• Leichte Verletzungen, kleine Wunden, welche nicht bis in die Lederhaut durchdringen…

    Wunden behandeln – wenn die Kleinen mal stürzen

    Wie gefährlich sind die eigentlich harmlos wirkenden Schürfwunden?

    © Elke Sawistowski / pixelio.de

    Diese Situation kennen alle Eltern: Kaum kann der Nachwuchs laufen, tobt er durch die Wohnung. Stürze sind natürlich vorprogrammiert. Schließlich sind Kleinkinder auch noch mit zwei Jahren etwas unsicher auf den Beinen. Sobald der Nachwuchs in kurzen Hosen mit Freunden ums Haus tobt, wird’s gefährlich. Einmal nicht aufgepasst – schon sind Schrammen, Kratzer und Schürfwunden das Ergebnis.

    Die Angst einer ernsthaften Verletzung wird schnell zum Begleiter. Wie gefährlich sind die eigentlich harmlos wirkenden Schürfwunden? Wie werden diese Verletzungen richtig behandelt? Fragen, die sich Eltern immer wieder stellen. Und auf die dringend nach Antworten gesucht wird.

    Wann sind bei Wunden Behandlungen nötig?

    Schürfwunden sind eher harmlose Verletzungen der Haut, die durch tangentiale Kräfte entstehen. Bezeichnet als Erosion oder Exkoriation, die nicht tiefer als bis in die Lederhaut reicht, ist eine Schürfwunde meist durch unregelmäßige Wundränder gekennzeichnet.

    Leichte Verletzungen, welche nicht bis in die Lederhaut durchdringen, verursachen zwar Schmerzen, sind im Verlauf aber unproblematisch. Da hier keine Blutgefäße verlaufen, sind Blutungen solcher Schürfwunden unwahrscheinlich. Komplizierter wird die Situation bei tiefen Schürfwunden. Hier werden Blut- und Lymphgefäße sowie Nervenbahnen verletzt. Der Schmerz ist intensiver, die Wunder nässt und blutet. Hinsichtlich der Behandlung gilt für alle Schürfwunden, dass zumindest eine Säuberung und anschließende Sterilisierung stattfinden sollte – am besten in den ersten sechs Stunden.

    Erste Schritte – was sollte getan werden?

    Wie die Behandlung einer Schürfwunden aussieht, hängt von deren Erscheinungsbild ab. Der erste Schritt besteht im Säubern der Wunde. Hierzu wird die Wunde ausgewaschen – optimal wäre die Verwendung einer Kochsalzlösung, Wasser reicht in der Regel aber aus. Anschließend muss die Wunde sterilisiert werden. Bei Kindern eignen sich hierfür Präparate, die in der Wunde kein Brennen auslösen.
    Kleine und leichte Schürfwunden können an der Luft trocknen oder werden mit einem Pflaster abgedeckt. Schwere Verletzungen sollten mit einem Verband und/oder Salbenkompressen behandelt werden. Hier ist besonders der weitere Verlauf zu beobachten, da größere Schürfwunden zu Entzündungen und Infektionen neigen können.

    Die ersten Schritte im Überblick:

    -Wunde säubern

    -Desinfektion gegen Entzündungen

    -Je nach Schwere der Verletzung entweder Pflaster oder richtigen Verband anlegen

    Wann ist es besser, zum Arzt zu gehen?

    Bei Schürfwunden muss unter Umständen ein Arzt aufgesucht werden – etwa wenn diese großflächig sind oder sich die Blutung mit Hausmitteln nicht stoppen lässt. Des Weiteren ist bei einem zu späten Versorgen (mehr als sechs Stunden nach Entstehen) ärztlicher Rat zu suchen. Dies gilt besonders dann, wenn:

    •sich erste Entzündungszeichen bemerkbar machen

    •die Wunde zu eitern beginnt

    •Infektionsverdacht besteht.

    Fazit: Schürfwunden gehören zum Kind sein dazu

    Kaum ein Kind wird ohne Schürfwunden bis in die Pubertät kommen. Umso wichtiger ist der richtige Umgang mit den Verletzungen. Eltern sollten nicht überfürsorglich reagieren – aber wissen, welche Handgriffe zur Erstversorgung notwendig sind. Und sich nicht davor scheuen, wegen einer Schürfwunde zum Arzt zu gehen.

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