• Auch Ihr Partner kann im Haushalt mithelfen!

    Männer & Hausarbeit: So bewegen Sie Ihren Partner zum Mitmachen

    Können Sie sich vorstellen, unvorbereitet eine Gehaltsverhandlung mit Ihrem Chef zu führen? Wohl kaum. Präzise bereiten Sie sich auf das Gespräch vor: Sammeln Argumente, die Ihre Forderung bekräftigen und sind bestens gegen Einwände gerüstet. Kompromisse haben Sie sich auch schon überlegt. Ihr Ziel motiviert Sie eine Strategie zu entwickeln. Und zu Hause? Liegt es Ihnen am Herzen, Ihren Mann zur Mithilfe im Haushalt zu bewegen, sollten Sie Ihr Anliegen genauso professionell vorbereiten und „verkaufen“.

    Erklären Sie ihm die Situation, die Sie unzufrieden macht und Ihnen so viel Kraft abverlangt. Legen Sie dabei das männliche Sprachverhalten an den Tag. Das bedeutet Sie vermeiden Formulierungen wie „Ich würde gerne …“, „Vielleicht könntest du „. Sagen Sie klipp und klar, was Sie von ihm erwarten. Männer verstehen nämlich die leisen Untertöne der Frauen nicht. Also bitte nicht: „Du, es wäre doch eigentlich schön, wenn du .“ Das klingt unsicher und veranlasst Ihren Partner dazu, erst mal gegen diese Idee zu sein.

    Gegenargumente, warum Ihr Partner nicht mithelfen kann, hören Sie sich ruhig an, ohne zu unterbrechen und argumentieren weiterhin sachlich: „Ich sehe das anders … “ Bleibt Ihr Partner bei seiner Ablehnung, machen Sie ihm alternative Vorschläge, die Sie sich vorher überlegt haben.

    Machen Sie kein Geheimnis daraus, wie Küchengeräte zu bedienen sind oder wie der Staubsauger funktioniert. Meist genügt eine kurze Einweisung. Will Ihr Partner z. B. in Zukunft kochen? Prima, ermutigen Sie ihn dazu. Stehen Sie dann aber nicht „Gewehr bei Fuß“ in der Küche, um im Notfall einzugreifen, sondern lassen Sie ihn auch tatsächlich „werkeln“. Wenn Sie nicht hinsehen können, verlassen Sie lieber die Küche. Lenken Sie sich ab und unternehmen einen schönen Spaziergang. Kochversuch ging daneben? Macht nichts. Bestärken Sie ihn und sehen Sie über „Kleinigkeiten“ hinweg.

    Fahren Sie für ein paar Tage fort. Das wirkt Wunder! Natürlich nicht an einem Wochenende, sondern unter der Woche, wo er die geballte Ladung, vom Einkaufen, Kochen, Hausaufgabenbetreuung, Wäschewaschen usw. übernehmen muss. Jetzt ist er gefordert! Es wird auch nicht vorgekocht oder die Wohnung blitzeblank „übergeben“. Lerneffekt: Er wird Ihre Leistung zu schätzen wissen und ist eher dazu bereit in Zukunft mitzuhelfen. Das ist jetzt ein optimaler Ansatzpunkt für Verhandlungen, wer in Zukunft welche Aufgaben übernimmt.

    Übrigens: Eine Umfrage der Frauen-Zeitschrift „Avanti“ ergab: Wenn’s um Hausarbeit geht treten viele Männer in den Streik: Nur 29 Prozent helfen das Bad zu putzen oder beim Wäsche waschen, und lediglich 15 Prozent unterstützen ihre Partnerin beim Bügeln. Dabei wissen die Männer nicht, was ihnen entgeht: Denn fast jede zweite Frau (48 Prozent) findet ihren Partner attraktiver und hat mehr Lust auf Zärtlichkeit, wenn dieser im Haushalt mit anpackt.

    Für 15 Prozent der Frauen ist es sogar der schönste Liebesbeweis, wenn der Partner sich mit ihr die Hausarbeit teilt. Zugleich empfindet es jede fünfte Frau als größten Liebeskiller, wenn er sich daheim wie ein Pascha benimmt und die Hausarbeit der Partnerin überlässt.

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