• Spieltest: Tortenschlacht, kurzweiliger Spielspaß für zwischendurch

    Vorsicht: Fliegende Torten im Quintett

    Frau Jacqueline Virchow hat das Spiel mit ihrer Enkelin Emily (3 ½ Jahre),  ihrer Freundin Jasmin (4 Jahre) und deren  Mutti getestet. Danach waren zwei Jungs im Alter von 8 Jahren am Ausprobieren.

    Tortenschlacht-250Worum gehst es in dem Spiel?  Für jedes Kind ist jeweils eine Farbe bzw. eine Tortensorte im Spiel. Nicht benötigte Karten werden beiseite gelegt. Nach dem Mischen bekommt jeder Spieler fünf Karten ausgeteilt. Die Tortenplatte wird in die Mitte gelegt. Aufgebaut ist das Spiel wie ein Quartett, nur muss jedes Kind fünf gleiche Tortenkarten sammeln.

    Alle Spieler geben gleichzeitig an ihren linken Nachbarn, eine ihrer Tortenkarten weiter. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf „gleichzeitig“. Sobald ein Kind seine fünf gleichen Torten auf der Hand hat, hat es gewonnen. Dazu legt es die Hand auf die Tortenplatte.

    Jetzt heißt es schnell sein, denn der langsamste Spieler hat verloren. Er bekommt vom Sieger mit dem beiliegenden Stempelstift einen Tortenklecks auf die Hand gedrückt und das Spiel beginnt von vorne.

    Torten3Sobald ein Kind fünf Tortenkleckse auf seiner Hand gesammelt hat, ist das Spiel beendet und Sieger ist derjenige Mitspieler, mit den wenigsten Stempelabdrücken. Da bei den Tortenkarten unterschiedliche Farben benutzt werden, wird hier nebenbei das Farbverständnis, aber auch die Merkfähigkeit und die Sozialkompetez im Miteinander der Kinder gefördert.

    Da die Spieldauer doch relativ kurz ist, wird die Konzentration hier nicht überbeansprucht. Die beigefügte Spielanleitung ist einfach und bebildert gehalten. So können auch Grundschüler die Spielanleitung leicht lesen und verstehen.

    Das Spiel ist in einer 12cm x 9,5cm großen Pappschachtel. Ideal um es in der Handtasche mal schnell mitzunehmen. Die abgebildeten Torten sind liebevoll gestaltet und gut zu unterscheiden. Der Stempelstift verspricht hohen Spielspaß.

    Wir haben gespielt:

    Torten1Der Mädchen-Test:  Meine ersten „Probanden“ waren meine Enkeltochter Emily (3 ½ Jahre) und ihre Freundin Jasmin (4 Jahre) mit ihrer Mutti. Besondere Aufmerksamkeit bekam erst einmal der Stempel. Bevor auch nur eine Karte ausgeteilt war, waren die Hände der beiden Mäuse schon voll mit „Tortenkleckse“.

    Die Schlacht war also schon vorab, zugunsten der Mama und der Oma ausgegangen. Bei dem nächsten, eigentlich ersten Spiel, wurden dann die Karten verteilt. Da die Mäuse schon gut zählen können, überließen wir es ihnen, die Karten zu verteilen. Beide Mädchen hatten Probleme die fünf Karten in einer Hand halten zu können. So haben wir dann „offen“ gespielt, also die Karten aufgedeckt vor uns auf den Tisch gelegt.

    Durch das offene Spiel tauschten sich die Mädels über ihre Torten aus und versuchten auch schon mal untereinander zu tauschen. Highlight war dann aber auch wieTorten2der das Stempeln. Wobei hier nicht nur der Verlierer einen Tortenklecks abbekam, sondern alle durch die Bank.

    Die beiden Mädels hatten nach drei Spielen auch genug und wandten sich anderen Sachen zu, nicht ohne zu versuchen den Stempel einzukassieren. Die Mädels ließen sich an anderen Tagen nicht wieder zum „Tortenschlacht“ spielen animieren. Interessant blieb der Stempel.

    Jetzt sind die Jungs daran: Meine 2. Probanden waren mein Neffe und sein bester „Kumpel“. Beide sind 8 Jahre alt.  Sie haben die Anleitung alleine gelesen, das Spiel vorbereitet und mir erklärt, wie der Ablauf ist.

    Sie hatten keinerlei Probleme das Spielprinzip umzusetzen. Zu dritt war das Spiel schon fast langweilig, da alle meist gleichzeitig fertig wurden. Als noch zwei Erwachsene dazu kamen und wir somit fünf Spieler waren, war ein bisheriges Optimum an Spielspaß eingetreten.

    Nach 2 kompletten Runden, war aber auch bei den Jungs die Luft raus. „Gibt es das auch mit Autos?“, „Ja, ist schon lustig, aber mit echten Torten wäre es noch cooler.“, „ Der Stempel ist ganz schön klein.“, „Die Tortenplatte ist schmutzig.“ und „Torten ist doch mehr was für Mädchen…“ waren einige Aussagen der Jungs, als ich sie fragte, wie sie das Spiel fanden.

    Unser Fazit zur „Tortenschlacht“:

    Es ist ein kurzweiliger Spielspaß für zwischendurch gegeben. Bei nur drei Spielern wird das Spiel schnell langweilig. Die Zielgruppe ab fünf Jahren empfinde ich als sinnvoll. Für die jüngeren Kiddies ist größtenteils nur der Stempel interessant gewesen. Allerdings ist er gut auswaschbar, sollte der Tortenklecks mal auf die Kleidung gelangen.

     

    Titel: Tortenschlacht
    Verlag: AMIGO Spiel + Freizeit GmbH
    Erscheinungsjahr: 2015
    Umfang: 30 Tortenkarten in 6 verschiedenen Farben (Beige,Gelb, Rot, Blau, Violett, Braun)
    1 Tortenstempel, 1 Tortenplatte, 1 Spielanleitung
    Preis: 7,99 €
    Zielgruppe: ab 5 Jahren
    Spieler: 3-6 Personen
    Dauer: ca. 15 Minuten

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