• Schulranzen ohne DIN-Norm bieten keine ausreichende Sicherheit

    Der Schulranzen – Signalfarben für die Sicherheit

    Schulkinder zählen nach wie vor zu den schwächsten Verkehrsteilnehmern. Besonders in den Wintermonaten sind leuchtende Schulranzen mit fluoreszierenden Streifen sehr wichtig und warnen Autofahrer rechtzeitig. Der Ranzen muss bei verschiedenen Lichtverhältnissen sowie bei Dämmerung und Dunkelheit schon von weitem gut sichtbar sein.

    Für Schulkinder spielt eher die Optik eine wichtige Rolle

    ABC-Schützen und Kinder der zweiten und dritten Klasse werden aufgrund ihrer Körpergröße von anderen Verkehrsteilnehmern später gesehen und haben es auch selbst schwer sich einen Überblick über die Verkehrslage auf dem Schulweg zu verschaffen. Umso wichtiger ist ein schon von weitem sichtbarer Schulranzen.

    Schultaschen und Zubehör müssen daher mit Reflektoren ausgestattet sein, die das Scheinwerferlicht von Kraftfahrzeugen reflektieren. Nach der DIN-Norm 58124 hergestellte Taschen sind mit fluoreszierenden und retroreflektierenden Streifen auf der Front und den Seiten versehen.

    Um der DIN-Norm 58124 zu entsprechen müssen

    •mindestens 20 Prozent der Oberfläche mit Leuchtstreifen bedeckt sein
    •die Hersteller mindestens 10 Prozent retroreflektierende Materialien verwenden
    •die Leuchtfarben gelb oder orange-rot wie bei Feuerwehren und Rettungsdiensten verwendet werden
    •auch die breiten Trageriemen in Leuchtfarben gefertigt werden

    Durch die Sicherheitsmerkmale eines guten Schulranzens leidet leider die für Kinder wohl eher wichtige Optik. Beim Kauf einer neuen Schultasche sollten sich Eltern aber durchsetzen und sich nur für ein Modell entscheiden, das der von Fachleuten geforderten DIN-Norm entspricht.

    Sicherheit und Tragekomfort müssen Hand in Hand gehen

    Der Schulranzen ist für viele Jahre der ständige Begleiter eines schulpflichtigen Kindes. Aus diesem Grund sollte die Schultasche außer ausreichender Sicherheit im Straßenverkehr einen hohen Tragekomfort bieten. Gute Modelle sind mit ergonomisch geformten Rückenpolstern ausgestattet, die sich der natürlichen Form der Wirbelsäule anpassen. Breite und vor allem verstellbare Trageriemen entlasten den Rücken und verteilen das Gewicht. Mit großen Griffen auf der Oberseite lässt sich der Schulranzen leicht aufnehmen und wieder absetzen. Trotz Handgriffen sollte der Schulranzen immer auf dem Rücken getragen werden. Idealerweise ist die Schultasche mit mehreren Außentaschen ausgestattet. Eine Halterung für eine Trinkflasche sollte auch nicht fehlen. Die Außentaschen müssen wie der Tornister einfach zu öffnen und zu schließen und vor allem wasserdicht sein. Eine regelmäßige Kontrolle der Schultasche sollte für Eltern selbstverständlich sein.

    Die Sicherheit der Kinder muss für Eltern das wichtigste Kriterium beim Kauf einer Schultasche sein. Ein großer Teil der angebotenen Schulranzen entspricht leider nicht den geforderten Ansprüchen oder weißt dafür andere Mängel auf. Auch wenn die Optik des Schulranzens nicht den Wünschen des Kindes entspricht, sollten verantwortungsvolle Eltern Angebote ohne die geforderte DIN-Norm in jedem Fall außer Acht lassen.

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