschenwasser sauber. Doch auch Westler ziehen der Leitung die Flasche vor.

Es ist bis zu 10.000 Mal teurer als Leitungswasser, oft nicht einmal besser - und dennoch sind die Menschen ganz verrückt nach Mineralwasser aus der Flasche. Weltweit. Dieser Flaschenwasserdurst komme die Menschheit aber teuer zu stehen, "ökologisch wie ökonomisch", warnt das Worldwatch Institute in Washington, eine unabhängige Forschungseinrichtung, die nach eigenen Angaben den Gedanken der Nachhaltigkeit und der sozialen Gerechtigkeit verpflichtet ist.


DPA
Abfüllung: Durst nach Wasser aus PET-Flaschen weltweit
"Wasser in Flaschen mag zwar industriell ein Gewinner sein, aus Umweltschutzsicht ist es aber ein Verlierer", sagte Ling Li, die Autorin der Studie. Es handele sich dabei um das Getränk mit den weltweit stärksten Zuwachsraten.

Zwischen den Jahren 1997 und 2005 habe sich der weltweite Konsum mehr als verdoppelt. In China habe er sich alleine zwischen 2000 und 2005 verdoppelt, in Indien gar verdreifacht. Weltweit würden so über 160 Milliarden Liter Flaschenwasser verkauft. Der Gesamt- und Pro-Kopf-Verbrauch variiert selbst innerhalb der Top-10 (siehe Tabelle) gewaltig.

Top-10 der Flaschenwasser-Trinker
Land Gesamtvolumen (Millionen Liter) Anteil am welteiten Verbrauch (Prozent) Verbrauch pro Person (Liter)
USA 28.651 17,4 99,2
Mexiko 18.861 11,5 179,7
China 12.901 7,8 9,9*
Brasilien 12.252 7,4 65,8*
Italien 11.145 6,8 191,9
Deutschland 10.581 6,4 128,4
Frankreich 8.424 5,1 139,1
Indonesien 7.633 4,6 33,3*
Spanien 5.923 3,6 147,1
Indien 6.177 3,8 5,6*
Alle Anderen 41.982 25,5
Insgesamt 164.530
Globaler Durchschnitt 25,5
(Angaben für das Jahr 2005, * = Diese Angaben wurden auf Basis von Zahlen des US Bureau of the Census hochgerechnet, Quelle: Worldwatch Institute, 2007)



Diese Entwicklung sehen die Washingtoner Umweltschützer höchst skeptisch. Li kritisiert vor allem:


Die Energiekosten für die Produktion, das Abfüllen, das Verpacken, Lagern und Ausliefern lägen bei in Flaschen abgefülltem Wasser viel zu hoch. Außerdem verschlinge die Herstellung von Plastikflaschen Unmengen an Öl.
Da in den meisten Ländern der Welt praktisch nur Einwegplastik- und keine Mehrwegflaschen benutzt würden, sei der Flaschenwasserdurst für anschwellende Müllkippen mitverantwortlich.
Zwar könnte der Kunststoff Polyethylen-Terephthalat (PET) wiederverwertet werden. Doch gingen die Recycling-Raten in einigen Ländern zurück. In den USA seien 2005 beispielsweise nur noch 23 Prozent der Flaschen wiederverwertet worden. 1995 seien es noch fast 40 Prozent gewesen.
In vielen Entwicklungsländern müsse kritisch hinterfragt werden, ob bei der Abfüllung nicht geringere Standards gelten würden als bei der Aufbereitung normalen Leitungswassers. Auf einen entsprechenden Qualitätsunterschied - wenngleich auf deutlich höherem Niveau - hatten Experten in Deutschland schon mehrfach hingewiesen: Leitungswasser sei oft besser als Flaschenwasser.
Vor allem aber ist es viel billiger. Zwischen 240 und 10.000 Mal teurer als Wasser aus der Leitung sei in Flaschen abgefülltes.

Und selbst das stellt sich, je nach Perspektive, noch als Luxusproblem heraus. Mehr als eine Milliarde der ärmsten Erdenbürger, schreibt Li, hätten überhaupt keinen Zugang zu sauberem Wasser - ob nun aus der Flasche oder nicht. Wer es sich leisten kann, kauft plastikflaschenweise Wasser. In vielen Gegenden der Dritten Welt ersetzen die Menschen damit auch die unzuverlässige oder qualitativ minderwerte öffentliche Leitungswasserversorgung. "Die Getränkeindustrie profitiert noch am meisten von dieser Flaschenwasser-Besessenheit", sagte Li - auch weil die Bewohner der Industriestaaten ebenfalls immer häufiger zur Wasserflasche greifen.

Der Durchschnittsdeutsche trank 1970 noch gut 12 Liter, 2005 ganze waren es 128 Liter. Obwohl das Leitungswasser hierzulande ebenfalls Trinkwasserqualität hat. Nach Schätzungen wird knapp ein Drittel der Pfandflaschen nicht zurückgebracht - diese belasten dann als Müll die Umwelt.

stx/rtr
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mens ... 54,00.html

Ich sehe gerade, dass die Tabelle leider nicht so aussieht, wie in dem Artikel.
Vielleicht schaut ihr sie euch im link an!

Nur zur Info - und vielleicht zum Nachdenken.

Lieben Gruß, Doro

Jaime

Wasser

Post by Jaime » 13.05.2007, 09:04

Hallo

auf einen Schluck Wasser...
die nächsten Krisen werden nicht um ÖL, sondern um Wasser sein.

