• Stottern? Hierauf sollten Sie bei der Behandlung achten.

    Stottern: Vorsicht bei unrealistischen Heilungsversprechen!

    Betroffen sind sowohl Kinder als auch Erwachsene. „Stottern führt bei den Betroffenen zu massivem Stress, Anspannung und Angst, wodurch die Symptome verstärkt werden. Auch die oft wenig verständnisvolle Reaktion der Umwelt und Vorurteile über stotternde Menschen können diesen das Leben schwer machen.“

    Die meisten suchen verzweifelt nach einer erfolgreichen Therapie, mit der sie die Redeflussstörung überwinden können. Bei Kindern gelingt dies häufig.

    Die Frage, welche Therapie für welchen Patienten geeignet ist, ist nicht leicht zu beantworten. Trotz anders lautender Behauptungen mancher Therapieanbieter steht fest: Die eine Therapie, die bei allen Stotterern Erfolg hat, gibt es nicht.

    Hierauf weisen der Deutsche Bundesverband für Logopädie (dbl) und der Deutsche Bundesverband der Sprachheilpädagogen (dbs) gemeinsam hin.

    Betroffene sollten sich vor einer Behandlung möglichst viele Informationen über die jeweilige Therapieform besorgen. Besonders wertvoll sind Erfahrungsberichte anderer Stotterer, die man über Selbsthilfegruppen kennen lernen kann.

    Zur Beurteilung der Therapiequalität können folgende Kriterien herangezogen werden:

    Die Therapiedauer darf nicht zu knapp bemessen sein, damit sprechmotorische Prozesse automatisiert werden können. (Richtwert: ca. 100 Stunden)

    Die eingeübten Techniken sollten in Situationen außerhalb der Therapie in Anwesenheit des Trainers angewandt werden.

    Für einen Zeitraum von ein bis zwei Jahren sollte eine therapeutische Betreuung in Form von Stabilisierungs- und Nachsorgeterminen bestehen.

    Rückfälle kommen in allen Therapien vor. Der positive Umgang damit durch entsprechende Rückfallprogramme kann langfristige Therapieerfolge ermöglichen. Dabei muss die Therapie auf individuelle Probleme und die Rückfallursache eingehen. Nur eine Wiederholung des Sprechtrainings ist nicht ausreichend.

    Quelle und weitere Infos: Deutscher Bundesverband für Logopädie (dbl)

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