• Das Buch ist wundervoll. Es geht auch auf jedes noch so kleinste Detail ein.

    “Ein kleiner Bär mit ganz großen Gefühlen“

    Frau Caroline Reich, Mutter von fünf Mädchen (12, 5, 3, 2 Jahre und 11 Monate) möchte Ihnen dieses Buch vorstellen:

    wuschelbaer-200“Ein sehr schönes Buch zum Schmunzeln, Mitfühlen und immer wieder Anschauen und Vorlesen.”

    Darum gehts: Zuerst war ich ein wenig irritiert, da man sich unter dem Titel „Das große Buch….“ doch eher ein solches auch vorstellt, musste aber feststellen, dass damit wohl allenfalls gemeint war, dass sich darin zwei aufeinander folgende Geschichten befinden…

    Wie der Titel schon verrät, handelt das Buch vom kleinen Wuschelbär, welcher mit seinem Benjamin in seinem Kinderzimmer wohnt. Die beiden sind ein tolles Team, haben sich sehr lieb und erleben viele „Abenteuer“ zusammen.

    Eines Tages rettet der kleine Bär dem weißen Bären, welcher einsam und hilflos droht zu ertrinken, das Leben und bekommt so völlig unvorbereitet einen kleinen Bruder dazu.

    Von da an ist nichts mehr, wie es einmal war – was den kleinen Trotzkopf natürlich mächtig stört. Denn er ist nun gezwungen, zu teilen-seine rote Hose, sein Sternenkissen, den bunten Becher und für ihn das wohl Schlimmste: Benjamins Aufmerksamkeit. Bockig, wie man ihn kennt, beschließt er fort zu gehen und landet im tiefen, dunklen Wald. Erschreckend stellt er jedoch schnell fest, dass nichts und niemand sein wundervolles Leben im Haus von Benjamin ersetzen kann und wird, weil er nicht mehr heim findet, immer verzweifelter. Der weiße Bär sucht und findet ihn schließlich und beide gehen glücklich nach Hause.

    In der zweiten Geschichte geht es darum, dass der kleine Wuschelbär schon früh morgens schlecht gelaunt und antriebslos aufwacht und zu nichts Lust hat. Auch die Späße des weißen Bären und der lustigen Handpuppen können ihn nicht aufmuntern. So macht er sich mit seinem Ball mal wieder auf und davon, was ihn aber auch nicht aufheitern kann. Als er dies bemerkt und beginnt seinen kleinen neuen Bruder zu vermissen, muss er jedoch feststellen, dass dieser spurlos verschwunden ist. Er beginnt ihn zu suchen und findet ihn in einer sehr misslichen Lage. Der kleine Bär ist bei seiner Suche nach dem Wuschelbären in ein Kaninchenloch gefallen und schafft es alleine nicht mehr heraus. Mit der Hilfe der extrem gereizten und übermüdeten Eule, schafft es der Wuschelbär schließlich doch den kleinen weißen Bären zu befreien und beide gehen gut gelaunt heim.

    Wie gefällt uns dieses Buch?

    Wie schon oben erwähnt, finde ich die Größe des Buches – aufgrund des Titels, aber auch wegen den wunderschön gezeichneten Bildern- eher schlecht gewählt und denke, es würde in A4-Format, ebenfalls bezüglich des Preises, doch eine bessere Figur abgeben.

    Die Geschichten sind sehr liebevoll erzählt und gehen wundervoll auf die vielen Launen, die auch ein Kind ständig durchlebt, sehr gut ein. Egal ob bockig, trotzig, müde, albern und verkuschelt- es sind doch alles Emotionen, die Kinder ansprechen und ihnen so helfen, sich in den kleinen Bären hinein zu versetzen.

    Die angestrebte Zielgruppe von 7-11Jährigen kann ich nicht wirklich nachvollziehen. Als ich es meinen 3- und 5Jährigen vorgelesen habe, konnte man gut merken, wie das Buch die Empathie der Kinder gerade in den frühen Altersgruppen schult und denke, dass die Handlungen sehr viel ältere Kinder schon etwas langweilen könnten. Durch die kurzen Sätze könnte ich es mir allerdings sehr gut auch für Erstleser vorstellen.
    In der ersten Geschichte erleben die kleinen Zuhörer wunderbar, wie glücklich und zufrieden man wird, wenn man lernt zu teilen. Gerade bei meinen Mädchen, welche ja jeweils noch vier Schwestern haben, finde ich solche Themen immer besonders wichtig.

    Die Stelle, als der grummelige Bär dem Ball einen Tritt verpasste, dieser nun davon rollte und er rief: „Komm zurück, du Stinker!“ oder auch „ Mieser, mistiger Mistball!“, ließ meine Kinder laut und herzlich lachen und auch noch Tage später konnten sie sich daran besonders gut erinnern ;-).

    Geschrieben ist das Buch, wie schon erwähnt, sehr wundervoll. Es geht auch auf jedes noch so kleinste Detail ein. Unser Fazit: Bis auf die Größe und die Zielgruppe, ist es ein sehr schönes Buch zum Schmunzeln, Mitfühlen und immer wieder Anschauen und Vorlesen.

    Autorin:Irina Korschunow
    Illustrationen:Reinhard Michl
    Titel:„Das große Buch vom Wuschelbär“
    Verlag:Deutscher Taschenbuch Verlag
    Erscheinungsjahr: 2015
    Umfang: 64 Seiten
    Preis:9,99 Euro
    Zielgruppe: 7-11 Jahre

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