• Warnen Sie Ihr Kind eindringlich davor, sich selbst zu piercen

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    Und plötzlich will sich Ihr Kind piercen lassen

    Millionen von jungen Menschen lassen sich Zunge, Nase, Unterlippe, Brustwarzen oder Bauchnabel mit Schmuckstücken verzieren. Gerade Jugendliche versuchen Aufmerksamkeit und Anerkennung im Freundeskreis durch spektakuläre Veränderungen des Äußeren zu gewinnen.

    Piercings sind fast schon ein „Garantieschein“ für Bewunderung in der Clique. Was dabei oft übersehen wird: Piercing kann schwer wiegende Gesundheitsgefahren mit sich bringen.

    Aus dem Inhalt:

    … Ein seriöses und gutes Piercing Studio

    … Nachsorge und Komplikationen …

    … Warnung vor Piercing-Partys …
    Vorab: Wollen Sie partout verhindern, dass sich Ihr Kind mit einem Piercing „schmückt“? Genau genommen müssen Jugendliche unter 18 Jahren die Einwilligung eines Erziehungsberechtigten nachweisen. Denn Piercings sind rechtlich als Körperverletzung anzusehen. Eine Körperverletzung ist nicht strafbar, wenn eine Einwilligung des Verletzten (bei Minderjährigen die „Einwilligung“ eines Erziehungsberechtigten) vorliegt.
    Suchen Sie das Gespräch mit Ihrem Kind und nehmen Sie deren „Sorgen“, wenn er nun kein Piercing „vorweisen“ kann, ernst. Ihrem Kind muss aber klar sein, welche nachhaltigen Veränderungen durch Piercing vorgenommen werden. Später bereut es vielleicht den Eingriff: Piercing hinterlässt sichtbare Narben.
    Wichtig ist, dass Sie den Wunsch Ihres Kindes, sein Äußeres zu verändern, anerkennen und respektieren. Überlegen Sie gemeinsam die Vor- und Nachteile. Vielleicht ist es möglich, Kompromisse auszuhandeln.
    Ok, Ihr Kind will es! Fragen Sie Freunde, Bekannte nach ihren Erfahrungen und suchen mit Ihrem Kind ein Piercing-Studio. Bedenken Sie außerdem den Zeitpunkt, denn mit einem frischen Piercing darf Ihr Kind längere Zeit nicht ausgiebig mit Wasser in Berührung kommen. Das Schwimmen im Badesee, Hallen- oder Freibad ist absolut tabu.

    Ein seriöses und gutes Piercing Studio? Achten Sie auf diese Punkte:

    • Sprechen Sie mit dem Piercer. Wird in dem Piercing-Studio sauber und steril gearbeitet, über Nachsorge und Komplikationen informiert?
    • Vor dem Eingriff erkundigt man sich nach dem allgemeinen Gesundheitszustand Ihres Kindes? Der Piercer klärt Ihr Kind über mögliche Risiken und Spätfolgen auf?
    • Achten Sie auf steril verpackte Einmalmaterialien (Spritze, Schmuck) und der Piercer trägt natürlich Handschuhe.
    • Der Piercing-Schmuck sollte aus Gold, Titan oder Platin sein. Billige Stücke enthalten oft Nickel oder Kobalt, die Allergien auslösen können.
    • Ihr Kind erhält eine genaue Pflegeanleitung und Verhaltensmaßnahmen für mögliche Komplikationen? Es werden Nachsorgetermine angeboten?

    Möglich Komplikationen – Das sollte Ihr Kind wissen:

    • Allergische Reaktionen, wenn der Schmuck Nickel oder Kobalt enthält. Silber oxidiert in der frischen Wunde.
    • Schwellungen, Ekzeme, Blutergüsse, wuchernde Narben, Verwachsungen können die Folge sein.
    • Teillähmungen im Gesicht oder der Zunge, wenn beim Nasen-, Augenbrauen- oder Zungen-Piercing ein Nerv verletzt wird.
    • Beeinträchtigung der Atmung durch Schwellungen, Reizung des Zahnfleisches und Beschädigung des Zahnschmelzes. (bei Zungen-Piercing).

    Warnung vor Piercing-Partys: Unter unhygienischen Bedingungen von Freunden piercen lassen. Es besteht eine erhöhte Infektionsgefahr und das Risiko einer Übertragung von Hepatitis oder AIDS durch verunreinigte Nadeln. Warnen Sie Ihr Kind eindringlich davor, sich selbst zu piercen. Es besteht ein hohes Risiko, beispielsweise einen wichtigen Nerv zu durchstechen.

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