• Das Laufrad dient Kindern in erster Linie als Spielzeug. Und damit auch Teddy, Puppe und Co…

    Einfacher das passende Laufrad auswählen

    Die Zeiten, wo die Kids mit Roller und Dreirad unterwegs waren sind schon lange vorbei. Das Laufrad ist „das“ Fortbewegungsmittel bei den Minis. Es hat keine Pedalen und wird gelenkt über das Vorderrad, also wie bei den üblichen Fahrrädern. So weit, so gut, doch worauf sollten Eltern & Co. unbedingt achten, wenn sie ihrem Sprössling ein Laufrad schenken möchten?

    Gila Hanssen / pixelio.de

    Gila Hanssen / pixelio.de

    Die Anschaffung eines Laufrades ist grundsätzlich eine gute Entscheidung. Es trainiert den Gleichgewichtssinn und gibt Kindern ein sicheres Gefühl, weil sie bei jeder Bewegung den Boden unter ihren Füßen spüren. Es kann deutlich früher genutzt werden, als der klassische Roller. Experten empfehlen das Laufrad für Kinder ab ca. 2 Jahren, den Roller aber erst ab ca. 3 Jahren. Unabhängig vom Alter des Kindes, sollte es sicher Laufen und Stehen können und über eine ausreichende Körpergröße und Schrittlänge verfügen.

    Das Kind sollte auf dem Laufrad eigenständig sitzen und mit beiden Füßen komplett am Boden stehen. Die Beine sind leicht angewinkelt, damit es dem Kind möglich ist, sich vom Boden nach vorn abzustoßen.

    Keine Bremse am Laufrad?

    Genau, denn Kinder sind diesem Alter noch nicht in der Lage eine Bremse zu benutzen. Sie haben schlichtweg nicht genügend Kraft, um die Handbremse zu betätigen und können außerdem noch nicht die verschiedenen Abläufe, wie das Balancieren, Lenken und dann noch Bremsen koordinieren.

    Tipp: Die Sattelhöhe richtig einstellen: Die richtige Höhe des Sattels sorgt für einen sicheren, komfortablen Sitz des Kindes und zeigt gleichzeitig, ob sich das Kind gut abstoßen kann.

    Holz, Metall oder Kunststoff?

    Ob man ein Laufrad aus Holz, Metall, oder Kunststoff kauft, ist eine Frage vom Gewicht und Design. Langlebigkeit sind alle Qualitätsräder. Beim Gewicht gibt es schon größere Unterschiede. So sind Räder aus Stahl schwerer als die Holz- und Kunststoffräder. Natürlich ist ein leichteres Laufrad für ein Kind besser zu beherrschen.

    Vollgummi- oder Luftreifen?

    Klar, Vollgummi- oder Polyurethan-Räder federn nicht so gut ab und eignen sich insbesondere für glatte Böden wie das Parkett in der Wohnung. Räder mit Luftbereifung federn viel weicher ab und eignen besser für das alltägliche Fahren auf den verschiedensten Böden. Allerdings sollten die Eltern dann auch fit sein im Reparieren von Reifen.

    Die Lenkeinschlagsbegrenzung – macht das Sinn?

    Hier bieten die Hersteller Laufräder mit und ohne Begrenzung an und die Experten-Meinungen gehen auseinander. Die Lenkeinschlagsbegrenzung soll das Wegrutschen beim Fahren von zu engen Kurven vermeiden und auch eine größere Stabilität beim Stehen geben. Auf der anderen Seite kann die Verletzungsgefahr durch das Fallen auf das Lenkerende größer sein. Hier sollten die Eltern entscheiden, welche Variante fürs Kind sinnvoller erscheint.

    Taschen, Anhänger, Lampen und mehr

    Das Laufrad dient Kindern nicht nur als Fortbewegungsmittel sondern ist in erster Linie auch ein Spielzeug. Und damit auch Teddy, Puppe und Co. mitfahren können gibt es natürlich viele schöne Dinge, mit denen die Freude am Laufrad noch erhöht werden kann. Ob es nun allerdings ein Beleuchtungsset sein muss? In der Regel sind Kinder in dem Alter nicht im Dunkeln unterwegs. Wenn das Laufrad dennoch mit einem Beleuchtungsset ausgestattet sein muss, sollte man unbedingt auf eine sichere Befestigung der Leuchten achten und das von ihnen keine Verletzungsgefahr bei Stürzen ausgehen kann.

    Jetzt haben Sie das passende Laufrad für den Nachwuchs gefunden und schenken es ihm. Die Augen und die Freude wird bestimmt groß sein, doch erwarten Sie jetzt bitte nicht, dass sich das Kind aufs Radl setzt und losfährt. Denn für Kleinkinder ist es ein „Spielzeug“ und sie werden das das Laufrad zunächst schieben. Sie werden es, wie alle neuen Dinge, spielerisch erkunden. Und das ist gut so! Jetzt sollten Eltern ihrem Kind die Zeit lassen, die es braucht, um sich auf etwas Neues einzulassen! Sitzt es auf dem Sattel wird es die Füße anfangs oft am Boden haben und nach und nach wird es die Füße und Beine zum Bremsen und Anschubsen nutzen.

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