• Kleine Kletterer: Wie Sie Ihr Kind schützen

    Eltern als Schutzengel: Kleine Kinder klettern gerne

    Ihr Entdeckerdrang macht auch vor Balkonbrüstungen und Fensterbänken nicht halt. Nicht immer ist bei diesen Erkundungstouren der Schutzengel zur Stelle, und das hat Folgen: Immer wieder stürzen vor allem Zwei- und Dreijährige von Balkonen oder aus Fenstern in die Tiefe und ziehen sich schwere Wirbelsäulen- und Kopfverletzungen zu, die zu Dauerschäden oder zum Tod führen können. Viele dieser Stürze, so die Aktion „Das sichere Haus“ können Eltern mit einfachen Mitteln und geringem Aufwand verhindern:

    Kindersichere Fenster: Fenster über Erdgeschosshöhe und Balkontüren sollten mit Haken, Ketten oder Riegeln so gesichert sein, dass sie von kleinen Kindern nicht geöffnet werden können. Ein Riegel hat einen zusätzlichen Nutzen: Er verhindert das Zufallen oder Zudrücken des Fensters und damit gequetschte Finger.

    Sicherungen sollten stets im oberen Bereich des Fensters installiert werden, wo das Kind sie nicht erreichen kann. Wer die Installation von Sicherungen in Kunststoff-Fenstern und Türen scheut, weil Klebeverbindungen oder die Löcher für Befestigungsschrauben Schäden im Rahmen hinterlassen, sollte abschließbare Türgriffe („Oliven“) montieren.

    Fenster- und Türgriffe können auch nachträglich mit einem Schloss ausgestattet werden, entsprechende Bausätze bieten der Fachhandel und Baumärkte. In Neubauten sollten nur abschließbare oder abnehmbare Fenstergriffe eingebaut werden.

    Aufstiegshilfen entfernen: Kinder sind schnell und viel früher in der Lage, Stühle, Tische oder Sessel als Aufstiegshilfe ans Fenster zu schieben, als ihre Eltern ihnen das zutrauen. Deshalb sind viele Kinder zum Unfallzeitpunkt allein oder nur kurz unbeaufsichtigt. Leicht bewegbare Möbel sollten deshalb nicht in der Nähe von Fenstern stehen. Besonders beim Stoßlüften, wenn alle Fenster weit geöffnet sind, müssen Kinder sorgsam beaufsichtigt werden.

    Kindersichere Balkone: Die Balkontür sollte mit einem Türschutzgitter gesichert werden. Balkonverkleidungen sollten keine Querlatten haben, an denen die Kinder hochklettern können. Der Abstand zwischen den senkrechten Stäben des Balkongitters sollte weniger als zwölf Zentimeter betragen, damit das Kind seinen Kopf nicht hindurchstecken kann. Einfach zu befestigende Balkonschutznetze verhindern, dass Ihr Kind den Kopf durch die Gitterstäbe steckt oder dass es Gegenstände vom Balkon wirft. Vor dem Kauf sollten Eltern mit dem Vermieter klären, ob sie das Netz oder ein Balkonschutzgitter anbringen dürfen.

    Balkonkästen an der Innenseite der Balkonbrüstung sind eine effektive und zudem hübsche Barriere. Entfernen Sie Stühle, Bierkästen oder Blumenkübel vom Balkon. Kletterfreudige Kinder haben sie in wenigen Sekunden zu Kletterhilfen umfunktioniert. Beaufsichtigen Sie Ihre Kinder immer, wenn sie auf dem Balkon spielen.

    Quelle: Das sichere Haus

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