Wenn man bedenkt, dass afrikanische Frauen ihre Wasserkrüge kilometerweit auf den Köpfen tragen, schämt man sich regelrecht , sich unter die Dusche zu stellen
Noch schlimmer sind volle Badewannen

Und nun zu den Mineralwasserflaschen aus Glas
ich bin dahin zurückgekehrt

Was die Menschheit alles so in den Wasserhaushalt zurückführt??? die Wissenschaftler selbst sagen, dass sie nicht alles entdecken, von wegen noch beseitigen können.

In den Plastikflaschen sind ganz sicher Weichmacher, neulich sah ich ein Bericht, dass sie bei Fischen und Fröschen immer mehr Zwitter finden, sie können sich so nicht mehr fortpflanzen.
Daraufhin kam die Meldung, dass immer mehr junge Männer zeugungsunfähig sind und werden, man führt dies auch auf Weichmacher zurück, der mittlerweile überall enthalten sei.

Und noch vieles mehr, was wir nicht wissen und UND auch nicht wissen wollen...

LG jaime

woodstock

Post by woodstock » 13.05.2007, 10:32

Ja, liebe Jaime!!

Weichmacher, um mal etwas vom Thema abzudriften, sind zum Beispiel auch in Weichspülern drin...
Die werden gerne literweise in die Wäsche gekippt, damit die schön frisch riecht.
Seid ihr schonmal hinter jemandem hergegangen, bei dem das der Fall war? Vielleicht durch einen Hausflur?
Ich habe eine empfindliche Nase - das grenzt durchaus an Belästigung...
Abgesehen davon, dass auch ich schon über diese so herbeigeführte Zeugungsunfähigkeit hörte.
Welche Auswirkungen das auf uns Frauen hat, ist vielleicht einfach noch nicht nachgewiesen!

Gruß, Doro

strangegirl

Post by strangegirl » 14.05.2007, 14:43

Ehrlich gesagt ist mir das mit den Einweg-Plastikflaschen schon länger sauer aufgestoßen. Zwar waren sie hier noch nicht so sehr verbreitet, aber wenn z.B. mein Vater aus Algerien oder den USA wiederkam, zeigte er uns die Bilder, und was sich da so am Straßenrand sammelte, waren vor allem - Plastikflaschen. Damals war ich noch jünger, und mir war das Konzept völlig fremd. Heute nimmt das zu, und wir bemerken es kaum noch.

Angesichts der seltsamen Dosenpfand-Regelung finden sich auch in den Kühlschränken irgendwelcher Bahnhofs-Kioske und Bäckereien immer mehr Kunststoff-Flaschen, und die gibt man dann zwar gegen Pfand zurück und hat dabei vielleicht sogar ein gutes Gewissen, aber entsorgt werden müssen sie trotzdem. Und welche Berge da anfallen, das sieht man ja an den Riesenkartons, die dafür in den Supermärkten aufgestellt werden müssen. Seit oben an den Flaschen diese Nuckelstücke dran sind, ist das sogar noch irgendwie trendy.

Wir benutzen seit Jahren einen Wassersprudler mit Glasflaschen und haben trotz diverser Bedenken wegen irgendwelcher Keime absolut noch nie Probleme damit gehabt. Im Gegenteil, mir ist so manches Mineralwasser schon fast zu salzig - aber das ist wieder Geschmackssache. Ich schließe mich aber Jaime an, wenn man Flaschenwasser kauft, sollte man zumindest zur Glasflasche greifen. Problematisch bei der ganzen Angelegenheit ist wohl auch, daß manchen Menschen kaum eine Wahl bleibt. Wenn man die Auswahl hat zwischen verunreinigtem Leitungs- oder sogar Brunnenwasser und dem sauberen aus der Flasche, dann schert einen die Umwelt wenig, solange man nicht die Ruhr oder den Typhus kriegt. Und die Hersteller reiben sich die Hände. Um ein vernünftiges Leitungsnetz mit sauberen Rohren für alle kümmert sich keiner.

LG,

strangegirl

roxie1812

Post by roxie1812 » 22.02.2010, 17:02

Man sollte sich nicht nur über das Wasser in Plastikflaschen Gedanken machen, sondern auch über das, was man sich täglich in den Schlund schiebt. Und über das, was man sich in die Haare schmiert. Und vielleicht auch mal über die Klamotten, Teppiche, Möbel etc.

Wir werden nur verarscht, belogen und um unsere Gesundheit betrogen.

marlen

Post by marlen » 22.02.2010, 18:11

Ist das nicht etwas heftig ? Teilweise hast Du sicher recht. Ich wüßte aber nicht, in welchem Land ich mehr Möglichkeiten hätte, Mißstände aufzudecken bzw. mich zu informieren. Ich reise seit vielen Jahren, so oft es mein Job erlaubt. Europa sowieso, aber auch Asien und Afrika. Da wirst Du nicht einmal verarscht, die Mühe macht sich niemand.

reni83
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Post by reni83 » 23.09.2011, 10:32

Ich glaube, dass das Problem eher bei der Menge an Wasser liegt und dass der Konsum hier notwendigerweise bewusster sein sollte. Pfandflaschen sind jedoch nicht überall so verbreitet und selbst viele Menschen hier in Deutschland bevorzugen Einwegflaschen, weil sie auf den ersten Blick günstiger erscheinen.
Dennoch glaube, an Flaschenwasser ist per sé nichts Falsches dran.

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