• Personalmanager von Großunternehmen wünschen sich mehr qualifizierte ambitionierte Frauen in Teams….

    Rollenbild der Frau und was wir damit zu tun haben

    Unsere Gesellschaft befindet sich massiv im Wandel und auch der Stellenwert der Geschlechter verändert sich immer weiter. Dafür haben starke Frauen lange gekämpft: Gleichberechtigung. Dieses Wort beinhaltet so viel und erscheint manchmal doch wie eine Floskel, denn der Alltag ist durchtränkt von einer klaren Trennung zwischen Männern und Frauen. Die Menschen weigern sich nachhaltig, keinen Unterschied mehr zwischen den Geschlechtern machen zu wollen, wobei eine absolute Gleichbehandlung angestrebt werden soll. Auf der gesetzlichen Ebene werden die Unterschiede aufgeräumt, alle Menschen haben in Deutschland gleiche Rechte und Pflichten mit der Ausnahme von schwangeren Frauen, die einen besonderen Schutz genießen. Dies ist aber weniger als Geschlechtertrennung zu sehen, viel mehr als ein Schutz der Gesundheit und des Kindes. Wenn der Gesetzgeber eine Gleichberechtigung vorsieht und sogar Gesetze zum Schutz dieser veranlasst, warum gibt es diese strikte Trennung nach wie vor?

    Führungspositionen als Dorn im Auge

    Immer wieder möchten Unternehmen eine Gleichberechtigung auf der Führungsebene zu schaffen. Es gibt in vielen großen Unternehmen eine „Frauenquote“, die eine heterogene Gruppe und eben die Gleichberechtigung in den großen Entscheidungen erreichen soll. Viel mehr erstrebenswert wäre natürlich, wenn der Mensch lediglich nach seinen Qualifikationen und Fähigkeiten beurteilt werden würde, was z. B. durch das Konzept der anonymen Bewerbung erreicht werden soll. Ob diese Entwicklung sich durchsetzt, ist derzeit unklar. Einige Unternehmen legen Wert auf ein frauenfreundliches Auftreten, auch in ihren Stellenangeboten oder Karriereseiten wie CAPITA Europe. Große Unternehmen sind auch für Frauen genauso als eine Karriereleiter geeignet. Viele Personalmanager von Großunternehmen geben an, sich mehr qualifizierte ambitionierte Frauen ins Team zu wünschen. Unterbewusst wird damit eine grundlegend positive Einstellung zu Frauen geschaffen, die die Türen öffnen kann und auch das Selbstbewusstsein steigern.

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    Warum es deutlich mehr Männer als Frauen in Führungspositionen gibt, hat verschiedenste Ursachen. Häufig wird den Männern mehr Ehrgeiz zugesprochen, die Frauen sollen weniger karriereorientiert und mehr häuslich sein. Dieser Zustand entwickelt sich aber zurück und gleiche Qualifikationen, Positionen sowie Gehälter sollen auf beide Geschlechter gleich verteilt sein. Es ist aktuell leider so, dass bei gleicher Qualifikation und gleicher Arbeit eher der Mann eingestellt wird, ebenso bekommen durchschnittlich weniger Gehalt. Statistik zeigt eine große Lücke im Vergleich zwischen den Gehältern von Mann und Frau. Dabei wurden keine direkten Positionen Verglichen, lediglich alle Gehälter aus nicht selbstständiger Vollzeiteinstellung, unabhängig von der Unternehmensgröße und Branche.

    ·        Frauen arbeiten öfter in kleineren Unternehmen, Männer in größeren.

    ·        Frauen haben durchschnittlich beim gleichen Alter etwas weniger Berufserfahrung aufgrund von Kindern und Elternzeit.

    ·        Frauen arbeiten seltener in der Industrie, häufiger in schlecht bezahlten Berufen wie Gesundheits- und Sozialbereich, Friseur, Einzelhandel.

    ·        Frauen studieren im Durchschnitt häufiger als Männer, sind aber weniger im naturwissenschaftlichen und technischen Bereich vertreten.

    Neben dem beruflichen Leben ist ein Unterschied zwischen Männern und Frauen auch im alltäglichen Leben deutlich sichtbar.

    Wir erschaffen die Trennung jeden Tag aufs Neue

    So viele alltägliche Floskeln fließen in unseren Sprachgebrauch ein. Wir bitten unseren Partner die Bierkisten nach oben zu tragen, schließlich sei er ja der Mann im Haus. Er soll auch bitte ein „richtiger Mann“ sein und ein Problem lösen. Wir möchten nicht, dass unsere Söhne rumheulen, wie ein Mädchen. Dabei wird stets das Bild es Mannes als Inbegriff für Stärke genutzt, das Bild der Frau als Inbegriff der Schwäche. Wir ordnen Eigenschaften den Geschlechtern zu: „Da bin ich ein richtiges Mädchen!“. Wir finden Mädchen zart, schwach, entscheidungsunfähig, kaufsüchtig, kreativ, wählerisch, nah am Wasser gebaut. Jungs finden wir grob, unsensibel, grobmotorisch, stark. Wir setzen bereits in die Köpfe unserer Kinder, dass es Unterschiede gibt, Mädchen- und Jungsfarben, Mädchen-und Jungsspielzeug und auch unterschiedlichen Benehmen, auf das Geschlecht abgestimmt. Das Bild von einem weinenden Mann kommt uns seltsam vor, auch wenn wir es nicht aussprechen würden. Wir setzen voraus, dass Männer grundsätzlich stärker sind als wir, viel mehr ertragen können, robuster und widerstandsfähiger sind. Die Veränderung beginnt immer im Kopf.

    Der erste Schritt wäre das eigene Handeln umzudenken und es zu verändern. Dabei geht es darum, im eigenen Umfeld eine Gleichstellung anzustreben und mit dem eigenen Verhalten ein Beispiel zu schaffen. Das Achten auf die Sprache ist dabei ein wichtiger Punkt, aber auch der Umgang mit den Mitmenschen. Vor allem unsere Kinder sollten beigebracht bekommen, dass die Menschen gleichbehandelt werden sollen um eine Zukunft voller Perspektiven und mit ausstrebendem Sexismus zu schaffen.

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